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Umstieg M6 auf M10 R


andreas61

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Liebe ForumsmitgliederInnen,

natürlich ist mir klar, dass ich die Entscheidung letztendlich selber treffen muss. Dennoch ist es immer schön, hier verschiedene Ansichten und Erfahrungen zu lesen. Deshalb meine Frage, ob ich von der analogen M6 zur digitalen M10 R wechseln sollte?

Tatsachen: ich habe eine analoge M6 (Bestzustand mit Wartung aus Wetzlar). Aber durch mein Alter verändern sich meine Dioptrinwerte immer weiter (ständig Korrektivlinsen kaufen erachte ich als schlechte Option). So, wie es jetzt ist, bleibt das Fokussieren mit Brille umständlich und der Ausschuss ist nicht unerheblich. Teuer ist die Entwicklung und die Weiterverarbeitung auch. Also wird selten fotografiert.

Deshalb kam der Gedanke, ob eine Digitale mit Visoflex nicht die Lösung wäre, damit die Leica neben meiner Fuji endlich mehr zum Einsatz kommt und ich endlich vom APS-C auf einen größeren Sensor komme. Und hoffentlich bessere Ergebnisse erziele.

Hätte ich zu viel Geld, würde die M6 natürlich bleiben. Aber nun habe ich das Angebot einer nagelneuen M10R für 5.500.-. ….

Wahrscheinlich sinkt dessen Wert zukünftig, hingegen die M6 wertstabil bleiben wird, auch wenn sie neu aufgelegt wurde. Aber geht es nicht ums Ergebnis? Oder sollte ich weiter üben, bis der Ausschuss minimiert ist? 

So, nun seid Ihr am Zuge.

Liebe Grüße

Andreas

 

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M 6 und M 10R sind schon zwei Welten. Ich würde den Schritt gehen (bzw. habe ich selbst gemacht). Du kannst dann zumindest etwas befreiter ans Werk gehen, da Dich z. Bp. der "Ausschuss" nicht noch extra Filmmaterial kosten kann. An das differente Handling kann man sich gewöhnen. Digital muss man anders andenken als Analog. Die Strecke nach der Aufnahme solltest Du unbedingt mit in Betracht ziehen. Wenn Dir das Spaß machen würde... bei dem Angebot würde ich nicht zögern 

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Posted (edited)
vor 22 Minuten schrieb andreas61:

…das wird nichts werden😔

Wäre sicher schön, ist aber nach meiner ganz persönlichen Erfahrung auch nicht unbedingt nötig wenn Du mit Deiner "Neuen" einfach nur das machen willst wofür sie letztlich gemacht ist: lebendige Bilder mit der M einfangen. 

Edited by wpo
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Posted (edited)

Zur eigentlichen Frage: Aus eigener Erfahrung.
 

Niemals käme ich wieder auf den Gedanken meine analog Ms zu verkaufen, um eine kurzlebige Digitalkamera zu kaufen. Insbesondere nicht für die Nutzung mit einem elektronischen Sucher.

Einmal habe ich zur Refinanzierung meine M4-p und M4-2 verkauft…um die SL601 zu kaufen. Ich trauere den beiden M Bodys noch immer nach. Die SL601 geht den Weg aller Digitalkameras. Das neue Modell entwertet (nicht nur monetär) den Vorgänger . Es wird der M10-R ebenso gehen.

Wenn mich die M10-R juckt, dann würde ich schauen, auf was ich anderes verzichten kann. 
Wenn M, dann immer mit Messsucher und dann kaufe ich halt die Korrekturlinsen. So teuer sind die auch wieder nicht. Ich habe auch eine (Lese-] Brille. Mit Korrekturlinsen und einem sauberem Messsucher macht es auch wieder Spaß. 
 

Filmpreise sind auch in der Betrachtung relativ, Entwickeln kann man selbst. Macht auch Spaß.
Zur M10-R kommt ja noch die nötige Hardware und dauerhafte Speicherkapazität für die Bilder und der ganze Zirkus mit den RAW Konvertern und Backups.

