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Autofokus Leistung SL2-S nach Firmware Update 2.0


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vor einer Stunde schrieb sennsation:

Ich bin ganz ehrlich: ich dachte, Leica wird das in den Griff kriegen. Die müssen ja auch schon mal eine Sony gesehen haben.

Heute weiß ich: nein.

Die SL2 (SL2-S hab ich noch nicht getestet) ist vom Autofocus auf dem Stand einer Canon von vor 15 Jahren.
Da hat der AF-C auch nichts getaugt.
Man muss bei der SL2 damit leben, entweder klassisch mit mit AF-S zu fotografieren oder die Marke zu wechseln.
 

Ich liebe es, mit der SL2 (und auch noch ab und zu mit der SL1) mit AF-S, (meistens) Spot-AF, Zeitautomatik, Matrixmessung (mit jederzeitiger Beli-Korrektur via oberes Rad) zu fotografieren. Ich mag die bis dato unerreichte Gehäusequalität unter allen Spiegellosen System-VF-Kameras des Marktes (die kommenden Canon R3/Nikon Z9 ausgenommen). Ich mag die kompromisslose Leistung der SL-Apo-Summicrone. - Das ist zusammengenommen so viel Tolles, dass ich "nur" wegen eines perfekt arbeitenden (aber auch genauso exakten?) Phasen-AF niemals das System wechseln würde. Mir ist klar, dass der AF-C an den SL's nicht gut arbeitet, eine deutliche Verbesserung wäre wirklich gut - aber, ehrlich gesagt: wie relevant ist der AF-C für mich, meine Fotografie? Würde ich einen exakt arbeitenden AF-C meiner "klassischen" Arbeitsweise  mit AF-S dann vorziehen? Ich denke nicht!

Edited by panoreserve
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Eine Panasonic S1 oder S1R hat ja eine ziemlich ähnliche Basis. Wie ist denn im Vergleich der AF-C einer S1 oder S1R? Ist der auch so schlecht? 

Man liest zwar immer, dass der AF-C bei den Vollformat Panas nicht auf dem Niveau einiger Mitbewerber mit Phasen-AF wäre, aber dass er so schlecht wäre wie hier bei der Leica dargestellt wird, lese ich nicht. Ich gehe doch davon aus, dass Leica in Sachen Firmware mit Panasonic zusammenarbeitet und nicht alleine das Rad noch mal neu erfindet.

Bei der Q2 ist der AF-C jetzt auch nicht der Klopper, aber ich nutze nur den AF-S, für alle meine Fotodinge (Menschen, Landschaft, Natur etc) und der ist extrem schnell und extrem zuverlässig auch bei sich bewegenden Menschen. Jedenfalls präziser und zuverlässiger als der AF-S bei den mir bekannten und ausprobierten Fujis. Ich hatte da nie einen Grund zu meckern. Gut, die Q habe ich jetzt auch nicht als Sportkamera gekauft und es war mir vorher klar, für welche Anwendungen ich sie benutze und das hat noch nie einen AF-C erfordert.

Meine letzte Canon DSLR war eine 1er, die damals haufenweise von Sportfotografen benutzt wurde und wohl einen gut funktionierenden AF-C hatte, jedenfalls kann ich mich nicht an Klagen erinnern. Aber schon damals habe ich mit der Canon, auch bei rennenden Menschen immer mit dem AF-S fotografiert, weil alle meine Versuche mit dem AF-C keine bessere Trefferquote erbrachte, teilweise sogar nach meinem Dafürhalten eine etwas schlechtere. Ich dachte mir seinerzeit, na gut, mit hoher Serienbildgeschwindigkeit und mit AF-C in der Sportfotografie passt das schon, die Sportfotografen am Spielfeldrand können ja auch nicht so wie ich gezielt ein Foto machen, sondern halten bei Action einfach drauf und die hohe Serienbildgeschwindigkeit mit AF-C bringt schon genügend scharfe Fotos (neben genauso vielen unscharfen). In meinem Kopf war abgespeichert: sehr hohe Serienbildgeschwindigkeit, dann mit AF-C bei Sport und schnellem Gewusel. Für mich selbst bedeutete das aber auch immer: AF-S mit Einzelbild oder wenn überhaupt sehr niedriger Serienbildgeschwindigkeit.

