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Signor Rossi

Groß? Klein? Mittel?

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Im Zuge der Neuorientierung beim Fotopapier unterziehe ich seit langer Zeit meine Sehgewohnheiten mal wieder einer Prüfung, da ich am Überlegen war, von 18x18 auf 24x24 als Standardgröße zu gehen.

Ich stelle jedoch (mal wieder) fest, dass ich das für die Betrachtung aus der Hand in der Regel bereits als zu groß empfinde, um das Foto in seiner gestalterischen Wirkung "am Stück" zu erfassen. Nicht, dass es sich nicht überblicken ließe, aber es wirkt doch minimal anders, selbst bei ausgestrecktem Arm. Es lässt sich schwer beschreiben, aber mir kommt es vor wie der Unterschied, ob man ein Motiv bei gleichem Abbildingsmaßstab durch 35 oder ein 50 anschaut. Klar ist dieser Vergleich hanebüchen, aber ich weiß einfach nicht, wie ich es sonst beschreiben soll.

Auch bei Bildbänden fällt mir immer wieder auf, dass mir Fotos über 20x20 als zu groß erscheinen.

Ich habe mich deshalb so gut wie entschieden, in Zukunft 24x30 Papier auf 20x20 zu beschneiden und die Reste für Probestreifen zu benutzen.

 

So weit, so uninteressant für andere. Ich habe das nur als Erklärung geschrieben, warum ich mich frage, wie das Andere empfinden.

 

Ich merke nämlich auch bei Ausstellungen, dass ich dort 30x30/30x40 als perfekt und alles Größere als aufdringlich empfinde. Die Mehrheit sieht das, meiner Beobachtung nach, anders.

 

Bei WW-Aufnahmen mit vielen kleinen Details sieht die Sache natürlich anders aus, aber sowas interessiert mich/mache ich weniger.

 

Also. Nur mal so aus Neugier:

Was ist Eure Lieblingsgröße und warum? Für die Betrachtung aus der Hand wohlgemerkt!

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Alles eine Frage des Abstands, Herr General! [emoji6]

 

In der Hand haltend finde ich persönlich 13x18 als betrachterfreundlich, an der Wand (wenn genügend Abstand gewährleistet ist) als zu klein. Wobei mir auch richtig große Ausbelichtungen auch gut gefallen.

 

Neulich habe ich mir die Bilder von Clyde Butcher in der Originalgröße angesehen und diese waren einfach fantastisch. Top ausbelichtet und mit dermaßen vielen Details (er fotografiert überwiegend in 8x10“, wobei ist mittlerweile gesundheitsbedingt auf digital umgestiegen) dass man nur noch staunen kann. Ich habe die Bilder natürlich nicht nachgemessen, aber schätzungsweise 42“ Diagonale waren sie schon..

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ich habe mich vor Jahren schon auf 24x30 (KB) konzentriert..... das ist eine gute Größe, meine ich, die man auch noch ausstellen kann und aufgezogen lagern.....aber 28x24 ist m.E. auch eine gute Größe..... kleiner nur fürs Album oder die Erinnerungsschachtel.....und nun ja, manchmal mache ich 30x40..... aber das ist irrational ebenso wie 40x60... es macht Spaß, ein so großes Foto zu machen in der Duka - dann schau ich mir das Foto an... freue mich...aber ich weiß nicht mehr so recht, was damit dann tun... 

Edited by gauss

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und nun ja, manchmal mache ich 30x40..... aber das ist irrational ebenso wie 40x60... es macht Spaß, ein so großes Foto zu machen in der Duka - dann schau ich mir das Foto an... freue mich...aber ich weiß nicht mehr so recht, was damit dann tun...

Genau. So geht es mir damit auch. Wobei ich Portraits immer noch am liebsten mag in der Größe.

BTW: Bei 6x6 empfinde ich das Erstellen großer Abzüge übrigens oft als unkomplizierter als das kleiner Abzüge vom selben Negativ. Keine Ahnung, warum.

