Jump to content

Vortrag Peter Karbe - Fragen?


Recommended Posts

Advertisement (gone after registration)

Am 11.11.2019 um 16:55 schrieb Holger1:

Nur die SL2 hat den eingebauten Wackeldackel für die guten R- und M- Objektive.

 

vor 11 Stunden schrieb mediafotografie:

 

also bezogen hat sich die Antwort auf die SLs - aber es klang sehr danach, als sei auch bei Leica heute die Vorstellung, MTFs zu messen, sehr abwegig; Begründung: Serienstreuung.

Dazu gab es interessante Aussagen zu den SL SCs: diese sind extra so konstruiert, dass sie mit mehr Toleranz (der Linsenmontage) optimale Ergebnisse liefern;

dazu die angefügte Folie von gestern, zeigt die "zulässigen" Toleranzen zwischen Apo-SC 50 m und SL - schon vn daher sind bestimmt die modernen MTFs aus der M Serie auch gerechnet

 

 

Welcher Zusammenhang besteht zwischen der Nummerierung der Linsengruppen und den abgebildeten Linsen im APO Summicron SL 1:2/50 mm ASPH? Und wurde die Auswirkung der Toleranzen auf die Abbildungsqualitäten erläutert?

Und wenn die MTF-Kurven wirklich errechnet werden, so müßten auch die Wirkung der Toleranzschwankungen darstellbar sein.

Link to post
Share on other sites
  • Replies 62
  • Created
  • Last Reply

Top Posters In This Topic

Top Posters In This Topic

Popular Posts

Ein Abend mit Peter Karbe in Wetzlar. Zwei Stunden Wissen und Botschaften. Ich habe die Veranstaltung mit Peter Karbe mal wieder viel zu spät bemerkt. Sie war ausgebucht, und nur dem wunderbaren Bodo Philipp vom Store Berlin und seinem nachsichtigen Kollegen Benedikt Hartmann vom Store Wetzlar verdanke ich, dass ich noch reingerutscht bin. Er war es auch, der meine zusammengefassten Fragen aus dem Forum an Peter Karbe weitergeleitet und mich im Store sogar mit ihm bekannt gemacht hatte. De

Wenn man feststellt, dass man maximal 2-3 Optiken benötigt, ist man angekommen. Es müssen nur die Richtigen sein und die dürfen dann auch teuer sein.

...also, wirklich Neues war wenig zu erfahren, aber sehr viel zu Qulkaität und der gesamten Logik zu den SL-Summicrons, war schon beeindruckend; und dass das 35SL der König unter seinen Brüdern & Schwestern ist... Vielleicht von Interesse: Linsendesign (und Plattformkonzept) aller 7 SL-Summicrons Ach ja, was ich nicht wusste: die MTF-Kurven sind gerechnet, nicht gemessen       Hello guest! Please register or sign in to view the hidden content. Hallo Gast! Du

Posted Images

So – gleich kommt mein Bericht. Hätte ich aktuell eine Homepage, würde ich es dort machen. So erscheint es hier. Sorry wenn es dem ein oder anderen Forenten etwas viel ist, und erst recht, wenn Fragen unbeantwortet geblieben sind. 

Einen schönen dritten Advent!

Link to post
Share on other sites
vor 7 Stunden schrieb lik:

So – gleich kommt mein Bericht. Hätte ich aktuell eine Homepage, würde ich es dort machen. So erscheint es hier. Sorry wenn es dem ein oder anderen Forenten etwas viel ist, und erst recht, wenn Fragen unbeantwortet geblieben sind. 

Einen schönen dritten Advent!

Danke, sehr angenehm zu lesen!

Link to post
Share on other sites

Auch von mir sehr herzlichen Dank. Ich bin inzwischen ein Karbe-Bewunderer. Aber:

Weihnachten steht vor der Tür und vielleicht werde ich kein Leica Produkt kaufen.

Ich habe das unerhörte Glück, mit Leica Objektiven – Karbe Objektiven - fotografieren zu dürfen. Auf der Jagd nach dem perfekten Bild ist die mögliche optische Qualität eine wichtige Stufe auf der Treppe zur Vollkommenheit. Aber wirklich nur eine. Es sind in vielen Jahren Bilder entstanden, die nicht perfekt sind, aber dennoch eine schöne Aussage haben. Sie sind dann nicht nur ein Bild, sie sind eine Botschaft. Diese wird von Betrachtern nicht über ihren Verstand, sondern über ihr Herz wahrgenommen. Das gelingt ihnen, weil sie schon Schubladen im Kopf haben, zu denen das Bild passt. Sie sind erstaunt (eine Spannung muss immer erzeugt werden) und sie verstehen sogleich auch die Auflösung der Botschaft. Je komplexer sich die Botschaft entschlüsselt, je mehr Pointen beim Betrachten nacheinander in Sekundenbruchteilen entfaltet werden können, desto gelungener ist das Bild. Das eine Bild, dessen Jagd mich schon so lange umtreibt.

