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fotoschrott

Lichtstarkes 85 mm Objektiv - Hochzeitsfotografie

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Bisher zählte für mich ein extrem lichtstarkes 85 mm Objektiv zur Standardausrüstung für Hochzeitsfotografie.

Seit ich auf Leica SL umgestellt habe, bin da leider nicht gut bedient. 

Ich habe mir  den Adapter für Canon Objektive gekauft und dazu das Canon 1,8/85mm welches seinerzeit an meinen Canon Kameras beste Dienste  gleistet hat. Nur wirklich funktioniert diese Kombination nicht. Wenn auch  nur eine Spur zu wenig Licht ist, ists mit dem AF zu ende.

Alternativen gibts nur 2: das sündteure 2,0/90 von Leica und das ungeheuer schwere 1,4/85 von Sigma.

Ich denke dieses Problem wird unter SL Hochzeitsfotografen evident sein, drum Frage ich nach Erfahrungen oder Lösungen.

Gruß Hans.

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An die Objektivpreise bei Leica muß Du Dich gewöhnen. Fängt alles so bei 4500 Euro an. Ist natürlich viel Geld aber die Optiken sind auch wirklich bildtechnisch konkurrenzlos. Das sagt Dir einer der auch nach 20 Jahren Nikon, 5 Jahre Canon, jetzt seit 3 Jahre bei Leica ist.

Als Hochzeitsfotograf kommst Du im Portraitbereich nicht um die 2/90 bzw. 2/75 herum. Ich habe mich letztendlich für das 75er entschieden, weil es mir den besten Kompromiss bietet. Das 90er hat mir doch eine Spur zu stark freigestellt.

Bleib gesund!

Gruß Axel

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Ich habe mich für das SL 2/90 entschieden und das (zumindest bis jetzt 🤨) nicht bereut. Neben dem SL 2/35 ist das so ziemlich die einzige Linse an der es mir schwerfällt Schwachstellen zu finden ... Bleibt der Preis, aber ich glaube den hat man längst vergessen, wenn Gewicht/Größe des Sigma noch immer nerven ...

Allerdings hat Panasonic ja auch ein kompaktes 1,8/85 (mit tollem Bokeh - was immer das heißt) angekündigt, bin mal gespannt ... Panasonic weiß wie man hervorragende Objektive baut. Sigma hat auch Patente für einen Satz 1,8-Optiken von 18 -50 mm angemeldet. 1,8/2 scheint mir für Kleinbild ein guter Kompromiss zwischen Freistellpotential/Lichtstärke/Volumen/Gewicht/Bildgüte/Preis zu sein. Leica hat‘s vorgemacht, jetzt kommen Nikon, Panasonic, Sigma ...

Wenn Du aber keine Zeit hast zu warten, machst Du mit dem SL90 aus meiner Sicht nix falsch.

Bei Porträts bleibt die Bildgüte auch im Nahbereich völlig erhalten, sehr gleichmäßiger Schärfe- Unschärfeübergang, keinerlei Farbsäume an Haaren etc., keine störenden Zwiebelringe in Spitzlichtern ... wenn man noch einen Ticken Klarheit rausnimmt, ergibt für meinen Geschmack für Porträts eine perfekte Wiedergabe ohne Härten.

 

Der Schärfeverlauf und die Klarheit bei offener Blende gibt auch schon schöne Stills:

Die Bildgüte läßt natürlich bei der geringen Auflösung auf dem Schirm nicht wirklich beurteilen ...

Und: je länger Du wartest, desto größer wird die Qual der Wahl :)

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Posted (edited)
vor 10 Stunden schrieb Foton:

Allerdings hat Panasonic ja auch ein kompaktes 1,8/85 (mit tollem Bokeh - was immer das heißt) angekündigt, bin mal gespannt ... Panasonic weiß wie man hervorragende Objektive baut. Sigma hat auch Patente für einen Satz 1,8-Optiken von 18 -50 mm angemeldet. 1,8/2 scheint mir für Kleinbild ein guter Kompromiss zwischen Freistellpotential/Lichtstärke/Volumen/Gewicht/Bildgüte/Preis zu sein. Leica hat‘s vorgemacht, jetzt kommen Nikon, Panasonic, Sigma ...