Seit dem, also mithin bei allen spiegelosen Systemkameras, den langsamen AFs der ersten MFTs, den ersten lahmen AFs der Fujis, die erst von Generation zu Generation besser wurden, bis heute habe ich das so beibehalten. Und selbst als Gesichtserkennung aufkam, habe ich das nie genutzt, denn es hat ja immer wunderbar mit ganz normalem AF-S mit anpeilen der Augen genauso gut (oder besser?) funktioniert.

Wenn ich heute etwas von Portrait und AF-C lese (oder automatischer Gesichtserkennung), dann frage ich mich schon, ob hier nicht manchmal die falsche Herangehensweise eher ein Problem ist, als die Technik an sich. Wenn ich als blöder Knipser, der sich eigentlich mehr für Kameratechnik interessiert als für‘s Fotografieren schon mit den ersten lahmen spiegellosen Kameras kein Problem hatte und heute erst recht nicht, wieso ist das dann für andere mit einer besseren Kamera als ich sie je hatte ein so großes Problem? Wieso kann man damit nicht mindestens genauso zufriedenstellend fotografieren, wie ich es schon vor 10 Jahren mit diesen lahmen Krücken konnte.

Ich habe hier manchmal schon den Eindruck, dass es eine Erwartungshaltung ist, alles bei der Kamera auf Automatik zu stellen und dann mus die Kamera einfach perfekte Ergebnisse liefern. Aber wofür braucht es dann noch einen Fotografen? Der Fotograf bestimmt nur noch grob den Ausschnitt (der Rest wird zurechtgecroppt) und die Kamera sorgt dafür, dass alles gut wird? Das kann doch auch ein dressierter Affe.

Sorry, ich möchte hier niemanden auf die Füße treten, habe aber schon den Eindruck hier läuft Einiges bei Einigen falsch. Anspruch, Erwartung, Glaube an teuer muss besser sein und was ich sonst noch so lese, passt für mich nicht wirklich mit meiner Vorstellung von fotografischem Arbeiten unter einen Hut.

Oder wie es ein Fotofreund heute sagte, der auch diesen Thread mitgelesen hat, selbst eine SL2, SL2-S, Z6II, Z7II, S1 & S1R besitzt und sich wirklich gut auskennt: Komisch, ich habe noch nie ein Problem mit dem AF bei den SL2-Kameras gehabt, auch nicht bei Portraits. Typisch Leica-Forum.

Er schreibt hier übrigens seit einigen Jahren nicht mehr (ist aber sicher den meisten hier noch gut bekannt), weil er auf genau solche Diskussionen keinen Bock mehr hat. Tja….

 

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Jens, danke für Deinen Beitrag.

Mit Verwunderung lese ich hier die vorhergehenden Beiträge.

Ich habe nur die S 5 und kaufte sie in erster Linie wegen der Größe und des Augen AFs den ich in AF - S für meine Porträts nutze, hervorragend. 
Ich hatte noch nie eine Kamera bei der dieser so gut funktioniert hat. 
Mit dem von Dir angesprochenen Ex Forenten stehe ich oft in Verbindung, wir sind uns einig was die Qualität des AF angeht.

Die Olympus war schneller, aber der Augen AF an der S 5 und nach dem Update auch bei der S1 ist präziser.

Edited by DC-S5
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bei allen mir bekannten Systemen kann der AF-C sehr fein und auf die momentane Situation justiert werden. Alleine die Einstellung der Latenz bis der AF wieder anspringt und nachregelt ist so ein Fallstrick. Bei Wildlife im Gebüsch muss er anders eingestellt werden, als z.B. bei jagenden Geparden, um mal zwei Extreme zu nennen. Auch bei Portraits ist eher die Gepardeneinstellung erforderlich ;)

 

Wer ein Kamerasystem will, das er ohne Erfahrung und Lernwillen nutzen will, ist damit natürlich falsch und lässt das System auf "Mittelstellung". Ausdrücklich: DAS ist nicht falsch, sondern schlicht auf andere Bedürfnisse eingestellt. Und natürlich geht es auch mit sog. Workarounds.

BTW: meine Meinung zu Leica - ja, die Optiken sind grandios, die Gehäuse können für den aufgerufenen Preis zu wenig. Aber das Wenige was sie können, können sie gut. Einen Vergleich mit den Mitwettbewerbern halten sie nicht stand. Und auch der Vorsprung bei den Optiken schrumpft deutlich. Wenn man bereit ist, die Leicapreise bei den Optiken zu bezahlen, erhält man auch bei den Mitwettbewerbern keine Gurken.

