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fototom

Tom´s monochrome M10M–Erfahrungen ...

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Hallo zusammen,

nachdem ich als einer der recht wenigen Beta-Tester der M10 Monochrom die Wartezeit nun wie auf glühenden Kohlen überwunden habe, darf ich Euch nun ebenfalls einen kleinen Erfahrungsbericht mit dieser doch immer wieder sehr außergewöhnlichen Kamera präsentieren.

Um es gleich vorweg zu nehmen: ich bin kein typischer Anwender der monochromen M-Leicas. Nachdem ich vor einigen Jahren einmal aus Neugier eine monochrome M9 besessen und ausprobiert hatte, bin ich zu der Erkenntnis gekommen, dass mich die Arbeit mit einem Schwarzweiß-Sensor auf Dauer einfach zu sehr einschränkt. Zum Glück konnte ich die Kamera, die ich selbst gebraucht gekauft hatte, nach einigen Monaten ohne Wertverlust wieder abgeben.

Die doch sehr hohe Investition lohnt sich für mich persönlich nicht, da ich auch als Berufsfotograf auf einen gewissen Kosten/Nutzen-Faktor achten muss (den ich ohnehin oft genug unvernünftig überschreite ;-)) und dabei finanziell nicht so aufgestellt bin, um mir so eine Kamera als Dritt- oder Viertkamera erlauben zu können – es gibt einfach zu viele andere Baustellen, die wichtiger sind.

Umso mehr hat es mich natürlich gefreut, dass mich Leica "auserkoren" hat, als einer der ganz wenigen am M10 Monochrom-Test teilnehmen zu dürfen (die P-Nummer zeigt Kamera Nr.6 von 15?) ...

Und dabei musste ich feststellen: obwohl ich wie gesagt kein potentieller Monochrom-Kandidat bin, ist es mir nach einem guten Monat mit dieser Kamera doch sehr sehr schwer gefallen, dieses wunderschöne Gerät wieder zurück zu geben – und vor allem der Versuchung nicht zu unterliegen, mich doch gleich als Vorbesteller bei Leica anzumelden!

Aber nun zu meinem ganz kleinen Bericht. Mit der Bitte, etwas mit den Antworten zu warten, da ich ein paar Minuten brauche, bis ich die Posting-Abschnitte reingesetzt habe ...

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Wie bei allen meinen Erfahrungsberichten davor möchte ich gleich vorausschicken, dass ich kein professioneller Tester bin und demzufolge meine Bewertungen vor dem Hintergrund eines absoluten Praktikers zu sehen sind, der auch keinerlei Testlabor-Voraussetzungen mitbringt. Nachfolgend gibt es hier zur M10 Monochrom ohnehin nur einen kleinen wirklich technischen Test, den ich gemacht habe – alles weitere sind Eindrücke, die ich mit ganz normaler Fotografie vermitteln möchte.

Fangen wir mit dem Design und der Technik an. Die M10 Monochrom ist ganz sicher eines: wunderschön! Ich hatte sie in der schwarzen Ausführung und muss sagen, dass ich wohl noch kein hübscheres digitales M-Modell in der Hand hatte. Die Haptik ist praktisch zunächst mal das der "normalen" M10. Ein perfektes und massives Gehäuse mit den gleichen schmalen Abmessungen, eine angenehme, etwas weichere Belederung, ein schwarz verchromtes (nicht lackiertes) Gehäuse mit samtiger Oberfläche. Die wunderbare und sehr dezente Gestaltung völlig ohne Logo und mit grau statt rot ausgelegtem A des Zeitenrades und des ISO-Rades sowie grauem Blitzsymbol sind weitere Punkte. Das Displayglas dürfte wohl wie bei der M10P ein kratzfestes Saphirglas sein.

Angenehm auch das Auslösegeräusch: es ist das gleiche, im Vergleich zur normalen M10 nochmals leisere Geräusch der M10P und macht die Kamera dadurch insgesamt zur ganz bestimmt unauffälligsten Leica ever! Insgesamt gleicht die M10 Monochrom bis auf den Sensor technisch der M10P wie ein Ei dem anderen – auch das Bedienkonzept mit dem Touch-Monitor hat sie von der M10P geerbt.

 

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Weiter geht´s mit meinem kleinen Bild-Test. Mich hat am allermeisten interessiert, wie ein Bildvergleich der M10 Monochrom mit ihrer aktuellen farbigen Schwester M10 aussieht. Deshalb habe ich im nachfolgenden Test eine Aufnahme im Tageslichtstudio mit meiner M10P und der M10M unter identischen Bedingungen vom Stativ gemacht. Ich habe dann in der Verarbeitung der DNGs (mit dem Photoshop-RAW-Converter) aus der Aufnahme mit der M10P ein Farbbild sowie ein Schwarzweißbild generiert und das monochrome DNG aus der M10M unter gleichen Parametern ebenfalls entwickelt.

Ihr seht nun hier einmal das Gesamtmotiv in der Reihenfolge M10P in color, M10P in schwarzweiß umgewandelt und M10 monochrom.

Dann folgt ein 100%-Crop in der gleichen Reihenfolge.

