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"Gleis 11" Erlebnis - Fotorecht !


leicam62003
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Ich am "Gleis 11", andere auch. Suche nach den Motoiven. Hektik, laut, ein wirres Umherrennen der Leute, alles wie gewohnt. Lautsprecherdurchsagen, Gleisgeräusche, Stimmen, Kindergejaule..... etc.

 

Dann eine Stimme aus der Mitte der zweibeinigen Laune der Evolution:

 

Er:

Sie wissen, dass das was sie tun verboten ist, dass ist gefährlich?

 

Ich:

Satz vernommen, suchend umherblickend, Ortungsinstrument Ohr geschaltet. ???? Such.

Da stand es, dieses Wesen, welches auf mich einen recht selbstbewussten aber mit Unsicherheit voll getränkten Eindruck machte. Es hatte wohl allen Mut zusammengetragen, um ihn dann über mich in dem o.a. Satz zu ergießen. Er trat nah an mich heran, mit recht aggresiver Haltung.

Ich weiter:

Äh, sie meinen mich?

 

Er:

Ja, sie!

 

Ich:

Und sie wissen, dass das gefährlich ist, mir so nahe zu kommen? - Gehen sie mal einen Schritt zurück.

So, brav bleiben, was kann ich für sie tun, und vor allem, HALLO erst mal.

 

Er:

Das Fotografieren.

 

Ich:

Wie jetzt?

 

Er:

Das ist hier Privatbesitz.

 

Ich:

Ja und? Ich hab ein Ticket, somit wohl auch ein Zugangsrecht.

 

Er:

Ja, aber das Fotografieren dürfen sie hier nicht ausüben.

 

Ich:

Äh, mir eigentlich egal.

 

Er:

Mir nicht.

 

Ich:

Ja dann, was nun? - Lt. Hausordnung benötige ich nur eine Genehmigung bei gewerblicher Bilderbindung.

Ich bin privat hier, ohne gewerbliche Gesinnung.

 

Er:

Ich will das nicht, ich zeige sie an.

 

Ich:

Ja, äh dann - okay. Vll. bin ich ja von der Presse oder von der Bahn? Immer langsam, sie haben mich noch gar nicht gefragt, ob hier nicht Bilder schießen darf?

 

Er:

Das ist mit scheiß egal.

 

Ich:

Okay, nun mal langsam. (Zwischenzeitlich hat sich ein Rudel Ohren auf unsere Wortarena gestürtzt und wie beim Tennis gingen die Distanzstücke der Gehörmuscheln hin und her)

Hier meine Visitenkarte.

 

Er:

Ich will diese scheiß Karte nicht, ich will, dass sie damit aufhören.

 

Ich:

Nehmen sie die doch erst mal.

 

Er:

Halten sie mir die Karte nicht so vor die Augen, weg damit. (Er wurde unruhig und lauter, suchte wohl Verstärkung in der Menge, stattdessen erntete er nur horizontale Kopfbewegungen.

 

Ich:

Bitte nehmen sie die Karte, ich erkläre ihnen dann.....

 

Er:

Nein, weg mit der Karte. Ich zeige sie an.

 

Ich:

Also, wie wollen sie mich denn anzeigen, wenn sie doch nicht wissen wer ich bin?

Deshalb doch die Karte, hier.....( hielt ihm sie nochmals vor die Nase)

 

Er:

Wehe ich finde ein Bild von mir an irgendeiner öffentlichen Stelle der Medien.

 

Ich:

Hmm, sehen sie mal morgen unter www. ich-bin-blöd.de, dort mit Sicherheit am Startbildschirm.

Mann, ich habe keine Lust auf solch einen Blödsinn, holen sie Polizei oder gehen sie.

Dann richtete ich mein Objektiv langsam auf ihn, zögerlich in Zeitlupe ging ich auf ihn zu.

 

Er:

Wehe sie machen ein Bild.....

 

Ich:

Hinfort........, sonst drück ich ab.

 

Er im sich Entfernen sagend:

Das ist eine Unverschämtheit, das werde ich melden, wo gibt es denn so was? ..... und und und....

 

 

Naja, man hat´s nicht leicht. So ist es aber noch einigermaßen glücklich und freidlich abgelaufen.

Aber wie sieht´s aus mit den Rechten, ähnliche Erfahrungen gemacht?

