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vor einer Stunde schrieb wizard:

Ja, aber nur wenn das Auflagemaß stimmt. Selbiges könnte sich durch die Linsenpolitur aber verändert haben. Oder mache ich da einen Denkfehler?

Ich glaube ja: Das Auflagemaß ist zunächst einmal der Abstand zwischen der Fläche, mit der das Objektiv auf der Kamera anbracht wird und der Film-/Sensorebene. Die wird durch etwas, was im Bereich der Linsen passiert, keinesfalls verändert.  Was allerdings durch Manipulation an den Linsen verändert werden kann, ist zum einen die Lage der Austrittspupille und u.U. auch die Brennweite, wobei dann eventuell beides oder eins von beiden nicht mehr zum - unveränderten - Auflagemaß passt. Näherliegend ist allerdings, dass das schlichte Zusammenspiel zwischen Sammel- und Zersteuungslinsen im optischen System nicht mehr dem entspricht, wofür die einzelnen Elemente ursprünglich gerechnet wurden. 

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Das Auflagemaß blieb unverändert. Die Mechanik des Summicrons (Auslenkung vom RF-Tubus) ist ebenfalls in Ordnung: die Entfernung eines anvisierten Objekts entspricht exakt den Zahlenangaben (m), aber die Fokussierung (Linsensystem) spielt nicht mit. Die maximal erreichbare Schärfe weicht viel zu stark vom Sollwert ab. Diesem Fokussierungsfehler scheint m.E. die verkürzte Lichtstrecke in der Frontlinse zugrundezuliegen, wodurch die Lichtstrahlen an der Auftrittsfläche der zweiten Linse weniger stark gebrochen "erscheinen" bzw. nicht exakt dort auftreten, wo sie der Berechnung nach auftreten sollen. Ein dünner Papierring könnte zwar die Weglänge ausgleichen, aber sicher nicht den exakten Auftrittspunkt wiederherstellen. Inwiefern das eine Rolle spielt, wird sich weisen.

Ein vermurkstes Objektiv kommt sicherlich auch dann zustande, wenn eine Linse professionell poliert wird und die Glas-Abtragung über einen bestimmten Toleranzwert hinausgeht. Ein seriöser und erfahrener Profi sollte jedoch sagen können, ob die Kratzertiefe innerhalb des Toleranzwerts liegt oder nicht. Dementsprechend nimmt er den Auftrag an oder nicht. 

Eine sphärische Linse  - sofern die Form exakt stimmt und ausreichende Verbiegungsfestigkeit aufweist - sollte man sich wohl auch dann erwarten können, wenn bei gleichzeitiger Rotationsbewegung die exzentrische Hin- und Herbewegung der Linse oder Form dezent stattfindet. Bei aspährischen Linsen geht ohnehin nur reine Rotationsbewegung.😊

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vor 14 Stunden schrieb UliWer:

Was allerdings durch Manipulation an den Linsen verändert werden kann, ist zum einen die Lage der Austrittspupille und u.U. auch die Brennweite, wobei dann eventuell beides oder eins von beiden nicht mehr zum - unveränderten - Auflagemaß passt.

Das war es was ich meinte.

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Ein Papierring schien Abhilfe zu schaffen. Leider verfüge ich über keine Digital-Gehäuse.🙁

Der Nahbereich auf einer Pentax-Mattscheibe war scharf und der Fernbereich auf einer Nikon F Mattscheibe (unter der Lupe) ebenfalls. Auch der Einstellwert (und das Schnittbild-Indikator-Bild passen nun.

Um Genaueres sagen zu können, müsste ich mir ein digitales Gehäuse zulegen. Vielleicht der Weihnachtsmann...🙂

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eigentlich kein großes Ding, es empfiehlt sich, Position der Befestigungslöcher des Bandes und der Trommelabdeckung zu markieren

Um die Frage nach dem Erfolg zu beantworten: Jein: die Dicke des Bändchens ist kritisch, ich wurde zwar im heimischen Nähbereich fündig ("soll ich das nähen?"), hatte aber schon beim Zusammensetzen das Gefühl, dass das neue Band etwas zu dick ist. Im Ergebnis sieht es so aus, dass zum einen ein paar Millimeter nicht aufgewickelt werden, vielleicht mangels Federspannung oder weil nicht alles auf die Trommel passt, und ich den Trigger zweimal betätigen muß, was in der Praxis aber nicht weiter stört; übrigens habe ich bei Recherchen zur Reparatur erfahren, dass ich mit diesem Problem nicht alleine stehe.

