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Ich mach mir mal Gedanken über die schlechte Meinung hier zum Nikkor 43-86.  Dieses Objektiv hat mich viele Jahre an der Nikon F  im täglichen Pressebetrieb begleitet.

Damit war man bei jeder Gelegenheit gut ausgerüstet, Sport natürlich ausgenommen. Wer das Glas schlecht macht hat es bestimmt noch nicht im wirklichen Leben benutzt. Habe gerade mal das Objektiv an der D700 ausprobiert, nicht überragend, aber gut zu gebrauchen. Bücherrücken oder Dächer hab ich nicht fotografiert. Also bitte mal den Ball flach halten, als übrigens diese Optik auf den Markt kam, gabs bei Leica sowas noch nicht. Denke mal die Entwickler in Wetzlar hatte auch noch keine Ahnung von Objektiven mit vaiabler Brennweite.

Gerd

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Ja, erstaunlich, dass man sich bei Leitz erst 1969 für das Angenieux-Zoom 2.8/45-90mm entschied, wo man doch bereits einge Jahre früher Zugriff auf die Schneider Variogone 2.8/45-100 und 4/80-240 gehabt hätte. Wer sie haben wollte, konnte sie allerdings direkt von Schneider mit R-Bajonett beziehen. Weitere 18 Wechselsockel standen für mechanisch nicht Unbegabte zum umbauen zur Verfügung. Es waren ausgezeichnete Optiken, die ogar für Arri 35- und 16mm-Filmkameras genutzt wurden. Damals bereits transfokal, d. h. ohne Auslaufen der Schärfe beim Zoomen und mit konstanter Blende über den gesamten Brennweitenbereich. Einziger großer Nachteil der Schneider Objektive war ihr externer Blendenmechanismus über den Handgriff mit Auslösefunktion per Drahtauslöser. Ein solches Objektiv hat man nicht einfach mal gewechselt, sondern hatte es faktisch mit dem Kameragehäuse fest verbunden. Ich habe selbst das Auto-Tele-Variogon einige Jahre an der Nikon genutzt, da war ein zweites Gehäuse für Normal- und Weitwinkelobjektive quasi Pflicht und der Umstieg auf das Nikkor von der Handhabung her eine Wohltat.

Das Variogon war nach dem Zoomar-Voigländer im Übrigen erst das zweite Zoomobjektiv für das KB-Format auf dem Weltmarkt und diesem optisch weit voraus. Im Gegensatz zum Variogon weist das Zoomar eine deutliche Verzeichnung auf, bildet sehr, sehr gelblich ab und ist riesig (95mm Filterdurchmesser!).

 

Zurück zum Nikon 43-86: Seine zwei Domänen waren die Pressefotografie und die Amateurfotografie, so man sich eine Nikon F mit Zoom dafür leisten wollte. Für beide Aufgabenbereiche war die optische Leistung mehr als ausreichend. Wer alte Presseerzeugnisse in die Hand nimmt, weiß, was ich meine. Die Qualität eines Bildes bemaß sich noch nie am Auflösungsvermögen der verwendeten Optik, auch wenn eine hohe optische Qualität damals wie heute natürlich nicht schadet.

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vor 3 Stunden schrieb Gerd K:

Ich mach mir mal Gedanken über die schlechte Meinung hier zum Nikkor 43-86.  Dieses Objektiv hat mich viele Jahre an der Nikon F  im täglichen Pressebetrieb begleitet.

Damit war man bei jeder Gelegenheit gut ausgerüstet, Sport natürlich ausgenommen. Wer das Glas schlecht macht hat es bestimmt noch nicht im wirklichen Leben benutzt. Habe gerade mal das Objektiv an der D700 ausprobiert, nicht überragend, aber gut zu gebrauchen. Bücherrücken oder Dächer hab ich nicht fotografiert. Also bitte mal den Ball flach halten, als übrigens diese Optik auf den Markt kam, gabs bei Leica sowas noch nicht. Denke mal die Entwickler in Wetzlar hatte auch noch keine Ahnung von Objektiven mit vaiabler Brennweite.

