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LUF Admin

Leica Q2 mit 47 MP – Verbessert in jeder Hinsicht

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Nun – 47,3MP-Sensor mit 28mm Brennweite … dies wird aber nicht zu einem 9MP-Bild bei einem Cross auf 75mm, wie es Overgaard schreibt. Die Rechnung ist ja gemäss Strahlensatz:

47,3 * (28/75)^2 = 6.6MP ≠ 9MP …

Trotzdem würde dies reichen für ein Bild mit 300dpi von der Größe 26.6 x 17.8 cm, also fast ein A4-Blatt groß (ca. 21x30cm) …

Imposant ist die Freistellmöglichkeit trotz Weitwinkel: Blende offen = 1.7, Naheinstellgrenze Makro = 170mm, Bokehscheibchen im Hintergrund : z = f^2/(k * g) = 28^2/(1.7 * 170) = 2.7128mm = maximales Bokehscheibchen (Durchmesser) auf dem Sensor. Auf einem A4-Blatt großen Ausdruck wären dies also 2.7128mm/24*210 = 23.73mm, und mit dem Crop auf scheinbare 75mm Brennweite wäre dies ein maximaler Bokehscheibchendurchmesser von 23.73mm/28*75 = 63.58mm, also ca. 6.4cm.

Mit der Q2 könnte man also mit ca. 300dpi ein A4-großes Bild ausdrucken … mit einer irren Hintergrundunschärfe, welche Bokehscheibchen von über 6cm Durchmesser zeigt … 

Ob man einen KB-Sensor kaufen und dann mit einem 1"-großen Sensor fotografieren will – dies ist eine andere Frage. Aber die hohe Pixelanzahl macht so schon guten Sinn. Für die Berechnung der Schärfentiefen bei Crop auf 75mm scheinbaren Brennweite müsste man also den max. zul. Zerstreuungskreisdurchmesser von 0.03mm*28/75 = 0.0112mm wählen, eben wie bei einem 1"-Sensor (1"-Sensor hat den Cropfakror = 2.7 … 2.7 * 28mm = ca. 75mm …).

Beeindruckend eigentlich, diese Kamera … mit doch vielen Möglichkeiten … zudem wetterresistent … verlockend :-) 

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Ich bin anscheinend zu doof, die äquivalenten Blenden der Crops zu berechnen, trotz deiner Ausführungen, Anjuska.

Kann mir da jemand auf die Sprünge helfen, was sind die jeweiligen Blendenwerte in den Crop-Modi (bzgl. Tiefenschärfe) im Vgl. zu echten Objektiven auf einem Vollformat-Sensor?

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vor 4 Stunden schrieb Anjuška:

wetterresistent

Ja wie wir alle glauben, und wobei sich Leica mit dem Hinweis im Handbuch ganz geschickt ein Hintertürchen offen lässt.

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Am 1.4.2019 um 16:42 schrieb leicamario:

Ich bin anscheinend zu doof, die äquivalenten Blenden der Crops zu berechnen, trotz deiner Ausführungen, Anjuska.

Kann mir da jemand auf die Sprünge helfen, was sind die jeweiligen Blendenwerte in den Crop-Modi (bzgl. Tiefenschärfe) im Vgl. zu echten Objektiven auf einem Vollformat-Sensor?

Die Blendenzahl bleibt hier natürlich dieselbe – wir schneiden ja nur zu, und wenn wir den max. zu. Zerstreuungskreisdurchmesser 0.0112mm wählen, fotografieren wir noch immer mit k = 1.7 und croppen … Die Bokehscheibchen bleiben auf dem Sensor gleich groß – wir scheniden das Bild dann nur zu, damit wir scheinbare 35mm, 50mm und 75mm simulieren können. So werden die Bokehscheibchen um den Faktor größer, wie wir das Bild zuschneiden und wiederum aufdehnen ……

 

Edited by Anjuška

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Am 1.4.2019 um 18:45 schrieb SchneiderPetr:

Ja wie wir alle glauben, und wobei sich Leica mit dem Hinweis im Handbuch ganz geschickt ein Hintertürchen offen lässt.

