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Kodak X-TOL Bewegungsfrage


Guest Mike Köder

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Guest Mike Köder

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Hallo zusammen,

 

nach etlichen Entwickervariationen bin ich wieder bei X-TOL gelandet, da ich nach vergleichender Betrachtung all meiner Ergebnisse gar nicht so schlechte Ergebnisse damit erreicht habe und in meinem Keller noch ein paar Glasflaschen dunkel und voll mit der Stammlösung auf Bewegung warteten.

 

Nu hab ich gelesen, dass alle 30s für 5s bewegt werden soll. Und dass man mit der Kippanzahl innerhalb der 5s Phase den Kontrast beeinflussen kann.

 

Gilt das nach dem Motto: wer viel schüttelt bekommt bei gleicher Entwicklungszeit mehr Kontrast, oder steckt beim X-Tol evtl. etwas anderes dahinter?

 

Besten Dank für Eure Erfahrungen

 

Mike

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Hallo Mike,

 

ja, das ist bei allen Entwicklern so: Wenn Du mehr bewegst, bekommst Du bei gleicher Entwicklungszeit einen höheren Kontrast.

 

Das hängt damit zusammen, daß bei ordentlicher Bewegung mehr "frischer" Entwickler an den Film kommt. Deshalb sind die Zeiten für Rotationsentwicklung ja auch allesamt kürzer.

 

Beste Grüße,

Franz

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Hallo Mike,

 

ich nutze X-TOL nach vielen Jahren mit anderen Entwicklern (D76, Spur SD2525 usw.) nun schon eine ganze Weile (so etwa 30 Liter lang). Ich finde er ist einfach ein gelungener Kompromiss zwischen Feinkörnigkeit, Schärfe, Tonwertumsetzung und Empfindlichkeit.

 

Allerdings ist mir bisher noch kein Entwickler unter gekommen, der so empfindlich auf Bewegung reagiert. Ich habe mich genauer als bei allen anderen bisher verwendeten Entwicklern an die Kippempfehlungen im Datenblatt (die sehr präzise sind) gehalten, aber je nach Tagesform haben die Ergebnisse sichtbar geschwankt - bis hin zu richtig überentwickelten Filmen.

 

Obwohl immer wieder gesagt wird, dass echte SW-Entwicklung nur geschüttelt und nicht rotiert geht (bessere Schärfe durch "Kanteneffekt"), erhalte ich die mit Abstand besten - das heißt, nicht nur die konstantesten, sondern auch stimmigsten (Tonwerte, aber auch Schärfe + Korn) - bei Rotationsentwicklung mit meiner alten Jobo-Maschine. Natürlich muss man die Mindestmengen an Entwickler (bei 1:1) beachten.

 

Soweit von meiner Seite,

 

Jens

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Guest Mike Köder

Hallo Jens,

 

ja, ich habe auch sehr unterschiedliche Erfahrungen gemacht. War zum einen völlig enttäuscht und dann bei "gleichen" Bedingungen positiv überrascht. Ich entwickle in einer Jobo Dose und habe die letzte Entwicklung mit drei Filmen parallel durchgeführt (vier passen in die Dose). Ich möchte sogar behaupten, dass es Unterschiede bezüglich des Kontrastes innerhalb der Dose gibt - die Strömung breitet sich ja nicht gleichmässig über alle drei gefüllten Spulen aus. Da ist Deine Erfahrung bezüglich Konstanz bei Rotationsentwicklung nachvollziehbar.

Ich habe vor sehr langer Zeit einen Tipp eines Fotografen bekommen (da gab es noch kein X-TOL), dass man besser eine Jobodose mit grösserem radialen Abstand der Filmspule verwenden soll. Habe aber bei meiner letzten Joboinvestition keine solche finden können - sind wohl nicht mehr erhältlich.

 

Mal sehen, ob und wie ich Konstanz in den Prozess reinbekomme...

