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Testbild Elmar 1932 digital


panda

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Da ich gerne wissen wollte ob so ein uraltes Elmar sich an einer Digitalkamera behaupten kann, habe ich ich es an eine Epson R-D1 (M8 für arme) geschraubt.

 

Das Bild ist natürlich in Photoshop bearbeitet.

 

Elmar 3,5/5cm Nr. 154xxx, ca. 1932, unvergütet Blende 6,3

 

Das Ergebnis erscheint mir in Anbetracht des Alters beachtlich.

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Dafür sind aber die Erbereschen ganz neu! :-))

Wir wissen es ja eigentlich alle, die Objektive von heute sind sicher ohne Frage "besser" in vieler Hinsicht; das ändert aber nichts daran dass unsere Vorderen mit ihren "einfachen" Linsen ebenfalls wunderbare Fotos geschossen haben und manchen Anmutungen in den Ergebnissen trauern wir gelegentlich nach.

Nicht mal mit 3 Klicks in PS zu schaffen.

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Nicht umsonst trug das Elmar mit zum Erfolg der Leica bei. Reverenz an Prof. Max Berek.

Zweifellos ein genialer Entwurf.

Man findet ja nicht ohne Grund dieses Konstruktionsprinzip des vierlinsigen Triplets in vielen Objektivkonstruktionen wieder:

 

Zeiss Tessar (das Adlerauge)

Voigtländer Skopar

Agfa Solinar

 

Alles Objektive die in ihrer Klasse Maßstäbe gesetzt haben.

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Zweifellos ein genialer Entwurf.

Man findet ja nicht ohne Grund dieses Konstruktionsprinzip des vierlinsigen Triplets in vielen Objektivkonstruktionen wieder:

 

Zeiss Tessar (das Adlerauge)

Voigtländer Skopar

Agfa Solinar

 

Alles Objektive die in ihrer Klasse Maßstäbe gesetzt haben.

 

Ich möchte keinesfalls oberlehrerhaft erscheinen, Deine (und meine) Bewunderung für Herrn Berek, nicht nur wegen der Rechnung der diversen Photooptiken, in allen Ehren, aber das Tessar ist doch noch um 1/4 Jahrhundert älter. ;)

 

Es ist aber doch auch kein Wunder, daß das Elmar trotz seines hohen Alters vernünftige Bilder erlaubt, man beherrschte seit Ernst Abbe das wissenschaftlich korrekte Berechnen optischer Strahlengänge und hatte dank Schott mit Hilfe unterschiedlicher Glassorten auch deren praktische Verwirklichung schon einigermaßen im Griff. Natürlich nicht in dem Maße wie heute und eine Vergütung fehlte natürlich auch noch, trotzdem sind spätestens ab 1900 technisch einwandfreie S/W-Bilder angefertigt worden, die einen sehr ansehnlichen Detailreichtum aufweisen und wer einmal gut erhaltene, apochromatisch korrigierte Mikroskop-Optiken der Jahre zwischen den beiden Weltkriegen aus den Häusern ZEISS und LEITZ nutzen konnte, weis auch um deren hohe Leistung. Natürlich ist klar, daß sich 70-80 Jahre Optikentwicklung nicht nur im Preis niedergeschlagen haben, wäre wohl auch ein bisschen wenig.

 

Ich konnte in der Vergangenheit ein frühes Tessar 4,5/13,5 cm an meiner 9x12 Technika (mit 6x9-Kassette) ausprobieren und war einigermaßen angetan vom Ergebnis. Ich glaube vielmehr, daß das damalige Filmmaterial nicht nur beim Kleinbild die Leistung der Objektive garnicht ausnutzen konnte und die vergleichsweise eingeschränkten Möglichkeiten der Positivtechnik taten ein Übriges, die Leistungen der damaligen Objektive zu limitieren.

 

Freundliche Grüße und ein schönes Wochenende wünsche ich Euch

 

Wolfgang

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Ich möchte keinesfalls oberlehrerhaft erscheinen, Deine (und meine) Bewunderung für Herrn Berek, nicht nur wegen der Rechnung der diversen Photooptiken, in allen Ehren, aber das Tessar ist doch noch um 1/4 Jahrhundert älter. ;)

 

 

Noch ein Oberlehrer:

 

Sind nicht Tessar wie Elmar Varianten des bei Cooke von Taylor entwickelten Objektivtyps?