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tatsächlich, die Dicke ist kritisch. Einerseits ist der Platz zwischen den Trommel (Messing) und schwarzen Tubus (nicht auf den Fotos hier) begrenzt aber auch der Schlitz im schwarzem Tubus ist eng. Ich habe einmal gemessen - original Band ist 5mm breit und hat die Dicke von 0,12mm. Ich habe ein Band mit 6mm Breite und 0,2mm Dicke gefunden und ist noch OK, man kann in einem Zug den Verschluss vollständig aufziehen. Solange man den Trigger durch den ganzen Weg bewegen kann (SCNOO nicht an der Kamera) und er kommt dann zurück ist die Dicke des Bandes OK. 
Eine andere Ursache das man für den vollen Aufzug den Trigger mehrmals betätigen muss ist  die Kupplung, sie befindet sich drinnen in dem Trommel aus Messing. Ist genauso gebaut wie die Hemmfeder beim Aufzug I-IIIb. Manchmal rutscht sie, Trigger bewegt sich aber das wird nicht an die Kamera übertragen.

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  • 1 month later...

Mit dem Abstandsring aus Papier ist das Summicron zwar etwas schärfer geworden, aber das Ergebnis ist nach wie vor unbefriedigend.

2 - 2.8 - 4 - 5.6

Die grottige Abbildungsleistung bei f/5,6 ist mir ein Rätsel. Bezüglich des Randbereichs erhöht sich die Schärfe (wie es sich gehört) mit zunehmender Blendenzahl, aber in der Mitte ist es genau umgekehrt!?

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Edited by mazdaro
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  • 1 month later...

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Schlitzverschlußtücher einer Goerz Ango 9x12, nicht mehr original (Aufdruck fehlt) dafür noch einigermaßen lichtdicht. Tücher waren eher verschleißanfällig und wurden öfter gewechselt.

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geöffneter Einstellmechanismus einer Goerz Ango: von links nach rechts (oben nach unten bei Aufnahme) obere Walzen mit Getriebe und Anschlag für die Schlitzbreiteneinstellung, auf den Vierkant kommt der Aufzuggriff, dann die Wippe mit dem Auslösekopf, die pneumatische Verzögerung für längere Belichtungszeiten, Anzeigescheibe und Getriebe für die Federspannung. Der Verschluß ist beim Aufzug abdeckend, modifizierte Version patentiert 1905/06, Schlitzbreite und Federspannung lassen sich von außen einstellen, die resutierende Belichtungszeit entnimmt man einer Tabelle.

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gespannter Schlitzverschluß der Goerz Ango, von ben gesehen, Schlitzbreite ist auf 3 mm eingestellt, die leicht verbogenen Metallkantee des unteren ersten Vorhangs macht nicht nur im Gehäuse Probleme, bei kurzen Zeiten dürfte die Belichtung auch ungleich sein; Tücher wurden irgendwann mal getauscht. Ein weiteres Problem nach über hundert Jahren sind die Rutschkupplungen des Aufziehmechanismus, bei zu großem Widerstand wird das zweite Tuch beim Aufziehen nicht vollständig nach oben transportiert.

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Goerz Doppelanastigmat Celor, die Namensgebung erfolgte ca. 1904, vorher nur Serienbezeichnung; die Lichtstärke ist mit 1:4,8 angegeben, die Blendenwerte sind aber, wie bei Goerz damals üblich, relative Belichtungszahlen. Das Celor besteht aus vier einzelnen Linsen, hat mangels Vergütung entspr. Lichtverluste, soll aber bei den empfohlenen großen Öffnungen unempfindlich gegen interne Lichtreflexionen, damals Lichtflecken genannt, sein. Das Celor war die bessere Version der lichtstarken Objektive, das Dagor mit sechs Linsen in zwei Gliedern hatte nur 6,8 als größte Öffnung, aber weniger Lichtverlust, höheren Kontrast und zeichnete einen größeren Bildkreis aus.

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  • 2 weeks later...

Warum von mir schon länger nichts zu berichten gibt?
Weil die Flohmarktqualität immer schlechter und die Restaurierung sinnloser.
Zerlegt hab ich sie teilweise zwecks Neugier. Ist aber innen ziemlich rostig.
Schätze, ich kann nicht einmal die verschlusslamellen voneinander trennen....


