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Analoge Profi-Kameras


schiller

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An mir sind die letzten Jahre der Kamera-Entwicklung total vorbeigegangen - alle Nase lang gab es Neu-Erscheinungen. Deshalb meine Frage:

 

Gibt es, ausser Leica, überhaupt noch Anbieter analoger Profi-Kameras (Nikon, Canon) oder war Leica die erste und letzte Spezies dieser Gattung ?

 

Beste Grüße

 

Schiller

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Guest volkerm

Bei Nikon gibt es noch eine einzige analoge Spiegelreflex: die wunderbare F6

Die wurde - durchaus überraschend - präsentiert im Jahr 2004, als die digitalen Spiegelreflex schon sehr weit verbreitet waren.

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bleibt die Frage, was eine Profikamera ist.

Nikon F6 ist die letzte (und beste?) Pro-KB-SLR.

 

Leica hat die R9 2002 vorgestellt, eigentlich schon 1996 unter dem Namen R8.

Dannch kamen noch die Nikon f100 (die F5 war zeitgleich mit der R8), Minolta Dynax9, Canon Eos 1V und Contax N1.

 

Ich denke mal, dass du aus dem gleichen Grund fragst wie ich, Bajonett-Wechsel auf digital mit einem zusätzlichem Analogbody?

 

Gruss

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die letzten Jahre, ein dehbarer Begriff. Auch in der Vor-Digitalzeit gabe es sogenannte

Profikameras.Was unterscheidet sie wohl von Amateurkameras? Nikon F6,schön,aber da

gibt es auch gebrauchte F3´s.Ich besitze einige Pentax LXen, mittlerweile über 20 Jahre

im Einsatz, Wechselsucher, Hybridverschluss, Titanrollos, Gehäusedichtungen, das

wurde damals als Profikamera bezeichnet, Leica hatte nie technisch vergleichbares zu

bieten. Ein Profi ist einer der von seinen Bildern lebt, die kann er aber mit (fast) beliebigen

Kameras machen...

Die richtig guten Kameras wurden früher gebaut,ob die heutigen fotografierenden Computer

noch als Profikameras bezeichnet werden können ist für mich fraglich.

MP und Konsorten sind schöne technisch/handwerkliche Spielzeuge, aber wieviel "Profis"

haben die im täglichen Gebrauch?

 

Jo

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Guten Abend,

 

ich muss schon sagen, ich habe selten so herzlich gelacht, wie über Ihren Ausspruch:

 

"...MP und Konsorten sind schöne technisch/handwerkliche Spielzeuge..."

 

Ich merke schon, die Verblendungstaktik der Medien, Fotozeitschriften und diverser Forenten pro Digital und contra Film hat sich auch bei Ihnen voll ausgewirkt.

 

So klar auch ist, dass die digitale Entwicklung das Thema Fotografie zu neuen Ufern geführt hat und weiterhin mit großen Schritten führt, so klar ist trotzdem, dass die letzten Produkte der Analogwelt wie Nikon F6, Canon EOS 1V, Leica R9, Leica M7, Leica MP die höchsten Entwicklungsstufen einer ehemals von "allen" Profis verwendeten Technik sind.

 

Diese nach Jahrzehnten der Weiterentwicklung als "Spielzeuge" zu bezeichnen, macht auch vor dem Hintergrund des Wissensstandes heutiger Digitaltechnik keinen Sinn.

 

Lang lebe der Film... und mit ihm der Digitalsensor und die Speicherkarte

 

Schönen Abend noch,

Gruß Robert

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Alle hier aufgezählten Kameras zählen zweifelsfrei zu den absoluten Spitzengeräten in der analogen Profoklasse, im RF Segment natürlich die MP!

 

Ich möchte aber dennoch auf eine besondere Kamera hinweisen, die ich in der SLR Klasse über alle anderen stelle, die aber leider nicht mehr produziert wird - weil es die Marke auch nicht mehr gibt: Contax RTS III.

