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Krusty

Empfehlenswerter analoger / antiker Belichtungsmesser?

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Hallo zusammen,

 

ein Freund von mir fotografiert mit einer Widelux F7 Kamera, welche keinen Belichtungsmesser hat. Ich möchte ihm jetzt einen antiken / analogen Belichtungsmesser schenken. Könnt Ihr mir helfen, was da so in den 60er-70er Jahren so der Benchmark war, damit ich mich mal in der Bucht umschauen kann? 

 

Vielen Dank und Grüße

Krusty

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Hier kannst du dir einen Überblick vetschaffen, wie die Modelle in diversen Dezenien ausgesehen haben.

 

https://photobutmore.de/vintagephoto/belichtungsmesserel/bewiamateur-wsa.jpg

 

Das wichtigste ist aber, dass du die Gewissheit hast, dass er funktioniert.

 

Ich hab einen Gossen Bisix 2 (Bauzeit mitte 70er?) seit mittlerweile 32 Jahren! Und er funktioniert noch immer genau!

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Guest Lux

Sekonic Studio de Luxe L398: perfektes und wunderschönes Teil, batterielos

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Sekonic Studio de Luxe L398: perfektes und wunderschönes Teil, batterielos

Schick ist der, keine Frage, aber die Handhabung mit diversen Kalotten und Lochblenden würde mich EXTREM nerven.

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Sekonic L-398A Studio Deluxe III: perfektes und wunderschönes Teil, batterielos.

 

Klassisch und wunderschön, in der Tat. Dieses Modell (bzw. deren Vorgänger) ist schon seit Jahrzehnten auf dem Markt. Perfekt ist das Ding allerdings nicht: batterielos ist zwar praktisch, doch dafür ist der Meßbereich sehr klein. Ab LW 4 bei ISO 100/21° für Lichtmessung, und für Objektmessung sogar erst ab LW 9 bei ISO 100/21°!

 

LW 4 entspricht z. B. Blende 1,4 und 1/8 s. Und das gilt für ISO 100/21°, wohlgemerkt (für ISO 400/27° zum Beispiel läge die Grenze bei LW 6)! Für einen gut beleuchteten Innenraum reicht das noch, aber sobald es etwas schummerig wird, ist der L-398 nicht mehr zu gebrauchen. LW 9 enspricht z. B. Blende 4 und 1/30 s – und auch dieser Grenzwert gilt für ISO 100/21°. Das kann bei trübem Wetter bereits tagsüber im Freien unterschritten werden. Es handelt sich also um einen Studio- und Schönwetter-Belichtungsmesser.

 

Meine Empfehlung für einen klassischen Belichtungsmesser wäre der Minolta Auto-Meter II aus den '70er Jahren – der mit der obercoolen selbstrotierenden Skala. Wenn aber der Gebrauchswert im Vordergrund stehen soll, dann würde ich unbedingt ein moderneres Gerät empfehlen, das Licht- und Objektmessung zugleich beherrscht, ohne daß dafür irgendwelche Aufsätze montiert bzw. entfernt werden müssen. Beispiele hierfür wären der Minolta Flash-Meter VI, der baugleiche Kenko KFM-2100 oder die Sekonic-Modellreihen L-758 und L-858 (teuer!). Etwas entsprechendes gibt's sicher auch von Gossen ...

 

Überhaupt – generell würde ich mich an die drei Hersteller (in alphabetischer Reihenfolge) Gossen, Minolta bzw. Kenko sowie Sekonic halten. Das gilt für Geräte aus den '60er oder '70er Jahren ebenso wie für Geräte aus aktueller Produktion. Die Fertigung der zuletzt von Minolta angebotenen Lichtmeßgeräte wurde nach dem Ende ihrer Imaging Division von Kenko übernommen und bis heute fortgesetzt. Zwar galt Minolta irgendwie immer als Hersteller von Amateur-Kameras – doch deren Meßgeräte waren auf professionellem Niveau. Neben Belichtungsmessern für die Fotografie stellten sie einst auch Lichtanalyse- und -meßgeräte für industrielle und medizinische Zwecke her.

