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Meine Gedanken zur Q, von einer Canon 6D kommend (24/35 mm f 1.4)

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Hallo,

 

Martin Lopez mein Name. Ich bin neu hier im Forum und wollte kurz ein ´Hallo´ einwerfen und in dem Zug ein paar Worte zu der Q verlieren.

 

Ich bin ca. 2008 zur Fotografie gekommen. Angefangen hab mit einer Canon 1000D und einem 50 mm f 1.8. Zoom Objektive haben mich irgendwie nur am Anfang kurz interessiert. Ich höre aber oft von einsteiger in der Fotografie das sie mach Brennweite lechzen. Je mehr desto besser, um dann meistens festzustellen das man das gar nicht benötigt. Ausnahmen bestätigen natürlich immer die Regel (Wildlife, etc.). Wenn jemand nach 10 Jahren immer noch das Megazoom drauf hat, bin ich jedenfalls skeptisch. Schnell habe ich festgestellt das ein Mensch mit >100 mm Brennweite (KB) irgendwie für mich in die Richtung ´seelenlose Fotografie´ geht. Mir ist der look viel zu komprimiert und auch ´zu weit weg´. Ich bekomme da überhaupt kein Gefühl von nähe. Den Menschen im Kontext der Umgebung festzuhalten ist für mich auch nicht möglich. Schon mit 50mm (KB) nicht mehr. Ich bin dann relativ schnell zu einer Canon 6D mit 35 mm f 1.4 gekommen. Ich wusste intuitiv - hier bin ich richtig. Noch richtiger war ich dann mit dem 24 mm f 1.4. Ich denke ich werde keine andere Brennweite mehr finden, die für mich bezogen auf Menschen so viel Authentizität versprüht wie ein 24 mm (KB). Aufpassen muss man halt nur, wenn man zu nahe ran geht. Dafür gibt es dann aber mit 35 mm wiederum ausdrucksstarke Porträts. Selbstverständlich ist immer alles reine Geschmacksache. Ich als absolut reiner Hobbyfotograf muss aber definitiv in keine Kerbe hauen, niemanden mit irgendwelchen Kram bedienen, noch überhaupt das machen was auf einer Welle mit anderen schwimmt. Vieles da draußen finde ich super, viel mehr jedoch aber richtig schlecht oder mir zu langweilig. Richtig gut, finde ich z.B. das hier, oder das hier.

 

Um es gleich einzuwerfen: Ich liebe die Ergebnisse der 6D mit dem Sigma 24/35 mm f 1.4. Jedoch liebe ich nicht die Kamera. Sie ist (mir zu) hässlich, schwer, klobig und groß. Ich muss quasi immer überlegen ob ich sie mitnehme und sie wird immer ein Fremdkörper bleiben - und ich habe jetzt auch kein schlechtes Gewissen das so zu schreiben :-).

 

Seit Jahren überlege ich eine M9 zu kaufen. Das wäre wohl nicht das Thema gewesen. Allerdings müsste dann ein Summilux 24 mm f 1.4 drauf, was dann mit ~ 4500 € schon ordentlich auf meinen Latz haut. Wenn schon ne M, dann auf jeden Fall ohne Kompromisse bei der Linse, denn diese wird den Body überleben und nicht anders herum. Nun ist es aber nicht so, das ich jemand bin der sich sein halbes Leben in Nostalgie badet und grundsätzlich neue Technologien verteufelt. Eigentlich ist das Gegenteil der Fall. Und so bin ich zur Q gekommen ... ich hab sie für 3000 € gebraucht mit Restgarantie gekauft. Ich hab sie jetzt gute drei Wochen.

 

Über Leica könnte man jetzt viel schreiben und herum philosophieren. Solange mir aber kein anderer Anbieter eine weitwinklige, offenblendige, kleine, leichte und eine Kamera mit großen Sensor anbietet, ist eigentlich jedes reden darüber sinnlos. Die einzige die ich jetzt noch kenne ist die Sony RX1R II. Aber mit 35 mm f 2.0 bin ich nicht bereit das Geld hinzulegen. Letztendlich ist es immer ein Kompromiss und jeder muss selbst entscheiden ob er lieber dies oder das möchte. Auch die Q ist für mich ein Kompromiss, wenn auch der kleinste von allen. Ich hätte lieber ein 24 mm f 1.4 gehabt (womöglich auch 26 mm). Ob das nun technisch und wirtschaftlich so klein und leicht lösbar gewesen wäre, kann ich überhaupt nicht beurteilen. An einer Q mit mehr Brennweite bin ich z.B. gar nicht interessiert. Wahrscheinlich auch in 10 Jahren noch nicht.