Was ich kaufen kann, sind Kameras, die mir gefallen, weil sie selbst eine Botschaft sind. Und es sind Objektive, die helfen, die Pointe aufzubauen, weil sie wegen ihres hohen Kontrastvermögens das Motiv auffällig isolieren können oder den Hintergrund so schön zeichnen. 200 Lp und keine CAs sind da sicher hilfreich.

Aber die situativen Bilder sind vor allem davon abhängig, was ich zuvor selbst sehe, bevor ich die Kamera hebe. Es geht um das Schauen. Um das Erstaunen, das mich selbst in einer Situation anspringt. Es geht um das Bemühen, in meiner Umgebung das Besondere zu entdecken, was als Abbildung eine Botschaft zeigen kann. Ob ich auf den Auslöser drücke oder nicht: Diese Leistung geht dem perfekten Foto voraus und wäre deshalb auch vorhanden, wenn ich keine Kamera dabei hätte. Von den wenigen handwerklichen Anforderungen zum Vorgang des Fotografierens abgesehen scheint es mir so zu sein, dass einige von diesem Talent des Schauens mehr abbekommen haben als andere. Daher habe ich traurig zur Kenntnis genommen, dass das Foto, das ich jage, eines sein wird, dass vor allem dadurch entsteht, weil ich zufällig im richtigen Augenblick am richtigen Ort bin. Andere schaffen es vielleicht, zu jeder Zeit und an jedem Ort das magische Bild zu sehen oder es sich systematisch zu erarbeiten. Respekt all denen. Bei mir wird es anders laufen.

Sorry, Leica. Ich bestätige zwar, dass der Glaube an die Magie der Objektive und Kameras hilft, die Bereitschaft zum Schauen zu verstärken. Aber ich habe schon mehr Kameras und Objektive, als ich tragen kann. Ich muss also immer einen Kompromiss eingehen, auf Equipment von vorne herein verzichten. Denn je mehr Objektive und Kameras ich kaufe, desto mehr muss ich zu Hause lassen. Obwohl kein Karbe-Objektiv dabei ist, was nicht einen Platz in der hall of fame verdient. Und selbstverständlich kann das perfekte Bild von perfekter Technik nur profitieren. Aber der Auslöser wird immer nur an einer Kamera mit einem Objektiv gedrückt. Doch auch das ist nicht das Nadelöhr.

Das Nadelöhr sind Menschen, die bereit sind, mir das ganze Equipment zu tragen, was ich gerade nicht verwende, aber vielleicht verwenden könnte. 2 Stative, Beleuchtung, Reflektoren, 2 oder 3 Rucksäcke oder besser Koffer mit wertvollem Glas. Die Filter nicht zu vergessen. Und Akkus. Außerdem noch jemand, der den Wagen parkt – ist ja auch lästig –. Und eine Erfrischung zur rechten Zeit hebt die Stimmung ebenfalls. Das Ganze wird dann zu einer Art Treibjagd. Bei bewegten Bildern geht es nicht anders. Beim Foto schon. Wir verzichten einfach auf die Komplettausstattung, nehmen nur 2 Kameras (und damit auch nur 2 Objektive) und einen kleinen Faltstuhl. Damit setzen wir uns unauffällig irgendwo hin und nehmen uns Zeit zum Betrachten. Hin und wieder klickt der Auslöser, aber wir wissen schon, es ist nicht perfekt. Aber auf einmal, wenn wir gar nicht damit rechnen, dann entsteht für kurze Zeit eine Situation, in der Motiv, Licht und Perspektive stimmen. Das kann man nicht kaufen. Man kann dem Zufall allerdings etwas nachhelfen. Etwa durch hartnäckiges Schauen und durch das Versinken in die Situation. Und der Schalter der ständigen Neugierde muss in die richtige Richtung zeigen.

Und weil ich das jetzt alles weiß, ist es mir egal, wie viele Pixel oder EVF-Auflösung oder ISO oder sonstwas Leica bereitstellt.
Es ist mir inzwischen egal.

PS: Es sei denn, es steht eine neue Monochrom-D mit 47 MP Auflösung und IBIS in Aussicht. Oder ein Objektiv, dass ich noch nicht habe. Dann vergesse ich alle Einsichten. Frohe Weihnachtszeit!


