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Magenta-Farbstich beim Diascannen


orchidee
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Hallo,

jeweils beim Velvia 100F - Film bekomme ich beim Scannen der Dias in den dunklen Bereichen einen Magenta-Farbstich, ausschließlich magenta. Habe einen Nikon Coolscan, arbeite mit Nikonscan und den jeweiligen Farbprofilen. Im Grunde sind 90% des Scans absolut okay, also einwandfreie Farben, nur der Rest in den dunklen Bereichen hat diesen magenta Farbstich. Beim zweiten Bild links oben der Torbogen und rechts unten die Mauer.

Kennt jemand ein solches Problem?

Servus Inge

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Guest mamiya7

Moin Inge,

Ich kenne Deine Scansoftware nicht.

Aber ich schätze, das es dort eine Funktion gibt, die ich mal mit "weiss und Schwarzpunkt setzen" betitle.

Ich habe z.B. eine Pipette für die Tiefen und wenn ich auf eine Stelle klicke, die ich mal als dunkelste Stelle im Scan sehe, wird diese Stelle Neutral gestellt. So sind eigentlich alle Farbstiche eliminiert. Der Farbstich geht bei Dem Schneebild auch in die Mitteltöne. es gibt sicher auch für die Mitteltöne einen Regler für die Farbbalance.

Viel Erfolg

Sören

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Hallo Gertrud,

verwendest Du beim Scannen auch Farbprofile? Die Farbprofile (IT8.Targets) erleichtern generell die Scanbearbeitung hinsichtlich der originalgetreuen Farben, was man meinen Bildern deutlich ansieht - ja bis auf diesen dunklen Schattenbereich. Also einerseits auch gute Ergebnisse und warum das bei diesem anderen Bereich nicht so ist, das versuche ich herauszufinden.

 

Bevor ich Farbprofile benutzte, da hatte ich zwar nicht diesen einen Farbstich, aber statt dessen insgesamt zuviel blau und ich war nicht zufrieden. Jetzt mit den Farbprofilen bin ich - bis auf diesen einen Farbstich - zufrieden. Also wenn ich da die Ursache wüßte hätte ich das Optimum und das wäre wunderbar.

Servus Inge

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Hallo Sören,

danke für den Hinweis. Werde ich mal ausprobieren, allerdings wenn ich versuche diesen Magenta-Farbstich durch z.B. reduzieren von rot zu entfernen, funktioniert das wie z.B. bei anderen Farbtönen, überhaupt nicht, der Farbstich verändert sich in keiner Weise.

 

Habe ja noch andere Targets für z.B. Velvia 50, Provia und Sensia - und egal welches ich für den Velvia 100F zuweise, alle erzeugen diesen Farbstich, nur mal mehr bzw. weniger.

Servus Inge

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Hallo Inge,

 

habe ich Dich richtig verstanden, dass Du individuelle Farbprofile im Scanprogramm Nikon Scan verwendest?

 

Bislang war ich in dem Glauben, dass dort nur die bereits eingebetteten pauschalen Filmprofile "Positiv", ""Negativ (Farbe)", "Negativ (S/W)" und "Kodachrome" verwendet werden können und es keine Möglichkeit gibt, Profile für konkrete Filmtypen auszuwählen oder selbst zu erstellen und dann einzubetten.

 

Grüße

Thorsten

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Hallo Ferdinand,

ja der Farbstich ist weg, aber statt dessen stimmen die übrigen Farben nicht mehr.

Schade.

 

Hallo Thorsten,

Du hast recht, in Nikonscan kann man auch keine Farbprofile einbetten, aber ich arbeite mit Nikon Capture NX und da kann man das zuerst erstellte Profil (mein Profiler war lProf) bei Nikon Capture zuweisen, dann konvertieren und und das funktioniert sehr gut. Bedeutet ich scanne mit deaktiviertem Farbmanagement, weise dann Nikon Capture das jeweilige Farbpropfil zu, konvertiere und bearbeite dann die Bilder je nach Bedarf mit Nikon Capture. Das gleiche funktioniert aber auch z.B. mit Photoshop.

Wenn dieser dumme Magenta-Farbstich nicht wäre - es gibt durchaus andere Bilder da erscheint er relativ wenig, dort wo weniger dunkle Schatten vorhanden sind, dann wäre ich mit meinen Scanfarben den Originaldias sehr nah und genau das war mein Bestreben.

Bei Filmen wie dem Provia 100 F oder auch Sensia 100 habe ich übrigens dieses Problem nicht.

Servus Inge

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Hallo Ferdinand,

ja der Farbstich ist weg, aber statt dessen stimmen die übrigen Farben nicht mehr.

Schade.

 

 

Servus Inge

 

Die übrigen Farben kenne ich leider nicht, ich war nicht dabei ;)

 

Mit filigraner und vorsichtiger Korrektur kann man den Magenta-Stich auch mindern, ohne daß die 'Reststimmung' verloren geht.