 

Der absolute Hammer mit unglaublicher Präzision und Features die es sonst nirgendwo gab: Vakuumansaugung für den Film (garantiert absolute Planlage), damals schon Verzicht auf einen Filmaufzug (immerhin Anfang der Neunziger Jahre), Keramikverschluß, etc. Und das noch gepaart mit der umwerfenden Qualität der Zeiss/Contax Optiken ist schon was ganz Tolles. Für mich das am höchstn entwickelte Analog KB System.

 

Es lebe wieder der Film, besonders der SW Film - wenn ich nur endlich eine brauchbare Lösung für mein Scannen finde!

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Digital fotografiere ich mit 5D, und weil ich einen schönen Objektivpark habe, habe ich mir kürzlich zur analogen Ergänzung eine EOS 1 V zugelegt, fast neu (210 Filme) für wenig Geld beim Händler (die 1 V ist übrigens noch im Programm). Sehr zufriedenstellend!

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...Ich möchte aber dennoch auf eine besondere Kamera hinweisen, die ich in der SLR Klasse über alle anderen stelle, die aber leider nicht mehr produziert wird - weil es die Marke auch nicht mehr gibt: Contax RTS III.

 

Der absolute Hammer mit unglaublicher Präzision und Features die es sonst nirgendwo gab: Vakuumansaugung für den Film (garantiert absolute Planlage), damals schon Verzicht auf einen Filmaufzug (immerhin Anfang der Neunziger Jahre), Keramikverschluß, etc. Und das noch gepaart mit der umwerfenden Qualität der Zeiss/Contax Optiken ist schon was ganz Tolles. Für mich das am höchstn entwickelte Analog KB System.

 

Es lebe wieder der Film, besonders der SW Film - wenn ich nur endlich eine brauchbare Lösung für mein Scannen finde!

 

Das kann ich nur unterstreichen. Schon vor der R4-Zeit hatte ich jahrelang mit der RTS fotografiert, später mit der Semiprofi-Type ST. Dann habe ich mir doch noch dieses Jahr eine hervorragend erhaltene RTS III zugelegt, für lächerliches Geld. Sie war von vorneherein als Profi-Kamera konzipiert, aber irgendwie schien die Kooperation Zeiss-Kyocera für solche Konzepte nicht zu funktionieren. Und Kyocera hat jetzt noch die alleinige Nutzungslizenz für den Namen "Contax".

Ich arbeite (nein, spiele) jetzt noch gelegentlich damit, besonders mit dem herrlichen Vario-Sonnar 28-85mm.

 

Gruß

Erich

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nun ja, mole 73, vielleicht meinen Kommentar nicht richtig gelesen. Digital ist nicht

meine Welt, so steht es da für jeden der lesen kann. Ich habe schon meine Gründe

warum ich die M´s als Spielzeuge bezeichne obwohl ich selbst eine ganze Anzahl

besitze und auch benutze. Der Erguß betreffs Propaganda irgendwelcher Zeitschriften

geht vollends an mir vorbei da ich schon seit langem keine einschlägigen (Foto)-

Magazine mehr lese, nur noch digital und viel Werbequatsch, da leg ich mein Geld lieber

in Filmen an.

Im Übrigen bleibe ich bei meiner Meinung, dass die Zeit der wirklichen Profikameras

vorbei ist, die riesigen Computerklötze von C/N kann man sich im Ernst ja wohl nicht

antun.

Contax RTS III, auch so eine Kamera,das kommt nicht wieder...

 

Jo

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Guest volkerm
Im Übrigen bleibe ich bei meiner Meinung, dass die Zeit der wirklichen Profikameras vorbei ist, die riesigen Computerklötze von C/N kann man sich im Ernst ja wohl nicht antun.

 

Wie minimalistisch muß denn eine wirkliche Profikamera sein? Darf die schon einen Belichtungsmesser haben? Oder gar eine Zeitautomatik? Ich erinnere mich noch gut an das Wehklagen, als Nikon eine "Profikamera" F3 mit Zeitautomatik und LCD Anzeige vorstellte. So richtig ernstnehmen wollten wir F2 Benutzer dieses Hightech-Spielzeug erstmal nicht. Angeblich war ja auch nach 10 Jahren so ein LCD Display defekt. Sehr suspekt, damals.

