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Leica M7 und digital


Photoauge

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Ich habe mich entschieden, dass ich wieder analog fotografieren möchte, um auch mal wieder etwas bewusster an die Sache rangehe.

 

Allerdings möchte ich nicht auf die digitalen Vorteile in der Nachbearbeitung verzichten, daher habe ich mir folgendes überlegt (und eigentlich schon beschlossen):

 

- in den nächsten Tagen müsste eine gebrauchte M7 hier eintrudeln (mal sehen, ob es wirklich eher ein Vitrinenstück war)

- als Objektiv will ich vorerst ein Summarit 35 verwenden, welches an meiner M8 (die ich mittlerweile nicht mehr habe) gute Dienste verrichtet hat

- ein Elmarit 24 soll irgendwann mal folgen, ebenso ein Elmarit 90 oder Summarit 90

- beim 50 bin ich mir noch unschlüssig

- als Scanner habe ich ein Epson V750 Pro

- fotografieren möchte ich auf Dia

 

Zum letzteren hätte ich zwei Fragen:

1. sollte ich überhaupt Dias verwenden oder ist Negativfilm besser?

2. welche Filme könnt Ihr empfehlen?

 

Was meint Ihr so von meinen Ideen?

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1. sollte ich überhaupt Dias verwenden oder ist Negativfilm besser?

2. welche Filme könnt Ihr empfehlen?

 

 

Zu 1.: Bei dieser Fragestellung gehe ich davon aus, dass Du eh gar nicht vorhast, Dias zu projizieren (und Du hauptsächlich die Filme per Scanner digitalisieren willst). Also kommen ggf. allein die unterschiedlichen Charakteristiken verschiedener Filmsorten mit Bezug auf Farbe, Korn (Auflösung) und Blendenumfang zum tragen.

 

Zu 2.: Das lässt sich pauschal schwer sagen. Hinsichtlich welcher Themengebiete fotografierst Du denn? Beispiel: Für Landschaft empfehlen viele Fuji Velvia 50 (Dia), für Hochzeiten o. ä. Kodak Portra 160/400 NS/VS (Farbnegativ) ...

 

 

Was meint Ihr so von meinen Ideen?

 

Ein oder zwei Objektive weniger kaufen und dafür in einen besseren Filmscanner investieren (z. B. einen gebrauchten Nikon Coolscan aus der Bucht).

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Ehrlich gesagt kann ich Begriffe wie "Entschleunigung" und "bewusstes Fotografieren" nicht mehr hören. Ich sehe viele gute Bilder, die intuitives Arbeiten und Reaktion erfordern, genauso wie ich gute Bilder sehe, die Vorbereitung bzw. nähere Überlegungen benötigen. Ich sehe aber noch mehr schlechte Bilder, die teils intuitiv oft aber auch wohl vorbereitet und überlegt geschossen wurden.

 

Und zuletzt glaube ich daran, dass Film da hilft. Vielleicht anfängliche Umstellung. Und auch nicht die begrenzte Aufnahmezahl. Es gab schon früher Leute, die innerhalb weniger Wochen einige hundert Filme durchzogen. Und mir fällt auch schwer zu verstehen, wie ein Amateur einer Kamera innerhalb eines Jahres 16.000 Auslösungen überhilft. Das wären 44 Aufnahmen am Tag. Und meine klemmt mir selbst am Leib, wenn ich kurz um die Ecke ein Pfund Zucker holen muss.

 

Für eine Hochzeit würde ich durchaus mal einen Neopan1600 empfehlen.

Edited by ehmneun
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...

Zum letzteren hätte ich zwei Fragen:

1. sollte ich überhaupt Dias verwenden oder ist Negativfilm besser?

2. welche Filme könnt Ihr empfehlen?

 

Was meint Ihr so von meinen Ideen?

 

Hallo Photoauge,

meinen Glückwunsch zur M7. Ich benutze auch eine mit Begeisterung!

 

Auch ich digitaisiere bzw. lasse den Film direkt digitalisieren und habe eigentlich gleichbleibend gute Ergebnisse mit Farbnegativfilm (Kodak 200er und 400er).

Bei der Verwendung von Diafilm (Fujichrome Sensia 100) wird es mal sehr gut, mal weniger gut. Ich weiß nicht warum!

Grüße von Kalle

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interessant ...

 

- die einen haben eine super Digitalkamera und verkaufen sie, weil sie glauben, dass sie analog zu besseren Ergebnissen kommen

- die anderen haben nicht das Geld für eine gute Digitalkamera und fotografieren deshalb analog.

 

... trifft vielleicht die Sache nicht am Punkt, aber es ist schon was dran, dass wir immer glauben, bessere Bilder mit einer Ausrüstung zu machen, die wir "gerade" nicht haben.

 

Meine Meinung:

- dem Argument der "Entschleunigung" und der Orientierung vom Knipsen zum Fotografieren kann ich was abgewinnen !

