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Krusty

Empfehlenswerter analoger / antiker Belichtungsmesser?

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Hi,

 

Ich habe mir noch ein paar YouTube Videos angesehen und auch noch zusätzlich auf ein paar Webseiten recherchiert: jetzt ist ein Gossen Profisix auf dem Weg zu mir. Konnte bei eBay Kleinanzeigen einen für 46 EUR ergattern. Die Bedienung hat mir gut gefallen. Ich hoffe er geht auch richtig damit ich ihn dann auch weiterschenken kann. Ich werde dann von meinen Erfahrungen / die des Kumpels berichten.

 

Vielen lieben Dank für die zahlreichen Antworten.

Edited by Krusty

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Hallo,

 

Also der Gossen Profisix ist mittlerweile angekommen und er funktioniert ziemlich gut und liefert in der Objektmessung weitgehend die gleichen Ergebnisse wie meine Leica Q.

 

Das einzige was mich verwirrt ist das Rad zur Lichtwertkorrektur / Verlängerungsfaktor: Habe ich z.B. bei der Messung ein Ergebnis von Blende 8 und 1/60 und drehe ich das Rad z.B. auf +1 EV, dann würde ich erwarten, dass dann die Skala die Werte anzeigt, die für ein um eine Blendenstufe helleres Bild ergeben würden, also Blende 8 und 1/30. Aber stattdessen wird das Gegenteil angezeigt, also Blende 8 und 1/125. Da denke ich entweder irgendwie zu sehr um die Ecke oder die Vorzeichen der Korrektur-Skala sind falsch.

 

Dann hätte ich noch eine Frage: Ich bin bisher ausschließlich digital unterwegs und wollte mal fragen ob die analogen Filme etwas „toleranter sind“ ? Der Belichtungsmesser soll nämlich in Kombination mit einer WideLux F7 verwendet werden, und da kann man z.B. keine Belichtungskorrektur machen oder die Blende oder Zeit in Drittelstufen einstellen. Die einzigen Einstellwerte sind:

 

- Zeit: 1/15, 1/125, 1/250

- Blende: 2.8, 4, 5.6, 8, 11

 

Sprich: Zeit 1/15 und Blende 3.2 kann an der Kamera nicht eingestellt werden. D.h. Hier muss ich bzw. mein Kumpel entweder etwas unterbelichten (Blende 4) oder etwas Überbelichten (Blende 2.8).

 

Bei der meiner Leica Q sind die unterschiede bei diesen Werten ja schon deutlich zu sehen... aber wie ists beim Film? Oder steckt der gewisse Abweichungen eher weg als die superempfindlichen Digicams?

 

Vielen Dank!

Grüße

Krusty

Edited by Krusty

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Farbfilme sind sehr tolerant.

Ich habe gestern einen Fuji 400H auf ISO 200 belichtet und auch sonst belichte ich Farbfilme immer deutlich über.

Überlichtungen in diesem Rahmen machen den Filmen nichts aus, im Gegensatz zu einem Digibild, ist immer noch Zeichnung in den hellen Bereichen da.

 

Wird ein Analogfilm allerdings unterbelichtet, ist bei den dunklen Stellen nix mehr zu retten.

 

Hier gibt`s einen schönen Aufsatz dazu.

 

 

 

Porta 400 @200:

 

 

Edited by B. Lichter

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Hallo,

 

Also der Gossen Profisix ist mittlerweile angekommen und er funktioniert ziemlich gut und liefert in der Objektmessung weitgehend die gleichen Ergebnisse wie meine Leica Q.

Was heißt denn weitestgehend? Du weißt schon, dass ein Messergebnis immer vom Messwinkel und der Messcharakteristik abhängig ist?

Bei Objektmessung ergibt eine Vergleichsmessung deshalb nur dann einen Sinn, wenn jeweils die gleiche völlig homogene(!) Fläche bei identischer Beleuchtung formatfüllend (also aus der Nähe, so dass der Messwinkel des Beli nichts anderes erfassen kann) angemessen wird. Und dabei immer schön auf den eigenen Schattenwurf achten!

