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Kooperationspartner in Mißkredit

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Heute auf t-online:

Huawei – zu große Nähe zur chinesischen Regierung?

Huawei ist einer der weltweit größten Anbieter von Telekommunikationsausrüstung und Dienstleistungen in dem Bereich. Dieses Jahr überholte der chinesische Konzern Apple als zweitgrößter Handyhersteller der Welt und ist Marktführer Samsung auf den Fersen.

In mehreren Ländern wird Huawei allerdings eine zu große Nähe zur chinesischen Regierung vorgeworfen. Die USA und andere westliche Staaten sehen Huawei als Gefahr für ihre Cybersicherheit und befürchten, Technologie des Konzerns könnte ein Einfallstor für chinesische Spionage sein.

Erst am Mittwoch teilte der britische Telekommunikationskonzern BT mit, in seinen Netzen auf Huawei-Technik zu verzichten. Neuseelands größter Telekommunikationsanbieter Spark bekam kürzlich vom Geheimdienst des Landes die Auflage, beim Ausbau von 5G auf Huawei-Technik zu verzichten.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur afp

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Das sind die Geschichten, von denen eigentlich jeder ahnen konnte, dass sie stimmen. Und das auch lange bevor es Verdachtsmomente oder Beweise gibt.

Dazu noch ein Google-Betriebssystem auf dem Ding, damit sichergestellt ist, dass die Daten das Gerät auch flüssig verlassen können.

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Mit der Überschrift "Kooperationspartner in Misskredit" wird auch Leica in Misskredit gebracht. Sie suggeriert, als ob Leica Einfluss oder Verantwortlichkeit hat.

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vor 2 Stunden schrieb B. Lichter:

Das sind die Geschichten, von denen eigentlich jeder ahnen konnte, dass sie stimmen. Und das auch lange bevor es Verdachtsmomente oder Beweise gibt.

Dazu noch ein Google-Betriebssystem auf dem Ding, damit sichergestellt ist, dass die Daten das Gerät auch flüssig verlassen können.

Das uns die Amis ausspionieren wissen wir eh schon seit Längerem.Jetzt aber können wir es uns aussuchen von wem wir uns lieber ausspionieren lassen.

vielleicht doch von den Amis;)

Edited by eibenbaum

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Das ist jetzt aber auch nicht neu. Experten warnen seit Jahren vor Huawei.

Ich versuche mittlerweile komplett auf Produkte zu verzichten, deren Software in China gemacht wird, sofern man das beurteilen kann. Die Kamera YI M1, die seit Jahren zu Spotpreisen angeboten wird, ist auch so ein Fall. Da hatte (selbst) der TÜV herausgefunden, dass die Kamera die Passwörter für die verwendeten WLAN-Netzwerke an chinesische Server schickt.

In diesem Zusammenhang ganz interessant:

https://www.zdf.de/nachrichten/heute-sendungen/videos/video-chinas-totale-kontrolle-100.html

Ein Freund von mir ist für die IT-Sicherheit zuständig, in einem Bereich, wo es um Hochtechnologie und Physik geht. Er sagte, vor ein paar Jahren wäre Russland einer der Hauptverursacher von Hacking-Attacken gewesen. Aber mittlerweile wäre China die absolute Nummer eins mit mehreren tausenden Attacken pro Tag. Die haben so viel Traffic allein durch Angriffversuche verursacht, dass der gesamte IP-Raum von China mittlerweile abgekoppelt wurde.

Und wenn man weiß, wie in China die Uhren ticken, ist die Frage ob Huawei wohl Kontakt zu staatlichen Stellen hat, eigentlich ein Witz. Wäre dem nicht so, dann wäre Huawei in China kein erfolgreiches Unternehmen. Ähnliches gilt für Alibaba und Konsorten.

Aber wirtschaftlichen Interessen wird ja sowieso meist alles untergeordnet:

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/volkswagen-bmw-daimler-liefern-daten-an-china-a-1241698.html

Und Google arbeitet gerade an einer zensierten Suchmaschine für China, da geht es auch nur um Kohle, bei so vielen potentiellen Kunden:

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Projekt-Dragonfly-Google-unterlief-interne-Kritik-an-China-Plaenen-4236109.html

Manchmal hat man den Eindruck, unsere Demokratien sind ein Auslaufmodell, weil es nicht genug *mündige* Bürger gibt.

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China ist nach wie vor ein (ozziziell) kommunistisches Land geführt von einem Zentralkomitee der kommunistischen Partei, deren Generalsekretär fast als Alleinherrscher gilt.

Ein Unternehmen mit Milliardenumsätzen in der Schlüsseltechnolgie IT/ Kommunikation ist doch quasi Staatseigentum.

Kein Computer, keine Kamera, kein Radio, kein Smartphone, kein Auto und kein Bügeleisen mehr ohne Herkunftsland China oder zumindest Bauteile aus diesem Land.

Der Gegenpart sitzt in den USA. Da teilt sich die Hoheit über unsere persönlichen Daten in 2 Konzerne auf, Google und Facebook.

Das Huawei- Telefon mit Android- System verbindet also perfekt beide Welten ;-) Wir haben schliesslich wichtigeres zu tun, hier...

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vor einer Stunde schrieb elmars:

Mit der Überschrift "Kooperationspartner in Misskredit" wird auch Leica in Misskredit gebracht. Sie suggeriert, als ob Leica Einfluss oder Verantwortlichkeit hat.

