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Moldauklöster in Rumänien


mhanke
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Die Moldaukläster in Rumänien haben mitnichten etwas mit dem berühmten Fluss Moldau zu tun, obwohl es dort mehrere Bäche und Flüsschen gibt, die so heißen. Vielmehr ist die historische Provinz Moldavien (nicht zu verwechseln mit der benachbarten, selbständigen Republik Moldavien!) der Namensgeber. heute ist es die Region der Bukovina, ganz im Nordosten Rumäniens, am Rande der Karpaten.

 

Die Klöster wurden im 15. und 16. Jahrhundert gegründet, zumeist nach siegreichen Schlachten gegen die Türken. Fast alle sind stark befestigt, um so der Verteidigung der umliegenden Bewohner zu dienen. Etliche zeichnen sich durch einen großartigen Freskenschmuck, nicht nur in der Kirche, sondern auch an den Außenmauern aus. Damit konnten der des lesens unkundigen Bevölkerung die biblischen Geschichten nahegebracht werden, auch, wenn an hohen Feiertagen die Kirche für die Masse der Gläubigen zu klein war und die meisten draußen stehen mussten.

 

Schon unter Ceaucescu, der es sich mit der mächtigen orthodoxen Kirche nicht verscherzt hat, begann die Restaurierung, die nun - auch mit Mitteln der UNECO - forgesetzt wird.

 

Leider war das Wetter im Sepember mehr als bescheiden, daher sind wirklich gute Aufnahmen nicht gelungen. Aber der Gegenstand ist hoffentlich interessant genug.

 

Die Bilder entstanden mit M6 und MP, mit Voigtländer 1,9/28mm und Summilux 75mm, sowie der D-Lux 3, die man ja gleich am Format erkennt.

 

Marcus

 

Hier das Kloster Moldovita, die Bilder sind schwach, aber das Motiv schön:

 

Moldovita.jpg

 

Hier das Kloster Sucevita:

 

Sucevita2.jpg

 

Sucevita.jpg

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... je ärmer das Volk, desto reicher der Kirchenschmuck

ein lächerliche bemerkung die jeder grundlage entbehrt!

oder warst du noch nie in einer "reichen" kirche in deutschland?

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Guest JanWelm1

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Interessante Bildserie!

 

Hier wird ein Kulturgut dokumentiert, das sich aus den Bedürfnissen der Auftraggeber und den Gegebenheiten der soziologischen Verhältnisse entwickelt hat. Die Verschiedenheit vieler heute auch als touristische Ziele entdeckten kulturellen Ausprägungen macht es erst interessant, sich diese kulturellen Ergebnissen zu nähern und zu erarbeiten.

 

Wer aber die Auswirkungen der globalen Architektur insbesondere der städtischen Architektur betrachtet, muss befürchten, dass in einigen Jahrzehnten die Städte über all auf dem Globus "gleich" aussehen. Von kultureller Vielfalt ist dann keine Sprache mehr.

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... je ärmer das Volk, desto reicher der Kirchenschmuck

 

Bitte um Erläuterung: Was meinst Du mit arm? Rumänien heute? Was soll das mit einer fünhundert Jahre alten Kirche zu tun haben? Rumänien hatte damals eine wechselhafte Geschichte, im Schnittpunkt vieler Völker, war aber sicher nicht ärmer oder reicher als der Rest des ländlichen Europa, bzw. des Reiches. Im Gegenteil: Im feudalen System ist nicht der Geldwert, sondern der Ernteertrag die Basis der Abgaben, und angesichts dieser schönen Bauten kann man wohl von einem gewissen "Reichtum" der Landschaft damals ausgehen.

 

Marcus

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Bitte um Erläuterung: Was meinst Du mit arm? Rumänien heute? Was soll das mit einer fünhundert Jahre alten Kirche zu tun haben? Rumänien hatte damals eine wechselhafte Geschichte, im Schnittpunkt vieler Völker, war aber sicher nicht ärmer oder reicher als der Rest des ländlichen Europa, bzw. des Reiches. Im Gegenteil: Im feudalen System ist nicht der Geldwert, sondern der Ernteertrag die Basis der Abgaben, und angesichts dieser schönen Bauten kann man wohl von einem gewissen "Reichtum" der Landschaft damals ausgehen.

 

Marcus

 

... gerne erläutere ich meinen kurzen Kommentar (bin mir aber bewusst, dass ich damit falsch liegen kann, weil ich mit den wirtschaftlichen und kulturellen Verhältnissen in jener Region - weit ausserhalb des HLR - nicht vertraut bin):

Gezeigt werden hier Kirchen orthodoxer Klöster, die damals offensichtlich sehr wohlhabend waren und ihren Reichtum auch prachtvoll zum Ausdruck brachten. Wie dieser Wohlstand zustande kam, weiss ich nicht. Wieviel Anteil das Kirchenvolk am Zustandekommen dieses daraus entstandenen Kulturgutes hatte, kann ich nicht beziffern.

Zur gleichen Zeit im HRL: Bauernkriege gegen das Feudalsystem, Reformation und Säkularisation des reichen Kirchengutes in den protestantischen Gebieten, wobei die Gewinner die Feudalherren waren. Prunk und Pracht in der Renaissance und im Barock repräsentieren immer den Reichtum (und die Bildung) des Bürgertums in den freien Städten, des Feudaladels und der Kirche, nie aber die vergleichsweise Armut des Volkes (des sog. dritten Standes).

Im Übrigen bin ich der Meinung, dass der "Himmel auf Erden einiger Weniger" bedeutendere Kulturgüter zustande gebracht hat als der "Wohlstand für alle". Aber ich lass mich gerne überzeugen.

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Hallo,

 

ich hatte diese Klöster 1975 besucht, und bin erfreut festzustellen, dass die Malereien gut erhalten sind und dass das Umfeld heute wesentlich gepflegter ist als damals. Die Malereien waren übrigens für das des Lesens unkundige Volk.

 

Grüße

Gertrud

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