 

Und heute, die F6? Sie setzt die Tradition der F/F2/F3/F4/F5 in guter Weise fort, wenn man sie vorurteilsfrei betrachtet. Das, was sie kann, kann sie hervorragend und wenn ich sie mit meinen F2 vergleiche, dann ist sie auch genau so robust gebaut. Automatik? Ja, hat sie, abschaltbar ganz nach Bedarf.

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Eine RTSIII ist sicher nicht minimalistisch :)

 

Die hatte damals schon ordentlich viel Technik drinnen und Lösungen aufgezeigt, die bahnbrechend waren. Leider hat Kyocera aber Contax eingestampft, obwohl dieser Konzern wohl alle Möglichkeiten gehabt hätte, den Digitalmarkt richtig aufzumischen. Die Einführung des N Systems hat ja schon erste Schritte dazu gezeigt. ABer dabei blieb es dann eben auch. Und heute ist das Alles nur noch ein Traum von vielen Möglichkeiten.

 

Leica steht gerade an der Schwelle, so einen Traum nochmal zu verwirklichen mit einem brauchbaren und hochqualitativen DSLR Konzept. Hoffe daß sie das schaffen. Denn sonst gibts nur mehr die Profiklötze als Alternative, von C, N oder vielleicht ja auch Sony.

 

Übrigens, die 25MP Nikon soll D4 heißen, aber sie fällt eben auch in dieses Profiklotzlager - Kamera zur Körperverteidigung - um eben so richtig gegen die anderen Profikollegen kämpfen zu können :D

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Wie minimalistisch muß denn eine wirkliche Profikamera sein? Darf die schon einen Belichtungsmesser haben? Oder gar eine Zeitautomatik? Ich erinnere mich noch gut an das Wehklagen, als Nikon eine "Profikamera" F3 mit Zeitautomatik und LCD Anzeige vorstellte. So richtig ernstnehmen wollten wir F2 Benutzer dieses Hightech-Spielzeug erstmal nicht. Angeblich war ja auch nach 10 Jahren so ein LCD Display defekt. Sehr suspekt, damals.

 

 

 

Mit 'ner F3 und z.B. dem 2,5/105 drangehängt mit SW oder Dia in der Box, das macht immer noch Spaß und die Ergebnisse können sich sehen lassen :)

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Ja ja... mit einer Contax 139 Quartz habe ich auch mal angefangen zu fotografieren. Später kam dann die RTS II dazu ein tolles Teil - schade daß sie keine Spotmessung hatte. Als die RTS III kam, war ich schon aus dem Contaxsystem ausgestiegen. Zeiss war leider sehr träge, was die Einführung neuer Objektive anging. Das war einer der Gründe die zu meinem Ausstieg geführt hatten. Aber die RTS III war wirklich eine Traumkamera. Es würde mich mal interessieren wieviel die Vakuumandruckplatte bei Kleinbild wirklich bringt.

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(...) Aber die RTS III war wirklich eine Traumkamera. Es würde mich mal interessieren wieviel die Vakuumandruckplatte bei Kleinbild wirklich bringt.

 

Ich hatte die Contax RTS III acht Jahre und bin dann freiwillig auf RTS II + Winder W3 umgestiegen. Grund: Die Nachteile der RTS III:

 

- Sucheranzeigen bei Sonne kaum lesbar, LCD hielt nur wenige Jahre,

- niedrige Suchervergrößerung von 0,74 (wg. 100% HighEyepoint) erschwert Scharfstellung,

- lautes, sehr merkliches Auslöse-/Motorgeräusch, nerviges Summgeräusch des Sucherdisplays,

- starke Auslöseerschütterung trotz MLU (laut Zeiss höher als bei RX und Aria ohne MLU!),

- starke Kälteempfindlichkeit, auch mit Lithiumzellen,

- hohes Gehäusegewicht,

 

wurden für mich persönlich durch ihre Vorteile:

- phantastische Verarbeitung,

- alle nötigen technischen Raffinessen (Motor, Belichtung, Blitz, Datenrückwand...),