- den Flachbettscanner kenne ich nicht ... aber meines Erachtens kann das nur ein Kompromiss sein

 

Ich habe einen Filmscanner Nikon 5000 ... er ist sehr gut aber es gibt sicher noch was besseres. Der Epson kann aber sicher dem Nikon nicht das Wasser reichen. Hatte auch mal einen Flachbett - das Handling und die Scannerei ist mit einem Flachbettscanner schon sehr mühsam.

 

Also wenn analog, dann muss ein sehr guter Filmscanner her.

 

Mit Negativscan habe ich noch keine Erfahrung - aber Dia geht gut ! (Tip - Vuescan kaufen)

 

Fg. Toni.

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Manches erstaunt einen doch immer wieder: da leistet sich jemand eine M7 - nicht gerade eine Billigkamera, noch dazu eine, bei der man einiges an fototechnischem Verständnis braucht - und dann kommen solche Fragen wie: ist Negativfilm besser als Diafilm etc. Und die Bilder sollen eigentlich auch am besten nur digitalisiert werden.

Nimm's mir nicht übel, aber so jemand ist mit einer DSLR wohl besser bedient, denn auch mit der kann man entspannt und entschleunigt knipsen, wenn man bei jedem Bild erst einmal ein wenig nachdenkt, bevor man auf den Auslöser drückt. Ich habe über 20 Jahre nur analog fotografiert und habe mir erst vor 9 Monaten eine kleine DSLR gekauft. Mehr Bilder als früher produziere ich nicht damit. Dieses Rumgeknipse ist auch eine Einstellungssache.

 

Bevor du mir vorwirfst, nicht auf deine Frage einzugehen: Diafilme lassen sich in der Regel besser scannen als Negativfilme (Ausnahme: Kodachrome und Velvia).

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Ich empfehle mit dem V750 ein paar Versuche mit KB-Film zu machen, ob die zu erreichende Qualitaet fuer Dich ausreicht. Ich habe auch einen V750 und bin mit der MF Qualitaet sehr zufrieden, aber mit KB war ich eher enttaeuscht.

 

Zum restlichen Plan, ich wuerde anstelle mehrerer Linsen ein Summilux 35 oder 50 kaufen und dann wenn Du siehst dass es mehr Brennweiten braucht diese nach und nach hinzufuegen. YMMV

 

Gruesse

Josef

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Meine Meinung: Wenn das Ziel digital sein soll UND in Farbe gibts nur die digitale Aufzeichnung von Anfang an. Weil, Filme entwickeln lassen (plus evtl. Kontaktbögen), schneiden, eintüten, abheften, sichten, scannen, putzen, korrigieren, wieder zum Fotoladen rennen und Fuji-Prints machen lassen und so weiter - nee, das ist nicht Entschleunigung, das ist Zeitverschwendung und zudem sauteuer.

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Allerdings möchte ich nicht auf die digitalen Vorteile in der Nachbearbeitung verzichten, daher habe ich mir folgendes überlegt (und eigentlich schon beschlossen):

 

Was meint Ihr so von meinen Ideen?

 

Digitale Vorteile kenne ich nicht, über Vorteile der digitalen Nachbearbeitung kann man diskutieren, kommt halt auf Sinn und Zweck der Bastelei an.

Ein Bild machen oder bearbeiten sind erst mal zwei verschiedene Baustellen.

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Meine Meinung: Wenn das Ziel digital sein soll UND in Farbe gibts nur die digitale Aufzeichnung von Anfang an. Weil, Filme entwickeln lassen (plus evtl. Kontaktbögen), schneiden, eintüten, abheften, sichten, scannen, putzen, korrigieren, wieder zum Fotoladen rennen und Fuji-Prints machen lassen und so weiter - nee, das ist nicht Entschleunigung, das ist Zeitverschwendung und zudem sauteuer.

 

Da muss man erst mal `drauf kommen. Warum lässt du nicht gleich einen Abzug vom Negative machen? Ging doch `früher`so. Ist das heute zu einfach?

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Mda leistet sich jemand eine M7 - nicht gerade eine Billigkamera, noch dazu eine, bei der man einiges an fototechnischem Verständnis braucht -

 

Hatte ich vergessen zu schreiben, es ist nicht so, dass analog ein unbekanntes Wesen für mich ist, denn ich hatte mit analog begonnen und auch bereits eine M6 besessen.

 

und dann kommen solche Fragen wie: ist Negativfilm besser als Diafilm etc. Und die Bilder sollen eigentlich auch am besten nur digitalisiert werden.

 

wie Du selber unten wahrscheinlich erkannt hast, bezog sich meine Frage auf das scannen, nicht die generelle Frage, welche Filmart die bessere ist...