 

 

Meine Gedanken zur Q. Je weiter oben es steht, desto mehr Gewichtung hat es für mich:

 

Positiv:

- Ich nehme sie dahin mit, wo die Canon Zuhause bleibt.

 

- Klein, leicht und ohne Logo unauffällig.

 

- Schärfe und Auflösung der Fotos exzellent. Wow!

 

- Autofokus schnell.

 

- Touch AF + Auslösen und Gesichtserkennung nützlich. (Der Tag wird kommen).

 

- Kurze Belichtung mit 1/16.000 Sekunde Graufilter ade! Kann mir jemand erklären warum erst ab 1/2000 Sekunde das Geräuschlos ist? Wie ist das mit dem Zentralverschluss? Warum wird dieser ab 1/2000 nicht mehr geschlossen / geöffnet?

 

- Verarbeitung und Qualität ist gut. Bei dem Preis aber nicht der Rede wert. Jedenfalls für mich.

 

 

Neutral:

- Ich ertappe mich gerne dabei mit der Kamera per LCD zu fotografieren. Ob das nun gut ist, oder nicht, ich bin mir noch nicht sicher.

 

- AF Modus Verfolgung muss ich noch genauer Testen. Der erste Versuch mit einem kleinen Kind auf einem Trampolin waren jetzt nicht soooo geil.

 

 

Negativ:

- Der EVF braucht gefühlt eine halbe Ewigkeit wenn ich das Auge rannehme. Also die Verzögerung vom Wechseln LCD zum EVF. Das einzige was mir bisher eingefallen ist, ist den einfach an zu lassen. Gibt es eine andere Lösung? Wer kann dazu etwas sagen?

 

- Die Objektivkorrektur bei der Vignettierung ist mir viel zu akkurat. Das mögen zwar viele total toll finden, ich jedoch nicht. Was ich bei der Canon in der Vignettierung der Objektivkorrektur im ACR (Adobe Camera Raw) weg lasse, muss ich bei der Leica gerne mal wieder mit Stärke -100 und Mittenwert 35 dazu rechnen. Krass!

 

- Die Farben der Fotos im RAW sind recht kühl, was ich so nicht erwartet habe. Zu "klinisch" trifft es ganz gut. Das ist bei der Canon nicht der Fall. Dort empfinde die Farben etwas wärmer und auch harmonischer. Nichts was man per EBV nicht lösen könnte, klar. Aber das erste "Aha" kommt dennoch vom ersten Blick in der Bridge. Der look der JPG´s interessiert mich bis auf weiteres erstmal nicht.

 

- Kein Button für ein/aus vom LCD.

 

- Der Autofokus ist mir AFc Modus etwas unheimlich. Warum pumpt er denn die ganze Zeit, wenn ich auf ein statisches Motiv fokussiere? Ist das normal?

 

- Cropmodus: Mir wäre ein einfaches vergrößern des Bildes lieber gewesen, anstatt der Rahmen. Besser noch als Option. Auch dann zusätzlich mit durchgängigem weißen Rahmen und deutlicher Abdunklung außen. Und wenn mir schon dabei sind. 35 mm, 50 mm: ja / nein. Also das man z.B. nur 28 / 35 durchschalten kann.

 

- Akkuleistung ist gefühlt schlecht. Ich hab mir noch zwei Sigma BP-51 Akkus dazu gekauft.

 

- Sie klappert. Macht ja nichts, jedoch werde ich da jetzt nie ein Gefühl von Robust bekommen. Und das wird definitiv eine Kamera sein, die ihre Schrammen abbekommen wird!

 

- Kopflastig. Wenn man sie hinstellt, kippt sie nach vorne weg. Etwas unschön.