Herzlichen Dank für die Hinweise. Darauf habe ich irgendwie gewartet, dass schön langsam eine Auswahl entsteht. Da warte ich auf jeden Fall noch ein wenig zu. Ich habe ja in das 24-90 und 90-280 und 2 SL und 1 CL Gehäuse mit Objektiven doch recht viel investiert. Und ja das Sigma 1,4/50 habe ich ja auch bereits zusätzlich gekauft. Klar wäre der Griff zum 90er der einfachere Weg, aber wenn wenigstens die Hoffnung besteht, dass sich was Leistbareres ergibt ist es schon sehr interessant!

Edited by fotoschrott

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Mal eine sehr ungewöhnliche Alternative: Falls Du bereit bist, ohne AF und nur mit Zeitautomatik zu arbeiten, dann käme die Adapterlösung mit dem Carl Zeiss HFT 1,4/85 in Betracht. Ein ursprünglich für die Rolleiflex 3003 (und später die Contax RTS) entwickeltes Hochleistungsobjektiv,  das gebraucht für knapp 1000 € in sehr gutem Zustand zu bekommen ist. 

Ich nutze diese Kombination gern für meine CL, das funktioniert sehr gut, meine SL habe ich leider vorher verkauft.

Solltest Du mal in die Nähe von Hannover kommen, dann leihe ich Dir das gern mal.

Aber etwas fraglich, ob Du für Deinen Zweck auf AF und andere Automatiken als Zeitautomatik verzichten kannst.

 

 

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Ich würde noch auf das Panasonic 85mm  f/1.8 warten. Durch die 11 Blendenlamellen entsteht ein sehr schön cremiges Bokeh. Ich finde daher das Lumix S Pro 50mm f/1.4  im Vergeich zum APO Summicron 50mm an der S1R etwas ansprechender im Bokeh. Die Abbildungsleistung ist bei beiden Objektiven natürlich hervorragend.

Bisher war ich mit dem APO Summicron 90mm hoch zufrieden. Schärfe, Schärfeverlauf, Farben, etc sind hervorragend. Ich erwarte aber bez. des Lumix 85mm f/1.8 einen ähnlichen Vergleich wie oben bei 50mm (s.o.).

Wie auch immer Du Dich entscheidest - Du kannst eigentlich nichts falsch machen. Die APO Summicron sindüberragend. Die Lumix-Primes aber bisher auch.

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Das Planar 1,4/85 HFT für die Rolleiflex 3003 hab‘ ich noch aus Studententagen - da war ich mal sehr stolz drauf! Und wie ich finde steht es auch heute noch einer SL ganz ausgezeichnet 🙂.

Außergewöhnlich ist die Form der Blende: Ziel ist hier normalerweise durch ein Vieleck mit gekrümmten Sehnen einen Kreis möglichst gut anzunähern, um ein harmonisches Bokeh und runde Lichtklekse aus defokussierten Lichtquellen zu erreichen. Zeiss ist hier konsequent einen Sonderweg gegangen und hat die mathematisch schlechtest mögliche Näherung an ein Kreis gewählt: ein Dreieck. 

Und das sieht man: dreieckige Lichtkleckse und der Leica-Schriftzug zeigt ganz merkwürdige Artefakte. It’s Not a bug, it’s a Feature: man muss es halt mögen:) 

Ich habe da mit Hr. Dr. Nasse auf ner Photokina mal drüber geplaudert: er hatte auch keine Erklärung, nur Kopfschütteln ...

 

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vor 1 Stunde schrieb Foton:

Außergewöhnlich ist die Form der Blende: Ziel ist hier normalerweise durch ein Vieleck mit gekrümmten Sehnen einen Kreis möglichst gut anzunähern, um ein harmonisches Bokeh und runde Lichtklekse aus defokussierten Lichtquellen zu erreichen. Zeiss ist hier konsequent einen Sonderweg gegangen und hat die mathematisch schlechtest mögliche Näherung an ein Kreis gewählt: ein Dreieck. 

Und das sieht man: dreieckige Lichtkleckse und der Leica-Schriftzug zeigt ganz merkwürdige Artefakte. It’s Not a bug, it’s a Feature: man muss es halt mögen:) 

Ich habe da mit Hr. Dr. Nasse auf ner Photokina mal drüber geplaudert: er hatte auch keine Erklärung, nur Kopfschütteln ...