 

Danke Dir & Grüße

 

Mike

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Guest Mike Köder

Hallo Rolf,

 

hab ich gesehen. Doch leider habe ich keine Aussage bezüglich des radialen Abstandes finden können.

 

Das Füllvolumen ist bei der 1er Filmdose sogar kleiner als bei der 1500er Serie - obwohl mehr Bauraum wegen grösserem Abstand mehr Volumen erzeugen sollte. Ich frag mal nach und berichte...

 

Grüße Mike

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Guest VLux

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Die Füllmenge bezieht sich auf Rotationsentwicklung.

Der Durchmesser der Dosen und Spulen ist größer als bei dem 1500 er System, somit auch der radiale Abstand.

Ich habe eine alte 2100 er Dose und Spulen, ich glaube sie haben den gleichen Durchmesser wie die 2500 er.

Nutze sie aber fast nie, braucht zu viel Chemie und die Ergebnisse sind nicht unbedingt besser.

Eigentlich hat man mit der 1500 er Dose gute gleichmäßige Ergebnisse.

Langsame, gleichförmige Bewegung und nicht zu kurze Entwicklungszeiten sollten eine gute Entwicklung auch von 4 Filmen gleichzeitig bringen.

Ich habe jedenfalls noch keine Mängel feststellen können.

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Guest Mike Köder

Hallo Rolf,

 

Danke für die Infos.

 

Ich habe Deine sehr schönen SW Bilder bewundert.

 

Darf ich fragen (trotz Themaverfehlung), welchen Entwickler Du bei Neopan, Ilford Delta, (Kodak TMax und Kodak TRI-X (wenn Du diese benutzt)) einsetzt?

 

Habe den Fehler gemacht, sehr viel durcheinander ausprobiert zu haben, ohne Feintuning. Nun will ich mich auf ein/zwei Kombi(s) beschränken und diese optimieren. Ich denke da an TRI-X für Portrait und TMax für alles restliche. Evtl. noch 1600er Neopan für Schwachlichtsituationen...

 

Danke & Grüße

 

Mike

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Guest VLux

Ich verwende seit Jahren ID 11, 1+1.

Wenn dieser mal nicht zur Verfügung stand D 76 und den Neopan 400 schon mal in Rodinal 1+50 bei ISO 250.

In der Regel aber ID 11 für alle Filme, Delta, T-Max, FP 4, Neopan 1400 und 1600.

Tri-X nehme ich selten, eigentlich gar nicht mehr.

Ich vergrößere meine Bilder fast alle 40x50 oder größer, da muss man dem Betrachter einen Tri-X nicht antun.

Neopan 400 ist der Beste!

 

Ich vergaß:

Manchmal mische ich aus Rohchemikalien einen eigenen Entwickler, ergibt dann 3 Liter.

Seit dem Digitalwahn aber nicht mehr, wird schlecht bei den wenigen Filmen die ich in der letzten Zeit mache.

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Hallo Mike,

 

bei den von Dir benutzten Filmen bist Du mit Spur-HRX-III und Diafine gut beraten.

 

Diafine holt aus dem TMY fast 640 ASA, der Spur-Entwickler überzeugt hingegen durch feines Korn bei ca. 320 ASA für den TMY.

 

Beide Brühen sind völlig problemlos in der Anwendung. HRX-III direkt aus der Flasche, Diafine aus dem Beutelchen oder Selbstansatz (da bitte im Rezept für Bad "B" Borax durch Soda ersetzen!).

 

Diafine hat den Vorteil, daß eigentlich fast jeder Film mit 4min pro Bad bei 20°C gut rauskommt. HRX-III hat den enormen Vorteil, daß das Zeug nur knapp unter Nennempfindlichkeit aus jedem Film bei recht gerader Kurve annähernd die Nennempfindlichkeit holt. Matschkorn ala D76, ID-11 oder XTOL gibt's da nicht.