 

- Kein Klappdisplay wie bei Canon. Fände ich in der Tat gut, weil ich den auch mal zu lassen kann. Klappdisplay zu = EVF automatisch an. Eine M-D in besser :-)

 

- Kein 4K Video. Es wäre sicherlich ein leichtes für Leica das zu implementieren. Da kommt dann auch eine ganz andere Käuferschicht hinzu, wenn die 4K mit 60fps machen würde! Das würde mit 28mm bei f 1.7 in der Größe keine andere Kamera der Welt bieten.

 

 

Letztendlich gefällt mir die Größe und das geringe Gewicht, jedoch komme ich mit der Verzögerung vom Wechseln LCD zum EVF noch nicht ganz klar. Wo meine Canon technisch bedingt durch das Licht im Sucher instant(!) - auch wenn die Kamera im Standby war - sofort startklar ist. Eben genau der Moment wenn der eigene Sohn einen Blödsinn macht und man diesen dann für die Ewigkeit festhält, oder eben nicht ...

 

Die Wahrscheinlichkeit das ich Sie behalte ist groß. Noch habe ich Sie nicht ganz in mein Herz geschlossen.

 

Ich hoffe das war jetzt nicht zu viel Text, oder zu viel außen herum erzählt. Aber sicherlich ist für sowas ja auch so ein Forum da. Wer gerne ein paar Fotos von mir sehen möchte, kann gerne hier ein wenig stöbern: https://eyespeak.de und https://blog.eyespeak.de.

 

Ich bin für Kritik jeder Art, Gespräche und Diskussionen immer offen. Bitte nicht vergessen das dies alles jammern auf hohen Ni­veau ist. Aber ich bin jetzt auch nicht ein Mensch der in Ohnmacht fällt, wenn er ein Stück aktuelle Technik in der Hand hält. Bei einem Kauf einer Leica Q kann man so einen Text aber schon mal verfassen. Sicherlich sind ja hier einige Leute unterwegs die ebenfalls von einer DSLR kommen. Von daher sicher interessant.

 

Ich wünsche einen sonnigen Tag - wird Zeit würde ich sagen! 

 

Gruß Martin

 

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- Kurze Belichtung mit 1/16.000 Sekunde Graufilter ade! Kann mir jemand erklären warum erst ab 1/2000 Sekunde das Geräuschlos ist? Wie ist das mit dem Zentralverschluss? Warum wird dieser ab 1/2000 nicht mehr geschlossen / geöffnet?

 

 

Hallo Martin,

 

vielleicht kannst Du den Verschluss von Mechanisch generell auf Elektronisch und/oder Mechanisch umstellen. Im elektronischen Verschlussmodus könnten dann vibrationsfreie, längere und "ruhigere" Belichtungszeiten aus freier Hand möglich sein, wie man sie zum Beispiel bei Konzerten o.ä. benötigt. Vielleicht gibt es auch eine Stummschaltung, welches das AF-Hilfslicht gleichzeitig als etwaigen Störfaktor in Kombination mit dem elektronischen Verschluss mit abschaltet. 

 

Gruß

Bernd

Edited by Bernd1959

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Hmm. Also mir ist dazu nichts bekannt. Ich stell das Rädchen auf 1/2000 und dann am Daumenrädchen weiter bis auf 1/16000.

 

Aus dem Handbuch:

Verschlusszeiten 30s bis 1⁄2000s mit mech. Verschluss, 1⁄2500s bis 1⁄16000s mit elektr. Verschluss, in 1⁄3 Stufen, Blitz-Synchronisation bis 1⁄500s

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- Der EVF braucht gefühlt eine halbe Ewigkeit wenn ich das Auge rannehme. Also die Verzögerung vom Wechseln LCD zum EVF. Das einzige was mir bisher eingefallen ist, ist den einfach an zu lassen. Gibt es eine andere Lösung? Wer kann dazu etwas sagen?

 

 

Im Menü, bei der Displayeinstellung kannst du die Augensensor-Empfindlichkeit verändern. Eventuell steht Sie bei Dir auf Gering.

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Die wahre Brennweite der Q ist nicht 28 mm, sondern eher 26,5 - habe ich mal im Vergleich mit der XVario festgestellt und auch schon anderswo gelesen. Also noch ein bisschen näher an den 24 mm dran... probiere es mal aus!

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Die wahre Brennweite der Q ist nicht 28 mm, sondern eher 26,5 - habe ich mal im Vergleich mit der XVario festgestellt und auch schon anderswo gelesen. Also noch ein bisschen näher an den 24 mm dran... probiere es mal aus!

