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Was haltet ihr von einem Low-Budget-Supertele?


Guest User 42869

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Guest User 42869

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Hallo Allerseits,

 

Ich bin in letzter Zeit total fasziniert von Supertele-Landschaftsaufnahmen, die einen ganz besonderen Bildeindruck besitzen. Leider hat man nur selten die Gelegenheit, solche Aufnahmen zu machen, weshalb ich bisher immer mit meinem R-Elmarit 135mm + 2x Extender (pre-Apo) an der R4 fotografiert habe. Das sind dann 270mm bei einer Kombi-Lichtstärke von 5.6, was aber bei Landschaftsaufnahmen nicht das Problem ist, da ich die Elmarit-Extender-Kombination einfach auf Unendlich und dann auf Blende 11 einstelle.

Als Aufnahmemodus verwende ich Zeitautomatik mit Integralmessung, welche bisher stets zu guten Ergebnissen führte, zudem ist die Kamera natürlich auf ein (zugegeben recht leichtes) Stativ montiert.

 

Allerdings ist das Gerücht war, welches besagt dass der 2x-Extender für das R-System nicht ganz den hohen Anforderungen der R-Objektive gerecht wird, eine Verbesserung kam wohl erst mit der Apo-Version (die ich mir als Schüler aber nicht leisten kann bzw. leisten mag).

Deshalb möchte ich euch fragen, ob sich mit einem "No-Name-Low-Budget-Tele" wie sie z.B. von Walimex (siehe hier -> Manuelle Walimex 330 und 400 mm Teleobjektive für einen schmalen Taler) derzeit angeboten werden gleich gute oder sogar bessere Ergebnisse erzielen lassen!

Ich weiss, die Frage klingt in einem Leica-Forum etwas vermessen, aber zumindest das 440er scheint sehr gut abzubilden, wie man hier sehen kann -> Walimex 440. Zudem sind diese Optiken derzeit bei manchen Händlern zu absoluten Spottpreisen von ca. 50 bis 100 € zu haben.

Allerdings sind alle Fotos die ich bisher gesehen habe mit einer Digitalkamera aufgenommen worden, ob ein solches Objektiv auch an einer analogen Kamera wie der R4 eine gute Figur macht wäre jetzt natürlich auch noch die Frage?!

Was meint ihr, lohnt sich solch ein "Billigtele" oder sollte man lieber bei den hochwertigen R-Objektiven und dem 2x-Extender bleiben?

 

Hier nochmal ein paar Beispiele von Aufnahmen mit der Kombi R-Elmarit 135mm + 2x Extender, entstanden Donnerstag Abend vor einer Woche auf Agfa Precisa CT 100 Diafilm:

 

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Der ungecropte Detailausschnitt des Scans (TIF-Datei mit 7200dpi) zeigt gut die leichte Unschärfe der Extenderaufnahmen. Ferne Orte sind aber noch zu erkennen.

 

 

Auch hier dürfte der Moritzberg bei Nürnberg als Solitär ruhig schärfer und kontrastreicher rauskommen..... aber ob dass mit einem einfachen Zweilinser überhaupt besser wird? Oder ist der Einfluss des atmosphärischen Dunstes über diese Entfernung für eine bessere Abbildungsqualität einfach schon zu hoch???

 

Grüße, Alexander

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Oder ist der Einfluss des atmosphärischen Dunstes über diese Entfernung für eine bessere Abbildungsqualität einfach schon zu hoch???

 

Bei dieser Wetterlage würdest Du selbst mit einem Apo-Telyt-R keine wesentlich bessere Darstellung in den von Dir ausgewiesenen Bildbereichen erzielen.

 

Für 50-100 Euro kannst Du Dir zu Testzwecken ja relativ risikolos einmal ein preiswertes Teleobjektiv zulegen; die Leistung wird hinsichtlich Schärfe, Kontrast und Farbfehlern nicht besser werden als mit der jetzigen Kombination.

 

Da das 135er R-Objektiv darüber hinaus auch nicht gerade zu den Sternstunden des Objektivbaus zählt, würde ich es verkaufen und mir stattdessen ein älteres 180er Elmarit-R (Neue Rechnung 1979 - 1998, gefertigt ab Seriennummer 2939701) zulegen (gebraucht für ca. 200-300 Euro). Mit dem von Dir verwendeten Extender dürfte das insgesamt eine leichte Verbesserung der Bildqualität und eine für Deine Absichten deutlich höhere Telebrennweite bringen. Mehr geht ohne Apo nicht, aber diese Kombination ist auch ohne Apo erstklassig.

Edited by jung
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Sehr interessante Ausführungen!

Der Dunst ist wohl der am stärksten limitierende oder besser kontaminierende Faktor einer Landschaftsaufnahme

(bis zu dem Punkt, wo man sich mehr der dokumentarischen Fotografie verschrieben hat- dann stört es nicht mehr und wird zum gestalterischen Mittel)

,was dieses Bild recht gut zeigt:

plaetzchenwolf

Die Burg rechts im Hintergrund ist gerade mal 5km entfernt- und trotzdem...