 

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vor 33 Minuten schrieb Reini:

Warum von mir schon länger nichts zu berichten gibt?
Weil die Flohmarktqualität immer schlechter und die Restaurierung sinnloser.
Zerlegt hab ich sie teilweise zwecks Neugier. Ist aber innen ziemlich rostig.
Schätze, ich kann nicht einmal die verschlusslamellen voneinander trennen....


 

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……..dann brauchst Du ja beizeiten ein Neues Hobby! Oder als Freischaffender dem Notstand bei Leica abhelfen. 

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Für die Altix kann man hier endlich mal ruhigen Gewissens WD40 empfehlen! Ansonsten gilt halt: der Markt ist, wie ist; der Weg ist das Ziel; was zählt ist der Erkenntnisgewinn 😉 Auf Flohmärkten und in den Wühlkisten beim Händler finde ich schon lange nichts mehr. Im Netz sind die Preise im Sinkflug, wir werden älter, Sammlernachwuchs sehe ich kaum. Trotzdem gibt es noch Zuwachs in meiner Vitrine, aktuell durchaus günstig, und Objekte zum Schrauben ebenfalls. Und das Fotografieren nicht vergessen!

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  • 1 month later...

Nix für Leica aber trotzdem eine unterhaltsame Schrauberei

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oben (hinten) sind schon Blendenring und Indexring demontiert, unten (vorne) sieht man die Abdeckkappen der Umlenkrollen um den Fokus beim Zoomen nachzuführen.

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An diesem Objektiv ist alles individuell angepasst, also muß man vor dem Demontage alle Teile und ihre Position genau dokumentieren und Ablegen, auch bei der abschließenden Montage ist die richtige Reihenfolge und Zuordnung aller Teile einzuhalten.

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Hier sind noch alle Ringe hinten in Position, zum Zerlegen des Objektiv müssen alle demontiert werden. Die Madenschrauben halten den Ring mit der Blendenskala, der aufgesteckt ist. Der eigentliche Blendenring wird nach hinten abgeschraubt. Der Indexring hat nur eine richtige Potsition.

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Das vordere Linsenelement läßt sich einfach mit Fassung rausschrauben, der Ring mit den Entfernungsskalen kann man in Postition lassen.

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Die Frontlinse in ihrer schwarzen Fassung ist schon entfernt, die Fokusbaugruppe ausgebaut. Der Fokus ist auf Nähe gestellt und der innere Ring kommt heraus. Die Verbindung geschieht über zwei gegenüber liegende Kurven zwischen den Tuben. Außen sieht man die von außen montierten Bolzen, die unter den kleinen Abdeckkappen verborgen sind. Sie halten jeweils eine kleine Rolle, die im Inneren eine Steuerkurve zur Fokuskorrektur abfahren und den Tubus mit den Frontlinsen unabhängig von der Fokussierung bewegen. Abweichend zur Patentzeichnung finden sich vorne zwei Linsengruppen.

 

Blick ins Innere von Vorne, die Tuben mit den vorderen Linsen zur Foussierung sind entfernt, innen sieht man hinten die Linsen des Variators zur Veränderung der Brennweite.

Edited by romanus53
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Der Haupttubus von außen, man sieht den langen Führungsschlitz mit dem Variator in der Mitte, unten eine Öffnung für die Blendenverstellung. Am Ende des Tubus sitzt die Baugruppe für die hinteren Linsen mit Blendenlamellen. Diese Baugruppe wird von der Rückseite mit drei Schrauben gehalten und läßt sich nur ausbauen, wenn alle anderen Bauteile aus dem Tubus entfernt worden sind.

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Blick von vorne in den Tubus, man sieht die komplizierten Formen der jeweiligen Steuerkurven. Im weiteren vorderen Teil die Kurven für die Fokusnachführung, im hintern Teil die Kurven zur Verschiebung der Variatorbaugruppe für die Brennweitenveränderung. Vorne sieht man auch die Rollen, die von den erwähnten Bolzen geführt werden. Zum Zusammenbau müssen die Rollen sich schon in den Führungskurven befinden, eine nachträgliche Montage von außen ist nicht möglich, nur ihre Führungsbolzen lassen sich von außen einsetzen.

An den Kurven sieht man eingeritzte Kennzeichnungen für die Kurven, die auch an den korrespondierenden Baugruppen angebracht sind. Alles ist aufeinander abgestimmt und angepasst. Das gilt auch für die Rollen, Bolzen, Führungplättchen etc., die richtige Zuordnung ist entscheidend.
Linsen wurden gereinigt, altes Fett entfernt und die beweglichen Teile neu geschmiert.

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