 

Das einzige was mich verwirrt ist das Rad zur Lichtwertkorrektur / Verlängerungsfaktor: Habe ich z.B. bei der Messung ein Ergebnis von Blende 8 und 1/60 und drehe ich das Rad z.B. auf +1 EV, dann würde ich erwarten, dass dann die Skala die Werte anzeigt, die für ein um eine Blendenstufe helleres Bild ergeben würden, also Blende 8 und 1/30. Aber stattdessen wird das Gegenteil angezeigt, also Blende 8 und 1/125. Da denke ich entweder irgendwie zu sehr um die Ecke oder die Vorzeichen der Korrektur-Skala sind falsch.

Du denkst falsch und verwurstest zudem die LW-Skala mit der VF-Skala.

Was ist, um bei deinem Beispiel zu bleiben, LW12 +1LW? Richtig, LW13. Was entspricht LW13? f8+1/125.

Die Skala, die du da ansprichst, dient in ihrer Beschriftung der definierten Über- oder Unterbelichtung.

Wenn es dir schwer fällt, für die Filterverlängerung mit Minus-Angaben zu arbeiten, kannst du auch die Skala VFx nehmen. Dort entspricht der Faktor 2 einer Blende, der Faktor 4 zwei Blenden usw. usf.

 

Fann hätte ich noch eine Frage: Ich bin bisher ausschließlich digital unterwegs und wollte mal fragen ob die analogen Filme etwas „toleranter sind“ ? Der Belichtungsmesser soll nämlich in Kombination mit einer WideLux F7 verwendet werden, und da kann man z.B. keine Belichtungskorrektur machen oder die Blende oder Zeit in Drittelstufen einstellen. Die einzigen Einstellwerte sind:

 

- Zeit: 1/15, 1/125, 1/250

- Blende: 2.8, 4, 5.6, 8, 11

 

Sprich: Zeit 1/15 und Blende 3.2 kann an der Kamera nicht eingestellt werden. D.h. Hier muss ich bzw. mein Kumpel entweder etwas unterbelichten (Blende 4) oder etwas Überbelichten (Blende 2.8).

 

In Anbetracht dessen, dass es eh Selbstbetrug ist, zu glauben, eine einzige Objektmessung liefere in der Regel ein auf ne Drittel Blende richtiges Ergebnis(das tut sie vielleicht bei einem grauen Haus auf grüner Wiese bei bedecktem Himmel und auch nur dann, wenn man leicht nach unten hält), solltest du da entspannt bleiben und bei Negativfilm Richtung Überbelichtung und bei Diafilm Richtung Unterbelichtung runden.

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Gar nicht so einfach, 'nem Stachelschwein in den Po zu beißen ...

 

ich seh' da gerade (http://www.myphotoweb.com/Gossen/pages/profisix/images/_DSC2147w.jpg):

 

/applications/core/interface/imageproxy/imageproxy.php?img=http://www.myphotoweb.com/Gossen/pages/profisix/images/_DSC2147w.jpg&key=7940de5e904978ba7e47e75f384e317524e958c971479a9a2da3d6e733ae86c2">

 

Da gab es ja mindestens zwei Varianten ... aber VF 2 dürfte immer -1 sein ... dürfte die knappere Belichtung werden und +1 sollte das Gegentum ...

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Darauf hatte ich dich schon zu Beginn angesprochen. Es gibt den Profisix mit und ohne Zonensystemskala. Das ist für das beschriebene "Problem" aber irrelevant, da diese Skala dabei keine Rolle spielt.

Nutzt man hingegen den Spotaufsatz, so ist die Skala extrem hilfreich.

Als Spotti würde ich das Teil allerdings trotzdem nicht benutzen wollen. Zum einen ist er inklusive Aufsatz RIESIG, zum anderen ist die Art der Anzeige für sowas schon vom Grundprinzip her eher suboptimal.

Edited by Signor Rossi

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Zonenskala ... zerlegen, Cine Skala abkleben oder ausradieren, irrelevante Blendenwerte (45-128 und 0,7) entfernen (evtl. sogar 32 gleich mit), Zonenskala so vorhanden abdecken, Verlängerungsfkator-Kram ausradieren, dann mal weitersehen, ob "+1" das erwartete Ergebnis liefert ;-) (vorher zusammenbauen nicht vergessen)

 

Mit Lichtmessung üben ...

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Ich nehme einfach die grüne Skala und gut. Aber OK, das Ignorieren von Minus-Zeichen ist natürlich nicht jedermanns Sache.

