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Mutiger Mann


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Wenn die katholische Kirche sich um die erbärmlichen Missstände im eigenen Laden kümmern würde (zweifelhaftes Arbeitsrecht, fehlende Mitbestimmung, Missbrauch, Korruption, Zusammenarbeit mit der Mafia in Italien, Finanzskandale usw.) und dann auch noch endlich ihrer Aufgabe mit einer vernünftigen Seelsorge nachkommen würde, hätte sie genug zu tun.

Insofern, wenn auch moralisch nachvollziehbar, sehe ich trotzdem die persönliche Motivation des Herrn Kossen populistisch bis heuchlerisch. "Was siehst du den Splitter in deines Bruders Auge, aber den Balken im eigenen Auge nimmst du nicht wahr?" ist mehr als wahr, bei den unhaltbaren Zuständen in der eigenen Organisation.

Seine selbstgewählte Aufgabe müssten die Gewerkschaften übernehmen, aber die bekommen den Hintern auch nicht hoch und suhlen sich in Selbstgefälligkeit und Schmarotzertum bei analog bescheidenen Arbeitsbedinungen ihrer eigenen Angestellten.

Ich kann das und die alle nicht ernst nehmen. Was daran mutig ist, weiß ich auch nicht. Da gibt es ganz andere Situationen und Bedingungen auf der Welt, wo es wahrlich mutig ist Priester zu sein. Mit einem (quasi) Beamtengehalt, geschützt durch ein Rechtssystem, an dem sich die Kirche selbst nicht hält, prekäre Arbeitsbedingungen zu beklagen finde ich jetzt nicht sonderlich mutig.

 

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Ich müsste zu weit ausholen, um seinen Mut detailliert zu belegen. Und letztlich bleibt es eine persönliche Bewertung meinerseits. Für andere mag Mut sich nur zeigen, wenn man Leben oder Gesundheit riskiert. Er hat sich in einem Landstrich, in dem die Fleischindustrie ziemlich mächtig ist, immer wieder laut und deutlich öffentlich positioniert. Dabei musste er einiges an Widerspruch aushalten. Und das Wort Widerspruch ist wirklich eine vorsichtige Formulierung. Die Leute, die mit der Vermietung

Bei all dem Lob für das Engagement einzelner Bürger, vergisst nicht nur Herr Laschet , sondern auch die anderen Ministerpräsidenten in der BRD, dass es bei Ihren eigenen Aufgaben nicht nur um Engagement geht, sondern darum, dass sie gemäß ihrem Amtseid verpflichtet sind... derartige Zustände um die es hier ging/geht nicht nur anzuprangern sind und betulich in Interviews erklären, daß hier nun alles getan werden muss, dass sich solche Ereignisse nicht wiederholen können.... sondern sie es sind, d

Am 27. Februar 2013 haben meine Frau und ich Prälat Peter Kossen interviewt. Das Foto des mutigen Mannes habe ich gerade im Archiv gefunden. Das war damals eine Reportage über die fürchterlichen Zustände in der Fleischindustrie. Sieben Jahre später ist alles beim Alten. Und Peter Kossen wird auch wieder interviewt. Manchmal macht mich mein Archiv nachdenklich. Hello guest! Please register or sign in to view the hidden content. Hallo Gast! Du willst die Bilder sehen? Einfach registrieren ode

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vor 22 Minuten schrieb M3Tom:

Moin zusammen,

höhere Preise zu verlangen reguliert gar nix.
Die bitter nötigen Regulierungen würden allerdings höhere Preise zu Folge haben. Aber das würde ja der gängigen "DerMarktregeltallesvonalleine"-Doktrin unserer Weinkönigin widersprechen.

Gruß aus Stuttgart

Tom

Ich gebe Dir zwar vorbehaltlos recht, doch ist das keine Doktrin - also verordnet von höherer Stelle - sondern meiner Meinung nach vielmehr ein Glauben von geradezu religiösen Ausmaßen. Die Vertreter dieser Glaubensgemeinschaft muten manchmal an wie Sektierer - und sie sitzen keineswegs nur hier in Berlin.

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vor 45 Minuten schrieb Fürnix:

Und diese Idee ausgerechnet hier, wo ständig über (zu) hohe Preise gewettert wird. Man braucht nur die Beiträge zur M10-R zu lesen.

