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Standesamtliche Hochzeit - M10 oder Fuji X-T3


SvenEdel
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Nachtrag zum Thema Blitz und Kirche. Während der Trauzeremomie wurde in der Kirche natürlich nicht geblitzt, nur anschliessend bei den Fotos (Pastorin und) Paar vor dem Altar. Ich hätte diese gestellten Bilder normalerweise überhaupt nicht gemacht aber die Pastorin bot es an und es kostete ja nur 30 Sekunden. Eine nette Erinnerung. Den Blitz indirekt gegen die Decke und mit Reflektor ein kleiner Teil als direktes "fill light" auf die Gesichter. Die Kamera je nach Licht zwischen ISO 400 und 1600, damit das Tageslicht dominiert.

Während der Trauung: Der Altar bot etwas Durchsicht, da konnte man prima mit der leisen X-Pro 3 (oder hier Leica M) mit leichtem Tele direkt auf das Paar zielen ohne dass es jemanden gestört hätte.

Den AF-Control-Beep während der Trauung natürlich auf "aus" schalten, vergisst man gerne!

Bei allen Fotos die "näher dran" sind auf eine sichere Verschlußzeit achten, 1/160 sec. bis 1/200 sec.. Du kannst noch so ruhig halten und der Image Stabilizer noch so toll sein. Das Brautpaar und die Gäste halten nicht immer still und es wäre schade, wenn es an der 1/30 oder 1/60 sec. scheitert und die Gesichter/Augen verwackeln (das siehst Du in der Kameravorschau nicht immer!).

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Ich habe den Eindruck, dass viele Hochzeiten hauptsächlich stattfinden, weil das Paar Fotos von diesem Event will. Es gibt inzwischen eine komplette Branche, die den Brautpaaren bietet, was sie millionenfach im Netz gesehen haben. Wenn das befreundete Paar nun diese Fotostrecken als „einfach nur ein bisschen Knipsen“ einstuft (weil sie die immer gleichen Fotos als Standard wahrnehmen), dann geht die Nummer voll in die Hose.
Ich würde versuchen diesen Job, so heftig es geht, abzulehnen.
Ich finde es auch nicht sonderlich nett von Freunden, auf so eine Gefälligkeit zu bestehen.

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Posted (edited)

Ich fotografiere Hochzeiten und andere Anlässe hauptsächlich im Freundes- und Bekanntenkreis  und mach es auch ... warum auch nicht.

Wenn das Brautpaar nicht bereit ist viel Geld für einen "professionellen" Fotografen auszugeben (die wissen sehr gut was der kostet), müssen sie halt mit der Amateurqualität zufrieden sein, und sie sind es in der Regel auch. Wenn  ich mir die Fotoblogs von so manchen professionellen Fotografen ansehe, bin ich eh der Meinung, dass die Ansprüche der Kunden sehr niedrig sein müssen. Es gibt aber auch wirklich gute Bildstrecken von Hochzeitsfotografen.

Die M habe ich bei Hochzeiten bestenfalls zur Sicherheit dabei, ansonsten mache ich 99 % der Hochzeitsfotos mit einer Canon 5DMK2 und einem lichtstarken 50er (1.2) und einem 35iger Objektiv. Blitz natürlich wo es notwendig ist.

Weniger ist mehr und Konzentration auf das Wesentliche (kennen wir ja von Leica).

Ich habe auch schon dann und wann die analoge Kamera dabei gehabt, aber beides geht nicht.

Wenn mich mal jemand bitten würde, eine Hochzeit durchgängig analog zu fotografieren, würde ich das gerne machen, aber ich glaube das wird nicht passieren.

Das schlimmste an der Hochzeitsfotografie sind ohnehin die Masse an Bilder ... also zumindest nach der Hochzeit nur die guten Bilder zeigen.

