Jump to content

Mal eine Frage....


wagner

Recommended Posts

Advertisement (gone after registration)

Servus!

War gestern am Lesen in einem online "klassik" Fotomagazin. (gibt es wohl auch in einer Printversion) Nun, stieß dann auf einen Artikel in welchem die Reparatur - die Wiederbelebung - einer Leica R4 beschrieben wurde. Interessant, dachte ich, mal lesen. Und dann dachte ich nur noch, oh, das kennst du doch irgendwie:  Reinigung des Auslösemagneten , beheben des Problems der Auslöseverzögerung durch schmieren des pneumatischen Spiegeldämpfers, durchgeführt durch eine hier im Forum beschriebene Methode. Und dann noch der klare Hinweis, auf denn der Ursprung des Artikels: das Einkopieren meiner kleinen Aufstellung von Auslöseverzögerugen einiger klassischer Modell Siegelreflexmodelle aus den frühen 80er. Exakt eingefügt. 

Nun, ich finde das ein bissel irritierend. Natürlich sind unsere Tips uns Hinweise hier für jedermann. Wir versuchen uns hier im Forum auszutauschen, um unsere guten alten Klassiker am Leben zu erhalten. Und es ist schön zu sehen, daß unsere Tips zu Reparaturen auch wirklich ihren Nutzen haben. Meinetwegen soll man diese gesammelten Informationen, wenn es denn dienlich sein kann, auch professionell verwerten. Aber wäre da nicht eine diesbezügliche Anfrage angebracht ?

Wie seht ihr das?

Gruß,

Torsten

 

Link to post
Share on other sites

Moin

Zumindest, wenn es veröffentlichte Artikel sind, würde ich erwarten, dass eine ordentliche Quellenangabe erfolgt.

Sind ja in den letzten Jahren so einige Doktoranden drüber gestolpert.

Ich lehne mich mal aus dem Fenster (auch wenn's Grad schüttet), ein Werk von ChatGPT?

Wobei ja selbst da unten drunter noch aufgeführt wird, woher der Dateninput kommt.

Ich selber bin für die hiesigen Tipps extrem dankbar.

Edited by W124
  • Like 1
Link to post
Share on other sites

vor 11 Stunden schrieb wagner:

Servus!

War gestern am Lesen in einem online "klassik" Fotomagazin. (gibt es wohl auch in einer Printversion) Nun, stieß dann auf einen Artikel in welchem die Reparatur - die Wiederbelebung - einer Leica R4 beschrieben wurde. Interessant, dachte ich, mal lesen. Und dann dachte ich nur noch, oh, das kennst du doch irgendwie:  Reinigung des Auslösemagneten , beheben des Problems der Auslöseverzögerung durch schmieren des pneumatischen Spiegeldämpfers, durchgeführt durch eine hier im Forum beschriebene Methode. Und dann noch der klare Hinweis, auf denn der Ursprung des Artikels: das Einkopieren meiner kleinen Aufstellung von Auslöseverzögerugen einiger klassischer Modell Siegelreflexmodelle aus den frühen 80er. Exakt eingefügt. 

Nun, ich finde das ein bissel irritierend. Natürlich sind unsere Tips uns Hinweise hier für jedermann. Wir versuchen uns hier im Forum auszutauschen, um unsere guten alten Klassiker am Leben zu erhalten. Und es ist schön zu sehen, daß unsere Tips zu Reparaturen auch wirklich ihren Nutzen haben. Meinetwegen soll man diese gesammelten Informationen, wenn es denn dienlich sein kann, auch professionell verwerten. Aber wäre da nicht eine diesbezügliche Anfrage angebracht ?

Wie seht ihr das?

Gruß,

Torsten

 

Servus Torsten,

Anfrage wäre angebracht, nein, sie wäre  - n ö t i g -  gewesen.

Juristisch hat die Redaktion und/oder der Autor sicher nichts falsch gemacht. Doch was legal ist, muß nicht anständig sein.
Schreibe doch die Redaktion des Magazins mal an und frage, wie sie es so sehen.

Gruß aus Stuttgart
Tom

Link to post
Share on other sites

Moin Thomas!

