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Macro-Elmarit-R fokussiert nicht mehr


UliWer

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Mein mit Adapter an der M recht häufig benutztes Macro-Elmarit-R 1:2,8/60mm fokussiert plötzlich nicht mehr. Man kann den Fokussierring zwar drehen, wobei es ein ungewöhnliches scharrendes Geräusch gibt, aber es gibt keine Fokussierbewegung mehr. Das ist urplötzlich aufgetreten, unmittelbar vorher schien es mir noch tadellos zu sein.

Kann man da selbst etwas machen?

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vor 3 Stunden schrieb UliWer:

Mein mit Adapter an der M recht häufig benutztes Macro-Elmarit-R 1:2,8/60mm fokussiert plötzlich nicht mehr. Man kann den Fokussierring zwar drehen, wobei es ein ungewöhnliches scharrendes Geräusch gibt, aber es gibt keine Fokussierbewegung mehr. Das ist urplötzlich aufgetreten, unmittelbar vorher schien es mir noch tadellos zu sein.

Kann man da selbst etwas machen?

Wenn man gut ist - wahrscheinlich ja. Hier eine Anleitung zum Montage/Demontage. Scheint, dass ein Teil aus der Führung gerutscht ist (die 2 Stangen auf em runden Ring - ziemlich weit unten und das U-fömige Teil in das die Blendensteuerung einrastet). Mit google Übersetzer etc. geht es einigermaßen zu lesen. Viel Glück. Wenn ich mich recht erinnere, ist die russische Übersetzung aus dem Chinesischen :) 

БЛОГ ДМИТРИЯ ЕВТИФЕЕВА | разобрать Leica R Macro Elmarit 2.8-60.webloc

https://evtifeev-com.translate.goog/4465-leica-macro-makro-elmarit-2860.html?_x_tr_sch=http&_x_tr_sl=ru&_x_tr_tl=de&_x_tr_hl=de&_x_tr_pto=sc

 

 

Edited by TeleElmar135mm
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Meines stammt von 1983, sieht aber aus und fühlte sich - bisher - so an, als sei es ganz neu. Dann urplötzlich, ohne dass es irgendetwas Besonderes gegeben hätte, funktioniert die Fokussierung nicht mehr.  Wenn man leicht von vorn auf den Fokussierring drückt geht es; es fühlt sich an, als habe sich nur der irgendwie gelöst. Aber wie auch immer: auf zum Doktor. 

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vor 24 Minuten schrieb UliWer:

Meines stammt von 1983, sieht aber aus und fühlte sich - bisher - so an, als sei es ganz neu. Dann urplötzlich, ohne dass es irgendetwas Besonderes gegeben hätte, funktioniert die Fokussierung nicht mehr.  Wenn man leicht von vorn auf den Fokussierring drückt geht es; es fühlt sich an, als habe sich nur der irgendwie gelöst. Aber wie auch immer: auf zum Doktor. 

Das ist genau das Problem, das mein Freund auch hatte. Kann durch Kälte kommen. Damals war es richtig duchgefroren - würd ja zur Jahreszeit passen. Reparatur gelang mit einem Einsatz von 40 Euro für Werkzeug und Fett - aber die Schweißperlen und die Arbeitszeit ... nee nicht noch mal. Aber es war schon auch irgendwie schön' u gehend ass es wieder ganz war und auch ordentlich auf unendlich abgestimmt werden konnte. Nach der Erfahrung nur noch Doktor :) 

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Bei meinem Exemplar (Nr. 325xxxx) passierte das auch so, ohne Vorzeichen und bei Temperatur um den Gefrierpunkt. In der Werkstatt (Köln) sagt man mir, das sei ein für dieses Objektiv typischer Schaden, auch das Auftreten bei altersbedingt etwas verhärtetem Fett, das durch Kälte nochmals zäher wird, sei 'normal'. Weil es Gebrauchtkauf mit unklaren Vorgeschichte war, habe ich das Elmarit komplett warten lassen. Schön sah es bei meinem Kauf schon nicht mehr aus, aber es funktioniert wie neu. Ersatzteile wurden nicht benötigt, die Kosten bestanden in Arbeitslohn plus Steuern, und sie waren in Relation zum Wert des Objektivs in Ordnung. Ist aber schon einige Jahre her.

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Kalt war es nicht, als das Teil gestern aus heiterem Himmel beschloss, nicht mehr zu wollen. Vermutlich war es beleidigt, weil ich mich gerade wieder um irgendwelches Visoflex-Geraffel gekümmert habe, das es bisher fast vollständig ersetzt hatte.

Ich habe mal in Düsseldorf angefragt, ob die das annehmen. 