 

 

 

Edited by leitna
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Ich finde es sehr mutig wenn sich Hobbyfotografen für Hochzeitsbilder hergeben. Ausgenommen natürlich Hobbyfotografen die sich auf dieses Fotogenre spezialisiert haben und die diese Kunst auch wirklich beherrschen.  Ansonsten passt das schöne alte Sprichwort: Schuster bleib bei deinen Leisten  😉

Natürlich fühlt man sich auch geschmeichelt wenn man gefragt wird. Und natürlich freut es einen auch wenn Freunde oder Verwandte dadurch Geld sparen können. Andererseits ist der Frust hinterher riesengroß wenn die Ergebnisse nicht so sind wie die Brautleute es sich vorstellen. Es werden schließlich auch hinterher immer wieder gerne die Fotobücher der eigenen Hochzeit mit denen von Freunden/innen verglichen. Und spätestens dann kommt das böse Erwachen. Dann nämlich, wenn die Freunde richtig Kohle für einen guten Profi aufgewendet haben und man dann seine eigenen Fotos, von guten Bekannten gemacht, sieht.

Ich habe mich ein einziges Mal für diesen Gefallen breitschlagen lassen und schäme mich noch heute für die Ergebnisse, wenn ich dagegen heutige Fotobücher von Profis sehe. Gut, das liegt zwar mittlerweile 20/25 Jahre zurück aber ich habe es dann NIE WIEDER gemacht! Und das, obwohl ich schon noch danach gefragt wurde.

Ich kann nur davon abraten wenn man die Hochzeitsfotografie nicht regelmäßig betreibt und große Erfahrung damit hat. Abgesehen davon sollten Brautleute nicht ausgerechnet an diesem Punkt das Sparen anfangen. Das wäre nämlich sparen am falschen Ende. Für Kutschen o.ä. wird ein Heidengeld bezahlt aber am Fotografen soll dann gespart werden. Das kann es ja wohl nicht sein.

Daher mein Rat an den TO: sag' wenn möglich nein. Oder wenn es gar nicht geht, verteile die "Last" auf zwei/drei Fotografen. Dann ist die Chance auf eine Pleite etwas geringer 😉

Und, du selber hast als Fotograf sowieso nichts von der Hochzeit. Ist nämlich viel zu stressig für dich. Immer in Hektik um die entscheidenen Augenblicke mitzubekommen. Das wäre nichts für mich.

Edited by Ramesse
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vor 4 Stunden schrieb leitna:

Das Risiko, das das Brautpaar mit dem Eheversprechen eingeht ist deutlich höher als jenes, dass die Bilder misslingen 🙂

Also: trau dich ... 

Der Vergleich hinkt aber gewaltig. Was das Brautpaar mit ihrer Ehe macht ist schließlich IHR Risiko. Wenn du aber schlechte Fotos ablieferst trägst DU das Risiko. Also. gut überlegen und abwägen ob man das Risiko zu tragen bereit ist.

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Ich würde es auch versuchen zu vermeiden.
Wenn es dann gar nicht anders geht würde ich die M zwar mitnehmen aber nur für die Fotos die ich mir aussuchen könnte.
Bei der XT-3 hätte ich auch Bauchweh wegen der Linse.
Meine Allzweckwaffe für sowas ist eine Nikon D4 mit dem Sigma 24-105/4.
 

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Das 18-55 ist für Gesellschaftsfotos nichtmal schlecht. Mancher setzt es draussen als Allround-Zoom ein. Für drinnen wäre lichtbedingt eine der lichtstarken Festbrennweiten nicht verkehrt. Aber besser man ist für alle wichtigen Brennweiten schussbereit. Das Licht besorgt man sich über höhere ISO-Einstellungen und indirekten Blitz.

Hierzu bei wenig Licht auch mal mit dem Thema „Unterbelichtung die im RAW-Konverter ausgeglichen wird“ beschäftigen, anstatt ISO komplett hochzudrehen. Dies nur mit Bedacht einsetzen, ich blitze lieber dezent indirekt.

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Posted (edited)

Da so viele von euch hier posten, will ich jetzt auch noch was sagen. Ich hab nämlich auch mal (bei) eine(r) Hochzeit fotografiert. Ein Schulkamerad von mir hat vor ein paar Jahren seine standesamtliche Trauung nachgeholt (die Kinder sind schon erwachsen) und danach richtig schön gefeiert. Er hatte natürlich eine professionelle Fotografin engagiert (die hatte eine Nikon 850 mit 2.8/24-70 und 2.8/70-200) und mein Sohn und ich haben nebenher ein paar Bilder gemacht (Sohnemann Leica M und Papa Canon 6D  mit 16-35/4L IS und 85/1.4L IS).  Meine Ausbeute war nicht so doll, ich habe etwa 200 Bilder gemacht, die hälfte war suboptimal (Fokus, Ausschnitt, Moment verpasst etc) ich wollte ja mitfeiern. 