Hatte den Autoren bereits ansgeschrieben. Kenne ihn ja aus einem anderen Forum. Seine Antwort war wenig befriedigend. Vor allem: er fuehrt aus, er haette die Info ueber die Ausloesverzoegerung aus seiner eigenen "Fotomagazinen" zusammengestellt. Soso...was fuer eine Zufall: exakt die gleichen Kameras, die ich ausgewaehlt hatte, die gleiche Formulierung....😅

Wie dem auch sei...alles kein Drama. Find es nur schade, dass die Leute dann nicht wenigstens zu ihren Quellen stehen koennen.

 

@ Henry

War also nichtt ChatGPT. Das ist natuerlich auch eine interessante Sache, der man allerdings mit Vorsicht begegnen sollte.

 

Gruss,

 

Torsten

  • Thanks 2
Link to post
Share on other sites

Hallo Torsten, juristisch betrachtet bist Du eindeutig im Recht und würdest jeden Prozeß gewinnen, allerdings schießt man dann natürlich mit Kanonen auf Spatzen... 

Ich verstehe natürlich Deinen Ärger, ist mir aber auch schon ein paar Mal so gegangen. Wünschenswert wäre lediglich gewesen, wenn der Plagiator sich anständig verhalten und Verantwortung übernommen hätte.

Jedenfalls: Das Plagiat ist eines der ehrlichsten und höchsten Formen des Kompliments!

Liebe Grüße jedenfalls

Michael

  • Like 2
  • Thanks 1
Link to post
Share on other sites

Advertisement (gone after registration)

Am 19.11.2023 um 08:31 schrieb wagner:

.........

War gestern am Lesen in einem online "klassik" Fotomagazin. (gibt es wohl auch in einer Printversion) ..........................Torsten

 

Hallo Torsten,

Nein; juristisch ist das nicht einwandfrei. Wenn ich Sie richtig verstanden habe, kommt der beanstandete Text von einem Ihrer Beiträge hier aus dem Forum. Das Forum hier ist öffentlich; das heißt jeder, der möchte, kann jeden Text lesen; weltweit. Damit ist auch der Text jedoch öffentlich zugänglich. Selbstverständlich kann ich einen öffentlichen Text verwenden. Das geht auch wortwörtlich. Aber ich muss, um mich vor dem Vorwurf des Plagiates von vornherein zu schützen, den Text deutlich als abgeschrieben markieren. Das geschieht in den geisteswissenschaftlichen Fächern international durch Anführungsstriche vor und hinter dem übernommenen Text. In den naturwissenschaftlichen Fächern benutzt man eher eine Kursivschreibung. Auf jeden Fall und immer ist es aber international geboten, die exakte Quelle anzugeben. Dazu ist neben dem Autor/in das Buch/Journal o.ä., die Seitenangabe und das Jahr der Veröffentlichung anzugeben. Das ist in einem Forum wie diesem ein wenig schwierig, da sehr viele - wie auch ich - unter einem Pseudonym veröffentlichen. Dennoch ist es unerläßlich.

Sobald jedoch Abbildungen verwendet werden, ist eine solche Übernahme deutlich problematischer. Bei Abbildungen und bei Skizzen, bei Tabellen und auch und gerade bei Fotos etc. handelt es sich um das persönliche Eigentum des Autors. Und hier ist dann ein regelrechter Diebstahl vorliegend. Noch anders liegt die Sache bei Fotos mit erkennbaren Personen. Hier ist immer - auch in diesem Forum - ein sogenanntes Model Release zwingend erforderlich. Fehlt ein solches und ist die abgebildete Person nicht mit der Einstellung des Fotos einverstanden, kann das richtig echt und schwer teuer werden. Es gibt ein paar Ausnahmen bei Personen des öffentlichen Lebens. Auch manche Besitztümer sind abbilungsrechtlich geschützt. Es ist zum Beispiel ohne eine sogenannte "Property release"-Erklärung untersagt, den Pariser Eiffelturm zu fotografieren und das Bild kommerziell zu veröffentlichen. Besonders, wenn eine sogenannte Gewinnerzielungsabsicht von vornherein dahintersteht. In einem solchen Fall kann es nicht nur sehr teuer sondern auch strafrechtlich extrem eng werden.

Ich persönlich finde es bei den hier in diesem Forum vorhandenen Fotobeispielen in manchen Fällen höchst problematisch, Fotos mit fremden Personen einzustellen. Ich fürchte, in den meisten Fällen liegt kein Model Release vor. Streng genommen muss man sogar bei den Aufnahmen von Personen im Strassenverkehr (Stichwort: Street Photography) von jeder erkennbaren Person eine derartige Erlaubnis einholen.