Laut Tabelle hat die Q2  eine 5.2 IP-Klassifizierung, manche Smartphones um die IP 6.7.

5= Staubgeschützt; 2= Schutz gegen tropfendes Wasser mit 15° Neigung.

6= Staubdicht; 7= Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen.

Also Vorsicht bei erhöhten Wolkenaufkommen mit der Q2.

Edited by Bernd1959

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Nun die IP-Klassifizierung findet man ja nun recht häufig hier, mit meinem Zitat ist aber der Hinweis auf Seite 15 des Handbuchs gemeint. Die Uhr tickt, seid der Montage.

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Das ist sogar bei wasserdichten Uhren so: Die Dichtigkeit kann nach ein paar Jahren nachlassen. Wieso sollte es bei einem Feuchtigkeits- und Staubschutz an einer Kamera anders sein?

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Richtig da zahle ich hier direkt bei Hersteller (um die Ecke) ~200€ (inkl. Ar-Trockenhaltetechnik) und quasi "Lokalbonus". Bei Leica guckt sich dafür wohl noch nicht mal einer die Kamera an, 2 Jahre sind schnell rum, dann wird's spannend.

Oh ha, ein Eidgenosse, da muss man beim Thema Uhren ja vorsichtig sein, nein Blödsinn, denn neben den besten Kameras kommen auch die besten Uhren aus Hessen!

Edited by SchneiderPetr

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? War aber nicht im intern. Forum was von 'nen Laden in Bern zu lesen, der eine? hatte! Ist aber schon etwas her. Oder bin ich total auf dem Holzweg?

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Ansichtsexemplare haben alle Leica-Shops, auch die in der Schweiz. Kauf-Exemplare sind ein anderes Thema.

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Am 1.4.2019 um 16:42 schrieb leicamario:

Ich bin anscheinend zu doof, die äquivalenten Blenden der Crops zu berechnen, trotz deiner Ausführungen, Anjuska.

Kann mir da jemand auf die Sprünge helfen, was sind die jeweiligen Blendenwerte in den Crop-Modi (bzgl. Tiefenschärfe) im Vgl. zu echten Objektiven auf einem Vollformat-Sensor?

Hier eine etwas einfachere Rechnung zur Schärfentiefe von Ausschnittsvergrößerungen:

Wenn Du mit der Leica Q ein Bild mit Blende 1,7 machst und dabei den Bildrahmen für 75 mm wählst, erhältst Du eine 2,68-fache Ausschnittsvergrößerung des Originals. Der Crop-Faktor beträgt somit 2,68. Von der Perspektive her entspricht der Ausschnitt exakt einem Foto, das man mit einem 75-er Tele vom gleichen Standpunkt aus gemacht hat. Die Schärfentiefe entspricht einer 75-er Teleaufnahme bei Blende 1,7x2,68  = 4,56. Man muss also die eingestellte Blende mit dem Crop-Faktor multiplizieren. Warum das so ist, kann ich leider nicht erklären, dazu sind mir die optischen Gesetze zu wenig vertraut.

Ergänzung:
Belichtungsmäßig bleibt es selbstverständlich bei der eingestellten Blende 1,7.

Edited by Karl Heinz Marschner
Ergänzung

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Ah, ok. Ich dachte, es sei etwas komplizierter und mit ein einfaches Multiplizieren mit dem Cropfaktor ist es nicht getan.

Danke.