 

 

Stimmt. Wahrscheinlich sogar noch etwas weniger, weil ja noch zurechtgerückt und abgeschnitten wird, aber der Bildwinkel von ca. 26,5mm Kleinbild bleibt dann übrig.

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Erstmal herzlich Willkommen in der Leica-Welt und bei der Q als neue Kamera.

 

- Klein, leicht und ohne Logo unauffällig.

Obwohl gerade auch hier in der Leicawelt gerne abgeklebt wird, halte ich das nach meiner Beobachtung für überbewertet. Wer keine Ahnung hat, sieht irgendeine Kamera, wer sich auskennt, erkennt auch die abgeklebten Modelle. Wenn's heute unauffällig sein soll, nimmt man ein Handy. Das hält sich ja eh jeder zweite vor's Gesicht.

 

- Autofokus schnell.

Yep, dem ist nichts hinzuzufügen. Ich glaube mittlerweile, auch wegen der Geräuschkulisse, dass der AF mit einer IS-ähnlichen Technik arbeitet, so wie beim 90er von Fuji. Da wird eine Linse in einem Magnetfeld hin- und hergeschoben, geht schneller als rein mechanische Lösungen. Bei AF-C hört sich das genauso an, wie bei anderen Kameras der IS.

 

- Touch AF + Auslösen und Gesichtserkennung nützlich. (Der Tag wird kommen).

Dachte ich im Anfang auch, aber mittlerweile halte ich es für überflüssig.

 

- Kurze Belichtung mit 1/16.000 Sekunde Graufilter ade! Kann mir jemand erklären warum erst ab 1/2000 Sekunde das Geräuschlos ist? Wie ist das mit dem Zentralverschluss? Warum wird dieser ab 1/2000 nicht mehr geschlossen / geöffnet?

Der Zentralverschluss kann nicht schneller als 1/2000. Im Gegensatz zu einem Schlitzverschluss, bei dem man einfach den Verschlussschlitz kleiner macht, um eine kürzere Belichtungzeit zu simulieren, ist ein Zentralverschluss quasi bis zu seiner schnellsten Zeit immer komplett offen. Mehr als 1/2000 geht dann nicht mehr, früher konnten die sogar nur 1/500 oder 1/1000. Dafür kannst Du bis 1/2000 blitzen. Kürzere Zeiten werden dann elektronisch "simuliert". Mechanische wäre das bei einem Zentralverschluss nicht mehr möglich wäre.

 

 

- Ich ertappe mich gerne dabei mit der Kamera per LCD zu fotografieren. Ob das nun gut ist, oder nicht, ich bin mir noch nicht sicher.

Ja, weil es geht und genauso schnell ist wie mit dem Sucher, im Vergleich zu einer DSLR. Aber mit der Zeit wirst Du Dich wahrscheinlich auf den Sucher konzentrieren und das Dsiplay nur noch für Macro oder Überkopf nutzen. Geht mir jedenfalls so.

 

- AF Modus Verfolgung muss ich noch genauer Testen. Der erste Versuch mit einem kleinen Kind auf einem Trampolin waren jetzt nicht soooo geil.

Ja, dass ist ein wenig schwierig. Ich nutze mittlerweile nur noch AF-S mit zentralem AF-Feld. Meisten in der kleinsten Einstellung, bei schnelleren Objekten dann etwas größer. Der Ausschuss damit ist relativ gering. Das klappt besser als mit Verfolgungs-AF, zumal der sich ein wenig schwer tut, wenn er nicht von der Mitte aus startet.

 

 

- Der EVF braucht gefühlt eine halbe Ewigkeit wenn ich das Auge rannehme. Also die Verzögerung vom Wechseln LCD zum EVF. Das einzige was mir bisher eingefallen ist, ist den einfach an zu lassen. Gibt es eine andere Lösung? Wer kann dazu etwas sagen?

EVF Extended. Immer an, nur das Menü und die Wiedergabe über das hintere Display. Wobei ich ehrlich sagen muss, dass ich den Wechsel nicht als sonderlich langsam empfinde. Also jetzt im Vergleich zu einer Fuji oder so.