 

Irgendwie ein cooler Effekt - mir gefällt's! Das Objektiv würde ich bestimmt nicht so selten verwenden.

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Ja, ich verwende es auch nicht selten an der CL. Allerdings hatte ich es eh noch in meiner Rolleiflex-Sammlung, musste also die derzeit üblichen Gebrauchtpreise von 800-1200 € nicht aufwenden. Die (durch den Crop-Faktor 1,5 an der CL) 1,4/128 sind klasse, um etwa in Zoos die Gitter komplett (im wahrsten Sinne des Wortes^^) auszublenden.

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@DirkS und @Foton

Wie zufrieden seid Ihr denn mit der Auflösung/Schärfe des Planar 1,4/85 (auch zum Bildrand hin)? Welchen Adapter verwendet Ihr?

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Für Hochzeitsfotografie habe ich immer auch das Otus 85mm f/1.4 ZF.2 und seit einiger Zeit das Otus 100mm f/1.4 ZF.2 verwendet (mit Novoflex-Adapter). Wunderschöne Zeichnung, wunderbares Bokeh, nicht ganz so technisch. Das manuelle Scharfstellen ist aber naturgemäß eine echte Herausforderung bei dieser Brennweite und Offenblende. Dennoch, für die schönen und ruhigen Momente liefern diese Objektive einmalige Bilder.

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Am 23.3.2020 um 09:28 schrieb Foton:

Allerdings hat Panasonic ja auch ein kompaktes 1,8/85 (mit tollem Bokeh - was immer das heißt) angekündigt, bin mal gespannt ... Panasonic weiß wie man hervorragende Objektive baut. 

Wenn Du aber keine Zeit hast zu warten, machst Du mit dem SL90 aus meiner Sicht nix falsch.

 

So wäre (heute) auch meine Priorität. Wenn ich die Summicrons nicht schon hätte, würde ich auch auf die Panasonic Objektive warten. 

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vor 22 Stunden schrieb Macberg:

@DirkS und @Foton

Wie zufrieden seid Ihr denn mit der Auflösung/Schärfe des Planar 1,4/85 (auch zum Bildrand hin)? Welchen Adapter verwendet Ihr?

ich benutze einen "Adapter-Stack":  Leicaist(RolleiQBM-LeicaM)+Leica(LeicaM-LeicaL) … "Leicaist" klingt schon mal putzig - oder? Funktionieren tut's aber einwandfrei, sogar der Unendlichanschlag.

Das Planar ist ne Rechnung von vor 1972 von Sonneberg, also etwa ein halbes Jahrundert alt und grob nochmal 10 Jahre älter als das Summilux-M 1,4/75. Aus dem Gedächtnis würde ich sagen: grob ähnliche Charakteristik. Bei 1,4 relativ scharf in der Mitte, aber wenig Kontrast, bei 2 steigt der Kontrast in der Mitte deutlich, bei 4 ordentlich im Feld und bei 8 sehr scharf von Rand zu Rand - insgesamt beim Planar mehr Kontrast und mehr Farbquerfehler ? Das Planar lässt sich natürlich nicht sich mit dem Messucher der M nutzen und wird deutlich günstiger gehandelt, allerdings sind die Farbfehler natürlich digital leicht zu entfernen. Und es hat halt diese ganz besondere Blende - berühmt oder berüchtigt ist umstritten😁.

Falls ich dazu komme, fotografier' ich mal am WE ein Bücherregal aus 2 m, um meine Erinnerungen aufzufrischen. Wobei so ein Vergleich natürlich wenig über die bei so einer Optik interessanten Eigenschaften wie Scharf-Unscharf-Übergänge, Zeichnung im defokussierten Bereich, Streulicht, etc. aussagt. 

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Manuelle Fokussierung scheidet bei der Hochzeitsfotografie aus. Da geht, zumindest bei der Reportage,  alles viel zu schnell und zu unvorhersehbar. Manuelles steht mir ohnedies ausreichend zur Verfügung. Ausprobiert aber Fehlanzeige.

 

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Posted (edited)

Verstehe ich, allerdings funktioniert bei der Planar-Adapter-Lösung die Zeitautomatik und das manuelle Fokussieren haben ja die Fotografen bis in die 90er Jahre auch hinbekommen.

Edited by DirkS

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