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vor 11 Stunden schrieb UliWer:

Wenn der Adapter von xyz bei Verwendung an der M die Fehlstellung korrigiert, ist das also ungewöhnlich.

Das ist der springende Punkt.

Sind einige der grundsätzlich werksadaptierten Objektivtypen (2/90) und einige der nebenbei werksadaptierten Objektive (2.8/50, 1.5/60) mit anders funktionierenden Adaptern ausgerüstet als es die Adapter sind, mit denen nachgerüstet werden kann?

In den beiden mir vorliegenden Fällen bin ich der Meinung, daß es so ist. Das hätte Konsequenzen für die Verwendung der Objektive ohne Adapter. Beim 90er ist die Konsequenz deutlich zu sehen und durch Überlegen mit Sicherheit vorherzusehen.  Es bildet zu nah ab und ist nicht auf Unendlich einzustellen. Beim 50er ist das nicht so dramatisch, weil erstens der Versatz um etwa nur geringer ist, zweitens die Tiefenschärfe ohnedies höher ist, und drittens der Hub der Entfernungseinstellung geringer ist.

An eine Sonderanfertigung meines Elmars für einen Obersuperpingel mag ich nicht denken. Da wäre ein neues M-Elmar für den Hersteller kostengünstiger gewesen.

Die Sonderserie von 1999 für Schraubobjektive haben alle ein Gewindefassung, die die Mitte der Indexstriche nicht genau auf die Mitte des Bajonettrings bringt. Dem 2.0/35 hat man darum statt der rechteckigen Gegenlichtblende eine runde beigegeben.

xyz.

Ps.: Darf bitte fragen, ob das erwähnte Elmar 3.5/50 in der Leistung gleich ist bei den jüngeren Schraubfassungen und der M-Fassung. xyz.

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Blicke hier nicht durch. Liegt wohl daran, dass ich keine Ahnung vom Leica-Bajonett habe. So wie ich das bisher verstanden habe, gäbe es auch Adapter von Fremdherstellern, wobei sich mit den guten Fabrikaten problemlos auf Unendlich einstellen ließe; mit dem original Leitz-Adapter sowieso. Ich dachte immer, die Unendlich-Einstellung wäre das Hauptproblem und dass die Brennweite egal wäre, solange das Auflagemaß stimmt...

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Nun zum Abschluß noch ein Bild von zwei Adaptern:

  • 13,3 cm (noch nicht spezifiziert für M3 und M2). Auf der Rückseite findet sich die Nummer 18153. Die Listen von Thiele gehen nur bis 92.000. Es dürfte sich also um ein 4,5/Elmar gehandelt haben, für das der Adapter angepaßt war. Ich habe ihn zusammen mit einem solchen Objektiv von 1931 einst erworben.
  • Ein unbezeichneter Adapter an einem Summicron 2.0/35 von 1962. Er ist so ausgelegt, daß jedes Schraubobjektiv an einer M verwendet werden kann.

Im Hintergrund ist das Weitwinkelsummicron an einer IIIg zusehen.

Daß die ganze Angelegenheit nicht leicht zu durchschauen, aber gleichwohl klar konzipiert ist, dürfte deutlich sein. Bei Lager sieht man 90er-Summicrone mit abgenommenem Bajonettring abgebildet, auf Börsen sieht man sie live. Sie dürften nur mit Vorsicht und entsprechenden Vorkehrungen zu gebrauchen sein.

xyz.

Edited by xyz

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vor 4 Stunden schrieb xyz:

Ps.: Darf bitte fragen, ob das erwähnte Elmar 3.5/50 in der Leistung gleich ist bei den jüngeren Schraubfassungen und der M-Fassung. xyz.

Das ist auch eine spannende Frage.

Nach allem was ich bisher feststellen konnte, gibt es keinen Unterschied zwischen dem - vergüteten - 3,5/5cm in der traditionellen Schraubfassung und der M-Version.

Beim Vergleich der beiden Versionen des 1:2,8/5cm habe ich dagegen einen Unterschied festgestellt, der mich überrascht hat. Ich werde dem noch gründlicher nachgehen, wenn sich die Gelegenheit ergibt, um auszuschließen, dass ich irgendeinen Fehler gemacht habe oder es ein Zufallsergebnis war:

Das 1:2,8 in der M-Version ist spürbar kontrastärmer als das 1:3,5 - auch wenn man den Vergleich bei gleicher Blendenöffnung macht.  Das entspricht wohl der allgemeinen Erfahrung.  Deshalb war ich erstaunt, als ich das 1:2,8 in der Schaubversion (mit losem Adapter an der M10) ausprobiert und mit dem 1: 3,5 verglichen habe: ich habe keinen Unterschied festgestellt, danach wäre meine Schraubversion "spürbar" besser als die M-Version mit gleicher Öffnung.

