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Michel Ruck

Mittelformat-Look

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Meine erste Kamera, mit der ich 3-4 Jahre "fotografiert" habe, war eine Agfa-Mittelformatkamera, die ich von meinem Opa bekommen hatte. Das einzig Positive daran war, dass ich alle Techniken des Fotografierens, bis hin zum externen Belichtungsmesser von Grund auf gelernt habe. Ich war aber froh, als ich mir dann meine erste eigene (Kleinbild-)Kamera kaufen konnte, alles war viel "komfortabler" und schneller. Wenn ich mir heute die alten Mittelformataufnahmen und meine ersten Kleinbildaufnahmen anschaue, war es kein Fehler.

Vor ca. 10 Jahren hatte ich noch mal für ein paar Monate mit einer Hasselblad 500irgendwas rumgemacht, die ich preiswert geschossen hatte. Ach ja, was soll ich sagen, nach ein paar Monaten hatte ich keine Lust mehr darauf, es war mir zu unpraktisch und die Ergebnisse fand ich jetzt auch nicht sonderlich "anders". Bis auf meine Schraubleica, war das auch mein letztes analoges Experiment. Das Scannen hat mich irgendwann einfach nur noch genervt. Digital hatte ich bisher nie größer als Kleinbild, wobei die Fuji GFX schon interessant ist, aber letztendlich will ich das auch nicht schleppen und wenn ich mir die Ergebnisse im Nachbarforum so anschaue, sehe ich da auch nichts von Mittelformat-Look. Die Vergrößerungsfähig ist halt enorm, aber KB ist ja auch schon bei 50MP und die Anwendungen wo ich solche gigantische Auflösungen bräuchte sind auch eher selten, also gar nicht, nie. Brauch ich nicht.

Wenn man Spaß daran hat und was besonderes daran oder darin sieht, warum nicht?

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vor einer Stunde schrieb UliWer:

Wenn einer ein Bild anschaut, das ein anderer zeigt, ist das auch eine Vermittlung - nämlich über das Bild. Man muss dazu nichts sagen.

Mir ist hier zu viel von Gefühlen die Rede.

Gehts nicht  um Gefühle beim Fotografieren und Betrachten? 

Edited by tom0511

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Ich hab einige Filme mit einer Zenza Bronica belichtet.
War schwer, klobig...leider mit einem Prismen- und keinem LIchtschachtsucher. Hätte mehr Spaß gemacht.

Das einzig positive war im Nachhinein, daß ich sie einem verrückten dann um den doppelten Einkaufspreis verklopft hab. 😁

 

 

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vor 11 Stunden schrieb tom0511:

Interessant finde ich, dass diejenigen, die kein Mittelformat nutzen, anscheinend besser wissen, ob es einen Mittelformatlook gibt (bzw. nicht gibt) und wo die Unterschiede liegen, als diejenigen, die es unter verschiedensten Bedingungen schon seit geraumer Zeit verwenden.

Ich poste hier nicht, um jemanden, der überzeugt ist, dass es diese Unterschiede nicht gibt vom Gegenteil zu überzeugen.

Wie gesagt, jeder soll das tun, von dem er überzeugt ist.

Ich fände nur schade, wenn diejenigen, die sich neu mit der Thematik beschäftigen ein einseitiges (aus meiner Sicht falsches) Bild bekämen. Der Punkt, dass der Hauptunterschied nur darin läge, dass bei gleicher Blende und gleichem Bildwinkel weniger Schärfentiefe resultiert ist nur ein kleiner von vielen Punkten.

Ich weiß nur von einem der (hier mitschreibenden) Mitforenten, ob er MIttelformat nutzt oder nicht (bei mir selbst weiß ich es natürlich auch).

Und ich poste hier, weil ich es von denen, die es behaupten gerne dargelegt/gezeigt/bewisen bekommen würde.

Wenn der Punkt nicht (nur) die Schärfentiefe ist (und nicht nur unterschiedlich schnelle Fortentwicklung der Sensoren, sondern dem Format anhaftet), würde ich ihn gerne sehen.

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vor 9 Stunden schrieb tom0511:

Gehts nicht  um Gefühle beim Fotografieren und Betrachten? 