An diesem Tag war "typischer" Sommerdunst- dh. erst in der Ferne zu sehen.

(50mm Aufnahme)

Der Ort über der Burg Vetzberg ist wohl gute 20km entfernt- die Burg selbst ca 5km:

http://picasaweb.google.de/bilderkiste0/SGH#5383170209931327042

(Aufgenommen von der Gleiburg, vom Söller, ein interessanter Ort, allemal einen Ausflug wert:

http://www.burg-gleiberg.de/)

Edited by Land
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Diese sog. Wundertüten, die auch unter dem Namen Danubia und Beroflex kursieren, sind mit Vorsicht zu genießen. Ich hatte mir mal aus genau denselben Gründen, die du nennst, so ein 8/500mm von Beroflex gekauft, damals für 200 DM.

Gebraucht habe ich es kaum, weil mich erstens die Lichtstärke zu stark behinderte und man zweitens eigentlich immer ein Stativ braucht. Letztlich habe ich es vor 2 Jahren verkauft, der Verlust hielt sich in Grenzen, weil jeden Morgen wieder ein Dummer aufsteht, der sowas unbedingt haben will. Mein Fazit: der Versuch lohnt nicht!

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Guest User 42869
Da das 135er R-Objektiv darüber hinaus auch nicht gerade zu den Sternstunden des Objektivbaus zählt, würde ich es verkaufen und mir stattdessen ein älteres 180er Elmarit-R (Neue Rechnung 1979 - 1998, gefertigt ab Seriennummer 2939701) zulegen (gebraucht für ca. 200-300 Euro). Mit dem von Dir verwendeten Extender dürfte das insgesamt eine leichte Verbesserung der Bildqualität und eine für Deine Absichten deutlich höhere Telebrennweite bringen. Mehr geht ohne Apo nicht, aber diese Kombination ist auch ohne Apo erstklassig.

 

Sicher sind die meisten 135er gut, da diese Konstruktion und deren optische Rechnung offenbar recht einfach zu meistern ist, weshalb sich das R-Elmarit 135mm qualitativ vielleicht nicht so stark von den 135er-Optiken anderer Hersteller unterscheidet wie das z.B. beim 50er Summicron im Vergleich z.B. mit einem Nikkor, Rokkor oder Takumar vergleichbarer Brennweite und Lichtstärke der Fall ist.

Aber als schlecht würde ich es nur wirklich nicht bezeichnen wollen!

Mit dem R-Elmarit 135mm aufgenommene Dias unterscheiden sich hinsichtlich Brillianz, Farbwiedergabe, Kontrast und Schäre kaum bzw. gar nicht von meinen mit anderen Leica R-Objektiven gemachten Fotos - lediglich die Bildwirkung ist anders, eben "teliger"...:D

Der Umkehrschluss würde für mich nun bedeuten, dass also beispielsweise auch mein 50er Summicron "nicht so toll" ist und dass ich offenbar doch in die falsche Kameramarke investiert habe...:eek::rolleyes:

 

Einziger wirklicher Minuspunkt der 135er R-Elmarits: Es ist wirklich Sauschwer verglichen mi anderen 135ern!

 

P.S.: Danke an Alle für die hilfreichen Antworten! Mal sehen, ob ich zugreife oder doch lieber "systemkonform" weiterfotografiere.....

 

Grüße, Alexander

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.....

Da das 135er R-Objektiv darüber hinaus auch nicht gerade zu den Sternstunden des Objektivbaus zählt, würde ich es verkaufen und mir stattdessen ein älteres 180er Elmarit-R (Neue Rechnung 1979 - 1998, gefertigt ab Seriennummer 2939701) zulegen ...

 

Wenn das zuträfe, dann käme er ja mit dem älteren Elmarit 2,8/180mm(II) vom Regen in die Traufe, :p

oder etwa nicht? :rolleyes:

Sagt doch das Leica-Taschenbuch, Laney/Puts

zum 2,8/135mm(II) :

"...Bei voller Öffnung insgesamt überdurchschnittlicher Kontrast und klare Wiedergabe feiner Details.

Die Wiedergabe ist von der Mitte bis in die Bildecken sehr gleichmäßig.

Ab Blende 4 ist der Kontrast sichtbar höher, mit hevorragender Zeichnung der feinen Details.

5,6 ist die optimale Blende, bei der eine hervorragende Abbildungsleistung

im gesamten Bildfeld erreicht wird, einscließlich der äußersten Ecken.

Diese Leistung hält sich bis Blende 11, ab der die Wiedergabe etwas weicher wird."

zum Elmarit 2.8/180mm(II) :

"...Bei voller Öffnung insgesamt mittlerer Kontrast mit sehr gleichmäßiger Wiedergabe im gesamten Bildfeld.