 

Ich habe auf die schnelle den Magenta-Stich entfernt, der war im Schnee genauso wie in den Bäumen. Das Bild wurde von mir nur neutralisiert.

 

Ferdl

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@ Ferdinand

 

Vergleiche mal die Farben des 2. Bildes. Da ist das Plaster blau und auch die Hausfront inkl. des Balkons ist unnatürlich blau und noch dazu unterschiedlich. D a s meinte ich.

Beim ersten Bild hast Du nicht nur den Farbstich eliminiert, sondern auch gleich die Farben im gesamten Bild reduziert (hinten der Fels im Bild)

 

Also das Problem nur verlagert. Danke Dir aber sehr für Deine Bemühungen, werde mich wohl von dem Velvia 100 F verabschieden.

 

Servus Inge

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Hallo und danke für all die Infos bisher!

 

Ich konnte mich jüngst intensiv mit den Farben und Darstellungen aller vier Velvias auseinandersetzen.

 

V50 alt

V50 neu

V100

V100F

 

V100F und die beiden 50er wurden beim ersten mal,

V100, V50 neu und (ein einziger) V100F beim zweiten mal im selben Fachlabor in München entwickelt.

 

Der Farbstich des 100F ist auf dem Leuchtpult sehr deutlich zu sehen. Die Farbbrillanz fehlt einfach. Ich muß sehr aufpassen, wie ich die Dias mische, und bin nicht mal sicher, ob das überhaupt geht.

Bei den anderen drei Sorten ist eigentlich kein Unterschied zu erkennen. Da ich selten Portraits aufnehme ist mir auch der oft zitierte Lila-Stich in dunklen Hautpartien beim 100er nie aufgefallen.

 

Ich habe zwar noch zwölf 100F daheim liegen, aber die werden nur für in sich abgeschlossene Serien verwendet.

Bisher tröstete ich mich damit, diesen Charakter wenigstens im Fall einer digitalen Weiterverarbeitung ausgleichen zu können, aber das sieht ja nicht so einfach aus (Danke, Ferdl).

 

Der 100F ist für mich hiermit einfach aus dem Blickfeld verschwunden.

 

Grüße

 

Torsten

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Der Farbstich des 100F ist auf dem Leuchtpult sehr deutlich zu sehen.

 

 

Der 100F ist für mich hiermit einfach aus dem Blickfeld verschwunden.

 

 

 

Sach' ich doch. Ich habe einige 100F bei Winterwetter und bedecktem Himmel belichtet.

Der Purpurstich in den Schatten war für mein Farbempfinden unerträglich.

Und da sagt man was gegen die M8... :-)

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Sach' ich doch. Ich habe einige 100F bei Winterwetter und bedecktem Himmel belichtet.

Der Purpurstich in den Schatten war für mein Farbempfinden unerträglich.

Und da sagt man was gegen die M8... :-)

 

Gerd, jetzt wo Du es sagst:

Ich Hiesel hatte kein IR-Sperrfilter drauf, Du vermutlich auch nicht :D

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Hallo Inge,

 

bei Nikonscan verwende ich keine Farbprofile sondern die Nikon Voreinstellung. Vor dem Scannen korrigiere ich nur Kontrast und Helligkeit, falls erforderlich. Die Korrektur von Farbstichen, falls vorhanden, verlagere ich in Photoshop.

 

Bezüglich Magenta-Stich werd ich meine 100F nochmals und diesmal etwas genauer ansehen. Ich bin ja jetzt sensibilisiert. Falls tatsächlich ein Magenta-Stich vorhanden ist, - und davon muss ich jetzt ausgehen, - dann ist er jedenfalls nicht so ausgeprägt, dass er mir bis jetzt störend aufgefallen wäre. Hängt wahrscheinlich auch vom Motiv und von der Entwicklung ab. Da ich Dias fast nicht mehr projiziere sondern scanne, stört auch die andere Farbcharakteristik als die des Velvia 50 nicht. Kann ja in Photoshop korrigert werden.

 

Als es den Velvia 50 eine Zeit nicht mehr zu kaufen gab, musste ich eine Entscheidung zwischen dem 100 und dem 100F treffen. Ich hatte mir dazu die Datenblätter von Fuji angesehen und keinen Unterschied in den dort dargestellten Kurven festgestellt. Die Entscheidung fiel deshalb auf den 100F, in der Hoffnung, er hätte das feinere Korn. Einen direkten Vergleich von 100 und 100F hatte ich nicht gemacht, werd ich aber jetzt nachholen.

 

Festgestellt hatte ich allerdings, dass der Velvia 50 bei bedecktem Himmel sattere Farben liefert und kontrastreicher ist als der 100F. D.h., der Velvia 50 ist eher ein Schlechtwetter-Film und der 100F ein Schönwetter-Film.