Na ja, lieber Fürnix, der Preis für so ein Luxusprodukt wie eine Leica... die kein Mensch wirklich braucht ..... und die Preise für ein Schweineschnitzel oder 1Kilo Hackfleisch haben für die „Bevölkerung“ schon eine sehr unterschiedliche Bedeutung. 

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vor 13 Minuten schrieb Hans-Peter:

Ich müsste zu weit ausholen, um seinen Mut detailliert zu belegen. Und letztlich bleibt es eine persönliche Bewertung meinerseits. Für andere mag Mut sich nur zeigen, wenn man Leben oder Gesundheit riskiert. Er hat sich in einem Landstrich, in dem die Fleischindustrie ziemlich mächtig ist, immer wieder laut und deutlich öffentlich positioniert. Dabei musste er einiges an Widerspruch aushalten. Und das Wort Widerspruch ist wirklich eine vorsichtige Formulierung. Die Leute, die mit der Vermietung von Bruchbuden viel Geld verdienen, formulieren deutlich ruppiger. Wer sich denen öffentlich entgegenstellt, ist für mich jedenfalls durchaus mutig. 

Alles weltliche Aufgaben der Gewerkschaften und nicht von Theologen.

Wenn es jemanden anzuklagen gilt, neben der Fleischindustrie, dann sind es die untätigen Gewerkschaftler und ihre Arbeitsrechtler.

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vor 15 Minuten schrieb Hans-Peter:

Ich müsste zu weit ausholen, um seinen Mut detailliert zu belegen. Und letztlich bleibt es eine persönliche Bewertung meinerseits. Für andere mag Mut sich nur zeigen, wenn man Leben oder Gesundheit riskiert. Er hat sich in einem Landstrich, in dem die Fleischindustrie ziemlich mächtig ist, immer wieder laut und deutlich öffentlich positioniert. Dabei musste er einiges an Widerspruch aushalten. Und das Wort Widerspruch ist wirklich eine vorsichtige Formulierung. Die Leute, die mit der Vermietung von Bruchbuden viel Geld verdienen, formulieren deutlich ruppiger. Wer sich denen öffentlich entgegenstellt, ist für mich jedenfalls durchaus mutig. 

Verstanden.

Unsere verschiedenen Ansichten, was denn nun Mut ist oder nicht, bleiben.

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vor 11 Stunden schrieb mnutzer:

Tja, mit dem Verzicht auf Fleisch nur an Freitagen ist die kath. Kirche nicht weit gekommen, da hilft nur komplette Kaufverweigerung.
Immer wenn im Laden der Wunsch nach Wurst und Fleisch aufkommt, innerlich dreimal "Tönnies" aufsagen und schon ist die Kauflust gestoppt.
Und endlich mal die abwählen, die der verbrecherischen Abschlachtindustrie buchstäblich die Wege ebnen.

ich denke dreimal "Tönnies" zu sich selbst sagen reicht bei weitem nicht aus. Wirkungsvoller erscheint mir, sich die Bilder ins Gedächtnis zu rufen, die hoffentlich ein jeder in den Medien mehrfach gesehen hat, unter welch miserablen Lebensbedingungen die Tiere bis zur Schlachtreife vegitieren. Ich denke, dann verzichtet man mal gern auf irgendwelche Fleischprodukte, speziell auf billige Discounterware.

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vor 46 Minuten schrieb Reini:

Es wird sowieso viel zu viel Fleisch gegessen. Angeblich isst jeder Deutsche 60 Kilo pro Jahr!!! Das macht nicht nur krank, das ist krank.

Da liegt aber Österreich mit 64kg drüber....

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/287351/umfrage/pro-kopf-konsum-von-fleisch-in-oesterreich-nach-art/#:~:text=Im Jahr 2018 wurden pro,in diesem Jahr 64 kg.

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vor 46 Minuten schrieb wpo:

....vielmehr ein Glauben von geradezu religiösen Ausmaßen......

....und darin gebe ich Dir natürlich völlig Recht, lieber Wolfgang!

Wird halt von Weinköniginnen als seligmachend verkündet....

Gruß aus Stuttgart

Tom

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vor 48 Minuten schrieb jmschuh:

....die untätigen Gewerkschaftler und ihre Arbeitsrechtler.

Stimme ich als überzeugter Gewerkschafter Dir völlig zu!