- wunderbare Handlage,

 

nicht aufgewogen. Die berühmte Vakuumplatte soll nach allem, was man so liest, höchstens bei verbogenen Filmstücken (= erstes Bild nach längerer Lagerung) zusmmen mit hochgeöffneten Objektiven Sichtbares bewirken. Das konnte ich nie verifizieren. Das schlichtere Vorgängermodell RTS II bietet mir alles, was ich wirklich benötige, und dazu einen großen hellen Sucher mit gut lesbaren LEDs sowie bessere Handlichkeit. Suum cuique - manche R-Freunde ziehen aus ähnlichen Gründen die RE/5/6/7 der R8/9 vor...

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"Das schlichtere Vorgängermodell RTS II bietet mir alles, was ich wirklich benötige, und dazu einen großen hellen Sucher mit gut lesbaren LEDs sowie bessere Handlichkeit. Suum cuique - manche R-Freunde ziehen aus ähnlichen Gründen die RE/5/6/7 der R8/9 vor..."

 

Mit Contax habe ich leider nie ausführliche Erfahrungen sammeln können, aber die R8/9 wird zu 99% aus Gründen prinzipiellen Ablehnung des Designs und daran mehr oder weniger angedichteten ((klobig, schwer...) Nachteilen verschmäht.

 

Nur wer wirklich ausschließlich sehr kleine/leichte Optiken (z.B. 2/50mm) und /oder sehr kleine Hände hat, wird Nachteile mit der R8/9 erleben - ansonsten ist sie die erste richtige Reflex-Leica seit der Leicaflex, während den R3-7 (nicht ganz unrichtig) immer das Image der "mäßigen Objektivhalter für die besten Optiken" anhaftete.

 

Die R9 hat keinen AF und keinen schnellen, eingebauten Winder (was die externen Winder Effizienz kostet), ansonsten ist sie praktisch makellos: hochrobust, ergonomisch, flexibel (DMR), präzis (Beli/Sucher) und seit einigen Jahren zudem auch erschreckend billig.

 

Zurück zum Thema, ja sie ist zusammen mit der F6 die einzig verbliebene, prof. SLR-Lösung, beide exzellent auf ihren Gebieten und in vielerlei Hinsicht vielleicht auch eine Art krönender Schlusspunkt der SLR-Entwicklung. Deswegen denke ich auch, dass sich die R10 sehr eng an der R9 orientieren wird.

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Mit Contax habe ich leider nie ausführliche Erfahrungen sammeln können, aber die R8/9 wird zu 99% aus Gründen prinzipiellen Ablehnung des Designs und daran mehr oder weniger angedichteten ((klobig, schwer...) Nachteilen verschmäht.

 

 

Erklär mir doch mal wie das Gewicht angedichtet sein soll? Mir tut davon recht schnell

der Arm weh also muss es wohl doch real sein. Ich habe vor einigen Wochen eine

R8 günstig an Land gezogen. Bisher habe ich 2 Filme durchgezogen, mehr werden

es auch nicht werden. Einfach eine ergonomische Katastrophe. Dagegen wirkt selbst

eine D3 oder F4 filigran. Wird demnächst gegen eine R7 getauscht.

Die R8 vermittelt mir nicht im geringsten das Gefühl eine Leica in der Hand zu halten,

einfach ein grosser und schwerer Klotz, nur brachial statt Präzision.

 

 

 

Nur wer wirklich ausschließlich sehr kleine/leichte Optiken (z.B. 2/50mm) und /oder sehr kleine Hände hat, wird Nachteile mit der R8/9 erleben - ansonsten ist sie die erste richtige Reflex-Leica seit der Leicaflex, während den R3-7 (nicht ganz unrichtig) immer das Image der "mäßigen Objektivhalter für die besten Optiken" anhaftete.

 

 

Meine Hände haben XXL-Format, trotzdem passt das Ding nicht. Und wo war

eine R4, R5 oder R6 mäßig? Welche andere Kamera dieser Baujahre war denn

Vergleichbar? Da gabs nicht viele. Nikon F3, Canon New F1 und Contax RTS 2,

alles andere war weit davon entfernt. Die R4 litt unter angedichteten Märchen und

Halbwahrheiten wie der angeblichen Baugleichheit mit der XD7.