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vor 4 Stunden schrieb UliWer:

Kalt war es nicht, als das Teil gestern aus heiterem Himmel beschloss, nicht mehr zu wollen. Vermutlich war es beleidigt, weil ich mich gerade wieder um irgendwelches Visoflex-Geraffel gekümmert habe, das es bisher fast vollständig ersetzt hatte.

Ich habe mal in Düsseldorf angefragt, ob die das annehmen. 

Dann drohe mit einem Canon-Adapter oder gar einen Umbau mit einem Nikon-Bajonett - vielleicht will dann wider :) - aber wie LMax schrieb wird es wahrscheinlich auch nur einmal Abschmieren ohne Austauschteile sein. 

Edited by TeleElmar135mm
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vor 16 Stunden schrieb UliWer:

es fühlt sich an, als habe sich nur der irgendwie gelöst.

Scheint mir die übliche R Objektiv Malaise zu sein. Aufgrund steiferen Fettes schraubt sich die Fokussierschnecke vom Rest los und es kann dann nicht mehr oder jedenfalls nicht mehr bis Unendlich fokussiert werden. Hatte das bereits bei einem 2,8/180, 4/100 und noch irgendeinem R Objektiv. Das Blöde daran ist, dass man das Objektiv nach der Reparatur, die an sich nicht aufwendig ist, exakt kollimieren muss, damit die Abbildungsleistung bei Unendlich wieder stimmt, und das kann nicht jeder Reparateur.

Edited by wizard
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Nun, das kollimieren duerfte noch das einfachste bei der Geschchte sein....ist kein Hexenwerk und auch ohne Kollimator ausreichend gut zu realisieren.

Wirklich relevant ist ein perfekter Abgleich des Auflagemasses bei "von aussen"  zu fokussierenden Objektiven, wie sie in der Filmindustrie verwendet werden. (Zeiss Vorgabe 0,02% der Brennweite)

Gruss,

Torsten 

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vor einer Stunde schrieb wagner:

Nun, das kollimieren duerfte noch das einfachste bei der Geschchte sein....ist kein Hexenwerk und auch ohne Kollimator ausreichend gut zu realisieren.

Das behaupten so manche, aber wenn man weiß, wie empfindlich leistungsfähige optische Systeme auf geringe Abweichungen reagieren, dann würde ich insbesondere bei Leica Objektiven, deren hoher Preis sich erst durch die hohe optische Leistungsfähigkeit rechtfertigen lässt, da schon auf Nummer sicher gehen wollen. Ausreichend gut wäre mir da nicht gut genug.

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Jedes optisches System hat seine - vorgegebenen - Toleranzen, auch eine Leica Optik. Diese Vorgaben gilt es einzuhalten, selbstverständlich. Was das justieren von Optiken angeht, kenne ich mich ein bissel aus, ist sozusagen mein täglich Brot.

Das Auflagemaß den Vorgaben entsprechend zu justieren ist für eine entsprechenden Reparaturbetrieb ganz gewiß machbar.

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vor 3 Stunden schrieb wizard:

Scheint mir die übliche R Objektiv Malaise zu sein. Aufgrund steiferen Fettes schraubt sich die Fokussierschnecke vom Rest los und es kann dann nicht mehr oder jedenfalls nicht mehr bis Unendlich fokussiert werden. Hatte das bereits bei einem 2,8/180, 4/100 und noch irgendeinem R Objektiv. Das Blöde daran ist, dass man das Objektiv nach der Reparatur, die an sich nicht aufwendig ist, exakt kollimieren muss, damit die Abbildungsleistung bei Unendlich wieder stimmt, und das kann nicht jeder Reparateur.

Deswegen habe ich mich auch nie an eine Objektivreparatur getraut, sondern entweder reparieren lassen oder das betreffende Objektiv einfach (mit Mängelhinweis) verkauft. Aber anzumerken wäre noch, dass ein regelmäßig benutztes Objektiv weniger anfällig ist bezüglich einer Aushärtung des Fettes. 

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Um das vielleicht noch mal klarzumachen: bei der Kollimation stelle ich sicher, dass das Auflagemass des Objektivs den Vorgaben des Herstellers entspricht, (z.B. leica R 47mm, ARRI PL mount 52mm) Nur dann ist klargestellt, dass die Fokussiermarken der Optik auch stimmig sind. In der Regel macht man dies bei der Einstellung des Objektivs auf "Unendlich"(Gibt fuer unseren Chrosziel Kollimator auch einen "2m Vorsatz"). Einfach asugedreuckt: Ist die Optik zu nahe am Sensor/Filmebene erreiche ich "Undendlich zu frueh und im umgekhrten Fall erreiche ich "Unendlich nicht.

Bei Fotoprimes wird in Regel durch Justage - Verdrehen - des Indexringes korrigiert. 