Ich dachte, es geht um‘s Sehen und sichtbar Machen.

Aber Gefühle sind sicher einfacher zu benennen; man muss nicht so genau hinschauen.

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vor 27 Minuten schrieb UliWer:

Ich dachte, es geht um‘s Sehen und sichtbar Machen.

Aber Gefühle sind sicher einfacher zu benennen; man muss nicht so genau hinschauen.

Ich schrieb "um Gefühle und Betrachten". Mein Ziel ist, das jemand etwas fühlt, wenn er meine Fotos betrachtet. Und ich glaube, er/sie schaut genau dann genauer hin, wenn das Bild Emotionen/Gefühle auslöst. Aber auch da scheinen wir wohl unterschiedliche Ansichten zu haben.

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Am 24.1.2019 um 09:25 schrieb R-4:

MFT ist nicht mehr zeitgemäß, da der "Qualitätsabstand" zur Fotografie mit dem Smartphone zu klein geworden ist (s. auch Diskussion ob Panasonic ganz "rausgeht" aus diesem Format).

Ich bin kein Verfechter des µ4/3 Formates, aber das stimmt nun wirklich nicht. Ein Smartphone (mit dem man auch sehr gute Fotos machen kann) wird mit den im Vergleich winzigen Sensoren niemals die komplette Flexibilität eines Sensors im µ4/3 Format erreichen können - selbst nicht mit softwareseitigen Freistellungstricks (die manchmal überraschend gut funktionieren.)

Ganz ähnlich verhält es sich bei allen Fomaten. Jedes hat seine Vor- und Nachteile. Für mich ist der Kleinbild-Sensor im Moment der "beste Kompromiss". Hmmm... klingt zu negativ. Er hat das "Beste aus allen Welten". ;)

Sieht man den Unterschied zum Mittelformat? Ja, schon. Vor allem auf Film. Ein 6x9 zeigt (wenn auch nicht immer) eine andere Wirkung als ein Kleinbild. Aber das muss korrekt eingestellt sein, wie immer beim Fotografieren.

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vor 12 Stunden schrieb Jan Böttcher:

Ich weiß nur von einem der (hier mitschreibenden) Mitforenten, ob er MIttelformat nutzt oder nicht (bei mir selbst weiß ich es natürlich auch).

Und ich poste hier, weil ich es von denen, die es behaupten gerne dargelegt/gezeigt/bewisen bekommen würde.

Wenn der Punkt nicht (nur) die Schärfentiefe ist (und nicht nur unterschiedlich schnelle Fortentwicklung der Sensoren, sondern dem Format anhaftet), würde ich ihn gerne sehen.

Hallo Jan und andere,

wen die Frage wirklich interessiert, dem kann ich nur empfehlen...

- mal bei Hassy, Phase One, Leica, Fuji etc. einfach Beispielfotos runterzuladen, zu betrachten, zu drucken und damit in der Software "rumzuspielen",

- großformatige Drucke in Gallerien anzuaschauen

-am besten eine Test-MF-Kamera für ein paar Tage selbst für typische Motive und Anwendungsbebiete zu leihen und selbst zu verwenden.(wird von vielen Herstellern kostenlos angeboten)

und sich dann ein eigenes "Bild" zu machen.

Die Bildqualität hängt von so vielen Dingen ab (Sensor, Objektiv, Profil, Software, Licht, Verwacklungsanfälligkeit/Dämpfung,.....), da sind direkte Vergleiche schwierig und vor allem aufwändig.

Dass Euch jemand diese "Arbeit" abnimmt, dessen Aussagen hier im Thread sowieso grundsätzlich angezweifelt und als Gefühle tituliert werden halte ich für unwahrscheinlich.

Von daher befürchte ich, wenn Du Beweise dafür willst, dass Dein Gefühl man können keinen unterschied zwischen MF und FF sehen bewiesen oder widerlegt haben möchtest, und wenn Du anderen nicht glaubst, die beide Formate verwenden, dann wirst Du Dich auf Deiner Wahrheitssuche vermutlich selbst damit auseinandersetzen und deine eigene Zeit investieren müssen.