Edited by hverheyen
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Ich arbeite seit ca. 2016 mit der SL 601 und SL2-S und vorrangig im AF_S Modus. Dieser ist schnell und extrem präzise. Über Jahre hatte ich parallel noch eine Nikon D800 und hier war die Ausbeute an scharfen Bilder im AF-C Modus sicher höher. Deutlich schlechter allerdings war die Präzision im AF-S Modus der Nikon. Somit ist der Unterschied für mich und meine Einsatzgebiete, in Bezug auf die Qualität des AF, vernachlässigbar. 

Sicher sind Nikon, Canon, Sony, etc. im AF-C Bereich weiter vorne, das liegt aber auch in der zugrunde liegenden, unterschiedlichen Technologie des AF begründet. Es wurde hier im Faden auch schon berechtigter Weise darauf hingewiesen, dass ich mir vor dem Kauf einer Kamera dann doch über mein Einsatzgebiet klar sein muss und insofern dann für mich die Stärken und Schwächen eines Kameramodells (oder Herstellers) mit berücksichtige.

Der kontrastbasierende AF, welcher von Leica eingesetzte wird, ist zwar im AF-S sehr präzise, wird es aber in Punkto AF-C wohl nicht mit den Konkurenzmodellen, auch nicht in naher Zukunft wirklich aufnehmen können. Das ist für mich und sicher auch für die Arbeitsweise vieler anderer Leica Kunden, völlig unerheblich. Ausser Zweifel steht für mich, dass die SL als Produktlinie stetig weiterentwickelt wird und somit sich auch die Qualität des AF erhöht, so deutlich zu erkennen im direkten Vergleich zwischen der SL (601) und der SL2-S.

Edited by mumu
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die D800 ist eher ein suboptimales Beispiel.

 

1. ein, eher zwei Generationen vorher (bezogen auf den Vergleich)

und dann generell:

2. der AF eine Spielbestückten ist ggf. auf ein Objektiv einzujustieren (mehrere Optiken kann die Cam gleichzeitig verwalten und anschliessend automatisch richtig bedienen, gilt auch auf die D800 und ist systembedingt), weil-

3. AF-Modul ist bekannterweise nicht mit den Sensor identisch, sondern über den Haupt- und einen weiteren Hilfsspiegel erreichbar. und damit Justagebedürftig.

4. es wird bei DSLRs immer bei Offenblende gemessen um a) ein helles Sucherbild zu haben und b) es dem AF zu erleichtern. Nachteil Fokusshift beim Abblenden, der ggf. die Aufnahme "versaut". Deshalb: Spiegellose von Nikon messen bei Arbeitsblende bis 5,6. Danach ist der Fokusshift wegen der zunehmenden Schärfentiefe unerheblich. Wie andere Hersteller dieses Problem handhaben, weiss ich nicht.

 

ich denke, diese Problematik ist allen bekannt, wird bei diesen Überlegungen aber trotzdem häufig vergessen?

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vor 40 Minuten schrieb hverheyen:

bei allen mir bekannten Systemen kann der AF-C sehr fein und auf die momentane Situation justiert werden. Alleine die Einstellung der Latenz bis der AF wieder anspringt und nachregelt ist so ein Fallstrick. Bei Wildlife im Gebüsch muss er anders eingestellt werden, als z.B. bei jagenden Geparden, um mal zwei Extreme zu nennen. Auch bei Portraits ist eher die Gepardeneinstellung erforderlich ;)

 

Wer ein Kamerasystem will, das er ohne Erfahrung und Lernwillen nutzen will, ist damit natürlich falsch und lässt das System auf "Mittelstellung". Ausdrücklich: DAS ist nicht falsch, sondern schlicht auf andere Bedürfnisse eingestellt. Und natürlich geht es auch mit sog. Workarounds.

BTW: meine Meinung zu Leica - ja, die Optiken sind grandios, die Gehäuse können für den aufgerufenen Preis zu wenig. Aber das Wenige was sie können, können sie gut. Einen Vergleich mit den Mitwettbewerbern halten sie nicht stand. Und auch der Vorsprung bei den Optiken schrumpft deutlich. Wenn man bereit ist, die Leicapreise bei den Optiken zu bezahlen, erhält man auch bei den Mitwettbewerbern keine Gurken.

"BTW: meine Meinung zu Leica - ja, die Optiken sind grandios, die Gehäuse können für den aufgerufenen Preis zu wenig. Aber das Wenige was sie können, können sie gut. Einen Vergleich mit den Mitwettbewerbern halten sie nicht stand. Und auch der Vorsprung bei den Optiken schrumpft deutlich. Wenn man bereit ist, die Leicapreise bei den Optiken zu bezahlen, erhält man auch bei den Mitwettbewerbern keine Gurken."