Bei dem 21er Zeiss Masterprtime erfolgt diese Justage  durch "Shims" (Abstimmfolien)

(  duennste Folie: 12/1000mm_)  

Eine "qualitative Korrektur" erfolgt hierbei nicht. 

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Edited by wagner
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Der beschriebene Defekt ist typisch für das Objektiv und auch einige andere Leica R Linsen.

Lässt sich nur vermeiden, wenn man rechtzeitig neu fettet. Geht beim 60er Macko Objektiv besonders einfach.

Mitunter ist es auch sinnvoll auf Sucher zu justieren. So war es bei mir mal von nöten.

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Am 29.11.2023 um 09:48 schrieb wagner:

Um das vielleicht noch mal klarzumachen: bei der Kollimation stelle ich sicher, dass das Auflagemass des Objektivs den Vorgaben des Herstellers entspricht, (z.B. leica R 47mm, ARRI PL mount 52mm) Nur dann ist klargestellt, dass die Fokussiermarken der Optik auch stimmig sind. In der Regel macht man dies bei der Einstellung des Objektivs auf "Unendlich"(Gibt fuer unseren Chrosziel Kollimator auch einen "2m Vorsatz"). Einfach asugedreuckt: Ist die Optik zu nahe am Sensor/Filmebene erreiche ich "Undendlich zu frueh und im umgekhrten Fall erreiche ich "Unendlich nicht.

Bei Fotoprimes wird in Regel durch Justage - Verdrehen - des Indexringes korrigiert. 

Bei dem 21er Zeiss Masterprtime erfolgt diese Justage  durch "Shims" (Abstimmfolien)

(  duennste Folie: 12/1000mm_)  

Eine "qualitative Korrektur" erfolgt hierbei nicht. 

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...sehr eindrucksvoll.

Besteht denn ein wirkliches Problem beim Fotografieren, wenn Unendlich schon vor Ende der Fokussierung erreicht wird?

Dann stimmen die auf dem Tubus angezeigten Entfernungen zwar nicht, aber das tut den Bildern wohl nichts.

Ggf. fehlt dann ein wenig im Nahbereich (?).

VG,

Jens

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Servus Jens!

Das ist natürlich von Optik zu Optik unterschiedlich, aber generell ist das Im Fotobereich nicht so tragisch, da hast Du ganz recht. Man kontrolliert die Schärfe ja ohnehin im Sucher, auf dem Monitor oder hat sogar einen Autofokus, welchem die Skala ohnehin wurscht ist....😉 Ja, es kann etwas im Nahbereich fehlen aber da muß man halt schauen, inwieweit das relevant ist. Ich denke, wir sprechen hier von einem "Überlauf" von vielleicht max. 3mm...damit läßt sich sicherlich leben. Aber letztlich ist derlei auch relativ leicht zu korrigieren. Einige lange Brennweiten lassen sich ja generell über "Unendlich" fokussieren, aber das hat ja andere Gründe. (z.B. temperaturempfindliche Fluorit Elemente )

Wie schon gesagt, bei "Filmoptiken" muß die Skala stimmen, da nicht der Kameramann - oder die Kamerafrau -  den Fokus führt, sondern der "Fokuspuller", wie man im englischen sagt. Bei einem "Gearcheck" - vor jedem Dreh - werden daher stets alle Kameras und Objektive ausführlich getestet .  Gibt es Abweichungen bei der Skala geht das Objektiv zurück zum Service und wird bei Bedarf entsprechend korrigiert. Oft sind es aber die Kameras die nicht perfekt abgestimmt sind. Wir haben da ja mittlerweile mehrere verschiedene Kamera Bajonette in Verwendung (insbes. ARRi PL, LPL und  PV Mount 35mm, sowie PV 65 und 70mm) Da kommt es schon häufiger vor, daß mal ein Adapter nicht ganz stimmt und dann die Objektive daneben liegen.

Aber ich sehe, ich komme vom Thema ab. Wir sind hier ja bei 60er Elmarit, welches hoffenlich bald wieder einsetzbar sein  wird,

Gruß,

Torsten

 

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…Danke Torsten!
Ich musste ein Elmarit-R auseinandernehmen, da mir beim Leitax-Umbau blöderweise eine kleine Schraube (von den Cam-Halterungen) in den Tubus gefallen war und den Fokus blockierte.

Nun ist unendlich auf der Skala zwischen 20 und 50 Metern und ich kann auf der Mattscheibe mehr als zuvor über unendlich hinaus fokussieren.

Im Nahbereich bekomme ich noch immer Objekte in 1,5 Metern Entfernung scharf - auf der Skala bin ich dann etwas über 1,5m hinaus.

Dann hatte ich wohl Glück, dass das bei diesem Objektiv so geht (nun wieder an R-Kameras).

VG,

Jens

Edited by jensthoes
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