Die besten Fotos waren ein paar Portraits (Brautpaar, Kinder, Familie). Das ist kein Zufall, denn Portraits sind ein Hobby von mir und da hab ich am meisten Übung. Aus der wenigen Erfahrung, die ich habe kann ich schließen, dass Hochzeitsfotografie nichts für mich ist. Ich glaube, da muss man mehr mitbringen, als 50 Jahre Hobby-Knipserei die ich auf dem alten Buckel habe. Und BTW, wenn man nebenher bei einer Hochzeit ohne große Verantwortung ein paar Fotos macht, ist es egal, welche Kamera man hat. Es kann einfach die sein, die man sowieso immer dabei hat. 🙂 

Edited by andy.we
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einen Fotoauftrag würde ich ablehnen, wenn von mir erwartet werden würde, dass ich so inszenierte, auf künstlich lustig gemacht Bilder machen soll. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das jemandem gefällt, aber scheinbar tut es das ... und dann die Utensilien zum Shooting (alleine das Wort Shooting finde ich schon ekelhaft), ein großes Herz oder ein großes "JA" im Vorder- oder Hintergrund, auf das sich das Brautpaar lässig lehnt. Lernt man das in den Wedding-Shooting-Workshops. Englisch hört die Hochzeitsfotografie gleich viel professioneller an. 

Ich habe vor 3 Wochen für einen Verwandten die standesamtliche Hochzeit fotografiert. Ich habe dabe ausschließlich mit dem 1.2 50 mm fotografiert. Die Geschmäcker sind verschieden, aber mein Verwandter ist sichtlich sehr zufrieden mit den Bildern. 

Und jetzt kommt's: von den digitalen Bilderm, lässt er sich jetzt von einem Dienstleister wie zb. CEWE, Happy Foto, oder wie sie alle heißen, ein Fotobuch machen. Da läuft eine Software drüber und "verbessert" meine mühsam und mit großem Aufwand gemachten und bearbeiteten Bilder in einem Bruchteil einer Sekunde 🙂

Ich würde auf hochwertigem Papier eine kleine Auswahl drucken oder drucken lassen und und beim Buchbinder ein schönes Album anfertigen lassen.

Wie man sieht: die Ansprüche sind in den meisten Fällen nicht so hoch. Aber mir soll es recht sein, ich habe meinen Job erledigt und alles weitere geht mich nichts mehr an.

 

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vor 8 Stunden schrieb Ramesse:

ch habe mich ein einziges Mal für diesen Gefallen breitschlagen lassen und schäme mich noch heute für die Ergebnisse, wenn ich dagegen heutige Fotobücher von Profis sehe. Gut, das liegt zwar mittlerweile 20/25 Jahre zurück aber ich habe es dann NIE WIEDER gemacht! Und das, obwohl ich schon noch danach gefragt wurde.

Klingt sehr traumatisch.

Wenn man es nicht als "Hauptfotograf" macht, sondern (als eingeladener Gast) entspannt das eine oder andere Foto nebenbei macht, kann man eigentlich nur gewinnen.

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Am 19.6.2022 um 14:41 schrieb SvenEdel:

Hallo zusammen,

es kam wie es irgendwann kommen musste… Wir haben im Freundes- und Familienkreis dieses Jahr zwei Hochzeiten. Dem erste Pärchen ist die Fotografin für nächsten Freitag abgesprungen, da erkrankt. Das zweite Pärchen hat von vorn herein keine:n Fotograf:in eingeplant. Es gibt ja Freunde / Familienmitglieder, die doch so gerne fotografieren. Also ich… 😕

Auch nach wiederholtem Verweis darauf, dass ich einen „richtigen“ Fotografen empfehle, da die Fotografie lediglich ein Hobby ist, blieb es dabei: „Ach Sven, das wäre total klasse, wenn du unsere Hochzeit fotografisch begleitest.“

Nun stellt sich mir die Frage: M10 mit 35er bzw. 50er oder Fuji X-T3 mit 18-55?!