Und schließlich eine 200%-Vergrößerung, links die M10P in Schwarzweiß und rechts die M10 Monochrom.

Zunächst: die Unterschiede der jeweiligen Schwarzweiß-Bilder aus der M10P und der M10 Monochrom sind meiner Ansicht nach zunächst praktisch nicht sichtbar, wenn man sich das Gesamtbild anschaut. Außer der größeren Darstellung bei gleichem Vergrößerungsmaßstab durch die höhere Grundauflösung des Monochrom-Sensors lassen sich eigentlich zunächst keine Unterschiede ausmachen.

Erst in der starken Vergrößerung sieht man, was die Monochrom unterscheidet: durch die höhere Lichtempfindlichkeit der Pixel wegen des fehlenden Bayer-Filters hat die Monochrom bei gleicher ISO-Einstellung (hier ISO 800) trotz höherer Pixeldichte ein geringeres Rauschen als die Color-M10.

Hinzu kommen ein insgesamt weicheres und etwas besser abgestuftes Bild mit feineren Graustufen und ein Hauch mehr Zeichnung in den Grenzbereichen.

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Abschließend nun außerdem noch zwei Fotoserien, die ich mit der Monochrom gemacht habe.

Zuerst ein kleines Konzert mit recht schlechten Lichtverhältnissen und demzufolge hohen ISO-Einstellungen. Hier zeigt die Monochrom ihre aus meiner Sicht größte Stärke, nämlich das sehr niedrige und feine Rauschen im High-ISO-Bereich ...

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... und als Zweites eine Serie eines Schwertransports mit coolen Jungs einer Spezialfirma, die ich im Rahmen eines Jobs parallel mit der SL gemacht habe. Der Kunde war übrigens begeistert und hat am Ende zu den Farbaufnahmen auch einige monochrome Fotos für seine Referenz-Veröffentlichung haben wollen, was ich nicht gedacht hätte 😉 ...

Viel Spaß und liebe Grüße, Tom

 

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Sehr schöner Bericht, danke dafür.

Mich würde interessieren in welchem High-ISO Bereich Du dich bewegt hast.

 

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vor 2 Stunden schrieb Uwe M.:

Sehr schöner Bericht, danke dafür.

Mich würde interessieren in welchem High-ISO Bereich Du dich bewegt hast.

 

... danke für´s Lob, Uwe. Bei den ISOs war ich mit bis zu 6400 unterwegs – siehe in #5 die Fotos vom Gitarrist und vom Schlagzeuger oder in #11 das erste Foto mit dem Schieben der Blockheizung. Dazu kommt übrigens, dass ich bei der RAW-Entwicklung meine Fotos im Tiefenbereich immer sehr stark anhebe, um noch Zeichnung reinzubekommen. Da kommen oftmals 1-2 Stufen dazu, wäre also im Grunde einer Basisbelichtung mit 12800 oder sogar 25600 gleich zu setzen !

Edited by fototom

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Toller Bericht einer wunderschönen Kamera! Konnte denn das alte Summicron auf den ersten Bildern die vielen Pixel noch ordentlich bedienen? Und die Bilder mit dem Schwertransporter sind richtig gut, kein Wunder, dass sich der Kunde gefreut hat.

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vor 23 Minuten schrieb ralf3:

Toller Bericht einer wunderschönen Kamera! Konnte denn das alte Summicron auf den ersten Bildern die vielen Pixel noch ordentlich bedienen? Und die Bilder mit dem Schwertransporter sind richtig gut, kein Wunder, dass sich der Kunde gefreut hat.

... Dir ebenfalls vielen Dank! Klar, das alte Summicron ist jetzt nicht das absolute Nonplusultra an Schärfeleistung, sieht halt toll aus auf der Monochrom 😊. Trotzdem bin ich immer wieder erstaunt, wie gut auch solche alten Objektive auf einer Digi-M sind, auch auf der Monochrom. Bildcharakterlich sowieso. Die Fotos von Konzert und Schwertransport sind allerdings mit Objektiven neuerer Rechnungen gemacht, wie dem 35er Summicron Asph. und dem 90er Summicron Asph.

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Vielen Dank für den Bericht.
Du hast recht, die Kamera mit dem 50er rigid Summicron Objektiv sieht einfach klasse aus!
Und die Bilder sind der Hammer.

 

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vor 5 Stunden schrieb fototom:

... danke für´s Lob, Uwe. Bei den ISOs war ich mit bis zu 6400 unterwegs – siehe in #5 die Fotos vom Gitarrist und vom Schlagzeuger oder in #11 das erste Foto mit dem Schieben der Blockheizung. Dazu kommt übrigens, dass ich bei der RAW-Entwicklung meine Fotos im Tiefenbereich immer sehr stark anhebe, um noch Zeichnung reinzubekommen. Da kommen oftmals 1-2 Stufen dazu, wäre also im Grunde einer Basisbelichtung mit 12800 oder sogar 25600 gleich zu setzen !

Tom, danke Dir. Ich denke, den Job hättest Du mit der M246, im genannten High-ISO-Bereich, ebenso ansprechend gelöst, nein ich bin mir sogar sicher!

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