 

Link to post
Share on other sites

Ohne IBIS auch? 😉

Ansonsten wird für dein PS (und für mich auch)  ja wohl Leica bald eine Lösung  haben. Für alles davor gesagte eBay. So mache ich es mit meinem (deutlich weniger) Zeugs. Vielleicht würde ich ja noch Käufer bei dir... ;) 

Link to post
Share on other sites
vor 19 Stunden schrieb lik:

Ein Abend mit Peter Karbe in Wetzlar. Zwei Stunden Wissen und Botschaften.

Ich habe die Veranstaltung mit Peter Karbe mal wieder viel zu spät bemerkt. Sie war ausgebucht, und nur dem wunderbaren Bodo Philipp vom Store Berlin und seinem nachsichtigen Kollegen Benedikt Hartmann vom Store Wetzlar verdanke ich, dass ich noch reingerutscht bin. Er war es auch, der meine zusammengefassten Fragen aus dem Forum an Peter Karbe weitergeleitet und mich im Store sogar mit ihm bekannt gemacht hatte. Der wiederum hatte offenbar alles gelesen und beschied mich sogleich damit, dass er nichts, was mit zukünftigen Planungen zu tun hat, beantworten werde. Ganz so schlimm kam es dann nicht – dazu später.

Karbe ist ein unerhört netter Mensch. Einer, der seine Arbeit im Einklang mit seinem eigenen Denken lebt. Er braucht keinen Verkaufsspruch. Sogar wenn er sagt: „Soviel Wert wie bei den neuen Objektiven haben Sie noch nie bekommen.“ Bei ihm kommt es als nüchterne Feststellung. Und wenn er erklärt, dass beim Polieren der Faktor Mensch und Qualifikation entscheidend ist, weil unsauberes Polieren Zwiebelringe erzeugt und das Ganze ein Qualitäts- aber auch Preistreiber ist, dann hören wir auf zu Raunen.

Ich versuche also alles zu notieren, was ich für interessant halte um es später möglichst nah am gesprochenen Wort oder zumindest sinngemäß wiedergeben zu können. Er kündigt harten, langweiligen Stoff an. Erwartungsmanagement halt.

Der digitale Evolutionär

In den ersten Minuten räumt er auf mit einem auch unter Leica-Enthusiasten (wie mir) bekannten Klischee: „Wir haben die digitale Revolution nie verschlafen, aber unsere Priorität war die Leica M. So haben wir die Digitaltechnik (v.a. Sensoren) der M angepasst und nicht umgekehrt. Das brauchte einfach Zeit.“ Es ist offenbar mehr die Elektronik als die Optik, welche Technologietreiber der aktuellen Fortschritte ist. Und diese evolutioniert er permanent. Will heißen, die feinsten Optiken, die wir nunmehr für die SL bekommen, könnten wir ohne die Beherrschung aller verbundenen Technologien vergessen: „Die Komplexität der gesamten Prozesskette war etwa so wie rückwärts fahren mit mehreren Anhängern. Dazu mussten wir neue Schienen verlegen. Deshalb hat es so lange gedauert.“ Für unsere Ohren etwas erstaunlich, wenn er sagt, die Objektive hätten u. a. weniger sensibel werden müssen für einen durch AF bedingten höheren Versatz der einzelnen Linsen. Zentrieren, Zumachen, Kontrollieren, wieder Aufmachen, Korrigieren – so etwa der Prozess bei M-Linsen, das ginge nicht mehr, wenn mal alles justiert und geklebt ist. Auf die Frage aus dem Publikum nach der Servicequalität bei soviel Komplexität: „Da machen Sie sich mal keine Sorgen.“ Macht man sich auch nicht, wenn man ihm zuhört.

Der Optik-Challenger

Die meisten Leica-Fotografen kennen sein Statement, dass die neue Generation der Objektive locker 100 Millionen Pixel bedienen kann. Die Herleitung kennen außer einigen hier versammelten Kennern sicher wenige. Ich habe sie endlich verstanden i.S. von als plausibel gekauft, wenn auch nicht so durchdrungen, dass ich es im Detail wieder erläutern könnte. Also für alle, die – wie ich – sich allein mit etwas Plausibilität schon gut fühlen: „Mit den SL-Summicronen (auch dem Summilux SL 50 und auch anderen Linsen wie dem Q-Objektiv) haben wir unser Ziel um 50 % erhöht auf 60 Lp pro mm bei 50% Kontrast. Denn früher lag es bei 40 Lp.“ So mancher Hersteller arbeite noch mit 30 Lp und einer (nein, das zitiere ich hier nicht namentlich) intern mit 50. Beiläufig bemerkt er, man habe ja beim APSC-Sensor bereits begonnen, die Latte höher zu legen. Als dies gelungen sei, war klar: Für das SL-System muss es noch mehr sein. So war das also.