Mit der M10 bin ich mittlerweile recht treffsicher und vertraut. Jedoch war es bislang auch kein Genickbruch, wenn der Fokus mal nicht saß. Ein Moment im Standesamt kommt definitiv nicht wieder (soviel zum eigens gemachten Druck).  Und viel hin und her laufen ist - wegen der Festbrennweite nötig - wohl auch nicht angebracht.

Die Fuji hat wohl einen ganz guten Autofokus - nutze sie aber bislang nur im Zoo oder am Nürburgring  So oder so benötigt es viel mehr Konzentration, um die Kamera zu bedienen. Mit dem Zoom ist man natürlich total flexibel. 

Wie würdet ihr mit der Situation umgehen? Wozu würdet ihr tendieren?

Viele Grüße und noch einen schönen, heißen Sonntag!

Sven

P.s.: es hat ja auch sein Gutes. Eine Krawatte muss ich so schonmal nicht anziehen 🙂

Unbedingt beide! Bei so was ist Autofokus extrem wichtig und dann natürlich die Leica für die besonderen Bilder vom Brautpaar. Eine Backup-Kamera sollte bei wichtigen Events - ebenso wie Zweitakku/-speicherkarte - immer dabei sein.

Letztens hatte ich das spontane Vergnügen, ein Familien-Event zu fotografieren. Erst bei der Anreise erfuhr ich, dass kein Fotograf gebucht war und hatte nur eine "Immerdabei-Fuji" im Auto. 

Gutes Gelingen!

 

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vor 2 Stunden schrieb leitna:

einen Fotoauftrag würde ich ablehnen, wenn von mir erwartet werden würde, dass ich so inszenierte, auf künstlich lustig gemacht Bilder machen soll. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das jemandem gefällt, aber scheinbar tut es das ... und dann die Utensilien zum Shooting (alleine das Wort Shooting finde ich schon ekelhaft), ein großes Herz oder ein großes "JA" im Vorder- oder Hintergrund, auf das sich das Brautpaar lässig lehnt. 

Sowas mache ich nicht und es wurde auch noch nie verlangt. Das sage ich aber den Paaren schon vorher, dass ich mehr Reportage mache. Sehen sie auch bei den Musterfotos. Ein paar formelle Paarbilder in schöner Umgebung, etwas Genecke, intime Momente bei der Trauung, ein paar Gruppenkonstellationen ohne Dönekens ansonsten Reportage von echten Menschen und gut. Da müssen sich die Paare später nicht für "zeitgeistigen" Blödsinn schämen 😉 

Ältere Paare finde ich spannend, die wollen oft garnicht die typischen Motive, sondern nur sich in lockerer Robe in den Dünen etc., die besten Freunde dabei als wäre es ein schöner Sommerausflug.

Am schlimmsten finde ich "Mach mal Fotos vom schönen Buffet". Kommt vor, Kunde ist König, fünf Fotos und fertig - und man glaubt nicht, wie schnell man da sein muß wenn die Kellner die Deckel abnehmen und die Gäste antraben 😉

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Kein Stress es ist kein Hexenwerk und solange man nicht in der Woche drei Stück fotografieren muss, kann es sogar noch spaß mache.

Die meisten Hochzeiten laufen nach Schema X ab, vor allem im Standesamt. 

1. Das Standesamt (Lokation) 

Es ist wichtig zu wissen, wie es drin aussieht, d.h. wie dunkel es ist, wie ist der Tisch vom Redner bzw. Brautpaar ausgerichtet, es geht um die Fenster, wie groß ist der Raum usw.  Meistens kann man unter der Woche mal ein Blick hineinwerfen bzw. sich paar Bilder organisieren, damit man einen groben Überblick hat. 

Gibt es vorher ein Empfang, kurzes Zusammenkommen... passiert so etwas draußen oder drin, es gibt ab und zu einen Nebenraum... dazu befragt man das Brautpaar und die Freunde bzw. Geschwister oder Eltern, falls es eine Überraschung für Brautpaar geben soll. Man lässt sich genau erklären was passiert und wo im Standesamt, Treppe, Eingang usw. dann schaut man sich die Örtlichkeiten an und überlegt, wo wird das Brautpaar stehen und wo muss ich stehen. 