 

- Die Objektivkorrektur bei der Vignettierung ist mir viel zu akkurat. Das mögen zwar viele total toll finden, ich jedoch nicht. Was ich bei der Canon in der Vignettierung der Objektivkorrektur im ACR (Adobe Camera Raw) weg lasse, muss ich bei der Leica gerne mal wieder mit Stärke -100 und Mittenwert 35 dazu rechnen. Krass!

Luxusproblem. Schlechter kann man es ja immer machen.

 

 

Teil 2….

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…. 2. Teil:

 

- Die Farben der Fotos im RAW sind recht kühl, was ich so nicht erwartet habe. Zu "klinisch" trifft es ganz gut. Das ist bei der Canon nicht der Fall. Dort empfinde die Farben etwas wärmer und auch harmonischer. Nichts was man per EBV nicht lösen könnte, klar. Aber das erste "Aha" kommt dennoch vom ersten Blick in der Bridge. Der look der JPG´s interessiert mich bis auf weiteres erstmal nicht.

Das ist halt oft Geschmacksache. Aber man findet schon sein Setup. Die JPGs sind im Vergleich zur Adobe Standard Konvertierung deutlich anders. Ich schreibe deutlich anders, weil viele (fast alle) die Konvertierungen mit ACR als Maßstab heranziehen. Ich fand ACR schon immer schräg und empfinde die JPGs als super. Ist vielleicht ein Frage der Prägung. Wenn man also ACR-Farben erwartet, sind die Q-JPGs wahrscheinlich "Mist", ich empfinde hingegen ACR als "Mist", so richtig ist mir das bei Fujifilm aufgefallen, die mit Filmsimulationen arbeiten. Über eines sollten wir uns einig sein: Wir sehen immer nur eine RAW-Konverter-Interpretation, die Farben, die der Sensor liefert, können wir nicht sehen und vergleichen, auch wenn viele meinen sie würden Kamera(sensoren) vergleichen, vergleichen sie doch nur RAW-Profile.

 

- Der Autofokus ist mir AFc Modus etwas unheimlich. Warum pumpt er denn die ganze Zeit, wenn ich auf ein statisches Motiv fokussiere? Ist das normal?

Ja, ist normal. Leica hat da auch eine etwas andere Auffassung als andere Hersteller. Schau mal ins Handbuch. Da wird AF-S mit "Schärfepriorität" beschrieben und AF-C mit "Auslösepriorität" beschrieben. So sollte man das auch wahrnehmen, auch wenn andere Hersteller AF-S und AF-C jeweils mit "Schärfepriorität" oder "Auslösepriorität" anbieten. Ich nutze eigentlich nur noch AF-S, auch bei bewegten Objekten. Das klappt super für mich.

 

- Cropmodus: Mir wäre ein einfaches vergrößern des Bildes lieber gewesen, anstatt der Rahmen. Besser noch als Option. Auch dann zusätzlich mit durchgängigem weißen Rahmen und deutlicher Abdunklung außen. Und wenn mir schon dabei sind. 35 mm, 50 mm: ja / nein. Also das man z.B. nur 28 / 35 durchschalten kann.

Hört man oft, aber wenn Du zum Beispiel von einer M kommst, liebst Du den Bereich ausserhalb des Rahmen, weil er Dir beim Komponieren hilft und weniger einen Tunnelblick bietet. Ist aber wohl alles eine Frage der Gewöhnung.

 

- Akkuleistung ist gefühlt schlecht. Ich hab mir noch zwei Sigma BP-51 Akkus dazu gekauft.

Ja, könnte besser sein. Kauf noch einen.

 

 

- Sie klappert. Macht ja nichts, jedoch werde ich da jetzt nie ein Gefühl von Robust bekommen. Und das wird definitiv eine Kamera sein, die ihre Schrammen abbekommen wird!

Sie klappert bei mir nur beim Ein- oder Ausschalten, und das ist normal. Ich hatte schon mehrere, war immer so. Klappert Deine auch sonst irgendwo, irgendwie, ausserhalb des Ein- oder Ausschaltens? Das wäre jedenfalls ungewöhnlich.

 

- Kopflastig. Wenn man sie hinstellt, kippt sie nach vorne weg. Etwas unschön.

Das ist wofür wichtig?