 

 

Edited by Nosferatu
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vor 3 Stunden schrieb andreas61:

Aber durch mein Alter verändern sich meine Dioptrinwerte immer weiter (ständig Korrektivlinsen kaufen erachte ich als schlechte Option). So, wie es jetzt ist, bleibt das Fokussieren mit Brille umständlich und der Ausschuss ist nicht unerheblich.

Dieses Problem dürfte mit einer M10-R nicht kleiner werden. Film toleriert da manchmal ganz andere Sachen 😉

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vor 3 Stunden schrieb andreas61:

...

Aber durch mein Alter verändern sich meine Dioptrinwerte immer weiter (ständig Korrektivlinsen kaufen erachte ich als schlechte Option). So, wie es jetzt ist, bleibt das Fokussieren mit Brille umständlich und der Ausschuss ist nicht unerheblich. Teuer ist die Entwicklung und die Weiterverarbeitung auch. Also wird selten fotografiert.

...

Auch wen ich kein Freund von den EVFs für die M10 bin, könnte dies eine Überlegung wert sein. Am besten vorher mal ausprobieren. 

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Ein Aspekt fehlt noch ganz: Mit einer Digitalkamera brauchst du auch einen PC/Mac und Lightroom Classic. Vielleicht hast du schon einen Rechner, der sollte aber nicht zu alt sein (speed). Lightroom wird für dich aber neu sein, und da musst du bereit sein, sehr viel zu lernen, bevor du beginnst, das Programm zu lieben.

Der Wechsel auf digital ist akso mehr als ein neuer Body. 

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Als zufriedener M10-R und M6 Nutzer kann ich nur sagen, dass die M10-R eine hervorragende Kamera ist. Ich benutze sie allerdings ohne EVF, da ich trotz Gleitsichtbrille mit dem Messsucher sehr gut klarkomme und der EVF ordentlich am Akku saugt. Bei der M6 ist das Benutzen des Messsuchers ebenfalls kein Problem. Ich benutze sowohl digital als analog, wie man aus meinen eingestellten Bildern sehen kann. Auf Reisen kommt fast immer die M10-R zum Einsatz, da man dann Ausschuss schnell erkennen kann. Die M6 benutze ich mehr auf Fototouren, bei denen ich dann denn bestimmten Look eines gewählten Analogfilms haben möchte. Das solltest du auch bedenken, denn manchen ist der Look der digitalen Bilder auch zu steril. Ich würde meine Entscheidung daher davon abhängig machen, ob du digitalen oder analogen Look haben möchtest. Der Look vieler Filme läßt sich auch mit Nachbearbeitung aus digitalen Bildern nicht erzeugen. Ich würde die M6 behalten und erst dann eine digitale M kaufen, wenn du das Geld dafür hast,

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vor 49 Minuten schrieb artisan:

Dieses Problem dürfte mit einer M10-R nicht kleiner werden. Film toleriert da manchmal ganz andere Sachen 😉

In diesem Zusammenhang werden Dinge weitergetragen, die ich eher in den weiten Bereich der Mythen und Esoterik verweise. Die gerne verbreitete Sage von der größeren Toleranz bei der Scharfeinstellung bei der Film-Leica gegenüber der Digitalversion rührt, wenn man sich die zur Diskussion stehenden Schichtdicken der modernen Dünnschichtfilme vor Augen führt, mit ziemlicher Sicherheit eher aus der Tatsache, dass über Jahrzehnte der Filmphotographie die Einstellungenauigkeiten vom liebevollen Mantel der geringen Vergrößerungsmaßstäbe zugedeckt wurden. Kein Mensch wäre auf die Idee gekommen, ausschließlich zum Zwecke des Herumprobierens oder zur Betrachtung der Kornstruktur seine Kleinbildnegative auf eine Kantenlänge von 80 - 120cm zu vergrößern. Auch Dias wurden seltenst so genau betrachtet, schon weil der Aufwand einer exakten Projektion, die solche Beurteilungen erst erlaubt, in aller Regel zu groß war. Dagegen ist es heute ein leichtes, mal eben auf dem 27-Zöller das Bild auf 200% aufzublasen und in den Ecken herumzupopeln.

