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Seniorenbetreuung


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Hallo,

herzlichen Dank für eure Kommentare zum gegenständlichen Foto.

 

Ich habe es spontan gemacht um für einen anderen Teil des Forums ein Foto mit G1 und Nocti bei schlechten Lichtverhältnissen zu haben (wurde dort gewünscht).

 

@ Karsten - danke, ja der Freiraum rechts könnte kleiner sein. Allerdings trägt er zum "sozialen Umfeld" bei. Es steht dort nämlich ein sog. "Rollator" d. h. ein Gehwagerl.

 

@ Willi - danke für deine bereits vielen zustimmenden Kommentare! Herzlichen dank nochmals.

 

@ Reimer - danke sehr für deine Zustimmung

 

@ Fab - du hast recht mit dem Blick, aber um das zu erreichen hätte man entweder ohne vorher fragen ein Foto machen müssen oder aber eine "Regieanweisung" erteilen. Und das wäre mir bei fremden Personen zu viel des Eingriffes gewesen.

 

Gruß

Hans vom Semmering.

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Hallo Hans,

 

lasse Dich nicht kirre machen. Klar kann man argumentieren, die Pflegerin so abzubilden, daß man ihr Gesicht sieht. Aber dieser Bildaufbau sollte auch machbar sein.

 

Die gezeigte Situation wird gut von Dir vermittelt. Man erkennt das Dein Bild in einem Krakenhaus oder einer Pflegeanstalt aufgenommen wurde, die Frau ist als Schwester oder Ärztin erkennbar und der direkte Blick des älteren Mannes im Hintergrund tut sein übriges dazu. Und eben den Blick und der Mann in der Unschärfe verschwindet, finde ich klasse.

 

Ein Bild was gut gestaltet ist und einer Situation vermittelt. Gefällt mir!

 

Gruß

Thomas

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Guest Bernd Banken

Sorry,

 

das Foto gefällt mir weder von den Farben, dem Schärfeverlauf und der in meinen Augen nicht transportierten Aussage zum Pflegedienst.

Die junge Dame könnte auch eine Verwandte oder Kind des älteren Herrn im Sommerblüschen sein.

 

Ich vermute, dass es hier um Handnagelpflege geht, die wird verschämt durch den entzückenden Rücken "versteckt".

Natürlich muss man Persönlichkeitsrechte beachten, das passt hier, aber man kann auch ohne Gesichter das Thema herausarbeiten. Z.B. mit Nahaufnahmen der beiden Hände, die schon allein durch ihre Hautoberflächen (Altersflecken, Runzeln etc.) und dem jüngeren Gegenpart eine Aussage Richtung Fürsorge, Pflege und Betreuung durch "Junge" mit mehr "Druck" machen.

Das Foto ist ein Schnappschuss, aber nicht viel mehr.....;)

 

Gruss

Bernd

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Endlich ein vernünftiges Wort zu dem sicher gut gemeinten, jedoch in jeder Hinsicht mißratenen Bild.

 

str.

 

 

Geschtäzter Herr str. und geschätzter Bernd,

 

das sind deftige Worte vor allem von Herrn str!

 

Von Bernd eine Aussage darüber wie es gewesen sein wird (auch stark wenn man nicht dabei war - war nicht so! Obwohl ich "Handpflege" unter dem Titel Seniorenbetreuung nicht ausschließe, wie kommst du dazu?) und vor allem eine bis ins Detail gezeichnete Anweisung wie ein solches Bild (wohl nach seiner Meinung halt) um zu setzen ist. Und dass es nicht "viel mehr als ein Schnappschuss ist". Und wenn, was wäre denn daran abwertendes?

 

Nehme ich gerne zur Kenntnis.

 

Lade die Herren aber gleichzeitig ein ihre so präziesen Regieanweisungen eventuell selbst auch um zu setzen um aus Theorie Praxis werden zu lassen.

Bekanntlich sagt ein Bild mehr als tausen Worte.

Ich freue mich auf die Ausführungen.

 

Besten Dank und herzlichen Gruß

Ihr Hans vom Semmering.

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Ich finde es schon stark, was manch einer meint, ins Bild hinein interpretieren zu müssen.

Die Situation, die dargestellt werden sollte, kommt doch wohl klar rüber.

Das einzige was eventuell stören könnte, ist die Blickrichtung des Herrn zur Kamera hin.

Obwohl, verstehen kann ich es. Denn der Aufenthalt in einem solchen Seniorenheim ist sicherlich nicht von allzu großer Abwechslung geprägt, um so interessanter ist es dann doch, das Geschehen am Rande - in diesem Fall eine Fotoaufnahme - zu verfolgen.

Daran erkennt man doch als Betrachter, das dies sicherlich kein gestelltes Bild ist oder?

 

Denn davon bekommen wir hier genug zu sehen.

 

Gruß

Werner

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Was an dem Bild stört, ist erstens einmal die völlige Proportionslosigkeit aller Linien und Ebenen, zweitens die Verteilung von Licht und Schatten, Bildfüllung und Leere. Ob nun die Schärfe derart auf einen Rücken gelegt werden soll, wenn jemand in Richtung Camera blickt, ist eine andere Frage.