Was können Sie nun in Ihrem Fall machen? Ehrlich: am besten gar nichts. Ist von Ihnen eine Abbildung verwendet, fordern Sie ein kleines Honorar. Das ist Ihr gutes Recht. Ist es nur der Text, freuen Sie sich, dass man Sie kopiert und ermahnen Sie den betreffenden Autor, Sie in Zukunft korrekt zu zitieren. Ganz korrektes Verhalten und juristisch einwandfrei wäre es gewesen, Sie vorher um Erlaubnis der Übernahme zu fragen.

Ich habe leider keine Ahnung, welche Möglichkeiten Sie zur Durchsetzung Ihres Rechtes in Südafrika haben. Aber grundsätzlich sollte man bei der Übernahme von fremden Texten und besonders bei Abbildungen äußerste Vorsicht walten lassen.

 Wir persönlich werden manchmal von Autoren angefragt, ob sie bestimmte Texte und auch Abbildungen in unseren Publikationen verwenden dürfen. Wir erteilen dazu grundsätzlich die Genehmigung, meistens per Mail; aber immer und ausnahmslos schriftlich.

Wenn wir selbst so etwas machen, gehört unter das Bild oder die Abbildung stets der Hinweis: "Copyright XYZ; Genehmigung erteilt durch Fotographen oder Autor XYZ". Dann kann nichts passieren. Bei manchen Journalen geht das Copyright des Autors jedoch an den Verlag über. Diese Einrichtungen verlangen dann bei Übernahmen publizierten Materials nach unseren Erfahrungen stets und offenbar sehr gerne zum Teil horrende Honorare. Wir lassen das dann.

Es gibt in Deutschland und vor allem in den Vereinigten Staaten Anwaltskanzleien, die sich auf die Durchforstung des Internets nach illegalen Veröffentlichungen spezialisiert haben und horrende Löschungs- und Abmahngebühren verlangen.

Meine Frau und ich betreiben Fotographie als Hobby (Natur und Wissenschaft). Manche Fotos verkaufen wir aber auch an Agenturen. Wir achten peinlich darauf, die internationalen Regeln einzuhalten und haben speziell für solche Fälle eine eigene Versicherung abgeschlossen, weil unterschiedliche Länder ganz unterschiedliche Regeln und Gesetze geschaffen haben und manches grenzt wirklich an pure Abzockerei.. In der Regel achten die Fotoagenturen aber per se auf die korrekte Einhaltung internationalen Rechtes.

Ich hoffe, ich habe Sie nicht allzusehr erschreckt. Aber das internationale Copyright ist ziemlich kompliziert und mit vielen Fallstricken durchsetzt. (Nein, ich bin kein Jurist.(Naturwissenschaftler und Arzt)

In diesem Sinne, allzeit gut Licht vor der Linse und ein schönes Wochenende

Wolfgang

 

  • Like 1
  • Thanks 1
Link to post
Share on other sites

vor einer Stunde schrieb Dikdik:

[…] Damit ist auch der Text jedoch öffentlich zugänglich. Selbstverständlich kann ich einen öffentlichen Text verwenden. Das geht auch wortwörtlich. Aber ich muss, um mich vor dem Vorwurf des Plagiates von vornherein zu schützen, den Text deutlich als abgeschrieben markieren. […]

Vielen Dank für das Bemühen um Klarstellung. Allerdings geht es auch in deinem Text juristisch drunter und drüber und sicher ist auch nicht alles ganz richtig. Kurz: Ich kann nur davor warnen, deine Aussagen ungeprüft zu übernehmen. Selbstverständlich darf nicht jeder öffentlich zugängliche Text übernommen werden, egal ob er kursiv gesetzt ist oder in Anführungszeichen gefasst ist. Die pauschale Abgrenzung von Text zu Tabelle, Skizze, Abbildung oder Foto ist ebenso falsch. 

Wer in deutschsprachigen Texten von Copyright spricht, ohne zu sagen ob Urheber- oder Nutzungsrecht gemeint ist, sorgt wenigstens für Verwirrung. In Deutschland bleibt das  Urheberrecht beim Urheber. Es ist nicht übertragbar, außer durch Erbfolge. Der Urheber kann Nutzungsrechte bzw. Verwertungsrechte einräumen – zum Beispiel inhaltlich, räumlich oder zeitlich beschränkt oder unbeschränkt. 

