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Problem mit dem Super-Elmar 18mm?


UliWer

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Die vielen Informationen zur M9 haben mich auf ein Problem aufmerksam gemacht, das ich bei der Verwendung des 3.8/18 Super-Elmar an der M8 feststelle:

 

Bei hellem Hintergrund ist regelmäßig an den seitlichen Rändern - überwiegend links - ein Rotstich zu erkennen. Diese Rotverschiebung lässt sich durch den behutsamen Einsatz des Werkzeugs zur Objektivkorrektur gegen Vignettierung in Lightroom ausgleichen, obwohl das Objektiv - an der M8 - keine spürbare Vignettierung zeigt.

 

Das Phänomen erinnert mich an Beispiele des CV 4/21, die Sean Reid in seinem Bericht über die M9 gezeigt hat. Er hat festgestellt, dass bei manueller Eingabe der Werte eines anderen Objektivs die Cyan-Korrektur in der Kamera zu stark wirkt, so dass es zu dieser Rotverschiebung an den Rändern kommt.

 

Meine Vermutung ist daher, dass auch bei der M8 mit aktivierter "Objektiverkennung UV/IR an" eine zu starke Cyan-Korrektur erfolgt mit der Folge dieses Rotstichs.

 

Ich werde das Objektiv demnächst mit ausgeschalteter Objektiverkennung probieren, um zu sehen, was dann passiert.

 

Hat jemand ähnliche Erfahrungen mit dem 18mm Super-Elmar gemacht?

 

Zwei Beispiele für das Phänomen sind beigefügt (das zweite übertrieben deutlich wegen zusätzlicher Aufhellung):

 

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Hallo UliWer,

 

ich konnte am Samstag und Montag beim Fotohändler die M9 ausprobieren. Den von dir aufgezeichneten Fehler mit Rotstich am Rand hatte ich auch, allerdings nur mit dem CV 4,5/15mm (das CV 21mm habe ich nicht).Mit den anderen Objektiven (Leica 21/28/50/75), trat der Fehler nicht auf. Ich habe manuell das Tri-Elmar 16mm eingegeben und hatte dann auf allen 15mm-Fotos einen mehr oder weniger starken roten Farbstich, der u.U. blendenabhängig sein kann.

Wegen dieses Problems wird man sich schlecht an Leica wenden können, weil man ja ein Fremdobjektiv adaptiert hat.

 

Freundliche Grüße

Various

 

P.S.: Bei meinem hochgeladenen Bild sehe ich gerade auch rötliche Flecken auf dem grauen Beton und am oberen rechten Bildrand. Diese sind im Originalbild nicht vorhanden, vermutlich kommt es von der hohen Komprimierung. Auf dem Originalbild ist "nur" am unteren Rand ein ausgeprägter rötlicher Ring wie auf deinen Fotos vorhanden.

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Edited by Various
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Das Zweite zeigt rechts auch den Rotstich. Du hast aber keinen Filter auf dem Objektiv?

 

Ja, das zweite Bild zeigt ihn besonders deutlich. Alle Bilder sind mit UV/IR-Filter und "Objektiverkennung UV/IR an" aufgenommen. Daher meine Vermutung, dass es die "Überkorrektur" gibt.

 

Die Auflösung bzw. Komprimierung ist es in meinem Fall nicht, auch die RAWs in C1 oder Lightroom zeigen das Phänomen.

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Ist es eine Überkorrektur oder eine Unterkorrektur der Rotempfindlichkeit des Sensors? Beim ersten Bild kommt die natürliche Lichtverschiebung am Himmel hinzu. Mit einem Weitwinkelobjektiv ist sie meist nicht zu vermeiden. Leichtes Rot in Wolken ist mir auch bei Film aufgefallen, auch beim natürlichen Hinschauen.

Das Bild in der Unterführung kann wohl kaum automatisch korrigiert werden, weil auch hier die Lichtmenge in der Mitte und am Rand viel zu unterschiedlich ist.

Das Bild aus der Kronprinzenstraße zeigt nicht nur Rot in der Vignettierung, die mit der IR-Empfindlichkeit nichts zu tun haben dürfte, sondern auch Cyan in dem nächsten Bereich weiter innen. Wenn es mit der Korrektur in der M9 zu tun hat, dann liegt das daran, daß die Vignettierung beim Tri-Elmar anders verläuft als am Voigtländer-Objektiv.

str.

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Hier einige schnelle Beispiele von einem weißen Blatt Papier - zunächst mit, dann ohne Filter in allen drei Menüeinstellungen zur Objektiverkennung. Man erkennt deutlich die Auswirkungen in den Extremen: Mit Filter und ausgeschalteter Objektverkennung - starker Cyan-Stich; ohne Filter mit angeschalteter UV/IR-Erkennung: starker Rotstich. Die Objektiverkennung mit UV/IR korrigiert den vom Filter hervorgerufenen Cyan-Stich, wenn er fehlt, kommt es zur Überkorrektur nach Rot.

 

Im ersten Beispiel - mit Filter- ist die Überkorrektur zwar nicht so krass wie ohne Filter, aber dennoch spürbar.

 

1. Filter - "Lens detection ON- UV/IR"

 

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2. Filter- "Lens detection ON" (no UV/IR)

 

 

 

3. Filter -" lens detection OFF"

 

 

 

4. No Filter - "lens detection OFF"

 

 

 

5. No Filter - "lens detection ON" (no UV/IR)

 

 

 

6. No Filter - "lens detection ON with UV/IR"

 

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Ja, mit den Bildern wird tatsächlich deutlich, was das Filter und die Vignettierung bei Weitwinkeln an Farbverschiebung bewirkt, und daß durch die Gegenstuerung der Camera zuviel Rot in die Ecken gelangen kann.