Man könnte sich freilich auch mit der Eselsbrücke behelfen, wonach Filter Licht wegnehmen. Daraus resultiert ein Minus an verwertbarem Licht.

Edited by Signor Rossi

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Kennt ihr die Kamera, um die es hier geht? Ein Federwerk dreht den Trommelschlitz, der die "Belichtungszeit" bildet. Der Bildwinkel ist so groß, dass nur das Mitteln mehrerer Messungen einen Anhaltspunkt für die Belichtung bildet. Bei älteren Kameras ist die Trommelrotation so ungleichmäßig, dass die charakteristischen senkrechten Streifen auftreten. Ergo: da reicht wirklich JEDES kleine Schätzeisen plus ein gutmütiger Film. Der Profisix ist mehr als eine Kanone, mit der hier auf ganz, ganz kleine Spatzen geschossen wird.

 

Etwas anderes war die Noblex 135S mit elektrischem Rotationsantrieb. Verbunden mit einem Panolux konnte die Belichtung nicht nur auf den Bildwinkel bezogen sehr gut gemessen werden, sondern auch noch die Belichtung über den Bildwinkel automatisch korrigiert werden. Nur damit waren befriedigende Ergebnisse auf Diafilm machbar. Ferdl erinnert sich vielleicht noch an die brillanten Panoramen von einem der ersten Ausflüge mit der Leica-Akademie zum Dachstein in 2005, die ich später bei einem Eisenach-Treffen per 6x6-Projektor (in den damals noch erhältlichen Gepe-Panoramarähmchen) zeigte.

 

Wenn ich Lust habe, zeige ich die Kombi vielleicht mal im Nicht-Kaviar-thread.

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Kennt ihr die Kamera, um die es hier geht? Ein Federwerk dreht den Trommelschlitz, der die "Belichtungszeit" bildet. Der Bildwinkel ist so groß, dass nur das Mitteln mehrerer Messungen einen Anhaltspunkt für die Belichtung bildet. Bei älteren Kameras ist die Trommelrotation so ungleichmäßig, dass die charakteristischen senkrechten Streifen auftreten. Ergo: da reicht wirklich JEDES kleine Schätzeisen plus ein gutmütiger Film. Der Profisix ist mehr als eine Kanone, mit der hier auf ganz, ganz kleine Spatzen geschossen wird.

Da hast du natürlich vollkommen recht und ich muss gestehen, dass ich der Kamera keinerlei Beachtung geschenkt hatte.

Andererseits ist eine gute Belichtungsmessung IMMER von Vorteil, da sich Messfehler und Kamerafehler addieren können. OK, sie können sich auch aufheben. Ach, lassen wir das und gehen davon aus, dass der Profisix eh früher oder später auch mal zusammen mit einer anderen, würdigeren Kamera eingesetzt wird.

Edited by Signor Rossi

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Gar nicht so einfach, 'nem Stachelschwein in den Po zu beißen ...

 

ich seh' da gerade (http://www.myphotoweb.com/Gossen/pages/profisix/images/_DSC2147w.jpg):

 

 

Da gab es ja mindestens zwei Varianten ... aber VF 2 dürfte immer -1 sein ... dürfte die knappere Belichtung werden und +1 sollte das Gegent

/applications/core/interface/imageproxy/imageproxy.php?img=http://www.myphotoweb.com/Gossen/pages/profisix/images/_DSC2147w.jpg&key=7940de5e904978ba7e47e75f384e317524e958c971479a9a2da3d6e733ae86c2">um ...

 

 

Also ich habe den rechten Profisix.

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Was heißt denn weitestgehend? Du weißt schon, dass ein Messergebnis immer vom Messwinkel und der Messcharakteristik abhängig ist?

Bei Objektmessung ergibt eine Vergleichsmessung deshalb nur dann einen Sinn, wenn jeweils die gleiche völlig homogene(!) Fläche bei identischer Beleuchtung formatfüllend (also aus der Nähe, so dass der Messwinkel des Beli nichts anderes erfassen kann) angemessen wird. Und dabei immer schön auf den eigenen Schattenwurf achten!