.... und ich nehme nicht an dass diese Tatsache beim Hersteller unbekannt ist. Nur wäre man aus Marketinggründen wahrscheinlich schlecht beraten, zuzugeben dass dies schon immer ein gewisses Problem war. Nur eben zu Filmzeiten entschieden weniger oft zutage tretend (s.o.). Denn dann würde ja die Realität den Enthusiasmus über die besten Objektive und die höchsten Lichtstärken womöglich einholen. Ob das nun zweckmässig wäre, darf man aus kaufmännischer Sicht sicher bezweifeln?

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Moin,

also, die Entscheidung ist getroffen. Die analoge bleibt bei mir. Wer weiß, nachher bereue ich es noch. Und wenn ich in 5 Jahren nicht weiter analog fotografiert habe, kann ich sie immer noch verkaufen/vererben.

Die M10-R mit 5500 ist preislich wohl recht gut und wird IRGENDWIE anders finanziert.

 

Danke für Eure Mithilfe.

Andreas

 

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Eine sehr gute Entscheidung. Als Nutzer der M 10 R kann ich Dir versprechen, dass Du es nicht bereuen wirst.

Überwiegend nutze ich den Messsucher, aber auch ich habe Probleme bei Tele Objektiven und dann nehme ich den EVF. Weiterhin adaptieren ich einige Altgläser die nicht gekoppelt sind, wofür ich den EVF brauche. Alleine diese Option ist es schon wert.

Allerdings nutze ich den " runden" 020 , ehrlich gesagt ist mir der aktuelle zu teuer.

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Ich würde mir keine M zulegen, wenn ich sie nur mit einem Visoflex nutzen könnte. Dann lieber gleich eine Kamera mit eingebautem EVF. Davon abgesehen, gute Entscheidung, eine M6 ist zeitlos. 

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vor einer Stunde schrieb wpo:

In diesem Zusammenhang werden Dinge weitergetragen, die ich eher in den weiten Bereich der Mythen und Esoterik verweise. Die gerne verbreitete Sage von der größeren Toleranz bei der Scharfeinstellung bei der Film-Leica gegenüber der Digitalversion rührt, wenn man sich die zur Diskussion stehenden Schichtdicken der modernen Dünnschichtfilme vor Augen führt, mit ziemlicher Sicherheit eher aus der Tatsache, dass über Jahrzehnte der Filmphotographie die Einstellungenauigkeiten vom liebevollen Mantel der geringen Vergrößerungsmaßstäbe zugedeckt wurden. Kein Mensch wäre auf die Idee gekommen, ausschließlich zum Zwecke des Herumprobierens oder zur Betrachtung der Kornstruktur seine Kleinbildnegative auf eine Kantenlänge von 80 - 120cm zu vergrößern. Auch Dias wurden seltenst so genau betrachtet, schon weil der Aufwand einer exakten Projektion, die solche Beurteilungen erst erlaubt, in aller Regel zu groß war. Dagegen ist es heute ein leichtes, mal eben auf dem 27-Zöller das Bild auf 200% aufzublasen und in den Ecken herumzupopeln.

.... und ich nehme nicht an dass diese Tatsache beim Hersteller unbekannt ist. Nur wäre man aus Marketinggründen wahrscheinlich schlecht beraten, zuzugeben dass dies schon immer ein gewisses Problem war. Nur eben zu Filmzeiten entschieden weniger oft zutage tretend (s.o.). Denn dann würde ja die Realität den Enthusiasmus über die besten Objektive und die höchsten Lichtstärken womöglich einholen. Ob das nun zweckmässig wäre, darf man aus kaufmännischer Sicht sicher bezweifeln?

D'accord. Ich habe noch  mal auf die Lupen zur Negativbeurteiung geschaut: Die Schneider und Rosenstock (sogar sphärisch :) ) waren 4x und die gute alte Agfa 8x. Das ergibt max ca. 20x30cm also 18x24 Vergrößerungen. Das hat eigentlich immer zur Schärfebeurteilung gereicht :) 

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