Dann kommt die Erklärung des 100-Millionen-Pixel-Statements, die Nyquist-Frequenz bei den heute denkbaren verschiedenen Pixelwerten. Sie betrage für einen 100 MP-Sensor 172 Lp pro mm bei 100 % Kontrast. Ergo wären 50% Kontrast (1/2 Nyquist) 86 Lp. Karbe: „Das schaffen unsere Objektive problemlos, und zwar bis in die Ecken.“ Und dann der Superlativ: Unser Summicron SL 35 ist auch deshalb unser bestes Objektiv, weil wir für die 35 mm mal genug Platz hatten, uns auszutoben.“ Es bewältige nämlich 204 Lp / mm bei 50% Kontrast. Ruhe im Saal. Für manchen vielleicht tatsächlich nicht so neu das alles. Hart war der Stoff für mich. Langweilig nicht und bekannt schon gar nicht.

Es folgen einige Ausführungen zu Farbfehlern, CA etc. Die Objektive seien so korrigiert, dass der am Computer kaum auszugleichende Farblängsfehler praktisch 0 ist. Das kann ich sehen.

Schließlich bleibt – Danke eines leidgeprüften S-Nutzers an den Fragesteller – die Frage nach den S-Objektiven nicht aus. In der Tat seien sie für 40 Lp bei 50% gerechnet, aber: „Dort haben Sie weniger Nachvergrößerung. Das finale Bildergebnis ist bei der S nochmals deutlich besser.“ Na Gottseidank.

Übrigens mache man Software-Korrekturen der Objektive wirklich nur soviel wie nötig. Da die Leica-JPEG's im Kontrast auch nicht so steil überhöht seien, falle man bei manchen Tests halt ab. Das ist mir ja so egal.

Der Schärfeverlauf-Jongleur

Aufklärung und Realismus beim Thema Schärfeverlauf war ihm auch ein Anliegen. Beim Schärfeabfall der neuen SL-Summicrone geht es um den optischen Eindruck durch die Differenz der Schärfe. Wenn aber man darauf schaue, wie dick bei offener Blende die Spots im Hintergrund sind, dann sei ein Summilux natürlich immer noch was anderes. Nach so vielen Vergleichen hier und sonstwo ist es doch gut, es mal aus seinem Munde gehört zu haben. Und die M-Summiluxe schmerzfrei weiter zu nutzen. Überhaupt ist das die Stunde des Offenblende-Fans: Peter Karbe wünscht sich „einen Monitor, auf dem beim Abblenden die Meldung erscheint: "Sind Sie wirklich sicher?“ Alle Ambitionen bezüglich optischer Leistung bezögen sich auf volle Öffnung. Wörtlich: „Wer immer mit 8 fotografiert, solle einen kleineren Sensor nehmen. APSC sei auch der bessere Sensor wenn man Schärfentiefe benötigt. Und schlimmer: „Statt Abblenden geht im Vollformat dann auch ein ND-Filter“ Gelächter. Auf meinen Zuruf, das sei doch eine Qualität beeinträchtigende zusätzliche Glasfläche: Lächeln und Abwinken. Langsam verstehe ich seine Aussage: „Wir gehen an die Grenzen des technisch Machbaren und manchmal auch des menschlich Zumutbaren.“

Der Alan Greenspan der Optik

Endlich die Fragerunde. Und es ist eine Freude, wie listig aus dem Publikum gefragt wird. Keiner fragt direkt nach Zukunftsplänen. Alle Fragen sind über Bande gestellt. Und so wird die Runde wertvoll, auch wenn die Antworten etwa so sind, wie dereinst die Marktausblicke von Alan Greenspan. Etwa auf die Frage nach genereller Produktstrategie und ob man die lichtstarken Objektive jetzt anderen Herstellern wie dem mit dem S überlasse: „Wann die hohen Lichtstärken kommen, kann ich nicht sagen. Jetzt machen wir mal das Projekt.“ Auf die Nachfrage, ob das hieße, dass welche kommen, natürlich keine Antwort.

Die Frage nach Kooperationen mit dem L-Bajonett führt zur Klarstellung, dass dies keine Kooperationen, seien sondern die Öffnung des eigenen Anschlusses und damit des Marktes, damit auch andere gute(!) Hersteller Produkte dazu anbieten können.

