Jump to content

Barnack's Birth Certificate


Recommended Posts

Advertisement (gone after registration)

Bitte seiner hilf hier. Dieses schrift ist sehr schwer zum lesen. Konnen sie ubersetzen das alte schrift?

Looking for a little help, please excuse my poor German. Trying to read this birth certificate for Oskar Barnack.

Is Oskar spelled on this document with a 'C' or a 'K'?

Vielen Dank! Bill Rosauer, Editor LHSA Viewfinder

Link to post
Share on other sites

Not so easy to read this old handwriting and I will not guess on the signature at the bottom; interesting the two first names Wilhelm Oscar, Oscar with "c" like his mother Caroline which is written in other sources as Karoline. Here my first try:

Nr. 86
Baruth am 8. November 1879
Vor dem unterzeichnenden Standesbeamten erschien heute, der Persön-
lichkeit nach
bekannt
der Häusler Ferdinand Barnack
wohnhaft zu Lynow
evangelischer Religion, und zeigte an, daß von der
Caroline Barnack geborene Becker
seiner Ehefrau
evangelischer Religion
wohnhaft bei ihm
zu Lynow in seiner Wohnung
am ersten November des Jahres
tausend acht hundert siebenzig und neune, Nach mittags
um acht Uhr ein Kind männlichen
Geschlechts geboren worden sei, welches als Vornamen
Wilhelm Oscar
erhalten habe.
Vorgelesen, genehmigt und unterschrieben
Ferdinand Barnack
Der Standesbeamten
...

 

Link to post
Share on other sites

Der vielgeschmähten deutschen Bürokratie zum Trotz scheinen gewisse Varianten c/k oder auch v/f usus gewesen zu sein, jedenfalls nicht so in Stein gemeißelt wie andernorts overseas vermutet. Süterlin bzw. Vorläufer zu lesen bedarf etwas Eingewöhnung, nicht nur bei Kanzleischrift, erst recht bei individuellen Handschriften. Die Unterschrift des Standesbeamten ist zu individuell und nur noch erratbar, dagegen fehlt der Unterschrift von Ferdinand Barnack diese Individualität, vielleicht hat er eher selten geschrieben.

Link to post
Share on other sites

vor 38 Minuten schrieb Studienkamera:

Ich bin mir da nicht so sicher. Hat durchaus Aehnlichkeit mit dem "k" im ersten Barnack.

Aber in Barnack sind c und k nebeneinander und der Buchstabe in Oscar gleicht dem c, nicht dem k.

Link to post
Share on other sites

vor 3 Stunden schrieb romanus53:

......vielleicht hat er eher selten geschrieben.

Das könnte sein. Gängiger Geschichtsschreibung nach war er Landwirt.

Gruß aus S
Tom

Link to post
Share on other sites

Link to post
Share on other sites

vor 14 Stunden schrieb romanus53:

Here my first try:

...der Häusler Ferdinand Barnack...


Vorgelesen, genehmigt und unterschrieben
Ferdinand Barnack
Der Standesbeamte
...

 

Perfect, dear Romanus! Without your deciphering I never could have read this odd text.

However, the name at the end is not Ferdinand Barnack, but the name of the registrar: Ferdinand L...ck

I'm not able to read the surname.

Link to post
Share on other sites

The document is also dated 8 November, and Barnack was born on 1 November. I would assume that the date at the top of the document is the recording date. I would also assume that births were recorded after the christening, which would have been after the birth date by some days.

Link to post
Share on other sites

vor 10 Stunden schrieb mazdaro:

Perfect, dear Romanus! Without your deciphering I never could have read this odd text.

However, the name at the end is not Ferdinand Barnack, but the name of the registrar: Ferdinand L...ck

I'm not able to read the surname.

Danke für die Blumen!

für den Namen des Standesbeamten hatte ich ein dezentes Auslassungszeichen gesetzt ... 

In Kanzleischriften kann man sich gut einlesen, aber spontan gekritzelte Randnotizen und Unterschriften in Akten sind schon eine Herausforderung, da bräuchte ich auch mehr "Material" und Zeit.

Link to post
Share on other sites

Am 28.6.2022 um 22:42 schrieb mazdaro:

Die Schrift ist Kurrent.