Achja, die Kiste steht nun bei mir auf dem Balkon. Ein Bauleiter hat sie überlassen. Hab sie aber nochmals Rolltreppe fahren lassen, rauf und runter in mitten der Leute ;) Bilder folgen.

Edited by leicam62003
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Guest gugnie

Kommunikation kann eine schwierige Sache sein und es gibt kaum ein Problem unter uns Menschen das nicht mit vernünftiger Kommunikation gelöst werden könnte.

 

Im Bahnhof gilt übrigens das Hausrecht der Bahn..... stillschweigend wird nach meiner Erfahrung das Fotografieren im Abfertigungs- Bahnsteig-Bereich geduldet. Gleisanlagen sind Tabu; das Recht am eigenen Bild gilt natürlich für alle Personen, wie sonst auch.

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davon abgesehen, daß diese Kommunikation wohl von beiden Seiten recht aggressiv geführt wurde...... würde ich auf Bahngelände prinzipiell Zurückhaltung walten lassen...und wenn ich dort eine Aktion, oder werblich oder pressemäßig tätig sein müsste, sicher nicht nicht ohne eine entsprechende Fotoerlaubnis der entsprechenden Direktion, die Erlaubnis kann auch nicht vom jeweiligen Dienststellenleiter ausgesprochen werden... privat, also nur für mich... käme ich glaub ich, nicht auf diese Idee.... ;-)))

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Rechtlich ist die Sache klar. Aber aus eigener Erfahrung lässt sich der Spielraum, den das Gesetz bzw. die Hausordnung vorsieht, um ein Vielfaches erweitern, wenn man sowohl entwaffnend als auch geschickt kommuniziert.

Darüber hinaus ist das Fotografieren von Menschen ja stets mit Kommunikation verbunden, und gemäß der beabsichtigten Bildergebinsse ist diese auf eine entsprechende Art zu führen.

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Ich neulich in der Dunkel-Bar, nääh?!

Alter ham die sich aufgeregt!

»Bleibt doch mal cool Mann…«, ich zu denen gesagt. »Ich bin Hobby-Fotograf mit ne echte Leica! Die hat nit jeder! Also haltet mal hier 'n bisschen den Rand!«, so meine klare Ansage.

 

Hat am Anfang funktionieret. War'n se wohl platt, die Pappnasen.

War ungemütlich, weil in der Dunkelbar ist es stockfinster; dort bedient ein Blinder und wir Sehenden sind die Blinden!!

 

Müssen essen, trinken und zahlen ohne was zu sehen. War mir dann zu blöd.

 

Ich aber schlau: vorher meine Kamera auf Blitzbetrieb und Hyperfokaldistanz eingestellt und nach ner Weile: Flash!! Eben mal kurz Licht gemacht!! :D:D

 

Das war lustig!!!

 

Ich wollte ja auch später mal sehen können, wie so ne Bar im Hellen aussieht.

Und weil's so spaßig war, gleich nochmal und nochmal.

Hatte ja schließlich ganz neue Akkus. Bin ja nich geizig!

Wurden sie aber jetzt doch wieder laut, die Stressnelken. Ich fasste es nicht. Haut mich doch einer von der Seite an - total aggressiv eh.

 

Ich, Text von oben abgesondert.

 

Ham se schon nach dem zweiten Blitz nich mehr kapiert!!

ich fasste es nicht!

 

Frag ich sie, ob ich's nochmal vorlesen soll, zum mitschreiben oder so und lach mich eben noch kaputt, weil er im dunkeln ja nix zum Schreiben finden konnte, da plärrt irgend so 'ne Mama auch noch dazwischen, was das von mir sollte und so, ob se mir mein Gehirn mit'm Strohhalm abgesaugt hätten.

 

Ich frag ma ganz entspannt: »Heh Leute, gönnt ihr anderen Leuten nich ihr Hobby, habt ihr kein'n Fun oder so? - So 'ne Welle machen wegen 'n bisschen Licht!

Kost' doch nich euern Strom!«

Musste ich wieder lach'n über mein' Witz. Bin halt jemand mit Humor!!

 

Uiuiuiuiui! Da wollt mir doch glatt einer die Lichter ausdreh'n, hat er zumindest angekündigt der Blödmann!