Die Kamera ist für's Fotografieren gebaut. Kein Modell für die Vitrine (wie einige anderes Leicas). Die müssen von alleine stehen können und gut aussehen.

 

 

- Kein Klappdisplay wie bei Canon. Fände ich in der Tat gut, weil ich den auch mal zu lassen kann. Klappdisplay zu = EVF automatisch an. Eine M-D in besser :-)

Auch Geschmacksache. Ein zur Seite ausklappbares Display finde ich z.B. gruselig. Erinnert mich immer an Video-Kameras. Bei allen Kameras, die ich mit einem Klappdisplay hatte, habe ich es nicht genutzt. Liegt vielleicht daran, dass ich wenig Macro mache und sowieso nicht gerne über das Display fotografiere.

 

 

- Kein 4K Video. Es wäre sicherlich ein leichtes für Leica das zu implementieren. Da kommt dann auch eine ganz andere Käuferschicht hinzu, wenn die 4K mit 60fps machen würde! Das würde mit 28mm bei f 1.7 in der Größe keine andere Kamera der Welt bieten.

Ich weiß nicht, ob der Prozessor das kann. Aber ich sag mal frech: Video und Leica - keine ideale Kombination.

 

Ich bin für Kritik jeder Art, Gespräche und Diskussionen immer offen. Bitte nicht vergessen das dies alles jammern auf hohen Ni­veau ist. Aber ich bin jetzt auch nicht ein Mensch der in Ohnmacht fällt, wenn er ein Stück aktuelle Technik in der Hand hält. Bei einem Kauf einer Leica Q kann man so einen Text aber schon mal verfassen. Sicherlich sind ja hier einige Leute unterwegs die ebenfalls von einer DSLR kommen. Von daher sicher interessant.

Ist ja auch okay was Du schreibst. Das sind Deine Erfahrungen und Du hast sie sachlich vorgetragen, das ist alles nachvollziehbar. Meckern darf man ja auch immer, sofern man es begründen kann und es sachlich ist. Warum auch nicht? Produkte sollen ja besser werden. Die Q ist für Leica in dieser Klasse (digitale KB mit festem Objektiv) ein Erstlingswerk. Dafür finde ich sie grandios.

 

Noch ein wenig anfreunden und Eingewöhnungszeit und Du wirst Deine Q lieben und über die kleinen Macken mit einem Lächeln hinwegsehen.

Bestimmt.

 

Viel Spaß mit der Q und viel Spaß hier im Forum!

 

Gruß,

 

Jens

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Guest Commander

Wenn es hier im Forum doch immer so sachlich zugehen würde 

Wäre hier nur noch sehr wenig los...!

 

 

Uweui

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...

 

- Kurze Belichtung mit 1/16.000 Sekunde Graufilter ade! Kann mir jemand erklären warum erst ab 1/2000 Sekunde das Geräuschlos ist? Wie ist das mit dem Zentralverschluss? Warum wird dieser ab 1/2000 nicht mehr geschlossen / geöffnet?

 

...

 

 

Der elektronischer Verschluss ist gar kein Verschluss. Er heißt nur so.

Es ist die Art, wie die Daten aus dem Sensor herausgelesen werden um eine bestimmte Belichtungszeit zu simulieren. Je kürzer die Zeit, desto kleiner treten die Nachteile des elektr. Verschlussen hervor.

Das ist der Grund warum der elektr. Verschl. nur ausserhalb der Belichtungszeiten des Zentralverschlusses (kürzer) eingesetzt wird.

Zweiter Grund ist die Eignung der Verschlüsse beim Blitzen. Beim elektr. Verschluss geht kein Blitzen. Der Zentralverschluss ist der beste fürs Blitzen da alle angebotenen Zeiten wählbar sind.

Die Kombination der Verschlüsse bei der Q ist imo super sinnvoll.

Wenn es Dich interessiert siehe auch hier:

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Zum Thema Kopflastigkeit:

Das hat mich aus verschiedenen Gründen auch genervt. Die Lösung ist der Handgriff. Es gibt verschiedene Handgriffe, ich habe den von Leica (ohne Fingerschlaufe), Ergebnis: die Q steht wie eine eins. Leider muss man den Leicagriff immer erst mal abschrauben, um an das Batteriefach zu kommen. Das Leben besteht aus Kompromissen.