Edited by Signor Rossi

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Top ausbelichtet und mit dermaßen vielen Details

Klar, zur Detailbetrachtung kann ein Foto gar nicht groß genug sein. Aber das ist eine ganz andere Art der Fotografie und der Betrachtung. Ich bin eher ein Freund der der klassischen Gestaltung für kleine Negativformate. Konzentration auf das Wesentliche, alles Gewusel weg, so gut es geht.

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Mir fällt zu diesem Thema der Fotograf Masao Yamamoto ein. Er macht stark reduzierte, doch intensive Bilder, überwiegend in sehr kleinen Formaten.

 

In Ausstellungen werden diese zu Gruppen angeordnet, bei denen er selbst sagt, dass das Hängen des ersten Bildes für ihn das Schwierigste ist. Von dort aus kann die Schau der Bildfolge, von jedem Ort aus, begonnen werden.

 

Yamamoto meint, das jedes Motiv seine eigene "Dimension" hat. Für ihn sind Papierabzüge Objekte, die in der Hand gehalten und -ohne Verrenkungen machen zu müssen- betrachtet werden sollen.

 

Er schneidet allerdings auch die Formate nach den Motiven. Grundsätzlich finde ich die Idee von kleinen Bildern als Ausdrucksmittel, sehr reizvoll.

 

Seit einiger Zeit nutze ich Fotos als Vorlagen zum Üben und Erlernen von Zeichnungen und Kolorierungen. Hier ist mir aufgefallen, das dies von eher kleineren Vorlagen viel leichter möglich ist.

 

Ich habe ein Labor in meiner Nähe gefunden, welches mir 6 x 9 cm große Abzüge recht unkompliziert herstellt. Dies liegt sicher etwas quer zum "mainstream", hat aber durchaus seinen Reiz.

 

Würde ich noch mit eigener Dunkelkammer arbeiten, wären meine Papierabzüge auch eher klein.

 

Das Augenmerk auf die Betrachtung von Papierabzügen zu legen und dabei die eigenen Sehgewohnheiten (immer wieder) zu hinterfragen, finde ich ausgesprochen interessant, vielen Dank für diesen Denkanstoß!

 

Grüße von sinope

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Grundsätzlich finde ich die Idee von kleinen Bildern als Ausdrucksmittel, sehr reizvoll.

 

Die Box "Sent a letter" von Dayanita Singh enthält sieben Leporello-Büchlein mit 6x6 Fotos in der Größe 7x7. Ich liebe das Teil, denn von diesen Fotos im Miniformat geht ein ganz eigenwilliger Reiz aus, was natürlich auch an den Motiven und der Aufmachung liegt.

In Anbetracht der Preise, die dafür mittlerweile aufgerufen werden, habe ich schon oft überlegt, es zu verkaufen, es letztendlich aber nicht getan.

Das sagt eigentlich alles.

 

Ich muss allerdings gestehen: So schön ich derartige Miniaturen als Buchprojekt auch finde, für mich selbst als 08/15-Größe für Abzüge wäre es mir dann doch zu klein. Vor allem würde ich mich wohl fragen, wozu ich dafür überhaupt das schwere MF-Zeugs herumschleppe. ;-)

 

Ich merke jedenfalls gerade, wie ich schon wieder schwanke, ob ich nicht doch einfach bei 18x18 bleiben soll.

Aber jetzt hab ich noch 80 Blatt teures 24x30 da.

Ach, es sind schon Luxusprobleme, die einen plagen.

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So schön ich derartige Miniaturen als Buchprojekt auch finde, für mich selbst als 08/15-Größe für Abzüge wäre es mir dann doch zu klein. Vor allem würde ich mich wohl fragen, wozu ich dafür überhaupt das schwere MF-Zeugs herumschleppe. ;-)

 

du könntest ja auch irgendeine ikonta-klappkamera benutzen. federleicht und absolut solide gebaut. steht eigentlich keiner LEICA nach.