Abblenden verbessert die Zeichnung sehr feiner Details deutlich.

Die optimale Blende ist 5,6, bei der eine hervorragende Abbildungsleistung

mit sehr sauberer Zeichnung sehr feiner Details, und brillanter Wiedergabe von Kanten

im Motiv erzielt wird."

Das wird halt nur durch die APOs getoppt.

Gruß,

Philipp

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Hallo,

 

ich habe derzeit alle vier Leitz-Telese in der Brennweitenregion zu Hause, das 135er und die drei 180er Apos.

Das 3,4er hat mir viele Jahre treu gedient. Nur die Haptik störte etwas. gegen die Innenfokussierung des 2,8ers kommt es nicht an. Von der kaum zu glaubenden Verbesserung in der Abbildungsqualität - selbst frei Hand und auf 100er Diafilm - ganz zu schweigen.

 

Das Preis-Leistungsverhältnis des 3,4er-Apos ist aber ungeschlagen. Vielleicht will ich's ja doch loswerden, auch wenn derzeit die Preise absolut im Keller sind. Schreib mir mal 'ne PN.

 

Den einfachen 2x-Extender kenne ich nicht. Ich habe den älteren Apo-Extender, der mich aber auch nicht vom Hocker reisst. Der neuere (in der nicht-zylindrischen Form) soll nochmal besser sein, aber dazu verwende ich ihn zu selten, um hier noch ein Update zu fahren.

 

Langer Rede kurzer Sinn: Der Wechsel vom 135er zum 3,4-Apo-180 bringt wohl deutlich mehr, als der Wechsel des Extenders.

 

Low-Budget-Teles sind immer mit Vorsicht zu geniessen!

Die chromatische Aberation schlägt da doch deutlich zu, und die Vergütung der Linsen ist oft auch nicht das wahre. Eben alles, was für die Erkennung kleinster Details notwendig ist, und was den roten Punkt ausmacht.

Von Spiegel-Teles ("Russentonne", etc.) ist ganz abzuraten. Schon bauart-bedingt können sie kein kontrastreiches Bild liefern.

 

Wenn Dir wirklich an guter Bildqualität liegt, scheue Dich nach dem 3,4er um und bleibe lieber beim 135er, bis Du die Kohle zusammen hast. Derzeit ist es für 600 Euronen in gutem Zustand zu haben, aber auch wenn es etwas abgegriffen ist, ein klasse Objektiv.

 

Grüße

 

TS

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... Da das 135er R-Objektiv darüber hinaus auch nicht gerade zu den Sternstunden des Objektivbaus zählt, ...

 

Welche 135er sind deiner Meinung nach den besser (Canon, Minolta, Nikon, Pentax, Mamiya, Zeiss)?

Edited by PwoS
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Welche 135er sind deiner Meinung nach den besser (Canon, Minolta, Nikon, Pentax, Mamiya, Zeiss)?

 

Die Frage ging zwar nicht an mich, aber nach Erfahrungen mit diversen 135ern würde ich diese Reihenfolge für mich setzen:

 

1. Minolta MC 2,8/135mm

2. Yashica MLC 2,8/135mm

3. Canon FD 2.8/135mm

4. Mamiya 3,5/135mm (für Mamiyas KB-Kameras ZE, ZE-X etc.)

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Zwar keine Low-Budget-Lösung, dafür aber über 150 km Luftlinie...

 

Säntisgipfel (2400 m, Alpstein, St.Gallen/Appenzell, Nordschweiz) vom Kandel (1242 m, Mittlerer Schwarzwald) mit Leica R8 + APO-Telyt-R 4/280 + APO-Extender-R 1.4x + APO-Extender-R 2x = 800 mm auf Fuji Velvia 50 ab Berlebach UNI mit Selbstbauauflage, Spiegelvorauslösung. Scan mit Nikon Super Coolscan 4000 ED.

 

Der Sendemast des Säntis ist auf dem originalen Dia absolut scharf, aber auch hier klar zu erkennen...

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Hallo,

 

ich habe derzeit alle vier Leitz-Telese in der Brennweitenregion zu Hause, das 135er und die drei 180er Apos.

Das 3,4er hat mir viele Jahre treu gedient. Nur die Haptik störte etwas. gegen die Innenfokussierung des 2,8ers kommt es nicht an. Von der kaum zu glaubenden Verbesserung in der Abbildungsqualität - selbst frei Hand und auf 100er Diafilm - ganz zu schweigen.

 

Das Preis-Leistungsverhältnis des 3,4er-Apos ist aber ungeschlagen. Vielleicht will ich's ja doch loswerden, auch wenn derzeit die Preise absolut im Keller sind. Schreib mir mal 'ne PN.

 

Grüße

 

TS

 

Wenn Du ein 3,4/180 zuviel hast, bevor es einstaubt ...

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