 

http://www.willbell.com/TM/ChapterB.3.pdf

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Und hier noch ein Blow-Up der Fliege.

 

Die Facetten in den Fliegenaugen werden nicht mehr aufgelöst. Das bleibt dann den modernen Summicronen vorbehalten.:D:D:D

 

Und das Ganze an einem schon fast historischen 6MP Sensor bei 1/208 s bei ISO 200 freihand.

 

Da soll doch bitte jetzt keiner mehr ein abfälliges Wort über alte Elmare verlieren.;)

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Lieber Gert,

 

sehr sympathisch, hier wieder einmal jemanden mit Epson-Film hinter Leitz-Objektiven zu finden.

 

Mir macht diese Paarung grosse Freude, blieb doch nach dem Filmkauf noch einiges Geld übrig, durch 70 Jahre hochinteressante Fotografie-Geschichte zu reisen.

 

Ich empfinde es als sehr ästethisch, was ältere Objektive mit Licht machen, und bin immer hoch erstaunt, was Jupiter 3, 8, 12 und Leitz Summicron C, Elmar, Hektor & Co. (traue keinem Objektiv nach '75, sozusagen..) so produzieren. Da mein Drogerie-Film ;-) auch Visoflexe nimmt: Gerne wird der Zubehörzoo erweitert.

 

Unser Thema hier ist Leica/Leitz, daher eine Kostprobe des (wohl aus den frühen 30ern stammenden) Elmar 135 mit Balgengerät und Schreibtischlampe von oben, Fotomotiv ist ein MGA Modellauto-Rücklicht 1:18 (Film: Epson RD-1).

 

Cheers, Andreas

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Edited by Andreas.Pichler
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Ich möchte keinesfalls oberlehrerhaft erscheinen, Deine (und meine) Bewunderung für Herrn Berek, nicht nur wegen der Rechnung der diversen Photooptiken, in allen Ehren, aber das Tessar ist doch noch um 1/4 Jahrhundert älter. ;)

 

Es ist aber doch auch kein Wunder, daß das Elmar trotz seines hohen Alters vernünftige Bilder erlaubt, man beherrschte seit Ernst Abbe das wissenschaftlich korrekte Berechnen optischer Strahlengänge

 

Herr Oberlehrer liegen aber falsch. Ich übernehme mal den Part.

Wir verdanken Ernst Abbe bahnbrechende, mathematische Zusammenhänge der Optik, aber das erste tatsächlich gerechnete Objektiv stammt von Josef Petzval, der es zusammen mit Voigtländer baute.

Und zwar schon 1840, dem Jahr, in dem Abbe erst geboren wurde.

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... und der damalige Assistent von Ernst Abbe und spätere Chefoptiker bei Zeiss, Dr. Paul Rudolph, fand nach der Entwicklung eines (Mikroskop-) Apochromaten das anastigmatische Prinzip (1890 Protar, 1895 Doppel-Protar, 1896 Planar, 1902 Tessar). Inwieweit das Elmar mit der Tessar-Konstruktion zusammenhängt - die feinen Unterschiede zwischen Kopie, Abkömmling, eigenständige Konstruktion sind dort todernst analysiert - gibt es bei Emmermann in der "Leica" unter dem Titel "Was ist eigentlich Elmar?" eine längere Auslassung. Jedenfalls baute Leitz bis zum Auslaufen des Tessar-Patents 1927 das Elmax mit seiner dreifach verkitteten Hinterlinse.

 

Die Geschichte der Cooke-Lens ist bei Kingslake erläutert.

 

Tessar und Elmar bilden unterschiedlich ab, vor allem bezüglich des damals "Plastik" und heute so genannten Boke. Vergleiche zwischen Contax und Leica wären auch in dieser Hinsicht sehr interessant, weil bei beiden Firmen einiges Gehirnschmalz vorhanden war, das in die Bemühung um die Kleinbildphotographie geworfen werden konnte und auch wurde.