 

Wenn Du mehr den "Presse-Look" haben willst, dann nimmst Du halt Rodinal bei 24°C oder HC-110 gering verdünnt bei 38°C (letzteres war nach Abschaffung von Tetenal Neofin-Press mal damals in der Redaktion Standard. So ließen sich die Negative anständig rastern: Korn war gleich groß mit der Rastermaske.).

 

Beste Grüße,

Franz

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Hallo Mike,

 

das hätte ich gerade noch erwähnen sollen: Die beiden von mir genannten Entwickler sind trotz guten Datenblatts (Durchschnittsmüll ist damit wenigstens zuverlässig erzeugbar) nix für Anfänger.

 

Man sollte vorher schonmal Filme eingetestet haben. Ansonsten beginnt man wohl besser mit einer maximalen Durchschnitts-Suppe wie ID-11/D76.

Rodinal taugt zwar auch für die Filme, ist aber auch noch über die Temperatur einzutesten.

 

Beste Grüße,

Franz

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Guest VLux

Na so schlecht ist ID 11 nun auch wieder nicht und Wunderentwickler sucht man schon seit etlichen Jahren vergeblich.

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Zu # 3

 

Lieber Jens,

 

dass die "konstantesten" und "stimmigsten" Ergebnisse mit der Rotation erzielt werden, kann ich noch glauben. Dass nun aber auch die beste Schärfe damit erreicht wird, widerspricht allem, was man zu diesem Thema weiß. Wie erklärst Du Dir das denn? Zu einer solchen Aussage kann man doch nur kommen, wenn man Aufnahmen vergleicht, die unter völlig identischen Bedingungen aufgenommen wurden und die sich dann nur noch durch die Bewegungsart bei der Entwicklung unterscheiden. Hast Du wirklich solche Versuche gemacht? Nicht einmal Jobo hat m. W. bei der Beschreibung der Entwicklungsmaschinen je solches gesagt.

 

Mit freundlichem Gruß,

Wolfgang

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Zu # 3

 

Lieber Jens,

 

dass die "konstantesten" und "stimmigsten" Ergebnisse mit der Rotation erzielt werden, kann ich noch glauben. Dass nun aber auch die beste Schärfe damit erreicht wird, widerspricht allem, was man zu diesem Thema weiß. Wie erklärst Du Dir das denn? Zu einer solchen Aussage kann man doch nur kommen, wenn man Aufnahmen vergleicht, die unter völlig identischen Bedingungen aufgenommen wurden und die sich dann nur noch durch die Bewegungsart bei der Entwicklung unterscheiden. Hast Du wirklich solche Versuche gemacht? Nicht einmal Jobo hat m. W. bei der Beschreibung der Entwicklungsmaschinen je solches gesagt.

 

Mit freundlichem Gruß,

Wolfgang

 

Guten Abend,

 

ich habe es schon länger aufgegeben, Vergleichsaufnahmen und Tests zu machen. Deshalb gibt dies meine persönliche Erfahrung wieder. Da ich zwischenzeitlichrecht viele Filme auf die eine oder andere Art entwickelt habe, bin ich mir meines Eindrucks aber recht sicher.

 

Im Übrigen weiß ich schon, dass dies allen gut fundierten Untersuchungen und Theorien (die mir durchaus einleuchten) widerspricht - aber ich erlaube mir, diese für mich zu ignorieren.

 

Ich denke, der gute und in meinen Augen auch schärfere Eindruck ist im ausgewogenen Tonwert- und Kontrasteindruck der Bilder begründet. Wenn da etwas nicht stimmt, leider nach meiner Erfahrung auch der Schärfeeindruck wesentlich - zumindest wenn man die Bilder ansieht und nicht mit der Lupe untersucht.

 

Tut mir leid, wenn ich nicht mit einer theoriekonformen Antwort dienen kann, aber ich könnte ja noch den ehemaligen Langzeit-Kanzler zitieren - "Es zählt, was hinten rauskommt."