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vor 16 Stunden schrieb Karl Heinz Marschner:

Hier eine etwas einfachere Rechnung zur Schärfentiefe von Ausschnittsvergrößerungen:

Wenn Du mit der Leica Q ein Bild mit Blende 1,7 machst und dabei den Bildrahmen für 75 mm wählst, erhältst Du eine 2,68-fache Ausschnittsvergrößerung des Originals. Der Crop-Faktor beträgt somit 2,68. Von der Perspektive her entspricht der Ausschnitt exakt einem Foto, das man mit einem 75-er Tele vom gleichen Standpunkt aus gemacht hat. Die Schärfentiefe entspricht einer 75-er Teleaufnahme bei Blende 1,7x2,68  = 4,56. Man muss also die eingestellte Blende mit dem Crop-Faktor multiplizieren. Warum das so ist, kann ich leider nicht erklären, dazu sind mir die optischen Gesetze zu wenig vertraut.

Ergänzung:
Belichtungsmäßig bleibt es selbstverständlich bei der eingestellten Blende 1,7.

 

Fast perfekt … Ja, wir machen zwar ein Bild, das aussieht, wie wenn wir mit einem 75mm-Objektiv fotografiert hätten, aber weil wir beim Brennweiten-Simulieren das gecropte Sensorbild dann umso mehr vergrößern müssen beim Ausdrucken des Bildes, machen wir eben nicht ein Bild, das dieselbe Schärfentiefe vorweist: die Zerstreuungskreise werden ja mitvergrößert und somit der Schärfeeindruck gemindert, die Schärfentiefe also verkleinert (bei gleichem Bildbetrachtungsabstand von B = ca. Bilddiagonale). Wir müssen zwingend, um identische Schärfentiefen erzielen zu können, die Blende an der Q2 wirlich verkleinern, damit die Zersreuungskreise kleiner werden, welche wir dann halt stärker vergrößern müssen als wenn wir den vollen Sensor nutzten fürs Bild … Nur so kann die Schärfentiefe erhalten bleiben; und dies hat natürlich sehr wohl eine Auswirkung auf die Bildhelligkeit, wie man sehen wird …

Ein Beispiel dazu: wir möchten mit Fokus g = 3000mm und f = 28mm eine Schärfentiefe bis 3727mm erzielen. Welche Blende brauchen wir dafür?

k = f^2/Zo * (1/g – 1/D) = 28^2/0,03 * (1/3000 – 1/3727) = 1,7

Wenn wir mit 75mm künstlicher Brennweite (Sensor zuschneiden, f bleibt 28mm) auch bei g = 3000mm fokussieren und eine Schärfentiefe bis 3727mm erzielen wollen, dann benötigen wir (mit einem neuen Zo' = Zo/2,68 = 0,0112) eine Blende k' von:

k' = f^2/Zo' * (1/g – 1/D) = 28^2/0,0112 * (1/3000 – 1/3727) = 4,55

Also benötigen wir tatsächlich eine Blende k' = k * (f2/f1) = 1,7 * (75/28) = 4,55 für die identische Schärfentiefe …

Wir stellen an der Kamera für dieselbe Schärfentiefe also effektiv Blende k' = 4,55 ein … und somit bleibt das Ganze natürlich nicht belichtungsneutral … Wir machen die Blende zu, machen ein Bild – und schneiden es dann aus. Ob ein Motiv mit Blende 1,7 oder mit 4,55 fotografiert wird, ist natürlich relevant, was das Licht anbelangt … Die Kamera macht in RAW ja zwei Bilder: eines mit k = 1,7 … und ein zweites mit k' = 4,55. Danach wird nur noch zugeschnitten, das zweite Bild, um 75mm Brennweite zu simulieren … (die tatsächliche Brennweite in der Kamera verändert sich optisch ja nicht, nur weil wir ein Bild zuschneiden)

Herzlich – Martin

 

Edited by Anjuška

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Ich verstehe es noch nicht ganz. Wann macht die Kamera das 2. Foto und wozu? In RAW wird doch immer das 28mm foto abgespeichert + ein Eintrag zum gewählet Crop.

