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Weißabgleich


HerbertDaume
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Liebe Forumsmitglieder,

unsere Digitalkameras bieten uns ja die Möglichkeit des Weißabgleichs, automatisch oder auf bestimmte Lichtsituationen voreingestellt.

Als (leider) überwiegend Schönwetterfotograf wähle ich hier meist die Einstellung "Sonnenlicht/Tageslicht" und schalte eigentlich nur bei Innenaufnahmen ohne Blitz auf "Kunstlicht" um. Die Einstellungen "Schatten" oder "Wolken" wähle ich eigentlich nie.

Teils aus Bequemlichkeit, teils weil ich eigentlich mit den Bildergebnissen zufrieden bin und Angst habe, dass die Umstellung gewisse Farbstimmungen ggf. egalisieren würde. Zu analogen Zeiten waren die Filme doch auch nur auf eine Farbtemperatur geeicht.

Was ist richtig, wie haltet ihr es?

 

Grüße an alle, Herbert.

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Was ist richtig, wie haltet ihr es?

Richtig ist, was gefällt. Ich bevorzuge zwar bei Tageslicht den automatischen Weißabgleich, schalte aber auch gelegentlich auf einen Festwert um, wenn ich eine bestimmte Lichtstimmung erhalten will. Wenn man eine völlig neutrale Farbabstimmung will, muß man sowieso einen manuellen Weißabgleich ausführen, aber das kann man bequemer im Raw-Konverter erledigen.

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Richtig ist, was gefällt. Ich bevorzuge zwar bei Tageslicht den automatischen Weißabgleich, schalte aber auch gelegentlich auf einen Festwert um, wenn ich eine bestimmte Lichtstimmung erhalten will. Wenn man eine völlig neutrale Farbabstimmung will, muß man sowieso einen manuellen Weißabgleich ausführen, aber das kann man bequemer im Raw-Konverter erledigen.

 

Ich habe bei viel Schnee und Sonne die Erfahrung gemacht, daß die Bilder beim Auto WB sehr blaustichig, gerade im Ausdruck sind ... da muss ich nächstes mal sicher manuell abgleichen. Ich nehme meist im .jpeg Format auf.

 

Eine weitere Frage dazu: jemand erzählte mir, daß es ein "Normgrau" gibt zum WB; weiß jemand etwas darüber? Dies soll nur ein Stück Papier in entsprechenden RGB/CMYK Werten gedruckt sein. Wie wären die Werte und kann man das selbst ausdrucken?

 

grüße

 

v€

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Ich habe bei viel Schnee und Sonne die Erfahrung gemacht, daß die Bilder beim Auto WB sehr blaustichig, gerade im Ausdruck sind ... da muss ich nächstes mal sicher manuell abgleichen. Ich nehme meist im .jpeg Format auf.

 

Eine weitere Frage dazu: jemand erzählte mir, daß es ein "Normgrau" gibt zum WB; weiß jemand etwas darüber? Dies soll nur ein Stück Papier in entsprechenden RGB/CMYK Werten gedruckt sein. Wie wären die Werte und kann man das selbst ausdrucken?

 

grüße

 

v€

 

Normalgrau(sRBG): 128, 128, 128. ABER: Der Druck muß mit richtig profiliertem Papier erfolgen

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Ich habe bei viel Schnee und Sonne die Erfahrung gemacht, daß die Bilder beim Auto WB sehr blaustichig, gerade im Ausdruck sind ...

Ja, das ist bei Schnee immer so; da hilft nur ein manueller Weißabgleich.

 

jemand erzählte mir, daß es ein "Normgrau" gibt zum WB; weiß jemand etwas darüber? Dies soll nur ein Stück Papier in entsprechenden RGB/CMYK Werten gedruckt sein. Wie wären die Werte und kann man das selbst ausdrucken?

Nein. Man braucht eine metameriefreie Graukarte, die also Licht aller Wellenlängen in gleichem Maße reflektiert – das muß durchaus nicht immer der Fall sein, nur weil eine Karte neutral grau aussieht. Man sich eine solche Karte auch nicht drucken. Es gibt aber spezielle Graukarten für den Weißabgleich wie beispielsweise die WhiBal.

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Ja, das ist bei Schnee immer so; da hilft nur ein manueller Weißabgleich.

 

...

 

 

oder Olympus E3 :) :)

 

JPeg aus der Kamera, AWB und nur verkleinert und nachgeschärft.

 

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Hallo!

oder Olympus E3 :) :)

 

JPeg aus der Kamera, AWB und nur verkleinert und nachgeschärft.

Ich muß dich leider etwas enttäuschen, aber bei dieser Aufnahme hätte die M8 sogar mit der uralt Firmware ein korrektes Bild abgeliefert, wie aus dem Historgramm deutlich zu ersehen ist. Es handelt sich um eine Lichtsituation die beinahe 100%ig der "grauen Welt" entspricht...

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"RICHTIG" ist wohl wirklich nur der Abgleich mittels kalibrierter Graukarte oder die Messung vor Ort, wenn es die Kamera ermöglicht. Ich benutze die Whybal-Karten, allerdings ist es trotzdem meist ziemlich lästig und wird daher oft vergessen.

 

Daher benutze ich in den meisten fällen den automatischen Weissabgleich, der jetzt etwas besser ist, und korrigiere gegebenefalls das RAW-Bild.