Ob Extender kommen, fragt man natürlich nicht, sondern ob sie technisch auf diesem Niveau machbar seien. Die Antwort schafft Klarheit. „Mit einem Extender wird auch CA vergrößert. Ein optischer Extender wäre heute weniger gut als ein digitaler durch Crop.“ Eigentlich brauche man ihn also gar nicht mehr. Und: „Extender wäre auch nicht mein ... [Lächeln und Schweigen] … Aber ich würde nie sagen, dass nie mehr einen machen.“ Alles klar?

Weiter geht es mit Tilt-Shift: „Das kann und darf ich nicht beantworten.“ Die von anderen Herstellern erzielten Stückzahlen dürften hier für Realismus sorgen.

Ein langes Teleobjektiv? Natürlich würde er auch gerne mal ein langes Tele machen, aber ob überhaupt und wenn ja, wann, wisse er wirklich nicht. Dann kommt’s: „Benutzen Sie doch erstmal das 90-280 und croppen damit.“ Und überhaupt sei Sigma auch eine gute Firma.

Auf die listige Frage, ob denn gar keine Makro-Objektive mehr nachgefragt würden erfolgt dann doch eine Kaufempfehlung: „Doch, aber ich empfehle zunächst mal den EIpro-Vorsatz. Aber Danke. Ich geb's weiter.“ Er zeigt seine eigenen Makro-Fotos. Ich glaube, ein Makro zu entwickeln würde ihm Spaß machen. Mehr war nicht rauszuholen.

Beiläufig sorgt dieser freundliche bescheidene Anti-Guru nochmals für offene Augen und Ohren. Er mache nur JPEG, denn er sei zu faul , um viel an LR zu arbeiten. Kulturschock für einen notorischen DNG-Fummler wie mich. Und außerdem nutze er auch immer noch eine M8. Betrifft mich nicht – meine erste war die M9. Und jede M und SL danach. Und immer so weiter.

Peter Karbe zu hören ist informativ und macht Freude. Eigentlich müsste Leica ihn klonen und könnte damit eine Menge Hochglanz-Marketing einsparen.

 

Link to post
Share on other sites

Vielen Dank für den Bericht, der sowohl unterhaltsam wie informativ zu lesen ist.

Die zukünftigen innovativen Produkte werden von dem Konzept weg von der optischen-mechanischen hin zur optischen-elektronischen Prozesskette stehen. Und was die Güte der Objektive betrifft, wird wohl diese auch unter Verwendung neuer Materialien bestimmt sein. Die Besetzung des Vorstandes durch eine Dame mit fachlicher Expertise könnte auch darin zum Ausdruck gekommen sein.

Zum Schluss noch eine Frage.

Hat Herr Karbe sich auch geäußert zum Vorgehen bei der Objektiv Entwicklung nach dem das Marketing die Festlegung auf Brennweite, Blendenöffnung und Preis gemacht hat?

Link to post
Share on other sites
vor 7 Minuten schrieb PRDRGWE:

Hat Herr Karbe sich auch geäußert zum Vorgehen bei der Objektiv Entwicklung nach dem das Marketing die Festlegung auf Brennweite, Blendenöffnung und Preis gemacht hat?

Angesichts der Preise bei Leica könnte man meinen, dort liefe es genau anders herum.

Link to post
Share on other sites
vor 20 Stunden schrieb lik:

Ein Abend mit Peter Karbe in Wetzlar. Zwei Stunden Wissen und Botschaften.

Ich habe die Veranstaltung mit Peter Karbe...

Danke für die ausführliche Wiedergabe der Veranstaltung!

vor 20 Stunden schrieb lik:

Er mache nur JPEG, denn er sei zu faul , um viel an LR zu arbeiten. Kulturschock für einen notorischen DNG-Fummler wie mich.

Das finde ich gut. :)  Es ist schon erstaunlich, wenn man mal nachfragt, wie viele Profis (ich meine die, die Geld mit Fotos verdienen) mit JPGs arbeiten oder gar vom RAW-Workflow weg sind. RAW scheint zunehmend ein Amateur-Thema zu sein/werden. Vielleicht nicht bei Leica, da gäbe es noch reichlich Potential zur JPG-Optimierung.

Link to post
Share on other sites

Join the conversation

You can post now and register later. If you have an account, sign in now to post with your account.
Note: Your post will require moderator approval before it will be visible.

Guest
Reply to this topic...

×   Pasted as rich text.   Paste as plain text instead

  Only 75 emoji are allowed.

×   Your link has been automatically embedded.   Display as a link instead

×   Your previous content has been restored.   Clear editor

×   You cannot paste images directly. Upload or insert images from URL.

Loading...
  • Recently Browsing   0 members

    No registered users viewing this page.

×
×
  • Create New...