Zustimmung! Gerade der Firma Sigma zolle ich -als treuer Leica-Kunde- neidlos Respekt. Ich habe zwar (noch) keine Vergleichstestaufnahmen zwischen dem DG DN 85, 1.4 und SL Apo-SC 90 gemacht (wozu auch? habe ja beide!), aber ich muss einfach konstatieren, dass mich bislang alle mit dem Sigma-Objektiv gemachten Aufnahmen ausnahmslos begeistern, und das auch bei Offenblende und den 47 MP der SL2 bei 200%-Ansicht. Für gerade mal 1TE! Da kommt man schon ins Grübeln. Hinzu kommt, dass Sigma ein familiengeführtes Unternehmen mit einem sehr symphatischen CEO ist (er passt m.E. gut zu Kaufmann!) mit einem hohen Anteil von in-house-Fertigung - und all dies im Hochlohnland Japan (siehe hingegen Nikon, die ja aus Kostengründen ihre Produktion nach Malaysia oder Thailand ((?)) bereits verlagert haben oder bald outsourchen werden...). - Ich finde es sehr aussagekräftig, dass Leica auf seiner Homepage zum SL-System das Angebot an Sigma-und Panasonic-Objektiven in schönster Eintracht mit den SL-, M- und Cine-Objektiven abbildet. Das ist m.W. ebenfalls ein Novum.

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Eine Kamera kann immer nur so viel wie der Typ der sie am Auge hat. Alle persönlichen Unzulänglichkeiten auf die Kamera zu schieben ist leicht und wird der Kamera oft nicht gerecht.

Außerdem kann man in heutigen Zeiten leicht ausprobieren on diese oder jene Kamera einem liegt  und den Ansprüchen gerecht wird.

Sigma Objektive sind von hervorragender Qualität und bieten ein unschlagbares Preis- Leistungsverhältnis.

Edited by DC-S5
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Auch ich arbeite seit der ersten Stunde mit dem Leica SL System. Viele Hochzeit mit allen nur erdenklichen Situationen habe ich mit der SL 601 gemeistert. Auch mit allen "langsamen" Optiken  wie das Summilux SL 50. Sicherlich habe ich das eine oder andere Bild verpasst. Aber im Großen und Ganzen habe ich mich mit den Unzulänglichkeiten arrangiert und kam immer zu hervorragenden Ergebnisse. Das Problem kann natürlich die Kamera sein, aber der Fotograf hat auch einen großen Anteil am guten Bild und kann viele Probleme kompensieren und umgehen.

Jetzt mit der SL2-S und dem neuesten update ist vieles am AF besser geworden. Aber natürlich immer noch nicht perfekt. Doch alleine mit dem Augen/ Gesicht AF fühle ich mich viel besser aufgestellt als mit jeder Spiegelreflexkamera. Ich arbeite kaum noch mit dem Joystick und dem AF Punkt wenn ich Menschen fotografiere. Alleine mit der Funktion ist man heute viel schneller und sicherer Unterwegs.

Mit der SL2-S und FW 2. und dem 90-280 SL habe ich es sogar kürzlich geschafft einen jungen Hund scharf zu fotografieren der auf mich zu gerannt kam. Ja da waren viele unscharfe dabei, aber auch ein paar perfekte scharfe. Von daher sehe ich eine positive Entwicklung in die richtige Richtung.

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Übrigens: ich filme zwar nur wenig - aber wenn ich es tue, dann stelle ich quasi immer alles auf "M" (als Profil gespeichert) - so auch den Fokusmodus (nur unmittelbar vor Beginn der Aufnahme aktiviere ich den AF-S via Joystick und ggfls. noch hin und wieder während der Aufnahme, wenn das Hauptmotiv zu sehr den voreingestellten Fokusbereich verlässt). Das geht nach meiner laienhaften Videoerfahrung sehr gut und ein ständig hin- und herwandernder, das Hauptmotiv "verfolgender"  AF-C (auch wenn er perfekt funktioniert) würde beim Betrachten sehr störend sein (ebenso Belichtungsschwankungen bei nicht abgestellter Belichtungs- bzw. Iso-Automatik!).

Meines Wissens arbeiten alle (?) professionellen Filmer ebenfalls komplett manuell, was ich -wenn auch nur blutiger Videolaie- sehr gut nachvollziehen könnte.