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(...) dafür ist der Meßbereich sehr klein. Ab LW 4 bei ISO 100/21° für Lichtmessung, und für Objektmessung sogar erst ab LW 9 bei ISO 100/21°!

Wenn jetzt eh schon große Geräte vorgeschlagen werden und es evtl. auch um LowLight-Aufnahmen geht, wäre meine Empfehlung der Gossen Profisix. Dessen Messbereich geht bei ISO 100/21° nicht nur runter bis LW -4, er hat auch ein Bedienkonzept, das an Klarheit und Handhabung meines Erachtens nicht zu übertreffen ist.

Nur vom Anschauen her versteht man das nicht, den muss man mal probiert haben.

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. Ich hab einen Gossen Bisix 2 (Bauzeit mitte 70er?) seit mittlerweile 32 Jahren! Und er funktioniert noch immer genau!

Mein Bisix von 1972  (der vor dem Bisix 2) funktioniert auch immer noch recht genau.

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Hallo zusammen,

 

Vielen Dank dass ihr euch die Zeit genommen habt und es so ausführlich beschrieben habt. Ich muss mir mal in Ruhe die Geräte anschauen. Der Gossen Prosifix ist ja ein richtiger Bomber... aber auch von der Funktion her ein Hammer Teil. Hat aber bei eBay seinen Preis und scheint immer über 100 eur zu gehen.

 

Vermutlich sind die alle besser als diverse belichtungsmesser Apps (myLightMeter)?

 

Ich les mich jetzt mal in das Thema rein...

 

Vielen Dank,

Grüße

Krusty

Edited by Krusty

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Beim Einlesen rentiert es, sich auf die Batterien zu achten, die ein so altes Gerät braucht. Früher waren Quecksilber-Batterien üblich, und die sind heute nicht mehr erhältlich. Die moderneren Batterien haben eine andere Spannung, und mit einer geänderten Spannung funktionieren viele Belichtungsmesser nicht mehr richtig. Da braucht's Adapter, welche die Spannung der Batterie an das alte Gerät anpassen, oder Du kannst das alte Gerät so modifizieren, dass es mit modernen Batterien richtig funktioniert.

 

Mein Gossen Lunasix-3 zum Beispiel läuft mit modernen Batterien sehr gut.

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Das ist einer der Vorteile des (zugegeben hässlichen) Profisix-SBC: 9-Volt-Blocks bekommt man überall.

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Hatte erst kürzlich diverse Belichtungsmesser in den Kleinanzeigen. Interesse leider bei NULL.

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Gossen Prosifix (...) Hat aber bei eBay seinen Preis und scheint immer über 100 eur zu gehen.

Puh, dann hätte ich meinen zweiten Profisix wohl lieber noch etwas liegen lassen sollen. Vor ein paar Jahren lagen die Preise bei ebay(kein sofortkauf) um die 70/80€.

Das Problem bei älteren Belis ist halt, dass man nie weiß, ob sie passen. Das betrifft JEDES Modell. Und da würde ich, wenn es um 100€ oder mehr geht, ausnahmsweise wirklich nur per Paypal kaufen.

Zweite Bedingung wäre, dass ich einen erwiesenermaßen passenden Beli zum Gegenchecken habe.

Als ich mir damals* einen Gossen gesucht habe, hatte ich 3(!) Lunasix ersteigert und kein einziger(!) arbeitete exakt.

Der nachfolgende Profisix passte ebenfalls nicht, aber der Verkäufer ließ ihn auf seine Rechnung bei Gossen reparieren(neue Messzelle). Danach wurde ein Prüfprotokoll erstellt, mit dem Ergebnis, dass die Abweichungen über den gesamten Messbereich zwischen 0 und 1/10 Blenden betrugen.

WENN er passt, ist der Profisix also ein echt präzises Teil.

 

*Das war um 2001/2002 rum. Heute sind die Teile also nochmal einige Jährchen älter!

 

Vermutlich sind die alle besser als diverse belichtungsmesser Apps (myLightMeter)?

Definitiv. Eine Handvoll Vergleichsmessungen führte bei mir dazu, dass ich die App umgehend wieder deinstallierte.