 

Bevor du mir vorwirfst, nicht auf deine Frage einzugehen: Diafilme lassen sich in der Regel besser scannen als Negativfilme (Ausnahme: Kodachrome und Velvia).
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Weil, Filme entwickeln lassen (plus evtl. Kontaktbögen), schneiden, eintüten, abheften, sichten, scannen, putzen, korrigieren, wieder zum Fotoladen rennen und Fuji-Prints machen lassen und so weiter - nee, das ist nicht Entschleunigung, das ist Zeitverschwendung und zudem sauteuer.

 

Kontaktbogen wofür?

 

Schneiden, bei Dia wahrscheinlich, hat aber den Vorteil, dass ich schonmal vorsortieren kann.

 

Wieder zum Fotoladen rennen - warum? Die Bilder, die dann als Ausdruck benötige kann ich mit meinem Drucker ausdrucken (hatte ich vergessen zu erwähnen). Denn ich habe hier bereits mehrfach gehört, dass ein z.B. Coolscan besser sei, als ein Flachbrettscanner, damit ich die Qualität der Leica voll ausreizen kann, dann brauche ich keine Belichtungen aus dem Fotoladen....

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Wenn du mit dem eingeschränkten Dynamikumfang von Diafilm auskommst, lässt sich dieser im Vergleich zu Farbnegativfilm in der Regel leichter scannen und führt zu kornärmeren Ergebnissen. Allerdings lässt sich mit den üblichen Consumer-Scannern nicht der volle Dichteumfang von Diafilmen erfassen, so dass du hier bezüglich des begrenzten Dynamikumfangs bei der Digitalisierung weitere Einschränkungen hinnehmen musst. Bei kontrastreichem Licht bist du wahrscheinlich mit Negativfilm besser bedient.

 

Im Zweifelsfall solltest du einfach mal testen, welche Filme bei deiner Verarbeitung zu den besseren Ergebnissen führen. Die Entscheidung kann ganz subjektiv ausfallen, z.B. weil dir die Farb- und Tonwertcharakteristik eines Films ganz besonders gefällt.

 

Analoge Abzüge sind schön, aber preislich vergleichbar mit hochwertigen Scans. Da stellt sich immerhin eine Fachkraft ins Labor und fertigt die Vergrößerung für dich an. Hochwertige analoge und hybride Photographie ist zeitintensiv und teuer, aber das Ergebnis sticht meist als etwas ganz Besonderes hervor, wenn die gesamte Verarbeitung stimmt.

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Für Kleinbild würde ich mir dann zumindest auch einen richtigen Kleinbildscanner holen.

Z.B. den Nikon V ED. Der Epson ist MF ganz brauchbar, aber bei Kleinbild langt es höchstens für ein Webbildchen.

 

Ich finde die Portras lassen sich ganz gut scannen, die Vorauswahl ist bei Dia einfacher und SW ist immer arbeitsintensiv da kein ICE.

 

Grüße

Roland

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Wege sind unterschiedlich. Es erschien mir praktischer und auch logischer, das was ich mit der MP fotografiere im analogen zu belassen und mit statt eines Nikon Scanners eine M8 zu kaufen. Was ich im Sommer tat, preislich ist das, neu gekauft, erstmal vergleichbar. (Einen gebrauchten Nikon Scanner der mir gefiel habe ich zu der Zeit nicht gefunden)

Grundsätzlich ist es für mich der logisch richtige Weg Bilder für Monitore digital aufzunehmen. An der Wand hängend, ist für meinen Geschmack, das analoge Bild, vor allem in sw und im Idealfall auf Baryt, unschlagbar.

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Guest maddoc2003jp

Wenn die M8 bei höheren ISO Werten (> 800 ISO) in etwa die Qualität gezeigt hätte, wie Fuji's Natura N1600 belichtet bei ISO 1250, wäre das Kapitel "Fotografie in Farbe mit Film und Leica" längst für mich gegessen ... Die Kosten für Filme + Entwicklung sind einfach zu hoch geworden.

 

Falls man überwiegend SW fotografiert, selbst entwickelt und vergrössert oder mit einem hochwertigen Scanner scannt, dann macht Fotografie mit Film noch Sinn (... und Spass !). Um allerdings wirklich in den Genuss der Qualität von Leica-Optiken zu kommen, sollte man besser in einen guten Film-Scanner investieren. Ich selbst habe den Epson V700 über 2 Jahre ausschliesslich für 135 und 120, SW und Farbe benutzt, bis ich mir einen guten gebrauchten Nikon Coolscan 4000ED gekauft habe ... Es liegen wirklich Welten zwischen den beiden Scannern bei 135.

 

Wenn schon M7, dann würde ich mich auf ein Objektiv beschränken (35 Summicron-M ASPH oder 50 Summicron-M), mir einen sehr guten Filmscanner kaufen und dann erst mal mit einigen wenigen Filmarten über einen langen Zeitraum fotografieren und im Falle von SW auch selber entwickeln.

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