Wenn aber das oben Gesagte in etwa zutrifft, dann verstehe ich die ganze Stöhnerei ob des grottenschlechten AF-C bes. im Videobetrieb (bes. im englischsprachigen Forum) nicht! Es wäre dann sozusagen gegenstandslos, weil ohnehin jede/r seriöse Filmer immer die manuellen Einstellungen bevorzugt. 

Ähnliches gilt übrigens auch für die ewige Diskussion um das fehlende Schwenkdisplay der SL's. Werden von ernsthaften Filmern nicht ohnehin immer externe Monitore verwendet?

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vor 4 Stunden schrieb hverheyen:

die D800 ist eher ein suboptimales Beispiel.

 

1. ein, eher zwei Generationen vorher (bezogen auf den Vergleich)

und dann generell:

2. der AF eine Spielbestückten ist ggf. auf ein Objektiv einzujustieren (mehrere Optiken kann die Cam gleichzeitig verwalten und anschliessend automatisch richtig bedienen, gilt auch auf die D800 und ist systembedingt), weil-

3. AF-Modul ist bekannterweise nicht mit den Sensor identisch, sondern über den Haupt- und einen weiteren Hilfsspiegel erreichbar. und damit Justagebedürftig.

4. es wird bei DSLRs immer bei Offenblende gemessen um a) ein helles Sucherbild zu haben und b) es dem AF zu erleichtern. Nachteil Fokusshift beim Abblenden, der ggf. die Aufnahme "versaut". Deshalb: Spiegellose von Nikon messen bei Arbeitsblende bis 5,6. Danach ist der Fokusshift wegen der zunehmenden Schärfentiefe unerheblich. Wie andere Hersteller dieses Problem handhaben, weiss ich nicht.

 

ich denke, diese Problematik ist allen bekannt, wird bei diesen Überlegungen aber trotzdem häufig vergessen?

Hallo Holger, klar dass dieser Vergleich hinkt.Ich kann aber lediglich das vergleichen, was ich wirklich kenne und somit selbst und aus eigener Erfahrung beurteilen kann. Das ist nun mal die D800 inkl. original Nikon Objektiven und Leica SL

Die Nikon hatte ich oftmals, zumindest bei jedem neu erworbenen Objektiv, beim Nikon Service in Dreieich, weil der AF nicht wirklich sass. Dies erinnerte mich damals immer sehr stark an den Gehäuse-Objektivabgleich bei der M9.

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vor 11 Stunden schrieb jmschuh:

 

 

Ich habe hier manchmal schon den Eindruck, dass es eine Erwartungshaltung ist, alles bei der Kamera auf Automatik zu stellen und dann mus die Kamera einfach perfekte Ergebnisse liefern. Aber wofür braucht es dann noch einen Fotografen? Der Fotograf bestimmt nur noch grob den Ausschnitt (der Rest wird zurechtgecroppt) und die Kamera sorgt dafür, dass alles gut wird? Das kann doch auch ein dressierter Affe.

Sorry, ich möchte hier niemanden auf die Füße treten, habe aber schon den Eindruck hier läuft Einiges bei Einigen falsch. Anspruch, Erwartung, Glaube an teuer muss besser sein und was ich sonst noch so lese, passt für mich nicht wirklich mit meiner Vorstellung von fotografischem Arbeiten unter einen Hut.

Oder wie es ein Fotofreund heute sagte, der auch diesen Thread mitgelesen hat, selbst eine SL2, SL2-S, Z6II, Z7II, S1 & S1R besitzt und sich wirklich gut auskennt: Komisch, ich habe noch nie ein Problem mit dem AF bei den SL2-Kameras gehabt, auch nicht bei Portraits. Typisch Leica-Forum.

Er schreibt hier übrigens seit einigen Jahren nicht mehr (ist aber sicher den meisten hier noch gut bekannt), weil er auf genau solche Diskussionen keinen Bock mehr hat. Tja….

 

Aber schaue Dir doch die Werbetexte der üblichen Verdächtigen an. Da wird doch genau durch deren Gehirnwäsche selbiges suggeriert. Bei vielen Motiven braucht man schlicht weg keinen AF. Ich gehe noch einen Schritt weiter und sage es in Anlehnung an Karl Lagerfeld: "Wer einen AF benötigt, hat die Kontrolle über die Fotografie verloren". ;)

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vor 4 Stunden schrieb Bernd1959:

Ich gehe noch einen Schritt weiter und sage es in Anlehnung an Karl Lagerfeld: "Wer einen AF benötigt, hat die Kontrolle über die Fotografie verloren".