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Danke für Deine Mühe Harald,

 

aber Du vergisst dabei, dass es auch auf den Eindruck ankommt ;)

 

Ich wollte damit eigentlich nur zeigen, dass ein vermeintlich korrekter Weissabgleich für bildhafte Motive meist daneben liegt. Das menschliche Gehirn nimmt nämlich nicht nur wahr, sondern wertet auch - gut so.

 

;)

 

Fazit für mich: Sachaufnahmen sind etwas anderes, als Aufnahmen, die einfach nur schön sein sollen. Und ein AWB, der schon etwas wertet (und natürlich eigentlich das Gesamtbild "sieht") und dabei zu gefälligen Ergebnissen kommt, ist doch auch schon was. Und meist passt er bei der E3 und schon vorher bei der E1. Was ich bisher bei M8 und DMR als AWB und JPeg aus der Kamera gesehen habe, war zumindest suboptimal.

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Hallo Holger!

Danke für Deine Mühe Harald, aber Du vergisst dabei, dass es auch auf den Eindruck ankommt ;)

Ja, das vergesse ich natürlich nie. Wir beurteilen ja die Bilder mit unserem Sehsinn. Und wenn das Gehirn zum empfangenen Bild nur positives auslöst, dann ist das Bild auch subjektiv ein Erfolg.

Ich wollte damit eigentlich nur zeigen, dass ein vermeintlich korrekter Weissabgleich für bildhafte Motive meist daneben liegt. Das menschliche Gehirn nimmt nämlich nicht nur wahr, sondern wertet auch - gut so.

Ja, der AWB unseres Gehirns funktioniert halt optimal :-)

Fazit für mich: Sachaufnahmen sind etwas anderes, als Aufnahmen, die einfach nur schön sein sollen. Und ein AWB, der schon etwas wertet (und natürlich eigentlich das Gesamtbild "sieht") und dabei zu gefälligen Ergebnissen kommt, ist doch auch schon was. Und meist passt er bei der E3 und schon vorher bei der E1. Was ich bisher bei M8 und DMR als AWB und JPeg aus der Kamera gesehen habe, war zumindest suboptimal.

Ich widerspreche dir auch nicht, was den Weißabgleich der M8 betrifft (bzw. betroffen hat, weil der soll sich ja sehr zum Guten gewendet haben).

Für einen "automatischen" Weißabgleich gibt es halt im Prinzip nur drei Wege:

1) unsere Welt ist grau.

2) die hellste Stelle im Bild ist die (zu beurteilende) Lichtquelle.

3) Vergleich mit Referenzszenarien.

Während (1) und (2) einen eher nur trivialen Aufwand darstellen, ist (3) eine echte Herausforderung, mit dem Nachteil, daß man es nie allen Recht machen kann. Ausserdem haben sich "die Großen" einigermaßen mit Patenten gegenüber Neueinsteigern in Sachen AWB abgesichert.

Und Olympus zählt da sicher zu "den Großen".

Und noch etwas muß man bedenken: die Gewöhnung an bestimmte "regionale" Geschmacksrichtungen im Ergebnis des Weißabgleiches. Je nach Kontinent und je nach Hemisphäre gilt ein anderes Schönheitsideal, ganz besonders gegenüber Hautfarben, dem Blau des Himmels und dem Grün der Pflanzenwelt.

Schließlich müssen naturgegebene Farben mittels künstlicher (Bayer)Filter erfaßt und mittels künstlicher (Druck/Leucht)Farbstoffe rekonstruiert werden. Die Vielfalt der verfügbaren Medien (Aufnahmeapparate und Druckmedien) macht das ganze zu einem beinahe unlösbarem Problem.

Früher war das alles etwas einfacher, es gab die Kodak-, Agfa- und dann noch die Fujifarbwelt.

Aber wir können aus der (dieser) Geschichte auch was lernen: man kommt mit zwei Farbtemperaturen aus: Tageslicht und Kunstlicht, der Rest ist reine Geschmackssache.

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Hallo Holger!

 

...

Aber wir können aus der (dieser) Geschichte auch was lernen: man kommt mit zwei Farbtemperaturen aus: Tageslicht und Kunstlicht, der Rest ist reine Geschmackssache.

 

schön gesagt :) und m.E. absolut zutreffend. Aber neben dem Pixelpeeping ist das Farbenpeeping auch eine schöner Zeitvertreib. :p

 

ich sehe, wir sehen das Gleiche ;)

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Aber wir können aus der (dieser) Geschichte auch was lernen: man kommt mit zwei Farbtemperaturen aus: Tageslicht und Kunstlicht, der Rest ist reine Geschmackssache.

 

Womit wir dann wieder bei der Beantwortung meiner Frage sind und ich mit meiner Handhabung des Weißabgleichs also nicht so ganz falsch liege.

 

Das beruhigt mich; danke!

 

Gruß und Dank an Euch alle,

Herbert.

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Zu analogen Zeiten waren die Filme doch auch nur auf eine Farbtemperatur geeicht.

 

Genau so ist es und darum braucht man auch keinen "Weißabgleich". AutoWB hat zudem den Nachteil, dass - wenn du eine Serie fotografierst - jedes Bild ein bisschen anders aussieht. In schwierigen Situationen (z. B. Mischung aus Kunst- und Tageslicht) gibt es sowieso keinen "korrekten" Weißabgleich.

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