Wenn die Frage allerdings ist, ob die Schraubversion mit Adapter an der M besser ist als ohne am Schraubgehäuse, muss ich passen. Direkte Vergleiche mit Film sind  schwierig, weil die unmittelbare Kontrolle fehlt, ob korrekt fokussiert wurde. Man muss sich dann mit einer Aufnahmeserie mit minimalen Fokusabweichungen ("focus bracketing") behelfen und die jeweils besten Ergebnisse vergleichen. Sehr aufwändig und ich gestehe, dass ich das 1:2,8 noch nie an der Schraubleica verwendet habe: es ist zu groß und verdeckt zu viel vom Sucher der IIIf oder einem früheren Modell; da ist mir das traditionelle 1:3,5 lieber.  

 

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Vielen Dank für die direkte Antwort. Sie hilft sparen, denn ich habe immer mit der M-Version geliebäugelt. Die Fortsetzung der Antwort überrascht. Als ich früher für unterwegs ein 2.8/50 in der Schraubversion verwendet habe, war ich erstaunt über Schärfe und Kontrast. (Das 2.8/50 in der M-Version ist aber nicht das von ca. 1994. So eines hat mich vor ein paar Tagen sehr enttäuscht. Mein altes 2.8/50 fand ich deutlich brauchbarer.)

xyz.

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Das sind aber alles unterschiedliche Objektive. Bei den 3,5ern gibt es über die lange Produktionszeit hin Unterschiede und auch Verbesserungen in der Leistung, aber heutzutage scheint mir der Erhaltungszustand des jeweiligen Objektivs einen größeren Einfluß auszuüben. Da würde ich digital testen und auf Streulichtempfindlichkeit achten. Das erste 2,8er ist bis f4 schlechter als das 3,5er, holt dann aber auf, die MTF-Kurven verlaufen auch anders. Das moderne M-Elmar ist deutlich besser, allerdings fand ich die schwarze Version von der Fassung her immer enttäuschend, die silberne ist deutlich besser, Abbildungscharakter ähnlich 50er Lux asph. Man kann nie genug Elmare haben 😉

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vor 35 Minuten schrieb romanus53:

Das sind aber alles unterschiedliche Objektive.

Genau darauf kam es uns an. Wir vergleichen nicht Äpfel mit Äpfeln.

vor 35 Minuten schrieb romanus53:

Das moderne M-Elmar ist deutlich besser.

Das ist mir eben fraglich.

vor 35 Minuten schrieb romanus53:

Allerdings fand ich die schwarze Version von der Fassung her immer enttäuschend, die silberne ist deutlich besser.

Gut, wenn Sie eine verchromte Fassung haben, die nicht beim Einstellen hakelt. Das erste M-Elmar hatte ich bald nach dem Erscheinen 1994 reklamiert, das zweite mir dafür übergebene ruckelt längst ebenso.

xyz.

Edited by xyz

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Mein silbernes Elmar-M war top, bei mittleren Blenden kaum vom 50er Lux asph zu unterscheiden, leider mußten beide gehen, als das Apo kam, man kann nicht alles haben; die schwarzen waren immer "schlabbrig", habe ich deswegen nie gekauft. (zu den übrigen Punken: d'accord)

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vor einer Stunde schrieb romanus53:

Das sind aber alles unterschiedliche Objektive. Bei den 3,5ern gibt es über die lange Produktionszeit hin Unterschiede und auch Verbesserungen in der Leistung, aber heutzutage scheint mir der Erhaltungszustand des jeweiligen Objektivs einen größeren Einfluß auszuüben. ...

Nach allem was ich - an der digitalen M - mit fünf  Exemplaren des 1:3,5 Elmars ausprobiert habe, kann ich nur sagen: ich sehe einen Unterschied zwischen einem vergüteten und einem nicht vergüteten Elmar, der aber nicht groß ist. Unterschiede zwischen unterschiedlichen vergüteten Versionen (ob nun von 1932 also nachträglich vergütet oder nach dem Krieg original vergütet, ob nun mit roter Skala oder nicht oder in der M-Version) finde ich nicht,  ich kann noch so lange hinschauen und vergrößern und suchen. Sicherlich wird es Unterschiede bei Linsentrübung usw geben; glücklicherweise sind die Exemplare, die ich habe, aber frei davon.