 

 

 

Zurück zum Thema, ja sie ist zusammen mit der F6 die einzig verbliebene, prof. SLR-Lösung, beide exzellent auf ihren Gebieten und in vielerlei Hinsicht vielleicht auch eine Art krönender Schlusspunkt der SLR-Entwicklung. Deswegen denke ich auch, dass sich die R10 sehr eng an der R9 orientieren wird.

 

Hoffentlich wird die R10 ergonomischer, noch so ein Klotz

würde wohl die meisten potentiellen Käufer abschrecken.

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Guest Joachim3
Erklär mir doch mal wie das Gewicht angedichtet sein soll? Mir tut davon recht schnell

der Arm weh also muss es wohl doch real sein. Ich habe vor einigen Wochen eine

R8 günstig an Land gezogen. Bisher habe ich 2 Filme durchgezogen, mehr werden

es auch nicht werden. Einfach eine ergonomische Katastrophe. Dagegen wirkt selbst

eine D3 oder F4 filigran. Wird demnächst gegen eine R7 getauscht.

Die R8 vermittelt mir nicht im geringsten das Gefühl eine Leica in der Hand zu halten,

einfach ein grosser und schwerer Klotz, nur brachial statt Präzision.

 

 

 

 

Meine Hände haben XXL-Format, trotzdem passt das Ding nicht. Und wo war

eine R4, R5 oder R6 mäßig? Welche andere Kamera dieser Baujahre war denn

Vergleichbar? Da gabs nicht viele. Nikon F3, Canon New F1 und Contax RTS 2,

alles andere war weit davon entfernt. Die R4 litt unter angedichteten Märchen und

Halbwahrheiten wie der angeblichen Baugleichheit mit der XD7.

 

 

 

 

Hoffentlich wird die R10 ergonomischer, noch so ein Klotz

würde wohl die meisten potentiellen Käufer abschrecken.

 

 

Ich benutze sowohl die R4 als auch die R8. Ich finde beide gut zu bedienen. Die R8 liegt, finde ich zumindest, besser in der Hand. Sie bildet ein gutes Gegengewicht, wenn schwere Objektive verwendet werden. Die R8 arbeitet ruhiger und präziser und hat die kleineren Belichtungszeiten, die halt schon manchmal nötig sind. Die R4 dagegen z.B. in Kombination mit einem Summicron 50 erinnert mich in ihrer Dimension schon fast an eine Kamera aus dem M-System. Die R4 hatte ich auch im Rucksack dabei, als ich jüngst mit Freunden wandern war. Und eines muss man schon zugeben, nicht alle Funktkionen sind bei der R8 besser geworden. Beispielsweise ist die Betätigung des Selbstauslösers bei der R8 ein wirkliches Gefummele. Das geht bei der R4 einfacher.

Aber noch zwei andere Anmerkungen oder Fragen:

-Der Titel des Threads lautet doch "Analoge Profikameras". Sind damit nicht eigentlich eher Kameras im Mittelformatsystem gemeint?

-Was ändert sich bei Leica auf dem Analogsektor, wenn die neuen digitalen Kameras ("R10") herauskommen? Die R9 ist ja nach den Worten von Herrn Kaufmann ein Auslaufmodell.

 

Viele Grüße

Joachim

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Beispielsweise ist die Betätigung des Selbstauslösers bei der R8 ein wirkliches Gefummele. Das geht bei der R4 einfacher.

 

 

Die Art der Bedienung ist es gar nicht die mich an der R8 stört sondern die

Anordnung und Ausführung der Bedienungselemente. Besonders der Umschalter

für die Integral/Matrix/Spotmessung nervt mich, viel zu klein, schwergängig und

benötigt starken Druck zur Entriegelung. Das Umschalten ist damit eine ziemlich

schmerzhafte Prozedur. Bei der R4 ging es doch auch, also warum dieser

Rückschritt? Auch die anderen Schalter liegen nicht gut zugänglich.