Ich nehme nicht an, dass Du um diese Uhrzeit schon zu sehr ins Weinglas geschaut hast. Als bleibt nur: Das jahrelange Smartphone-Geknipse hat Dich ganz schön verblendet.

 

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vor 34 Minuten schrieb jmschuh:

Ich nehme nicht an, dass Du um diese Uhrzeit schon zu sehr ins Weinglas geschaut hast. Als bleibt nur: Das jahrelange Smartphone-Geknipse hat Dich ganz schön verblendet.

 

Wieso? Können die nur manuell focussieren? Und selbst mit dem SP arbeite ich gerne im manuellen Fokus. Nur die haben keinerlei Probleme mit dem AF. Aber wenn ich 35 Jahre nach Einführung des AF´s im Kamerabau immer noch solche Unzufriedenheiten heraus lese, scheint es es ja immer noch nicht technisch der Weisheit letzter Schluss zu sein. Für 90% der Motive braucht es eh keinen AF. Nur für den technischen Spieltrieb. Und dann regt man sich wieder auf, weil der AF ständig daneben pumpt oder falsch fokussiert. Oder man freut sich, dass Weitwinkelobjektive so schnell scharf stellen können. Und so lange ich das alles noch nüchtern erkennen kann, ist alles gut. :D Aber vielleicht wäre mal etwas aus der Militätechnik interessant. Die Kamera erkennt über Sensoren im Sucher wo ich mit dem Auge hinschaue und fokussiert genau diese Stelle an und löst die Kamera punktgenau aus. Bei Sport- oder Tierfotografie mit langen Brennweiten mit Sicherheit interessant. Beim Matterhorn oder Kölner Dom ist das natürlich weniger spannend. Da reicht auch ein Fix-Focus. :)

Edited by Bernd1959
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vor einer Stunde schrieb Bernd1959:

Für 90% der Motive braucht es eh keinen AF.

Also ich habe noch immer einen AF gebraucht, manuell Scharfstellen möchte ich nämlich nicht, sofern Du jetzt nicht von total abgeblendet, mit viel Beugungsunschärfe, redest.

vor einer Stunde schrieb Bernd1959:

Aber wenn ich 35 Jahre nach Einführung des AF´s im Kamerabau immer noch solche Unzufriedenheiten heraus lese, scheint es es ja immer noch nicht technisch der Weisheit letzter Schluss zu sein.

Das scheint ja individuell zu sein. Ich hatte in den letzten 25 Jahren keinen Grund mich über irgendeinen AF zu beschweren. Bei keiner Kamera.

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  • 4 weeks later...
On 5/10/2021 at 2:18 PM, jmschuh said:

85mm F1.4 bei Kleinbildformat bedeutet z.B. bei einem schön großen Ausdruck in 30x45cm eine maximal Zerstreuungskreisgröße von 0.0120mm für einen scharfen Eindruck. Das bedeutet wiederum eine maximal Schärfenausdehnung von 3mm vor und 3mm hinter dem scharfgestelltem Punkt. Das heißt in der Praxis, dass sich eine Person (freistehend und nicht einbetoniert) keine 3mm (vor oder zurück) bewegen darf, was in der Praxis eher unwahrscheinlich ist.

Ein befreundeter Berufsfotograf, der viele Portraits macht, den ich heute morgen darauf ansprach, wann er denn zuletzt bei einem Kunden ein Portrait mit 85mm/f1.4 gemacht hätte, zeigte mir einen Vogel. Üblicherweise würde er Portraits mit F4.0 bis f5.6 machen, F2.8 wären oft schon zu grenzwertig.

Ich dachte, ich frag mal nach, vielleicht habe ich als reiner Hobbyist ja irgendeinen Trend ohne eine Kunstform in der Portraitfotografie verschlafen, bei der es darum geht nur noch eine hauchdünne Linie Hautporen im Gesicht scharf abzubilden, statt einen Großteil des Gesichts.

Ich mache Portraits auch nie bei 1.4 . Ich bin daher froh, dass das hier so festgehalten wurde.  Ich mache ebenfalls alles mit AFs , AFc ist kaum jemals eingeschaltet.

Ich finde daher vieles was ich bei dpr lese ziemlich widersinnig. Aber Ich habe es nie laut gesagt, da ich davon vielleicht “zuwenig  verstehe”. Die Sony  Benutzer (die bei dpr dominieren) sind ja eh die tollsten, die lassen sich von niemand was sagen.

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