 

Einen schönen Abend noch - viele Grüße,

 

Jens

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Guest Mike Köder

JOBO hat geantwortet:

 

"Es ist in der Tat so das Abstand der Spiralengänge beim 1500 System ca. 1,5mm beim 2500 system ca. 2,7mm beträgt.

Die Chemie kann beim 2500 System besser durch die Spiralengänge strömen.

Das 2500 System ist sowohl für die Kipp als auch für die Rotation geeignet."

 

Grüße Mike

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  • 2 months later...

Ich möchte morgen einen Neopan 1600@1600

mit X-tol 1+1 entwickeln bei 7min 45 sec. (oder besser 8 min)

Ist der anfangs genannte Rythmus "alle 30 sec für 5 sec Bewegen" ok ?

Oder lieber etwas in die Richtung erste Minute ständig kippen, dann zwei mal alle

dreißig Sekunden ....?

Es scheint ja bei diesem Entwickler "erfolgsentscheident" zu sein.

 

Gruß,

Christoph

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Ich möchte morgen einen Neopan 1600@1600

mit X-tol 1+1 entwickeln bei 7min 45 sec. (oder besser 8 min)

Ist der anfangs genannte Rythmus "alle 30 sec für 5 sec Bewegen" ok ?

Oder lieber etwas in die Richtung erste Minute ständig kippen, dann zwei mal alle

dreißig Sekunden ....?

Es scheint ja bei diesem Entwickler "erfolgsentscheident" zu sein.

 

Gruß,

Christoph

 

Hallo Christoph,

 

hier gibt's die Gebrauchsanweisung für das X-TOL von Kodak http://www.kodak.com/global/en/professional/support/techPubs/j109/j109.pdf , dort steht alles drin.

 

Gruß

Ingo

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Also das Manuel Beschreibt die Bewegung so:

 

Step 4 "Provide initial agitation of up to 5 cycles, depending

on your results. For KODAK PROFESSIONAL T-MAX

Films, provide initial agitation of 5 to 7 cycles in

5 seconds."

 

"Steps 2 through 4 will take approximately 7

to 20 seconds, depending on the type of tank"

 

"Let the tank sit for the remainder of the first

30 seconds."

 

"After the first 30 seconds, agitate for 5 seconds at

30-second intervals. Agitation should consist of 2 to

5 cycles, depending on the contrast you need and the

type of tank." Tja welchen Kontrast brauch ich nun ?

 

 

Ist das so zu verstehen, dass nach dem Füllen und "ersten Kippen" der

tank 10 sec steht und dann gleich wieder gekippt wird ?

Mich wundert das unter dem Punkt "Agitating Rolls nichts von einem

Kippen nach je 30 sec steht.

Also nach den ersten 30 sec. wird nicht mehr Gekippt :confused:

 

Was haltet ihr hiervon:

 

Gesamtzeit = 8 min (Nepan 1600@1600 20° 1+1)

 

min 0 --> einfüllen erste Kippen 7x und "Aufschlagen"

jetzt aussetzen (mir kommt das etwas viel vor)

min 1 --> 5x Kippen

min 1.5 --> 5x Kippen

min 2 --> 5x Kippen

min 2,5 --> 5x Kippen

min 3 --> 5x Kippen

min 3,5 --> 5x Kippen

min 4 --> 5x Kippen

min 4,5 --> 5x Kippen

min 5 --> 5x Kippen

min 5,5 --> 5x Kippen

min 6--> 5x Kippen

min 6,5 --> 5x Kippen

min 7--> 5x Kippen

mint 7.5 --> 5xKippen

min 8--> raus mit dem Zeug

 

Insgesamt wird die Dose 77x gekippt kommt das hin :confused:

 

 

Gruß,

 

Christoph (der irgendwie momentan ganz schön angespannt ist)

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