 

 

PS: Wenn man bei der Optik ein Auge zudrücken kann: Gossen Digisix/Digisix 2. Moderne Technik, stoßunempfindlich, präzise, klein+leicht, LW- & analoge LW-Reihen-Anzeige.

Nervig:

- ASA-Verstellung

- Batteriewechsel mindestens 1x/Jahr

Edited by Signor Rossi

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Das ist einer der Vorteile des (zugegeben hässlichen) Profisix-SBC: 9-Volt-Blocks bekommt man überall.

Ich selbst finde ihn, zumindest in der Lederschale überhaupt nicht hässlich, ganz im Gegenteil!

Stichwort SBC.

Diese moderne Messzelle, die in jeder(!) Beleuchtungssituation verzögerungsfrei anspricht, sucht man bei anderen älteren Beli übrigens oft vergeblich.

CDS-Zellen sollen mehrere Messungen hintereinander ja mit Ungenauigkeiten quittieren, weshalb Erholungspausen empfohlen werden, nachdem man etwas helles angemessen hat.

Auch soll die spektrale Empfindlichkeit der SBC eher der der Filme entsprechen.

 

Ich wieweit dies angesichts der eigenen Messfehler für ihn relevant ist, muss jeder selbst entscheiden.

Edited by Signor Rossi

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Wenn Gossen, dann würde ich anstelle des Profisix lieber den Lunasix F nehmen. Der ist günstiger, bietet dennoch die gleichen Funktionen und kann (weitgehend) die gleichen Meßaufsätze nutzen, und er bietet überdies noch eine einfache Blitzbelichtungsmessung, wenngleich nur mit 1/60 s als einziger Torzeit. Einen vollwertigen Blitzbelichtungsmesser ersetzt er also nicht, aber immerhin ...
 

(Es gibt den Lunasix auch ohne 'F' – den nicht.)

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Wenn Gossen, dann würde ich anstelle des Profisix lieber den Lunasix F nehmen. Der ist günstiger, bietet dennoch die gleichen Funktionen

Nicht ganz. Der Lunasix F geht(trotz Luna im Namen) "nur" runter bis LW -1 bei ASA 100/21°.

Das aber nur der Vollständigkeit halber.

Dürfte in der Praxis für die wenigsten relevant sein.

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So gerne ich mit alten Kameras hantiere, so sehr schätze ich einen modernen Beli. Meine Lunasix/ Profisix/ Bisix hatten allesamt immer irgendwas.

Der Digisix kommt immer mit, hat einen ausreichenden Messbereich und funktioniert hervorragend. Liefert identische Werte zum Sixtomat digital.

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Weston Master/Sangamo? Selenzelle oft tot, recht stoßempfindlich. Kalotte für Lichtmessung verlierbar.

 

Lunasix 3? Batteriesorgen ja. (sonst DER Beli!).

 

Lunasix F / Profisix? Fast so gut wie Lunasix 3 ... aber keine Batteriesorgen. Bedienung / Skalenablesung ohne "Zwischenablage", also besser als Lunasix 3.

 

Sixtomat digital / flash? Auch keine Batteriesorgen, aber "digital" (Bedienkonzept geht aber noch)

 

Minolta? Bescheuertes Bedienkonzept. Dämlicher kann man die Umschaltung zwischen Licht- und Objektmessung kaum gestalten (höchstens noch, wenn man das DIng jedesmal an den Hersteller einschicken soll).

 

Sekonic? "Bedienkonzept"? Wohl eher ein Reise-Malefizspiel als ein Werkzeug. Meßbereich? Welcher Meßbereich?

 

Ein paar Bilder? http://www.janboettcher.de/MuseumRZZub.html#GOSSEN

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PS: Wenn man bei der Optik ein Auge zudrücken kann: Gossen Digisix/Digisix 2. Moderne Technik, stoßunempfindlich, präzise, klein+leicht, LW- & analoge LW-Reihen-Anzeige.

Nervig:

- ASA-Verstellung

- Batteriewechsel mindestens 1x/Jahr

 

Kann ich beides bestätigen.

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