Hab ich ihm gleich noch mal Licht gemacht. :D

Da hat er erst mal nix mehr gesehen. War ja aber sowieso dunkel.:D

 

Wurden mir zu uncool die Leute. Konnte schon hören, wie se nach Luft schnappten. Hab mir dann aber gesagt, ich gebe ihnen jetzt ma keinen Tip mehr, was ma macht, wenn man mal aus versehen hyperventiliert. Meine Herren, nich für viel Geld!! Jetzt nich mehr.

 

Ich lieber: nix wie raus und ab dafür!!

Leica schnell unter die Jacke und ein Liedchen gepfiffen, sind se an mir vorbei gestürmt.

 

Sacht ma, kennt ihr so'ne unentspannte Zeitgenossen auch??

Das war doch wohl die Härte, nä?! So'n Zirkus wegen 'n bisschen Licht. Hätt ich ja verstehen könne bei 'ner Japanknipse - aber so… Nee!

 

 

 

P.S.: Die Story ist frei erfunden und hat mit dem noch lebenden Verfasser nichts aber auch gar nichts zu tun.

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Wolltest Du auf Gleis 11 eine Kiste auf der Rolltreppe spazierenfahren und diese dabei fotografieren ? So jedenfalls verstehe ich den letzten Absatz Deines Beitrages.

Wenn dem so ist, kann ich die Reaktion eines Eisenbahners schon verstehen.

 

MfG Rudolf

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Wolltest Du auf Gleis 11 eine Kiste auf der Rolltreppe spazierenfahren und diese dabei fotografieren ? So jedenfalls verstehe ich den letzten Absatz Deines Beitrages.

Wenn dem so ist, kann ich die Reaktion eines Eisenbahners schon verstehen.

 

MfG Rudolf

 

:) 100 Punkte - Ich habe sie sogar dort fotografiert. Nun, als ich das Teil nun entlich in meinem Besitz hatte, kam ich auf dem Weg zum Auto auch noch auf die Idee sie an einer großen Kreuzung an der Ampelanlage zu stellen. Sie wartete mit Gleichgesinnten. Nur sie zog mehr Blicke auf sich als sie bereit war zu geben :).

 

Ich denke, noch war es so schwer, dem Fotogarfen zu erlauben die Wirklichkeit abzubilden.

Für das Ablichten der Realität sich eine Genehmigung zu besorgen - naja. Aber RECHT haben ja alle die, die deises anfechten.

 

Rechte und Genehmigungen kleben mir in der Fotografie die Phantasie zu.

Doch wahren möchte ich sie trotzdem, dass genehmige ich mir immer ohne sie zu besitzen.

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................

Darüber hinaus ist das Fotografieren von Menschen ja stets mit Kommunikation verbunden, und gemäß der beabsichtigten Bildergebinsse ist diese auf eine entsprechende Art zu führen.

 

............und ich denke, genau diese subtile Art habe ich eingehalten.

Doch man kann es nie jedem Recht machen. Ich gehöre nicht zu denen, die um so näher sie am Objekt sind glücklicher werden. Für mich ist der gewisse Abstand wichtig, nicht zu weit weg und doch nah genug.

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Ich neulich in der Dunkel-Bar, nääh?!

 

....

 

 

P.S.: Die Story ist frei erfunden und hat mit dem noch lebenden Verfasser nichts aber auch gar nichts zu tun.

 

 

Narziß und Barmann?

Narziß und Bahnmann?

 

Auch wenn ich hier wohl Hesse zu sehr strapaziere: :rolleyes:

 

"Für ihn waren Kunst und Künstlerschaft wertlos, wenn sie nicht brannten wie Sonne und Gewalt hatten wie Stürme, wenn sie nur Behagen brachten, ... nur kleines Glück." (Hermann Hesse, Narziß und Goldmund, S. 170

 

"Jedes Leben wird ja erst durch Spaltung und Widerspruch reich und blühend. Was wäre Vernunft und Nüchternheit ohne das Wissen vom Rausch....." (Hermann Hesse, Narziß und Goldmund)

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Und ich habe noch ein Modell gebaut - im Maßstab, denn wenn die Fotoserie fertig ist, kommen 10x15 Abzüge in einem Band zusammen und in das Modell werden diese dann an dem Beschenkten übergeben.