 

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Ich glaube es geht ihm eher darum, ob es wirklich einen Unterschied zwischen dem "Look" einer MF oder KB Kamera geht.
Da nützt es nichts Beispielbilder anzuschauen oder runterzuladen. Die werden ohne Zweifel hervorragende Qualität haben.
Aber es müssten gleiche Motive mit gleichem Licht einmal mit einer Vollformatkamera und einmal mit einer MF Kamera bei einer möglichst gleichen Brennweiten/Blenden Kombi und verglichen werden. Ich wette Unterschiede werden (im Gegensatz zur Filmära) zwar vorhanden aber recht gering sein. So wie Unterschiede zwischen einer Nikon D5 und einer Leica SL auch vorhanden sind.
Die Hauptunterschiede sind letztendlich beim möglichen Vergrösserungsfaktor zu sehen.

Edited by verwackelt

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Ich habe keinsterlei Schwierigkeiten, einen anderen Signal-Rauschabstand oder eine andere Auflösung anzuerkennn. Auch Dyanmikumfänge, wunderbar technisch meßbar.

Jede neue Kamerageneration bringt da Fortschritt ... und wenn man es auf diese Größen reduziert, müßte man Kameras unterschiedlicher Formate EINER Epoche vergleichen, aber nicht Kameras unterschiedlicher Formate und dan einem Format eine Eigenschaft zuschreiben.

Und ganz besonders beim Schärfeverlauf ...

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Hmm , " dont know much about trigonmetry dont much about science book" .... ( Sam Cook ) jetzt pass mal auf Jan, das nehme ich dir nicht ab , ich kenne ja deine Karten he he.

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Am 29.1.2019 um 13:49 schrieb B. Lichter:

Die Kameras (also nicht die Leica S, sondern die analogen Kisten von anno dazumal) gibt`s für ähnlich wenig Geld, wie eine Lederhülle für eine aktuelle Kamera.

für die analogen MF Kameras, mit denen ich gerne hantiere, trifft das leider nicht zu ... ich finde immer Gefallen an dem was (gerade) teuer ist, verd...

Edited by leitna

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den Mittelformat Look gibt's ... ganz klar ... häufig sieht man den Fotos an mit welcher Gerätschaft sie entstanden sind. Mittelformat muss nicht immer besser sein.

Wer kennt nicht das Gefühl mit einer bestimmten Kamera fotografisch am Ziel angekommen zu sein ... mal hat man das Gefühl nur mit einer MF Kamera könne man gute Bilder machen, ein anderes mal nur mit einer KB, usw. usw. 

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vor 4 Stunden schrieb becker:

Hmm , " dont know much about trigonmetry dont much about science book" .... ( Sam Cook ) jetzt pass mal auf Jan, das nehme ich dir nicht ab , ich kenne ja deine Karten he he.

Die Sensorgröße ist bei gleicher Pixelzahl zu Kantenlänge das neutrale Element.

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Je größer die Komponenten  Sensor / Film, Objektiv,  desto weniger Verzeichnung, desto mehr " look ". 

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Ich weiß gar nicht, warum schon wieder der Kampf um die Deutungshoheit entflammt ist.

Über die Existenz des Mittelformat-Looks scheint Einigkeit zu herrschen, aber es soll irgendwie denjenigen, die nicht in der Lage sind diesen Look so zu definieren, dass diese Definition die Gnade andere (selbsternannter?) Fachleute findet, verboten werden, die Bezeichnung Mittelformat-Look zu nutzen.

OK, ich biete Hilfe an:
Ich habe keine Ahnung, ob es den Mittelformat-Look tatsächlich gibt, ich kann ihn nicht beschreiben oder definieren, kenne kaum einen Zusammenhang zwischen Sensorgröße, Pixeldichte, Verzeichnung und mag trotzdem, was aus Mittelformat-Kameras kommt. Deswegen nenne ich diesen Look ab sofort „B. Lichter-Alt-Kamera-Groß-Look“ und gestatte jedem ihn zu benutzen, ohne dass er öffentlich eine Qualifikation dafür ablegen muss.

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