2. Der Ablauf 

Wie schon oben beschrieben man informiert sich bei verschiedenen Leuten wie, wo, was passiert und somit ist klar wann und wo der Fotograf zu stehen hat bzw. was grob auf dich zukommt. Somit kannst du die Kameras wählen... ich würde beide Kameras am Körper tragen. Als Beispiel das Brautpaar läuft aus dem Standesamt und es gibt Luftballons, wo das Brautpaar durchlaufen soll, diese Info ist dir bekannt. Somit ist die Fuji im Einsatz, das Zoom auf 18mm AF-C relativ niedrige Perspektive leicht von unten damit man das Brautpaar mit den Luftballons sehen kann... mal paar Bild mit einer mittigen Aufteilung danach näher dran bisschen freestyle, um die Emotionen einzufangen.. aber immer noch mit 18mm... die Szene beruhigt sich etwas dann kommt die Leica mit den 35mm und offener Blende, damit man die Freistellung hat und die Tiefe... es muss nicht alles 100% scharf sein, es muss nur cool aussehen!

3. Fotografiren im Standesamt (Zeremonie) 

Es gibt eigentlich zwei Möglichkeiten, du darfst die ganze Zeit fotografieren oder dir wird das Fotografieren vom Standesamtbeamten Erlaubt, er sagt jetzt dürfen Sie fotografieren, solche Fälle hatte ich auch schon. Meistens fragen die Beamten, wer der Fotograf ist und man bekommt die Erlaubnis zu fotografieren. Das wiederum ist auch kein Problem... beim reingehen machst du schon ein paar Fotos dazu würde ich die Fuji nehmen solange es nicht zu dunkel ist. Die Leute laufen nicht schnell in den Saal, somit offene Blende und irgendwo bei 125s und Autoiso bis 6400... diese Fotos wird kein Mensch bei 100% Ansicht anschauen... im Notfall etwas mit den ISO puschen d.h. ISO 8000 und dann etwas stärker entrauschen. Sobald das Brautpaar sitzt wird erst mal viel bla, bla, bla geben manche haben auch Musik... so etwas kann man vorher fragen, wie der grobe Ablauf ist. Somit hast du Zeit paar Bilden von Brautpaar zu machen, da würde ich mit der Leica arbeiten. In den Reihen würde ich auch paar Verwandte mit den 35mm bei offener Blende Herauspicken... dann auch mit der Fuji mal mit 18mm den Raum einfangen... der Interessante Teil ist dann bei den Ringen und der Urkunde, du bekommst es rechtzeitig mit, weil es einfach klar ist und hier musst du entscheiden ob die Leica oder die Fuji... ich würde die Sache vom Licht abhängig machen, wenn es hell genug ist um mit der Fuji zu arbeiten würde ich diese nehmen. Warum, weil die Kamera einen AF hat und du kannst zoomen... das Brautpaar in der Totale.. danach gehst du auf die Ringe, die aufgeschoben werden... rauszoomen auf Brautpaar, meist heult die Frau schon... aber egal, die Emotionen musst du mitnehmen... und vergiss das Publikum nicht, da spielen sich auch meist interessante Szenen ab... d.h. du schwenkst kurz rüber und nimmst die Szenerie auch mit. Danach kommt noch die Urkunde usw... diese Sachen nimmst du einfach mit. Beim Unterschreiben einfach etwas näher hingen reinzoomen damit man die Hand sieht und den Stift abdrücken fertig... es muss kein Highend sein sondern interessant, du fotografierst eine Reportage.  