 

Da dachte ich, mach mal Bilder:

Letzteres ist das original auf Balkon mit Kater ;)

 

Interessant ist, dass ich mit dem nun dynamischen Modell mehr Blicke auf mich zog, als das Original an Aufmerksamkeit jemals erlangte. Ist ja psychologisch auch eindeutig. Naja, so funktionieren wir Menschen eben ;)

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Verrückte Idee mit der Kiste, aber originell. :D

Müsste die grosse mit der kleinen nicht immer auf 1 Bild zu sehen sein?

 

Ich mag auch keine unfreundlichen Bahnangestellten und Sicherheitspersonal, die glauben, den Cowboy spielen zu müssen. Insofern von mir kurz und knapp: gute Reaktion.

 

Pass aber auf, dass Du die Kiste nicht herrenlos auf Bahnhöfen herumstehen lässt, sonst muss noch extra das Bombenräumkommando anrücken.

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Guest User 42869

Hallo Leute,

 

Im Bahnhof gilt übrigens das Hausrecht der Bahn..... stillschweigend wird nach meiner Erfahrung das Fotografieren im Abfertigungs- Bahnsteig-Bereich geduldet. Gleisanlagen sind Tabu; das Recht am eigenen Bild gilt natürlich für alle Personen, wie sonst auch.

 

Okay, Ich oute mich jetzt hier zum weiderholten Male als Eisenbahnfan, der auch sehr gerne Eisenbahnfotos mit seinem Leica R-Equipment aufnimmt...:cool:

 

Das Hausrecht der Deutschen Bahn gestattet in allen Öffentlich zugänglichen Bereichen das unumschränkte Fotografieren zu privaten Zwecken!

Da viele von den Dösköppen des sicher dringend notwendigen Vereins "DB Bahnsicherheit" diese Regelung jedoch offenbar nicht kennen (die Leute von der nicht-bahninternen BuPo aber merkwürdigerweise schon...:rolleyes:) und sich daraufhin gerne gegenüber harmloßen Eisenbahnfotografen völig unbegründet "aufmucken", ist es ratsam, immer einen Kopie der offiziellen Genehmigung, die diese Fotoerlaubnis regelt in der Kameratasche griffbereit mit sich zu führen. Diese gibt es z.B. hier -> http://railpix.bueker.net/Fotogenehmigung.pdf

Damit sollten die meisten Komplikationen in Zukunft nicht mehr von Relevanz sein! Und dass man keine Gleise einfach so überschreitet, weiss ja eh jeder normal denkende Mensch...:cool:

 

Ich hatte bisher nur zweimal Ärger mit diesen schwarz gekleideten Prügelproleten... äh mit den netten Menschen der "Bahnsicherheit", beide Male übrigens unbegründet und deshalb ohne größere Konsequenzen, nur weiter zu Fotografieren wollte man mich in einem Fall nicht mehr lassen (da bin ich Heute noch sauer drauf, da leider verpasstes Spitzenmotiv...:mad:)

 

Grüße, Alexander

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Guest User 42869

Hallo Dominique

 

...Interessant ist, dass ich mit dem nun dynamischen Modell mehr Blicke auf mich zog, als das Original an Aufmerksamkeit jemals erlangte. Ist ja psychologisch auch eindeutig. Naja, so funktionieren wir Menschen eben ;)...

 

Und nun wieder meine absolute Banausenfrage: Was will uns der Künstler damit sagen?!:eek::cool:

 

Grüße, Alexander

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Jo, als Fotograf an oder auf Bahngelände kann man durchaus Unannehmlichkeiten erfahren. So erging es mir, als ich vor langer Zeit zur Zeit des damals gesuchten Bahnerpressers und Saboteurs Monsieur X gegen Abend Gleisanlagen von einem öffentlichen Fahrweg aus fotografieren wollte. Ich wurde offensichtlich entweder von Lokführern oder vom Stellwerk gesehen und gemeldet. Denn nach kurzer Zeit kamen Bahnpolzisten von beiden Seiten und nahmen mich quasi in die Zange.

 

Erst nach Ausweisen und einer Art Verhör ließen sie mich wieder "frei". Daraufhin bat ich den Bahhofsvorstand um etwas Schriftliches als Ausweis und Erlaubnis zum Fotografieren...

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