Die Haptik und die Ausführung der Details ist einfach nur mangelhaft, der

Programmwähler ist viel zu leichtgängig und rastet nicht präzise ein. Die Welle

für die Motorkupplung läuft bei manueller Rückspulung deutlich hörbar und mit

viel Spiel mit, das passt eher zu einer Zenit als zu einer Leica.

 

Viel Mehrwert im Vergleich zur R5/R7 hat die R8 nicht mehr nachdem das

DMR jetzt obsolet ist. Übrig bleiben eigentlich nur Blitzsteuerung, frei wählbare

Messarten, kürzere Verschlusszeiten und motorische Filmrückspulung.

Dafür das doppelte an Volumen und Gewicht mit viel schlechtere Ergonomie?

Muss nicht sein. Aktuell wird die R7 aus gutem Grund teuerer gehandelt als

die R8.

 

 

Aber noch zwei andere Anmerkungen oder Fragen:

-Der Titel des Threads lautet doch "Analoge Profikameras". Sind damit nicht eigentlich eher Kameras im Mittelformatsystem gemeint?

 

Im Ausgangsposting wurde nach Leica, Canon und Nikon gefragt, also eindeutig

Kleinbild. Profikamera ist kein festgelegter Begriff, die Color Foto veröffentlichte

mal einen Test unter dem Titel "Die 5 Profis im Vergleich". Das waren die R4,

Nikon F3, Canon F1, Pentax LX und Rollei SL2000F. Die SL2000F wird wohl

kaum ein Profi benutzt haben und die langweilige LX war auch nur unter Amateuren

verbreitet. Ich hätte noch die Contax RTS und die Olympus OM2 dazugezählt.

Aus der letzten Generation vor dem Digitalboom wären es wohl Nikon F5/F6,

EOS1 und R9 gewesen.

 

 

-Was ändert sich bei Leica auf dem Analogsektor, wenn die neuen digitalen Kameras ("R10") herauskommen? Die R9 ist ja nach den Worten von Herrn Kaufmann ein Auslaufmodell.

 

Die R9 wird bereits seit längerer Zeit nicht mehr produziert, verkauft werden

nur noch Lagerbestände. Ob es eine Neuauflage der R9 gibt halte ich für nicht

sehr wahrscheinlich. Sinnvoller wäre es einen R6-Nachfolger zu bringen.

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Die R8/9 war zweifelsohne der Höhepunkt der Kameraentwicklung und da schließe ich die M-Linie sogar mit ein! Das Bedienkonzept ist einzigartig gut und das Gewicht ist nun auch nicht wirklich hoch. Komischerweise beschwert sich nie jemand über das Gewicht der fast ebenso schweren Leicaflex SL. Im Vergleich zur R8/9 erscheinen die alten R-Modelle regelrecht popelig und mittelmäßig. Ich hatte eine zeitlang beide R Typen parallel, sah mich dann aber genötigt meine R-E und R-5 zu verkaufen. Bei der R6 meiner Frau macht der Verschluß mucken :(

Mich hat auch sehr lange das Design gestört. Meine erste R8 habe ich erst 10 Jahre nach ihrer Vorstellung gekauft. Wenn man aber mal eine Weile intensiv gearbeitet hat (und nicht nur bei Händler ein paar Minuten begrabbelt) dann wird man sich der Faszination dieser Kameras nicht entziehen können. Mittlerweile ist das Design der R8/9 ja nicht mehr so weit vom Erscheinungsbild der anderen Kameras entfernt und daher glaube ich, daß eine Rückkehr zum alten R-Design Leica sehr schaden würde. Es würde das Image der Rückständigkeit extrem verstärken. Eine digitale R10 im R6-Gewand halte ich für undenkbar!

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... Besonders der Umschalter

für die Integral/Matrix/Spotmessung nervt mich, viel zu klein, schwergängig und

benötigt starken Druck zur Entriegelung. Das Umschalten ist damit eine ziemlich

schmerzhafte Prozedur.

 

Wenn das bei Dir eine schmerzhaft Prozedur ist, dann stimmt etwas an Deinem Exemplar nicht. Ich kann das nicht nschvollziehen.

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