 

Ich lasse meine Dias in zwei verschiedenen Labors entwickeln. Wenn die Aufnahmen nicht so wichtig sind, über meinen Fotohändler von nebenan, ansonsten bei Crome Art System in München. Ich werd versuchen festzustellen, ob das Entwicklungslabor einen Einfluss auf den Magenta-Stich hat.

 

Grüße

Gertrud

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Hallo Gertrud,

die dem Film jeweils zugeordneten Farbprofile holen das Optimum beim Scannen heraus, was aber - wie bei mir - bedeutet, daß falls ein Farbstich in bestimmten Bereichen vorhanden ist, (der Scanner kommt an seine Grenzen) dieser auch optimiert (stärker hervorgehoben) wird.

Als ich ohne die Farbprofile gescannt habe, waren die Farben bei weitem nicht so optimal wie nachher, mit den Profilen. Es gibt ja bei mir durchaus auch viele Scans mit Farbprofilen, die den Dias sehr nah kommen (die Mehrheit) und das ist bei den Scans ohne Farbprofile nicht zu erreichen.

 

Meine hier gezeigten zwei Beispiele sind Ausnahmen, was aber nicht heißt, daß ich nicht gern wüßte, wieso in diesen Fällen (und noch bei einigen wenigen mehr) dieser Farbstich zustandekommt.

Servus Inge

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@SoFi- Chaser

@Gerd

 

also das würde ja bedeuten daß bei Euch bereits die Dias diesen Farbstich haben, dann hieße es einfach diesen Film zu meiden. Leider habe ich kein Leuchtpult, Lupe etc., daher kann ich das Dia nur in der Projektion beurteilen und da habe ich keinen Farbstich gesehen, ich sehe ihn erst am Monitor wenn ich den etwas dunklen Scan aufhelle. Allerdings hörte ich heute früh telef. von dem Fuji-Film-Scanexperten, daß der Velvia 100F (ist ja der neueste) noch dezenter in den Farben sei als der Velvia 50 oder der Velvia 100, also von den Velvias der am besten zu scannende wäre.

Er meinte die Scanner auch der besten Qualität kämen an ihre Grenzen, wenn z.B. ein Velvia-Dia (egal ob 50, 100 oder 100F) in den Schattenbereichen etwas stärker aufgehellt wird.

Da ja die Schatten bei den Diafilmen sowieso grenzwertig sind, anders als beim Negativfilm, könnte das schon stimmen.

Der Fuji-Scanexperte schlug aber vor nicht mit Nikonscan-Software (kann man keine Farbprofile einbetten) zu arbeiten, sondern besser z.B. mit Silverfast, wo alles die Scansoftware macht inkl. der Farbprofil-Einbettung.

 

Werde einfach die entsprechenden Farbstich-Dias testweise an einen Scanbetrieb (der mit Silverfast und Farbprofilen arbeitet) einsenden und sehen ob sich die Ergebnisse von den meinen unterscheiden

Servus Inge.

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Hallo Inge,

 

den Unterschied zu den anderen Filmen sieht man vermutlich wirklich erst im direkten Vergleich. Unser Hirn lässt sich ja sehr schnell überlisten, wenn es ums Farbempfinden geht.

 

Velvia-Fotografen entscheiden sich in der Regel sehr bewußt für diesen Film. Man liebt ihn oder man haßt ihn. Dazwischen ist mir nix bekannt.

Und wenn man sich darin verliebt hat, ist man recht schnell auf diese, durchaus schon extreme Farb-Charakteristik "geeicht". Man guckt sich dann den 100F an, und das Hirn sagt "das ist kein Velvia!"

 

Wenn es ein neutraler Film sein soll, empfehle ich den Provia100F. Der hat neben den (angeblich, ich projeziere nur) besseren Scaneigenschaften auch den Vorteil, dass die Schatten nicht so velia-taypisch absaufen. Diese gerne zitierten "schwarzen Löcher" kommen eigentlich nur bei Velvia vor. Sie werden mit der Farbintensität erkauft und fügen sich aber dort in das gewollte Gesamtbild.

 

Deine Aufnahmen sind nun mal jetzt auf 100F gemacht.

Wenn kein Profil oder andere Voreinstellung hilft, vielleicht ein pragmatischer Tipp, der funktionieren müsste (@all: korrigiert mich, wenn nicht korrekt, danke)

Belichte auf identischem Film eine Graukarte, die neben einem weißen Blatt Papier liegt. Mach eine Reihe von meheren halben (besser Drittel) Blendenstufen um den Soll wert. Das wären in beide Richtungen sechs Blenden, also ist auch mal tiefes Schwarz dabei.

Diese Bilder mit gleichen Bedingungen eingescannt, sollten helfen, den Farbstich zu "eichen". Gleiche Entwicklung natürlich vorausgesetzt.

Ist vielleicht günstiger, als der Scanservice.

 

Wenn das klappt, kannst Du ja bei dem Velvia 100F bleiben. Versuche aber dennoch auch mal den Provia, nur so nebenbei ;)

 

Viel Erfolg

 

Torsten

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