 

Und was die Objektive der ersten Designer-Generationen (Zeiss Doppelprotar 1890, Goerz Dagor 1893 usw.) leisteten, kann bei Ansel Adams eindrucksvoll gesehen werden, was aber eher nicht ins Leica Forum gehört.

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...ich werf dann mal von der Seite einen Schnappschuss frisch gebacken von heut morgen die Diskussion. Die Sonne schun so schön auf den Balkon, also rasch den ebay-Findling Elmar 135 von 1930 vor den Drogerie-Film (Epson R-D1) geschnallt und geschnappschusst.

 

Kann man doch mit leben, wenn man Bilder von weissen Blümchen mag?

 

Cheers,

 

Andreas

 

PS: Und der Link zu "Frühe lichtstarke..." ist wirklich stark, danke!

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Edited by Andreas.Pichler
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.... Kann man doch mit leben, wenn man Bilder von weissen Blümchen mag?...

Nach meinem Geschmack könnte das Bild etwas "unscharf maskieren" vertragen und evtl. die hellen Töne ein wenig zurücknehmen.

Ist aber natürlich Geschmackssache. Ich mag es etwas "knackiger".

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Ich möchte keinesfalls oberlehrerhaft erscheinen, Deine (und meine) Bewunderung für Herrn Berek, nicht nur wegen der Rechnung der diversen Photooptiken, in allen Ehren, aber das Tessar ist doch noch um 1/4 Jahrhundert älter. ;)

Das war mir nicht bekannt. Aber mir ging es in meiner Bemerkung nicht nur um das Elmar, sondern um das Konstruktionsprinzip des vierlinsigen Triplets. Ich kann mir schon sehr gut vorstellen, dass Zeiss, Leitz und auch Voigtländer versuchten die Eigenschaften dieses Objektivtyps entsprechend ihrer Firmenphilosophie zu modifizieren.

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Herr Oberlehrer liegen aber falsch. Ich übernehme mal den Part.

Wir verdanken Ernst Abbe bahnbrechende, mathematische Zusammenhänge der Optik, aber das erste tatsächlich gerechnete Objektiv stammt von Josef Petzval, der es zusammen mit Voigtländer baute.

Und zwar schon 1840, dem Jahr, in dem Abbe erst geboren wurde.

 

Natürlich, Du hast ja recht, Gerd. Ich hätte besser schreiben sollen:

 

... erlaubt, man beherrschte spätestens seit Ernst Abbe das wissenschaftlich korrekte Berechnen optischer Strahlengänge und ...

 

Freundliche Grüße und die besten Wünsche für die Nacht:)

 

Wolfgang

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Zweifellos ein genialer Entwurf.

Man findet ja nicht ohne Grund dieses Konstruktionsprinzip des vierlinsigen Triplets in vielen Objektivkonstruktionen wieder:

 

Zeiss Tessar (das Adlerauge)

Voigtländer Skopar

Agfa Solinar

 

Alles Objektive die in ihrer Klasse Maßstäbe gesetzt haben.

 

 

Nicht zu vergessen das hervorragende Xenar von Schneider/Kreuznach, das ebenfalls auf der Taylor`schenTripletkonstruktion beruht und kurz nach dem Elmar gerechnet wurde, während das Solinar und das Skopar wohl jünger sind.

 

MfG. Gerd (mit "d")

Edited by kologeros
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[quote=gerd_heuser;1053467

... "das erste tatsächlich gerechnete Objektiv stammt von Josef Petzval, der es zusammen mit Voigtländer baute.

Und zwar schon 1840"

 

 

Siehe dazu

 

FotoDeal Nr. 67, IV/2009; Bernd K. Koch: "Der Durchbruch der Photographie. Die Voigtländer Ganzmetallkamera von 1840/41, S. 4ff und

 

Rudolf Hillebrand: "Ein Praxistest mit Hindernissen. Auf den Spuren von Daguerre, Petzval und Voigtländer", ebd., S. 9ff

 

MfG. Gerd

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