4. Fotografieren im Standesamt (nach der Traun) 

Meist gibt`s jetzt Sekt und Co. und auch ein Gruppenfoto... Gruppenfoto ist klar, die Fuji dürfte hier mit den 18mm im Vorteil sein darum würde ich hier auch die Fuji benutzen... mach hier ein paar Fotos und unterhalte die Leute währenddessen bzw. kommunizieren mit denen und drück einfach ab... und dann mach noch ein finales Bild mit Ansage. Jetzt gibt es Glückwünsche und da streiten sich die Geister muss Tante Trudi auch beim Bussi fotografiert werden? K.a. ich habe es immer so gehandhabt, die wichtigen Leute, wie Eltern usw... einfach mitgenommen und danach gleich die Stimmung fotografiert... d.h. 35mmm offene Blende und los geht`s  die Leute nicht ansprechen sondern fotografieren... wie die sich unterhalten, lachen, gestikulieren usw...  Dazu paar Details, Geschenke, Gläser paar Bilder vom Auto usw... falls die Tische interessant sind einfach alles mitnehmen, was intersannt wirkt bzw. schön ist. Falls jemand von etwas schwärmt, mach ein Foto davon. Z.B. die Blumen auf den Tisch, die die Schwester extra selber vorbereitet hat bla, bla, bal.... du machst ein schönes Bild am besten mit schöner Freistellung, perfekt.  

 So könnte man noch eignes schreiben aber es läuft alles sehr ähnlich ab...

Zu den Kameras, die Leica ist sehr cool und diese würde ich für die Lookfotos mit offener Blende benutzen, da ist auch die Stärke. bei den andern solange die Lichtverhältnisse es erlauben würde ich die Fuji benutzen, sie ist flexibler, schneller und du bekommst die interessanteren Perspektiven. Alles natürlich in DNG bzw. RAW fotografieren damit man die Bilder gut bearbeiten kann. Das Rauschen ist zweitrangig, bei Hochzeiten zählt mehr die Bildwirkung... d.h. cooler Look durch ein Preset und leichtes rauschen sind gar kein Problem ansonsten gibt`s den Regler rauschen reduzieren. Die Leute werden die Bilder nicht nach den Rauschen beurteilen oder die absolute Schärfe in den Bildern suchen... auch der Bildaufbau muss nicht immer nach den Regeln sein...  

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Die Hochzeit ist ins Wasser gefallen - glücklicherweise jedoch nur, was das Wetter anging 😅

Wie versprochen eine ganz kurze Zusammenfassung:

Das wichtigste vorneweg: das Brautpaar hatte für das Standesamt dann doch noch eine „richtige“ Fotografin organisiert. Puh, Glück gehabt!

Natürlich hatte ich ein wenig mit der Fuji probiert. Jedoch, damit ich der Fotografin nicht in den Füßen stehe, mit ausreichend Abstand. Konsequenz: die ca. 80mm waren zu wenig für Detailaufnahmen. Ansonsten hat es mit Autofokus soweit ganz gut geklappt. 

So richtig gut hatte es sich, im Standesamt als auch in der Location, erst mit der M angefühlt. Dies ist nicht nur subjektiv, sondern wurde auch über die Bilder - über Dritte - bestätigt. 

An der Location lief es dann auch ganz gut. Mit M10 und 35er Summilux ist man weitestgehend unauffällig und auch bei schlechten Lichtverhältnissen noch gut gewappnet. 

Lange Rede, kurzer Sinn: hier ein paar Bilder:

 

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Na, das sind doch schöne Bilder geworden. Die M10 mit dem Summliux ist auch meine Lieblingskombo. Neulich habe ich erst in einem Forum mit analogen Bildern zahlreiche Schwarzweißbilder einer Hochzeit in Amerika gesehen, die alle mit einer M und auch dem Summilux gemacht wurden. Die waren alle bis auf wenige Ausnahmen sehr gut. Leider weiß ich nicht mehr, wo das war.

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Schön, dass du dich trotzdem auch getraut hast. Ich habe das erst einmal gemacht und es scheint gelungen zu sein. Das Paar war zufrieden mit den Resultaten. Ich war da mit zwei Fujis und der M10 mit SL35 unterwegs. Ich hätte auch zu einem Paar-Shooting im Vorfeld geraten. Dann sieht das Paar, was du so hinkriegst. An der Hochzeit selber, wenn du allein verantwortlich gewesen wärst, wären zwei Gehäuse Pflicht gewesen. Schlicht und einfach wegen des Backups. Kann durchaus sein, dass eine Kamera mal bockt oder etwas kaputtgeht, dann willst du nicht mit dem Smartphone weitermachen. Muss nicht dasselbe System oder derselbe Body sein, einfach eine Ergänzung, mit der du die Hochzeit in Würde zu Ende dokumentieren könntest. Ich finde, das ist bei einem Set aus X-T3 mit Zoom und M10 mit SL35 sicher möglich. 

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