Freilich hat das Beispiel seine Grenzen: Alle Bilder sind unterbelichtet, weil das Papier weiß ist und nicht normalgrau, und sie haben einen Farbstich in Blaue, wohl weil sie im Zimmer bei Tageslicht aufgenommen worden sind.

str.

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Das Histogramm "zwängt" sich mangels Kontrast in der Mitte zusammen, rechts bricht es steil ab, es gibt also eine eine leichte Unterbelichtung.

 

Die Bilder sind im Freien - auf dem Balkon - aufgenommen bei bedecktem Himmel. Allerdings kann ich einen Einfluss der Umgebung, die blaugrün war, nicht ausschließen.

Edited by UliWer
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Guest ich_auch_mal
freilich hat das beispiel seine grenzen: Alle bilder sind unterbelichtet, weil das papier weiß ist und nicht normalgrau, und sie haben einen farbstich in blaue, wohl weil sie im zimmer bei tageslicht aufgenommen worden sind.

 

Str.

 

 

 

das zumindest hat etwas mit den optischen aufhellern im papier zu tun

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Also nochmal mit Graukarte:

 

Filter - "Lens detetion ON with UV/IR" (6700 Kelvin; Tönung -1)

 

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Der Schatten in der unteren Hälfte lässt sich nicht vermeiden, da die Kamera sehr nahe an das Objekt herangeführt werden muss.

 

Gleichwohl: der Rotstich an den Rändern - auffälligerweise immer links stärker als rechts - bleibt bestehen.

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Was mich mal interessieren würde, haben andere Nutzer des 18er auch diese Probleme, oder sollte das Teil mal eingeschickt werden?

 

Für's Einschicken sehe ich keinen Grund, denn es liegt nicht am Objektiv. Wenn meine Vermutung der Überkorrektur des durch Filter verursachten Cyan-Stichs durch die Kamera-Software stimmt, wäre eine leichte Reduzierung dieser Korrektur ausreichend aber auch erforderlich. Ich hoffe vorerst auf eine neue Firmware für die M8.

 

Das Beispiel von Various in #3 macht deutlich, dass die Objektivkorrektur ein feines Tuning benötigt: dort wird auch durch die manuelle Eingabe der Werte für ein anderes Objektiv zu viel des Guten getan. Sean Reid weist in seinem Bericht über die M9 ebenfalls darauf hin. Mir kommt das plausibel vor.

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Die vielen Informationen zur M9 haben mich auf ein Problem aufmerksam gemacht, das ich bei der Verwendung des 3.8/18 Super-Elmar an der M8 feststelle:

 

Bei hellem Hintergrund ist regelmäßig an den seitlichen Rändern - überwiegend links - ein Rotstich zu erkennen. Diese Rotverschiebung lässt sich durch den behutsamen Einsatz des Werkzeugs zur Objektivkorrektur gegen Vignettierung in Lightroom ausgleichen, obwohl das Objektiv - an der M8 - keine spürbare Vignettierung zeigt.

 

Das Phänomen erinnert mich an Beispiele des CV 4/21, die Sean Reid in seinem Bericht über die M9 gezeigt hat. Er hat festgestellt, dass bei manueller Eingabe der Werte eines anderen Objektivs die Cyan-Korrektur in der Kamera zu stark wirkt, so dass es zu dieser Rotverschiebung an den Rändern kommt.

 

Meine Vermutung ist daher, dass auch bei der M8 mit aktivierter "Objektiverkennung UV/IR an" eine zu starke Cyan-Korrektur erfolgt mit der Folge dieses Rotstichs.

 

Ich werde das Objektiv demnächst mit ausgeschalteter Objektiverkennung probieren, um zu sehen, was dann passiert.

 

Hat jemand ähnliche Erfahrungen mit dem 18mm Super-Elmar gemacht?

 

Zwei Beispiele für das Phänomen sind beigefügt (das zweite übertrieben deutlich wegen zusätzlicher Aufhellung):

 

[ATTACH]162493[/ATTACH]

 

 

[ATTACH]162494[/ATTACH]

 

ich hatte ähnliche Probleme. mir wurde von Leica empfohlen bei Kunstlicht den Filter nicht zubenutzten :confused:

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M8 WATE 18mm

 

Gruß philipp

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Nachdem ich heute eine Menge Aufnahmen mit dem 3.8/18 gemacht habe, komme ich zu dem Ergebnis, dass der Rotstich ganz wesentlich davon abhängt, ob der Rand unterbelichtet ist. Ist er das nicht, tritt der Rotstich so gut wie gar nicht auf. Bei Weitwinkeln habe ich die Tendenz, einer Überbelichtung in Richtung der Sonne entgegen zu wirken, was dann zu Unterbelichtung in der anderen Richtung führen kann (siehe das im Eröffnungsbeitrag eingestellt erste Beispiel: Sonne von rechts, ohne spürbaren Rotstich rechts; Unterbelichtung mit Rotstich in der entgegengesetzten Richtung.)

 

Eine Korrektur durch die Firmware halte ich für möglich, da das 3.8/18 an der M8 keine wesentliche Vignettierung zeigt; man könnte also die Korrektur ein klein wenig zurück nehmen.

 

Vielleicht hilft ja auch die manuelle Objektiverkennung - so die denn jemals für die M8 angeboten wird. Man könnte dann selbst versuchen, durch die Eingabe einer Linse mit 21mm die Korrektur zu verringern.

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Guest Digiuser
Was mich mal interessieren würde, haben andere Nutzer des 18er auch diese Probleme, oder sollte das Teil mal eingeschickt werden?

 

Ja, an der M8.2. Meiner Meinung nach gehört da die Firmware noch mal nachgebessert.

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