Leider sind die Kollegen in der Fleischindustrie nur zu sehr geringem Grad organisiert. Und wenn dem Arbeitgeber keine organisierte Arbeitnehmerschaft entgegegensteht, kann auch der engagierteste Gewerkschafter nichts ausrichten.

Kollegialer Gruß aus Stuttgart

Tom

Edited by M3Tom
Satzstellung
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Speziell an der Wohnsituation, die für den Coronaausbruch verantwortlich gemacht wird, würde selbst eine Verdoppelung der Löhne nichts ändern. Die ausländischen Arbeiter sind bemüht, hier im Land möglichst wenig Geld auszugeben, um möglichst viel nach Hause überweisen zu können. Wenn das neue Haus in der Heimat fertig ist, geht es zurück. 

Edited by Fürnix
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Mich würd interessieren, wie es mit den Fleischpreisen aussieht, wenn die Arbeiter fair für ihre Arbeit vergütet werden.

Also richtig angemeldet mit Sozialversicherung und allem drum und dran. 

Ähnlich ist es bei den Erntehelfern. Wie wär es passenden mit Kursen für AMS und Hartz IV Empfängern? Wir haben in Österreich momentan 9 % Arbeitslosigkeit (in DE 6%) und fliegen Pflegekräfte und Erntehelfer aus dem Osten ein.

Edited by Reini
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vor einer Stunde schrieb Reini:

Zur Beruhigung. In Ö siehts nicht besser aus. Die jahrelang erhobenen Statistiken werden schon stimmen. Man weiss ja wie viel produziert und verkauft wird. 

Aber nicht wieviel gegessen wird. Die 60 Kg bedeuten nämlich rund 165gr Fleisch tagtäglich. Da ich beispielsweise zwar ab und zu und durchaus gerne Fleisch esse, aber kaum jeden Tag, oftmals eine ganze Woche nicht, kann dass also so nicht stimmen. Zumal ich weiß dass ich mit dieser Einstellung nicht alleine bin. Da wird es Menschen geben, die entschieden mehr Fleisch essen - irgendwo werden die Zahlen schon herkommen, aber eben nicht "die Deutschen". Ich halte nun mal nichts von Verallgemeinerungen, erst recht nicht wenn sie irgendwelchen Statistiken, Hochrechnungen und Denkmodellen entspringen und in der Folge womöglich daraus resultierende "Maßnahmen" unterschiedslos auch die - nicht wenigen - Menschen treffen auf die die statistisch ermittelten Zahlen wenig bis nicht zutreffen.

Edited by wpo
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vor 31 Minuten schrieb pop:

offenbar genau so wie unsere verschiedenen Ansichten, was Drohungen sind und was sie bewirken können.

Was soll das?

Es geht nicht um Drohungen und wie wir sie einschätzen, es geht um deinen Eingangshalbsatz „dann gehst Du davon aus,..
Das ist übler Stil, pop!

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vor 14 Minuten schrieb Reini:

Wir haben in Österreich momentan 9 % Arbeitslosigkeit (in DE 6%) und fliegen Pflegekräfte und Erntehelfer aus dem Osten ein.

... uns fehlen Fluglotsen, Polizeibeamte, Handelsschiffer und Brückenkonstrukteure? Na, da haben wir doch genug Arbeitslose, die man dafür einspannen kann. Sitzen doch eh nur zu Hause rum und leben von der Stütze! 

Hää! Das kann man so nicht machen? Aber von der Gas- und Wassserinstallation über die Langzeitarbeitslosigkeit ins Altenheim und Krankenhaus, das geht?!!!

Edited by wpo
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Reini, ganz ehrlich, ich finde das überhaupt nicht zum lachen - oder möchtest Du vielleicht als auf Hilfe angewiesener alter oder kranker Mensch auf jemanden angewiesen sein sein, der für seiner Tätigkeit nur mal schnell von Arbeitsamt in einen Kursus gesteckt wurde, eigentlich eine völlig andere Ausbildung und (vielleicht) berufliche Neigung hatte und seine Arbeit nun womöglich unter dem Druck der Zwangsmaßregeln des Arbeitsamtes mit wenig Begeisterung ausführt? Ich nicht!

Leider liest und hört man derart gedankenlose "Lösungsansätze" immer mal wieder. Vor allem im Luftraum über den Stammtischen.

Edited by wpo
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