Wenn bei vergleichbarem Erhaltungszustand der Linsen hier jemand Unterschiede zeigen kann, schaue ich sie mir gern an.

Elmar-M von 1994 und "altes" Elmar mit 1:2,8 sind nach allem was ich weiß und sehe allerdings ganz verschiedene Welten. Man muss dazu nicht auf die irgendwo veröffentlichen MTF-Grafiken schauen, kann das aber tun. Die Ergebnisse  sprechen auch für sich. Richtig ist freilich auch, dass die Mechanik des Elmar-M im Vergleich zu den alten Versionen zu wünschen übrig ließ.

 

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vor 3 Stunden schrieb xyz:

Das 2.8/50 in der M-Version ist aber nicht das von ca. 1994. So eines hat mich vor ein paar Tagen sehr enttäuscht.

Dann muss etwas mit dem Objektiv nicht in Ordnung gewesen sein. Ich habe zwei davon, eines in chrom, eines schwarz eloxiert, letzteres aus 2001, das in chrom ist ein paar Jahre jünger, und beide sind optisch außergewöhnlich gut. Extrem scharf und kontrastreich müssen sie keinen Vergleich mit dem Summicron 50 und sogar dem Summilux 50 asph scheuen (bei Blende 1,4 ist das Summilux ihnen allerdings uneinholbar voraus 😋).

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Br. Andreas und UliWer, vielen Dank für die beiden wertvollen Hinweise und Lobpreisungen des Elmar-M, welchen ja romanus53 vorgearbeitet hat. Ich werde meines nocheinmal aus dem safe hervorholen und Bilder machen lassen, denn ich habe es in bester Erinnerung. (Daß die Mechanik in verchromten Exemplaren überspannter Murks ist, lassen wir einmal auf sich beruhen.)

xyz.

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Das Hauptproblem an der Mechanik des Elmar-M sehe ich darin, dass es anders als alle anderen versenkbaren Objektive keinen eindeutigen Punkt zur Arretierung des Tubus hat. Man muss jedesmal aufpassen, wo die Skalen stehen, bevor man den Tubus feststellt, und auch die Arretierung wirkt entweder verkrampft oder zu locker. Dass der Blendenring nicht besonders griffig ist, kennt man ja schon von den Vorgängern. Die Fokusweg ist mir auch zu kurz. (Wenn man sich allerdings an Objektiven zur Zeiss Ikon Contax versucht, ist man mit solchen Nicklichkeiten schon sehr glücklich; bei denen schaut die Optik mit stolzer Verachtung auf Banalitäten wie Handhabbarkeit).

 

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Naja, wenn man die Aufnahmen mit dem 2.8/50 Elmar schön brav in CaptureOne bearbeitet, geben sie auf dem Bildschirm doch etwas her (das entsprechende Bild in Umsonstiges ist mit dem 2.0/28 entstanden)):

xyz.

Edited by xyz

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2.8/50 Asph. Die Maserung des Holzes zeigt deutliche Unterschiede (beide Aufnahmen bei Blende 4):

xyz.

Edited by xyz

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vor einer Stunde schrieb xyz:

2.8/50 Asph

Davon träume ich ja schon lange, kann aber nach dem Aufwachen nie erklären warum Asphären in einem Vierlinser sinnvoll sein sollen.  

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vor 32 Minuten schrieb UliWer:

Davon träume ich ja schon lange, kann aber nach dem Aufwachen nie erklären warum Asphären in einem Vierlinser sinnvoll sein sollen.  

Typischer Tippfehler, allerdings hat Zeiss vor 1945 an asphärischen Flächen - auch im Tessar - geforscht. Die Ergebnisse sind, wie die Objektivsammlung, in die USA transferiert worden, Edward Kaprelian hat dann darüber berichtet https://www.osapublishing.org/josa/viewmedia.cfm?uri=josa-37-6-466&seq=0&html=true  und Kodak hat auch mit gepressten Asphären in einfachen Massenkameras gearbeitet.

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vor 4 Stunden schrieb UliWer:

Davon träume ich ja schon lange, kann aber nach dem Aufwachen nie erklären warum Asphären in einem Vierlinser sinnvoll sein sollen.  

Nun, dann würde ich vorziehen, noch ein weilchen zu träumen. Ich aber bin aufgewacht: Das 2.8/50 ist bislang sphärisch.

xyz.

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