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vor 37 Minuten schrieb duoenboge:

Ich verstehe es noch nicht ganz. Wann macht die Kamera das 2. Foto und wozu? In RAW wird doch immer das 28mm foto abgespeichert + ein Eintrag zum gewählet Crop.

 

Wenn wir ein Bild machen mit vollen Sensor (KB, Brennweite = 28mm), dann weist das Bild eine gewisse Schärfentiefe vor. Machen wir nun ein zweites Bild und verwenden einen Brennweiten-simulierenden Rahmen, so fotografieren wir zwar noch immer mit 28mm Brennweite (und die Kamera speichtert noch immer in RAW ein KB-Bild ab), müssen aber, wenn wir identische Schärfentiefen erzielen wollen, die Blende um den selben Faktor schließen, wie die beiden verschiedenen Brennweiten zueinander stehen … Beispiel:

Ich mache ein Bild mit ganzem Sensor, mit Blende 4; und die Schärfentiefe (von sagen wir Lampe bis Haus) würde mir genügen. Der Ausschnitt aber gefällt mir noch nicht, und ich entscheide mich, das Bild zuzuschneiden (mittels diesem Rahmen im Sucherbild bei der Q2), z.B. auf 50mm scheinbare Brennweite. Will ich nun fürs neue Bild dieselbe Schärfentiefe haben wie beim ersten, also auch Schärfe empfinden von Lampe bis zum Haus, so muss ich die Blende 4 nun um den selben Faktor zumachen (die Blendenzahl vergrößern), wie ich die Brennweite scheinbar veränderte. Dies wäre dann ergo wie folgt:

k' = k * (f2/f1) = 4 * (50/28) = 7.1

Ich müsste also statt mit Blende k = 4 (ganzen Sensor nutzend) neu mit Blende k' = 7.1 (nur einen Teil des Sensors nutzend) fotografieren, denn dann habe ich halt nicht den ganzen Sensor genutzt (beim ausgedruckten Bild!), und so muss ich also für ein z.B. A4-großes Bild das Teil-Sensor-Bild umso mehr vergrößern; die Zerstreuungskreise werden dadurch natürlich aber mitvergrößert – aber weil wir neu die Zerstreuungskreise verkleinernde Blende 7.1 verwendeten, werden sie für unsere Augen durchs Mehr-Vergrößern nur wieder so groß wie vorhin beim ersten Bild, bei dem wir den ganzen Sensor nutzten. Somit bleibt die Schärfentiefe konstant und ist identisch zu jener auf dem ersten Bild, bei dem wir den ganzen Sensor nutzten.

So sind beide Bilder im Ausdruck gleich groß, das erste hat 43 MP, das zweite noch 43*(28/50)^2 = 13 MP, im ersten Bild haben wir mehr Ausschnitt drauf (wie eben 28mm original :-)) beim zweiten Bild aber ist nun weniger drauf vom Ausschnitt her (wie scheinbar 50mm) und aber – die Schärfentiefe ist identisch, dank k' statt k. Was allerdings noch anders sein wird dazu: die ISO-Zahl und/oder die Verschlusszeit, denn … wir müssen kompensieren: wir mussten ja für eine identische Schärfentiefe die Blende etwas schließen … (um knappe 2 Blendenstufen).

 

Edited by Anjuška

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Also k' = k stimmt, hat mir vorhin mein achjähriger Ur-Urenkel am eFlip noch mal vorgerechnet, und Alexa bestätigt dies auch, danke für die Erklärung.

 

 

 

Edited by SchneiderPetr

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vor einer Stunde schrieb SchneiderPetr:

Also k' = k stimmt, hat mir vorhin mein achjähriger Ur-Urenkel am eFlip noch mal vorgerechnet, und Alexa bestätigt dies auch, danke für die Erklärung.

 

 

 

 

Nein 😅  k' ≠ k, denn k' = k * (f2/f1) > k 

 

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