Gerd

Verrufen war wohl nur die allererste Version, ich hatte mal eine spätere Variant, da gab's nicht viel zu meckern.

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vor 18 Stunden schrieb thomas_schertel:

 Die drei Objektive, die ich besitze, sind auf Leicaniveau (wie sollten sie auch anders sein).

Man könnte auch sagen, wären doch die Leicaobjektive der Dreißiger- und Vierzigerjahre alle auf Zeissniveau!

xyz.

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vor 16 Stunden schrieb thomas_schertel:

Mag ja sein, aber nach dem Buch von Georg Mann hatte Leitz so etwas im Sinn, als die SL konstruiert wurde. Wie die Praktica sich im Dauerbetrieb schlagen würde, weiß ich natürlich nicht. Meine ist ziemlich neuwertig. Doch hatte man einige gute Ideen eingebaut, wie die elektrische Blendenwertübertragung, den Lichtleiter zur Abzweigung des Meßlichts aus dem Spiegel und die Schnelladespule. Mit der Sucherscheibe kann man präzise scharfstellen. Allerdings ist sie dunkler, als bei den Leicaflexen und der Contarex. 
Was den Sound angeht: Bei der VLC 3 ist er blechern, die Contarex zirpt und die Leicaflex klackt. Das ist halt, wie beim Musikgeschmack, was man lieber hört.

Gruß
Thomas

Als ich noch eine super TL2 quälte, da wollte ich immer eine VLC haben. Inzwischen habe ich eine (inkl. ein-zwei electric-Objektiven), aber noch nicht damit fotografiert.

Die L-Reihe hat im Tranportgetriebe eine Art "Ratschen-Kupplung" (mit zwei (oder drei?) "Ratschen-Löchern" am gesamten Umfang) für den Schnellschalthebel. Weder die gefederte Ratschennase noch die Scheibe auf der diese Nase federnd gelagert ist noch der Stift für die Lagerung bestehen aus gehärtetem Stahl - in der Folge verbiegt und versagt das Teil wenn man eine Praktica der L-Reihe "zu hart ran nimmt" (zu hektisch transportiert weil gerade etwas besonders fotografierenswertes Passiert - und sie versagt damit natürlich in genau dem Moment, wo es am schönsten ist).

Die "3"er Reihe der L hat wohl hellere Einstellscheiben als die 2er Reihe, aber die 2er Reihe war auch besonders schlimm (dunkel, griseling, deutliche Fresnelringe, klein, heute vergilbt (damals evtl. auch schon)). Dafür hat man bei der VLC im Gegensatz zu einer Minolta XD-7 ein 90° Prisma, Lichtschacht- und Lupensucher zur Auswahl (andere Kameras mit Wechselsucher boten zumeist ja sogar noch ein "Sportprisma" oder "Speed Finder"). Die Site zur Kamera erwähnt den Tripelmeßkeil erst zur 4. Generation (ich bilde mir aber ein, eine EE3 mit Tripelmeßkeil zu haben (ich muß mal nachgucken): https://www.dresdner-kameras.de/praktica/praktica.html

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vor 20 Stunden schrieb thomas_schertel:

Schade, daß keiner etwas zur VLC 3 sagt. Sie macht viel Freude und hat mein Vorurteil gegen Praktikas ins Gegenteil verkehrt. So etwas aus Messing gefräst und mit R - Bajonett hätte Leitz gut angestanden.

Gruß
Thomas

Irgendwo muss ich noch eine Exakta RTL 1000 (ab 1969) haben. An eine Exakta erinnern lediglich das Bajonett, die langen Zeiten und der Wechselsucher. Bei meinem Modell ist ein "DDR-Photomic"* aufgesteckt. Einen Film habe ich nie mit ihr gemacht. Abgesehen vom Bajonett wäre der Name "Praktica" ehrlicher gewesen.