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Nee, ich bin ein SLR-Mensch und speziell einer, der den beidäugigen Blick auf die Mattscheibe braucht. Doch damit nicht genug, ich kann auch unmöglich auf mein 150er verzichten(auf das 60er im Grunde schon). Anderenfalls käme ich ja auch alleine mit der 3,5F aus. Die macht auch einen schlanken Fuß.

Könnte ich mich auch nur einigermaßen mit Sucherkameras anfreunden, hätte ich sicher schon lange eine M. Aber das geht irgendwie überhaupt gar nicht. Leider.

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Meine Bilder fertige ich zunächst auch nur in 13 X 18 - Barytabzügen an, gemischt 6 x 7 und Leica. Nach Themen geordnet in robusten Impex-Sammlern kann ich sie dann zur Kritik im kleinen oder auch größeren Kreis wandern lassen, ohne irgendwelche Beeinträchtigungen befürchten zu müssen. Im Laufe der Zeit stellen sich langsam die Favoriten heraus, denen ich mich dann in einem zweiten Schritt und großem Format zuwende.

 

Ein aktuelles Foto in 40 X 50 wird immer schon in der Diele präsentiert, auf einem windigen Notenständer. Dieser ist derart unscheinbar, dass das Bild zu schweben scheint. Und das Bild entsteht auf dem wunderbaren Ilford Portfolio pearl, ist in sich so stabil, dass es nicht aufgezogen werden muss, eine glatte Oberfläche hat, aus verschiedenen Winkeln betrachtet werden kann ohne blooming. Nachteil: dieses "Papier" ist teuer.

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Ich empfinde das 24x30 Format als gute Wahl. Die von mir bevorzugten Formate 2x3, 3x4 und 1/1 lassen sich darauf am einfachsten realisieren, wobei ich nach Möglichkeit das Papier voll ausnutze ohne das Original nennenswert zu beschneiden.

Im Rahmen verwende ich ebenfalls 24x30, neben 30x40.

 

Schwieriger empfinde ich die Darbietung bei der händischen Betrachtung. Wenn ich Fotos in der Größe 10x15 im Stapel betrachte ist es mir egal, aber bei ausgesuchten Fotos möchte ich dass diese augenrichtig sortiert sind (und bleiben). Seit Jahren plane ich eine ordentliche Mappe, aber meistens landen die Abzüge nach einer gewissen Zeit in Sammelmappen aus dem Künstlerbedarf.

 

Wie macht ihr das?

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Ich hab es vor ewigen Zeiten gelernt / gesagt bekommen.... die ideale Größe um ein Papierbild zu beurteilen sei ca. 24x30. Das Bild entspricht dann bei der Betrachtung aus der Hand in etwa unserem natürlichen Sichrwinkel.... wie der des 50er Objektivs.

Man kann das ja spielend mal ausprobieren wie nah man an ein Papierbild ran gehen muss... um es als natürliche Abbildung zu empfinden.

13x18 wäre für mich zu klein...... da ist beim Betrachten aus der Hand viel zu viel Umfeld um das Bild herum für mich. Und um " Ausstellungsbilder" beurteilen zu können... müssen sie m.E. in der endgültig geplanten Größe vorliegen...... ideal wäre dann noch sie in einem ähnlich großen Raum zu beurteilen.

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Ich hab es vor ewigen Zeiten gelernt / gesagt bekommen.... die ideale Größe um ein Papierbild zu beurteilen sei ca. 24x30. Das Bild entspricht dann bei der Betrachtung aus der Hand in etwa unserem natürlichen Sichrwinkel.... wie der des 50er Objektivs.

Man kann das ja spielend mal ausprobieren wie nah man an ein Papierbild ran gehen muss... um es als natürliche Abbildung zu empfinden.

13x18 wäre für mich zu klein...... da ist beim Betrachten aus der Hand viel zu viel Umfeld um das Bild herum für mich. Und um " Ausstellungsbilder" beurteilen zu können... müssen sie m.E. in der endgültig geplanten Größe vorliegen...... ideal wäre dann noch sie in einem ähnlich großen Raum zu beurteilen.

 

Ich glaube ja, da hat entweder der, der dir das gesagt hat, was verwechslt oder du.