 

 

Ich habe halt den Belichtungsmesser oben auf meine Leica Q draufgelegt und dann sowohl mit der Leica als auch mit dem Gossen gemessen. Stelle ich dann die Leica nach dem Vorschlag vom Gossen ein, dann meint sie, dass das bild etwas (um 1/3 bis 2/3) überbelichtet ist. Aber geworden ist das Foto trotzdem was. Und das ist für mich das entscheidende. Eine gleiche, völlig homogene Fläche wird der Gossen nie sehen, denn das Ding soll auf die Straße. Und wie es an anderer Stelle schon erwähnt wurde. Es soll einen groben richtwert liefern, damit man mit der Widelux F7 einen ungefähren Richtwert hat, was man einstellen soll und nicht einen Film für die Tonne fotografiert. 

 

Mit der Widelux ists eh so ein Glücksspiel. Ein aus meiner Sicht perfekt geplantes Foto kriegt man da eh nicht hin, da spielt immer auch der zufall mit. Ich zähle das Fotografieren dieser Kamera daher eher schon zur Lomographie https://de.wikipedia.org/wiki/Lomografie.

 

Aber vielen Dank für die Antworten. Für mich ist vor allem folgendes Wichtig: 

"solltest du da entspannt bleiben und bei Negativfilm Richtung Überbelichtung und bei Diafilm Richtung Unterbelichtung runden". 

 

Diesen Tipp werde ich beachten. Sobald ich mal ein cooles Ergebnis habe, poste ich es hier rein :-)

Edited by Krusty

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Eine gleiche, völlig homogene Fläche wird der Gossen nie sehen, denn das Ding soll auf die Straße.

Das ist logisch. Mir ging es ja auch ausschließlich um den Vergleich der zwei Belis. Das funktioniert "auf der Straße" nicht.

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Büschen besser als Lomo sollte die Widelux F7 sein, selbst bei der Horizon sollte man "anständige Ergebnisse" anstreben.

 

Wenn man ein wenig darauf achtet, daß das Motiv von links bis rechts nicht allzu unterschiedlich beleuchtet wird, dann sollte das auch gelingen.

 

Klar ist der Profisix für diese Zwecke "überqualifiziert". Wir sollten mal ergründen, warum "+1" am Ende "-1" ergeben hat. Gibt es eine Bedienungsanleitung zu dem Ding?

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Ich habe halt den Belichtungsmesser oben auf meine Leica Q draufgelegt und dann sowohl mit der Leica als auch mit dem Gossen gemessen. Stelle ich dann die Leica nach dem Vorschlag vom Gossen ein, dann meint sie, dass das bild etwas (um 1/3 bis 2/3) überbelichtet ist. Aber geworden ist das Foto trotzdem was.

Wenn lt. der Q das Bild überbelichtet ist: War es das wirklich, oder sagt die Kamera das? Ist natürlich stark motivabhängig.

Geh das nächste mal zu Deinem Motiv, drehe dich mal um, und mache mit dem Profisix eine LICHTmessung und stell das an der Q ein. Vielleicht wirst Du ein perfekt belichtetes Bild bekommen.

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Büschen besser als Lomo sollte die Widelux F7 sein, selbst bei der Horizon sollte man "anständige Ergebnisse" anstreben.

 

Wenn man ein wenig darauf achtet, daß das Motiv von links bis rechts nicht allzu unterschiedlich beleuchtet wird, dann sollte das auch gelingen.

 

Klar ist der Profisix für diese Zwecke "überqualifiziert". Wir sollten mal ergründen, warum "+1" am Ende "-1" ergeben hat. Gibt es eine Bedienungsanleitung zu dem Ding?

 

Hi,

 

ja ich habe ein Handbuch. Da wird es wie folgt begründet:

 

https://imgur.com/a/mfZoZ0d

 

Grüße 

Krusty

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Ja weils für mich irgendwie nicht ganz logisch ist... oder anders rum, ich finde es umständlich gelöst. Aber es ist egal, man muss es sich einfach merken, dass man bei einem helleren Bild in Richtung "-" drehen muss. Oder wie findest du die beschreibung? Ist doch schon etwas ums eck gedacht, oder?

 

Grüße

Krusty.

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Wieso? So wie es dort erklärt ist, empfinde ich es eigentlich sogar eher als idiotensicher.

Auf dem Filter steht -2, also stell ich -2 ein.

(Das heißt nicht, dass ich nicht auch erstmal anders herum rangegangen wäre!)

Eigentlich müsste Jan für diese Lösung Beifall spenden: Man muss nichts umrechnen und nicht überlegen. :-)

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