Interessant sind allenfalls die langen Zeiten, die (wie bei der Exakta VX 1000 (ab 1967)) mit Hilfe des Selbstauslösers eingestellt werden können. Minolta scheint tatsächlich der erste Hersteller gewesen zu sein (1957), der diesen "Trick" bei einer Messsucherkamera zur Anwendung brachte. Das Modell erreichte aber nie Marktreife.

 

*

Nikon war mit der F2 (ab 1971) der letzte (und erfolgreichste) Hersteller, der dem Selbstauslöser eine Doppelfunktion gab. An Innovationen hatte Nikon nicht viel zu bieten: einen 100%-Sucher und später (wie bereits von Jan gesagt) die ultrakurze 1/250 Synchronzeit, aber das war's dann auch schon.

 

Zum Nikon-Zoom. Ich weiß, dass es von Profis für Diafilme eingesetzt wurde und dass die "Weichheit" nur die erste Serie betraf. Als Porträtobjektiv mag es ja brauchbar gewesen sein: hat so einiges kaschiert.

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Interessanterweise wird gerade die erste Serie als Meilenstein im Hause Nikon "gefeiert". Klar, so viele Zooms gab es damals noch nicht, und der Bereich Ww.-Tele war bekanntlich schwierig zu korrigieren. Kult hin, Kult her, wer mit der ersten Serie Dias schoss, war m.E. selbst schuld.

Ken Rockwell geht sogar so weit, dieses Zoom als abschreckendes Beispiel für sämtliche Zoomobjektive hinzustellen; nicht nur wegen der Weichheit, sondern wegen der vielen Geisterbilder bei Gegenlicht. Andererseits ist Rockwell dafür bekannt, dass er gerne übertreibt. Das sehe ich auch so.

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halbautomatische Springblende bei M42, durch den langen Schneckengang des Enna-Wechselsockels kam man auch leicht in den Nahbereich

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Ist einem von Euch schon mal eine Leitmeyer-Optik über den Weg gelaufen, hat einer so etwas in seiner Vitrine oder Grabbelkiste? War mir bisher kein Begriff. Ich bin auf folgende Anzeige aus dem Jahr 1953 gestoßen:

 

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Dies war der Titel des üppigen Sonderheftes

 

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Und dies der Rücktitel, in Farbe!

 

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Zeiss Ikon war auch ganzseitig vertreten, Leitz glänzte durch Abwesenheit

 

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Am ‎02‎.‎04‎.‎2019 um 17:08 schrieb Gerd K:

I . Habe gerade mal das Objektiv an der D700 ausprobiert, nicht überragend, aber gut zu gebrauchen. Bücherrücken oder Dächer hab ich nicht fotografiert. Also bitte mal den Ball flach halten, als übrigens diese Optik auf den Markt kam, gabs bei Leica sowas noch nicht. Denke mal die Entwickler in Wetzlar hatte auch noch keine Ahnung von Objektiven mit vaiabler Brennweite.

Das war ja noch die Zeit, in der die Schraubendreher und Feiler bei Leitz das Sagen hatten und die Firma beinahe zugrunde richteten. Motto: hat Barnack so etwas vorgesehen? Nein, dann muss es ein Irrweg sein, und wenn die ganze Welt Zooms haben will, ein Leicafotograf braucht so was nicht. Was der alles so nicht braucht, sah man ja an der Leicaflex etc.

Tut mir leid, aber man sollte nicht rückwärtsgewandt sein.

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Liebevolle Detailarbeit bei Zeiss-Ikon

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2x Tessar

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Konfirmandenausflug nach München, das falsche Schaufenster angeschaut.
Nikonos II.

Vielleicht fahre ich jetzt wieder öfter Faltboot.

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Gruß

Thomas

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