Über die optimalen Verhältnisse von Objektgröße zu Aufnahmedistanz zu Bildgröße zu Betrachtungsdistanz sind schon ganze Romane geschrieben wurden.

Davon auszugehen, dass dasjenige Bild, dessen Diagonale unser natürliches Sehfeld im Abstand von 50cm ausfüllt, die optimale Größe hat, um es zu beurteilen, finde ich etwas simpel gedacht. Zudem fragt sich, was in diesem Zusammenhang unter Beurteilung zu verstehen ist.

 

Wie dem auch sei. Mich interessierten eigentlich nicht die verschiedenen Lehrmeinungen, sondern ausschließlich persönliche Vorlieben was die Bildgröße angeht. Und das wiederum beim Betrachten aus der Hand.

Von daher weiß ich jetzt, dass es dir z.B. wichtig ist, dass die Bilder dein Sichtfeld ausfüllen, weil dich das Drumherum sonst stört.

Mich zum Beispiel würde bei der Betrachtung genau DAS stören, dass es da ganze Sichtfeld ausfüllt, denn dadurch erfasse ich das Bild in seiner Grundgestaltung ganz anders.

Alleine daran sieht man schon, dass es mal ganz interessant sein kann, danach zu fragen.

Edited by Signor Rossi

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Schwieriger empfinde ich die Darbietung bei der händischen Betrachtung. Wenn ich Fotos in der Größe 10x15 im Stapel betrachte ist es mir egal, aber bei ausgesuchten Fotos möchte ich dass diese augenrichtig sortiert sind (und bleiben). Seit Jahren plane ich eine ordentliche Mappe, aber meistens landen die Abzüge nach einer gewissen Zeit in Sammelmappen aus dem Künstlerbedarf.

 

Wie macht ihr das?

 

Bei mir sind die Fotos in den leeren Schachteln und gut is.

Was ist eigentlich unter "augenrichtiger" Sortierung zu verstehen?

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Meine Bilder fertige ich zunächst auch nur in 13 X 18 - Barytabzügen an, gemischt 6 x 7 und Leica. Nach Themen geordnet in robusten Impex-Sammlern kann ich sie dann zur Kritik im kleinen oder auch größeren Kreis wandern lassen, ohne irgendwelche Beeinträchtigungen befürchten zu müssen. Im Laufe der Zeit stellen sich langsam die Favoriten heraus, denen ich mich dann in einem zweiten Schritt und großem Format zuwende.

 

Ein aktuelles Foto in 40 X 50 wird immer schon in der Diele präsentiert, auf einem windigen Notenständer. Dieser ist derart unscheinbar, dass das Bild zu schweben scheint. Und das Bild entsteht auf dem wunderbaren Ilford Portfolio pearl, ist in sich so stabil, dass es nicht aufgezogen werden muss, eine glatte Oberfläche hat, aus verschiedenen Winkeln betrachtet werden kann ohne blooming. Nachteil: dieses "Papier" ist teuer.

Die kleinen auf Baryt und die großen auf PE. Eine Variante, auf die ich nir gekommen wäre.

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unter augenrichtiger Sortierung verstehe ich das alle Fotos so sortiert sind dass sie nicht ständig gedreht werden müssen. Dies gilt auch für Fotos im Hochformat, die ja in zwei verschiedenen Richtungen auf dem Stapel liegen können. Ich empfinde es als störend dass jeder die Fotos anders sortiert zurück gibt. Das alles ist nicht schlimm, aber mitunter habe ich mir bei der Reihenfolge etwas gedacht

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Ich benutze am liebsten 8x10" für alles was Street, Reportage, Menschen/Portrait oder ähnliches ist. Für das ein oder andere Architektur-, Cityscape- oder Landschaftsbild auch gerne 20x24", obwohls hier schon mit dem Dukaequipment eng wird

 

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Die kleinen auf Baryt und die großen auf PE. Eine Variante, auf die ich nir gekommen wäre.

Kennst Du Ilford Portfolio? Die Variante erscheint dann gar nicht mehr so abwegig.

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