Klartext: Nichts ist gut, wenn man unter ein geschütztes Werk "Ich habe es bei Quelle xyz geklaut" schreibt. Und ebenso wenig ist es gut, wenn man glaubt, man könne gegen die Klauerei nichts unternehmen.

 

  • Like 1
  • Thanks 3
Link to post
Share on other sites

Servus!

Vielen Dank für Eure interessanten und hilfreichen Beiträge. Besonders Xoons Beitrag war offensichtlich auf fundiertem juristischem Wissen basierend. Besten Dank!

Wie schon gesagt, ich werde da nichts weiter unternehmen. Ist die Sache sicher nicht wert.

Euch allen noch ein schönes Wochenende.

Link to post
Share on other sites

vor 18 Stunden schrieb XOONS:

Vielen Dank für das Bemühen um Klarstellung. Allerdings geht es auch in deinem Text juristisch drunter und drüber .................................................................Und ebenso wenig ist es gut, wenn man glaubt, man könne gegen die Klauerei nichts unternehmen.

 

Hallo XOONS,

vielen Dank für Ihre Hinweise und Ihre Korrektur. Ja,ja; ich bin eben kein Jurist. Ich wollte einfach nur darauf hinweisen, dass es generell problematisch ist, nicht von einem selbst erzeugte publizistische Inhalte – egal welchen Inhaltes - zu übernehmen, ohne Urheber, Quelle und Jahr zu erwähnen. Auch das Persönlichkeitsrecht auf das eigene Abbild ist zwingend zu beachten.

Natürlich kann auch „wagner“ sich dazu entschließen, seinem Recht Geltung zu verschaffen. Allerdings halte ich ein solches Unterfangen für reichlich sinnlos. Aufwand und Ertrag dürften sich wohl in keinem Fall die Waage halten. Zumal er ja offensichtlich in Südafrika ansässig ist.

Die internationalen Bestimmungen, Vorschriften und Gesetzte zur Einhaltung des Copyrights haben sich in den vergangenen Jahren drastisch verschärft. Für mich als Student war zum Beispiel die Unibibliothek stets unabdingbar, bestimmte Wissenslücken zu füllen.

Dazu ging man in den Lesesaal, holte sich wissenschaftliche Zeitschriften oder Bücher, kopierte eventuell ein paar Seiten und arbeitete das Material zu Hause noch einmal sorgfältig durch. Das ist heute auf derart harmlose Weise in vielen Situationen unmöglich geworden. Viele wissenschaftlichen Journale fordern von den Bibliotheken heute horrende Jahresgebühren zum Teil im sechsstelligen Bereich. Viele Unibibliotheken können derartige Geldforderungen gar nicht mehr aufbringen. Die Folge: sie bestellen diese Journale für ihr Publikum ab. Wenn ich aber ins Internet gehe und das entsprechende Journal aufrufe, liegen die Artikel hinter einer Bezahlschranke.

Ich persönlich habe nichts dagegen, wenn Zeitschriften ihr Honorar auch vom digitalen User erhalten wollen. Aber wissenschaftliche Artikel sollten davon ausgenommen werden, weil nach meinem Dafürhalten und nach meinem persönlichen Verständnis Wissenschaft für alle ohne Einschränkungen frei verfügbar sein sollte.

Ich halte das insgesamt für eine bedenkliche Entwicklung. Auf diese Weise wird der Zugang einer interessierten Öffentlichkeit zu Wissen deutlich erschwert oder gar unmöglich gemacht und ist nur auf einen kleinen Kreis beschränkt. In Europa hatten wir das schon mal. Diese Zeiten liegen runde 500 Jahre zurück und wurden erst durch Gutenbergs Erfindung des Buchdruckes beseitigt.

Nun ja.

Nochmals vielen Dank für Ihre Hinweise und allzeit gut Licht. Allen ein schönes Wochenende.

Dikdik

Link to post
Share on other sites

Join the conversation

You can post now and register later. If you have an account, sign in now to post with your account.
Note: Your post will require moderator approval before it will be visible.

Guest
Reply to this topic...

×   Pasted as rich text.   Paste as plain text instead

  Only 75 emoji are allowed.

×   Your link has been automatically embedded.   Display as a link instead

×   Your previous content has been restored.   Clear editor

×   You cannot paste images directly. Upload or insert images from URL.

×
×
  • Create New...