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Die Alternative zum Abkleben des Logos ist der Austausch gegen ein schwarzes Logo (mit silberner Schrift, schick und unauffällig). Das gibt es alle paar Monate mal bei eBay. Achtung: die Logos haben unterschiedliche Durchmesser. Man kann das rote Logo natürlich auch schwarz anstreichen, mit einem feinen Pinsel und einer ruhigen Hand.

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Die Alternative zum Abkleben des Logos ist der Austausch gegen ein schwarzes Logo (mit silberner Schrift, schick und unauffällig). Das gibt es alle paar Monate mal bei eBay. Achtung: die Logos haben unterschiedliche Durchmesser. Man kann das rote Logo natürlich auch schwarz anstreichen, mit einem feinen Pinsel und einer ruhigen Hand.

Meine Frau sagte, nachdem ich an der schwarzen Q und der Titan-Q ja ein schwarzes Logo hatte, bei der silbernen sähe der rote besser aus.

 

Es soll ja auch noch graue Punkte geben, irgendwo, irgendwie. Leider habe ich noch nie einen in freier Wildbahn gesehen.

 

Die aktuelle silberne mit schwarzer Gegenlichtblende und schwarzem Deckel, das sieht fein aus. Finde ich.

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Je kürzer die Zeit, desto kleiner treten die Nachteile des elektr. Verschlussen hervor.

Das ist nicht ganz richtig. Das hängt nämlich nicht von der Belichtungszeit der Pixel ab, sondern vielmehr davon, wie schnell die Pixel, nachdem die Belichtung gestoppt wurde, dann ausgelesen werden können und ob das auf dem Sensor bei allen Pixeln gleichzeitig geschehen kann. In der Regel geschieht das heute noch zeilenweise und dauert halt etwas. Es gibt aber schon Verfahren, um das gleichzeitig zu organisieren, in dem Ladungsspeicher in Zwischenpuffer zeitgleich kopiert werden und damit ein gleichzeitiges „Freeze“ auf dem gesamten Sensor stattfindet. Dann kann das wieder block- oder zeilenweise „in Ruhe“ ausgelesen werden. Man muss halt aufpassen, gerade bei längeren Belichtungszeiten, bei denen nur wenige Photonen eingefangen werden und in elektrische Ladungsträger verwandelt werden, kein zusätzliches Rauschen durch die Elektronik zu verursachen. Wenn es nur noch um eine Hand voll Photonen geht, wird das immer wichtiger. Wenn man eh gerade 10.000 Photonen gesammelt hat, dann fallen 5 Ladungsträger mehr oder weniger nicht mehr auf.

 

Irgendwann werden keine mechanische Verschlüsse mehr gebraucht werden… dafür wird es dann mehr verbrannte Sensoren geben, wenn man den schon jetzigen Erfahrungen in einem Nachbarforum glauben darf. Ein Verschluss schützt vor so etwas, zumindest solange, bis auch er ein Loch hat...

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Zum Thema filmen mit der Leica Q: Ich liebe die Farben die direkt aus der Kamera kommen. Ich muss nichts nachbearbeiten. Gesichtserkennung funktioniert mit AFc und in den Videoeinstellungen "Kontinuierliche Schärfeeinst." sehr gut.

Ich habe aber noch keinen anderen Modus gefunden der sauber autofokussiert. Aber filme auch erst seit ein paar Tagen mit der Q, da ich nach einer Kamera für einen Urlaub gesucht habe, die super Bilder macht und mit der man auch filmen kann. Und nach einigem suchen, habe ich an meine "alte" Leica Q von 2015 gedacht. 

Leider nur 30 bzw. 60 FPS und keinen Mikrofoneingang, aber von der Qualität der Videos bin ich bisher begeistert. 

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Die Alternative zum Abkleben des Logos ist der Austausch gegen ein schwarzes Logo (mit silberner Schrift, schick und unauffällig). Das gibt es alle paar Monate mal bei eBay. Achtung: die Logos haben unterschiedliche Durchmesser. Man kann das rote Logo natürlich auch schwarz anstreichen, mit einem feinen Pinsel und einer ruhigen Hand.

 

Warum das Logo abkleben, austauschen, überpinseln?

Ich hatte noch nie den Eindruck auffällig unterwegs zu sein mit der Q.