Etwas, das der Bildautor nicht zu verantworten hat, sind die Kommentare: "Man spürt das soziale Umfeld". Ich verspüre dabei die zur Funktionalität degenerierte Menschlichkeit in der Welt der verwalteten Sprache. Dazu paßt das Wort "Pflegeanstalt" und die Regieanweisung, wem das Pflegegut, wie ich mal threadgerecht sagen möchte, seinen Blick hätte zuwenden sollen. Für mich sind das Äußerungen von unbarmherziger Fürsorglichkeit. Das ist hart, und es muß nicht jeder so empfinden. Werde ich mal ein Pflegefall oder betreungsbedürftig, werde ich kein einfacher Fall werden. Mit einer Freundin und ihrem inzwischen im Krankenhaus unterpflegt krepierten Mann haben meine Frau und ich ausgemacht, daß wir uns fest vornehmen, einmal böswillige Alte zu werden. Die guten Vorsätze von andern und deren Folgen kennen wir.

Als ich mal relativ gesund ins Krankenhaus gekommen bin, hat die Schwester zu mir liebevoll gesagt: "Jetzt wollen wir uns ins Bett legen." Von dem Augenblick an war ich entmündigt, Pflegling, krank, hilflos. Das passiert mir nicht nochmal.

str.

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Guest JanWelm1

 

Ich verspüre dabei die zur Funktionalität degenerierte Menschlichkeit in der Welt der verwalteten Sprache. Dazu paßt das Wort "Pflegeanstalt" .... Für mich sind das Äußerungen von unbarmherziger Fürsorglichkeit. ...

 

Wenn nicht mehr im Umfeld der Familie mitgelebt wird bis zum Tode, dann erfolgt das verwaltete Pflegen.

Da der Vorgang der Sterblichkeit jeden unabhängig von allen sonstigen Parametern betrifft, aber dennoch individuell bezüglich der Langsamkeit, Art oder Intensität erfolgt, mag darin ggf. die Fürsorglichkeit ihre Grundlage finden. Auch das ist menschlich und nur die Sterblichkeit ist unbarmherzig im Sinne von nicht vermeidbar.

 

... Werde ich mal ein Pflegefall, .... werde ich kein einfacher. Mit einer Freundin und ihrem inzwischen im Krankenhaus unterpflegt krepierten Mann haben meine Frau und ich ausgemacht, daß wir uns fest vornehmen, einmal böswillige Alte zu werden. ...

 

str.

 

 

Möge die Böswilligkeit sich auch kreativ gebärden, gegen das Geliebtwerden durch die Pfleger wird sie nicht ankommen ;) ...

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...

Als ich mal relativ gesund ins Krankenhaus gekommen bin, hat die Schwester zu mir liebevoll gesagt: "Jetzt wollen wir uns ins Bett legen." ...

 

 

:confused: :confused: :D

 

MfG. kologeros

 

 

@ semmering.

 

Vorn links bis zur Bildmitte das Leben, hinten rechts die Leere... Für mich ein gutes Foto mit starker Aussage!

 

MfG. kologeros

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Guest Bernd Banken

Hans,

 

zu allererst möchte ich betonen, dass ich die von Dir gewünschte Kritk auf das Bild bezogen habe und nicht auf Dich als Person, das ist hoffentlich angekommen.

 

Wenn ich mir Bilder hier im Forum anschaue oder im Kino oder meinetwegen auch von Plakatwänden, startet ein gedanklicher Film in meinem Kopf. Das ist eigentlich das Mindeste, was ein Foto, etc. auslösen sollte.

Hier in Deinem Fall habe ich natürlich, ohne dabei gewesen zu sein, diese "Ausmalung" vorgenommen, vielleicht weil Dein Foto zu "unpräzise" im Sinne einer Bildaussage ist, von den technischen Merkmalen mal abgesehen.

 

Bitte glaube mir, dass ich hier in diesem Fall mehr "Arbeit" oder Gehirnschmalz in den Besprechungstext gelegt habe, als Du vielleicht in das Foto selbst, oder möchtest Du immer "fantastic framing, superb color rendition and stunning lighting" lesen?

 

Der von mir am Schluss erwähnte "Schnappschuss" hat nichts abwertendes in der Aussage, sollte nur darauf hinzielen, dass diese Gelegenheit der Aufnahme von Dir nicht in der dem Thema zustehenden Dichte vertan wurde.

 

In den beiden Altenheimen in denen meine Mutter fast zwei Jahre bis zu ihrem Tod ans Bett gefesselt war, habe ich keine Fotos gemacht, es war mir aufgrund der emotionalen Nähe einfach nicht möglich.

 

Vielleicht ergibt sich aber die Gelegenheit, meine umgesetzte Sichtweise dieses Themas hier vorzustellen.

 

Grüsse

Bernd

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In den beiden Altenheimen in denen meine Mutter fast zwei Jahre bis zu ihrem Tod ans Bett gefesselt war, habe ich keine Fotos gemacht, es war mir aufgrund der emotionalen Nähe einfach nicht möglich.


Von meinen Eltern, sie wohnen einen Stock über mir, mache ich keine Photographien mehr, sollte ich mal Enkel haben, auch nicht so bald. Nicht nur wegen der Nähe, sondern ebenso aus Gründen der Humanität. Es gibt Situationen, in denen der Apparat schweigt, oder ein Küstnler gefragt ist, an den ich von Ferne nicht heranreiche.

str.

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Von meinen Eltern, sie wohnen einen Stock über mir, mache ich keine Photographien mehr, sollte ich mal Enkel haben, auch nicht so bald. Nicht nur wegen der Nähe, sondern ebenso aus Gründen der Humanität. Es gibt Situationen, in denen der Apparat schweigt, oder ein Küstnler gefragt ist, an den ich von Ferne nicht heranreiche.

 

str.

 

 

...wo er Recht hat, hat er Recht

 

Gruß

Werner

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