Ich weiß, dass Du, Elmar, mit Worten sehr exakt umzugehen weißt. Daher wundert mich Dein obiger Kurzschluss, der schlicht so nicht stimmt. Es sei denn, Du hältst es mit der Weisheit meiner Urgroßmutter "Sage mir mit wem Du gehst und ich sage Dir, wer Du bist".

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Dann will ich euch beide mal zusammenbringen: Selbstredend bringt der Threadtitel Leica in Misskredit. Aber nicht, weil er suggeriert, dass Leica Einfluss hat, sondern weil es tatsächlich so ist. Vielleicht nicht auf die möglichen Vorgänge bei Huawei, aber durchaus auf die Wahl der eigenen Kooperationspartner. Dass gegen Huawei nicht ganz unerhebliche Vorwürfe im Raum stehen, war weit vor Beginn der Kooperation mit Leica bekannt. (Man hat sich trotzdem für diesen Partner entschieden, vielleicht auch deshalb – Spekulation, Spekulation, Spekulation – weil der Wunschpartner nicht wollte.)

 

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Hallo zusammen,

heute auf WDR 5 Profit aktuell: Huawei Finanzchefin in Kanada verhaftet. Eine kurze Übersicht.

https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr5/wdr5-profit-aktuell/audio-huawei-finanzchefin-in-kanada-verhaftet-100.html

Wie aus dem Podcast (Leica wird auch genannt) hervorgeht,  arbeiten, eben neben Leica, auch andere Firmen wie u.a. Daimler Benz und Telekom mit Huawei zusammen. Dann müssen ja auch diese beiden Unternehmen in Mißkredit stehen und nicht nur Leica. Natürlich könnte an den Vorwürfen was dran sein. Vielleicht mehr, vielleicht weniger? Fakt ist aber, dass Kanada die besagte Dame auf drängen der USA festgenommen haben. Es macht die Sache, wenn sich die Vorwürfe erhärten sollten, sicherlich nicht besser, aber im Umkehrschluss sollte man einmal darüber nachdenken, auf wieviele US amerikanische Server eventuell die US Sicherheitsbehörden Zugriff haben oder was sie geliefert bekommen? Oder britische, oder israelische, oder französische, oder, oder, oder... .

Wie auch immer. Für meinen Teil nutze ich seit Jahren Netzwerktechnik von Huawei, die alles andere als schlecht ist. Es kommt auch vor das ich hin und wieder durchaus kritische Artikel über China über Google & Co. aufrufe. Der chinesische Geheimdienst hat bis heute jedoch noch nicht bei mir an der Türe geklopft. Aber würden die überhaupt klopfen? 🤔 😏

Gruß
Thomas

Edited by thowi

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Hallo Thomas, in diesem Fall musst Du unterscheiden zwischen dem Grund / Vorwand der Verhaftung >Bruch der Iran-Sanktionen und der "allgemeinen" Kritik an HuaWei, an deren Staatsgebundenheit, um es mal vorsichtig auszudrücken. Und, ja, ein Partner mit Imageproblemen kann auch dem anderen Partner über kurz oder lang ein abfärbendes Imageproblem bringen.

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vor 8 Stunden schrieb thowi:

aber im Umkehrschluss sollte man einmal darüber nachdenken, auf wieviele US amerikanische Server eventuell die US Sicherheitsbehörden Zugriff haben oder was sie geliefert bekommen?

Das ist sicher so.
Nur macht es das eine nicht besser, weil das andere vielleicht genau so schlecht ist.

Die amerikanischen Geheimdienste werde wohl auch ordentlich Druck auf die eigenen Unternehmen ausüben. Ich glaube nicht, dass Apple, fb, Google... sich einfach so gegenüber dem Heimatschutzministerium verweigern. Sie erzählen es vielleicht und Apple lässt sich auch schon mal ein paar Wochen und Instanzen bitten, bis sie ein Beweis-iPhone für ein Gericht „öffnen“, das tut dem Image gut. Aber letztlich traue ich den US-Firmen auch nicht.

 

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vor 12 Stunden schrieb thowi:

Der chinesische Geheimdienst hat bis heute jedoch noch nicht bei mir an der Türe geklopft. Aber würden die überhaupt klopfen? 🤔 😏

 

Thomas, die klopfen nicht an. Wenn Du Android benutzt, sind die schon lange da und kümmern sich um Dein "Wohlergehen". ;) 

Spioniert wird immer, wo und wie es nur irgendwie geht. Die Frage ist immer, was ist die Zielsetzung und was möchte man damit erreichen. Die Möglichkeiten zwischen Industriespionage und Cyberwar sind breit gefächert.

Im Bereich Industriespionage und "Kopien" ist es in China halt schwierig, gerade für deutsche mittelständische Unternehmen. Klaut ein amerikanischer Hersteller Deine Idee oder Dein Patent, dann kannst Du in einem Rechtsstaat gegen diesen Hersteller klagen und bekommst aller Wahrscheinlichkeit nach zu Deinem Recht. In China kannst Du Kopfstände machen, es interessiert halt niemanden. China ist kein Rechtsstaat, sondern menschenrechtsverachtende, kontrollierende und überwachende Diktatur, die dem eigenen wirtschaftlichen Erfolg alles unterordnet, alles. Da machst du nichts.

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