Das hört sich ja so an als ob man wie der Rattenfänger von Hameln eine immer größer werdende Schar hinter sich herzieht.

Mit der Fuji X-Pro2 und dem 1,4/23 mit Rechteckblende bin ich schon einmal angesprochen worden ob es sich um eine ältere analoge Kamera handelt.

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Im Menü, bei der Displayeinstellung kannst du die Augensensor-Empfindlichkeit verändern. Eventuell steht Sie bei Dir auf Gering.

 

Ne, steht schon auf hoch. Ist mir aber immer noch zu träge. Letztendlich nur wenn der EVF immer an ist, ist es so wie ich es mir vorstelle.

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Obwohl gerade auch hier in der Leicawelt gerne abgeklebt wird, halte ich das nach meiner Beobachtung für überbewertet. Wer keine Ahnung hat, sieht irgendeine Kamera, wer sich auskennt, erkennt auch die abgeklebten Modelle. Wenn's heute unauffällig sein soll, nimmt man ein Handy. Das hält sich ja eh jeder zweite vor's Gesicht.

 

Ja, weil es geht und genauso schnell ist wie mit dem Sucher, im Vergleich zu einer DSLR. Aber mit der Zeit wirst Du Dich wahrscheinlich auf den Sucher konzentrieren und das Dsiplay nur noch für Macro oder Überkopf nutzen. Geht mir jedenfalls so.

 

 

EVF Extended. Immer an, nur das Menü und die Wiedergabe über das hintere Display. Wobei ich ehrlich sagen muss, dass ich den Wechsel nicht als sonderlich langsam empfinde. Also jetzt im Vergleich zu einer Fuji oder so.

 

 

 

Ich hatte schon an der 6D die zwei Bezeichnungen mit so einem weichen dünnen schwarzen Stoffband zugeklebt. Mich haben in 3 Wochen schon mehr Menschen auf die Leica angequatscht, als in den letzten 9 Jahren mit Canon.

 

Zum Glück ist das Display gut Blickwinkelstabli. Aber ein Schwenkdisplay wäre mehr 2018 als ohne.

 

Bei "EVF Erweitert" geht der Sucher ja trotzdem immer aus. Nur bei "EVF" only bleibt er an. Dabei kommt dann die Einstellung "LCD Auto-Aussch." unter Energiesparen zum tragen. Die Zeit dort gilt dann auch für den reinen Betrieb vom EVF Sucher. Ein "Aus" als Option fehlt da natürlich. Ich bin immer Freund von Optionen.

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Das ist halt oft Geschmacksache. Aber man findet schon sein Setup. Die JPGs sind im Vergleich zur Adobe Standard Konvertierung deutlich anders. Ich schreibe deutlich anders, weil viele (fast alle) die Konvertierungen mit ACR als Maßstab heranziehen. Ich fand ACR schon immer schräg und empfinde die JPGs als super. Ist vielleicht ein Frage der Prägung. Wenn man also ACR-Farben erwartet, sind die Q-JPGs wahrscheinlich "Mist", ich empfinde hingegen ACR als "Mist", so richtig ist mir das bei Fujifilm aufgefallen, die mit Filmsimulationen arbeiten. Über eines sollten wir uns einig sein: Wir sehen immer nur eine RAW-Konverter-Interpretation, die Farben, die der Sensor liefert, können wir nicht sehen und vergleichen, auch wenn viele meinen sie würden Kamera(sensoren) vergleichen, vergleichen sie doch nur RAW-Profile.

 

Sie klappert bei mir nur beim Ein- oder Ausschalten, und das ist normal. Ich hatte schon mehrere, war immer so. Klappert Deine auch sonst irgendwo, irgendwie, ausserhalb des Ein- oder Ausschaltens? Das wäre jedenfalls ungewöhnlich.

 

Was sollte man denn laut Leica benutzen für die Umwandlung der DNG´s? Ich sage es mal so: Ich bekomme meinen gewünschten Look, so oder so nur mit verstellen der Regler hin, egal wie gut die Interpretation vom Konverter ist. Ich möchte ja nicht 100% die Wirklichkeit darstellen :-)

 

Na wenn die Kamera aus per Schalter ist, klappert die vorne am Objektiv klar, wenn ich dran leicht rüttle. Finde ich nicht so geil.

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