Danke, die Buchstaben habe ich mal aus der Wikipedia-Datei kopiert und Buchstabe für Buchstabe dem Wilhelm-Os*ar-Schriftzug zugeordnet. Ich meine, es spricht nicht alles, aber sehr viel für "Oscar" – geschrieben mit Schluss-s (grün markiert, auch "Rundes s" genannt). Es war wohl nicht ungewöhnlich, dass das Schluss-s vor einem Suffix, das mit einem Konsonanten beginnt, am Ende einer Silbe vor den Buchstaben k, m, n, w oder d (z. B. im Namen Oswald) oder in anderen Zusammenhängen mitten im Wort verwendet wurde. Dem separat und ebenfalls etwas schlampig geschriebenen Buchstabe "a" fehlt der Aufstrich oder der Aufstrich (gelb markiert) ist etwas verrutscht. Diesen kleinen gelb markierten Teil würde ich jedenfalls nicht einem Buchstaben "k" (violett markiert) zusprechen wollen, der meines Erachtens zwischen "s" und "a" auch nicht mehr ins Wort passt. Im Gegensatz zum Buchstaben "c" (blau markiert), der sehr gut zwischen "s" und "a" passt. 

Link to post
Share on other sites

vor 17 Stunden schrieb XOONS:

... Ich meine, es spricht nicht alles, aber sehr viel für "Oscar" – geschrieben mit Schluss-s (grün markiert, auch "Rundes s" genannt). Es war wohl nicht ungewöhnlich, dass das Schluss-s vor einem Suffix, das mit einem Konsonanten beginnt, am Ende einer Silbe vor den Buchstaben k, m, n, w oder d (z. B. im Namen Oswald) oder in anderen Zusammenhängen mitten im Wort verwendet wurde. Dem separat und ebenfalls etwas schlampig geschriebenen Buchstabe "a" fehlt der Aufstrich oder der Aufstrich (gelb markiert) ist etwas verrutscht. Diesen kleinen gelb markierten Teil würde ich jedenfalls nicht einem Buchstaben "k" (violett markiert) zusprechen wollen, der meines Erachtens zwischen "s" und "a" auch nicht mehr ins Wort passt. Im Gegensatz zum Buchstaben "c" (blau markiert), der sehr gut zwischen "s" und "a" passt. 

Auch im Arabischen sehen die Buchstaben am Anfang, in der Mitte und am Ende unterschiedlich aus.

In diesem Fall haben wir es mit keinem "Schluss -s", sondern mit einem " "mittigen s" zu tun: passt also.

Das mit den farbigen Buchstaben ist eine gute Idee.

Was die kuriose Schreibweise des "c" anbelangt, weicht der Schreiber dieses Schriftstücks von der Norm ab: anstelle eines zackenartig geschriebenen "c" verwendet er zwar einen Auf- und einen Abstrich, aber unterschlägt den finalen Aufstrich. Dafür tritt dann in Verbindung mit dem Folgebuchstaben anstelle eines ordentlichen Aufstrichs ein erhöhter Kringel, der einem kleinen "runden c" gleicht, auf. Man sieht das auch anhand der ck-Ligaturen in "Becker" und "Barnack". Eine seltsame Sache, aber so ist es.

Ein "k" (Oskar) scheidet klar aus. Alles deutet auf ein "c" (Oscar) hin.

 

Link to post
Share on other sites

vor 6 Stunden schrieb mazdaro:

In diesem Fall haben wir es mit keinem "Schluss -s", sondern mit einem " "mittigen s" zu tun: passt also.

Es ist ein Schluss-s, Auslaut-s, rundes s oder Ringel-s … einfach weil diese Variante des Schriftzeichens "s" so heißt. In der Urkunde ebenfalls vorhanden ist das sogenannte "lange s" in "seiner Ehefrau". Ein "mittiges s" gibt es meines Erachtens nicht.

vor 6 Stunden schrieb mazdaro:

Man sieht das auch anhand der ck-Ligaturen in "Becker" und "Barnack".

Ein sehr guter Hinweis und offensichtlich eine seltsame Eigenheit des Schreibers. Damit sollte dann wirklich der allerletzte Zweifel ausgeräumt sein, dass in der Urkunde "Oscar" steht.

 

Link to post
Share on other sites

Join the conversation

You can post now and register later. If you have an account, sign in now to post with your account.
Note: Your post will require moderator approval before it will be visible.

Guest
Reply to this topic...

×   Pasted as rich text.   Paste as plain text instead

  Only 75 emoji are allowed.

×   Your link has been automatically embedded.   Display as a link instead

×   Your previous content has been restored.   Clear editor

×   You cannot paste images directly. Upload or insert images from URL.

Loading...
 Share

×
×
  • Create New...