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Frage zu Selenbelichtungsmesser/Erschöpfung

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Bei einem in der Bucht billig geschossenem Selenbelichtungsmesser (Sekonic L-398)

stelle ich folgendes fest:

 

- Indoors: (also bei relativ schwachem Licht) eher vernünftige Messwerte

- Outdoors: Generell zu starker Nadelausschlag, damit kräftige Unterbelichtung, tlw. 2 bis 3 Blenden.

aber nicht einheitlich, d.h. Ansatz eines Korrektufaktors ist nicht möglich.

 

Die Kontrolle der Werte auf Plausibilität erfolgte mit anderen Belichtungsmessern und Kamera.

Ich vermute, dass die Selenzelle nicht mehr ihren Dienst tut.

 

Ist meine Annahme richtig?

Vielen Dank für eine kurze Anwort und allen, die hier lesen ein Frohes Fest

Detlef

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Bei dem Gerät gibt es eine Gitterblende für starkes Licht. Hast Du die drin? Aber eigentlich müsste er dann ja auch eher Überbelichtung anzeigen, falls nicht.

Bei Selenmessern ist es wichtig diese dunkel zu lagern, da sich die Zelle durch Beleuchtung langsam zersetzt. Aber auch dann müsste er eher Überbelichtung anzeigen, falls das der Fall wäre. Dann sollte er gerade bei schwachem Licht nicht gehen.

Eine Anleitung kannst Du hier runterladen: L-398DE

Vieleicht findet ja sich da was.

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Erstmal danke!

Die BDA habe ich und auch die Gitterblende.

Bei den Lichtverhältnissen in diesen Tagen schägt die Nadel schon nicht bis zum Ende aus, aber halt immer noch zu stark.

Ich werde das über Weihnachten noch mal in Ruhe durchtesten (neben Lichtmessung auch Objektmessung) und gegebenenfalls rückabwickeln.

Gruss

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Ist auch die RICHTIGE Lochblende mit dabei? Es gibt für den 398er sehr viele unterscheidliche Lochblenden. Ich hab da einen ganzen Satz davon. Wenn Du mir ein Bild von dem Teil schickst, dann kann ich dir sagen, ob die passt.

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Danke für Euer Bemühen.

 

Doch, die richtige Lochblende ist dabei (konnte ich an Hand der BDA überprüfen), abgesehen davon, dass bei diesem Wetter die

Lochblende eh' nicht benötigt wurde.

Die letzte Überprüfung habe ich heute  mit zwei Apps für Lichtmessung auf meinem Android vorgenommen. Deren Werte bei M10 und auch X-E eingestellt führten zu sauberen Bildern, während der Sekonic immer wieder mehrere Stufen unterbelichtete. Da die Selenzelle von außen sauber und unbeschädigt aussieht, tippe ich auf ein beschädigtes Zeigerwerk.

 

Wie auch immer, Kontakt mit Verkäufer zwecks Rückabwicklung wurde aufgenommen.

 

Noch ein schönes Weihnachtsfest und, da es jetzt ganz schnell geht, ein Gutes Neues!

Detlef

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Guest

Ich hab mal diesen jahrealten Thread ausgegraben - kann ja sein, daß es andere Leute gibt, die das Thema interessiert.

Ich zwei Contarex "Bullseye" (also die mit Selenbelichtungsmesser). Die mit dem Gehäuse von 1959 zeigt die Symptome wie hier geschildert: Unterbelichtete Dias, in meinem Fall besonders bei dunklen Motiven (Waldweg/schattige Bäume etc.). Die Kamera mit dem Gehäuse von 1961 liefert völlig korrekte Ergebnisse.

Ich hab mit Claudio Fabio in der Schweiz das Thema erörtert und der sagt, daß Selenbelichtungsmesser vor dem Zusammenbruch zu hohe Werte anzeigen und bestätigte damit meine Beobachtung. Nach meiner Erfahrung (Ersatzbeli für Rolleiflex 3,5F Jahre absolut dunkel im Schrank gelagert) sind Selenzellen auch bei bloßer Lagerung irgendwann "hinüber".

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Wenn der Belichtungsmesser zu hohe Werte anzeigt, dann wird der Film zunächst unterbelichtet und nach der Umkehr ist das Dia überbelichtet, irgendwas passt da für mich nicht zusammen?

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Posted (edited)
vor einer Stunde schrieb Rollfilmnutzer20:

Nach meiner Erfahrung (Ersatzbeli für Rolleiflex 3,5F Jahre absolut dunkel im Schrank gelagert) sind Selenzellen auch bei bloßer Lagerung irgendwann "hinüber".

Moin!

Du magst zwar diese Erfahrung gemacht haben, aber die Erfahrung dennoch falsch gedeutet. Es liegt nicht an der Dunkelheit, auch nicht an der Lagerung/am Alter an sich, sondern am Schrank bzw. an der Tatsache dass dort wenig oder kein Luftaustausch stattfindet. Das sorgt nicht nur dafür dass die Selenzelle über die Zeit "rostet" und dadurch irreversiblen Schaden nimmt. Eine normale, länger andauernde Belichtung der Zelle durch gedämpftes Licht schadet ihr hingegen nicht.

Den Effekt der allmählichen Zerstörung der Selenzelle durch Korrosion erfolgt so nach Auskunft eines inzwischen leider nicht mehr unter uns befindlichen Herrn, der sich sein Berufsleben lang mit der Herstellung dieser Photoelemente beschäftigt hat. Die Zelle ist mit einer dünnen Schutzlackierung überzogen welche irgendwann durch Alterung Mikrorisse bekommt und der Luftfeuchtigkeit Zugang zum unter der Selenschicht liegenden Eisenblech ermöglicht. Diese fängt in mikroskopischen Maßstäben an zu rosten und die Zelle geht nach und nach kaputt. Abhilfe gibt es keine, man kann nur vorsorgend für absolute Trockenheit sorgen und so die Korrosion vermeiden. Ein Schrank, möglichst der selten geöffnete Unterschrank im nicht durchgängig geheizten Wohnzimmer ist daher nicht zwingend der ideale Aufbewahrungsort, insbesondere nicht über Jahre.

Die gleiche Atmosphäre ist auch häufig der Grund für den Befall mit "Glaspilz" und vor allem auch für die angebliche Ansteckung mit eben diesem Pilz, wenn man ein bis dato "gesundes" Objektiv daneben stellt. Da steckt sich nichts an, sondern es "blüht" nur ordentlich was schon lange Jahre vorher gepflanzt wurde.

Freundliche Grüße

Wolfgang

Edited by wpo

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Guest
vor 1 Stunde schrieb AndreasG:

Wenn der Belichtungsmesser zu hohe Werte anzeigt, dann wird der Film zunächst unterbelichtet und nach der Umkehr ist das Dia überbelichtet, irgendwas passt da für mich nicht zusammen?

Auf Grund Deiner Zuschrift hab ich eben Vergleichsmessungen gemacht (sonniges Wetter, das Haus vom Nachbarn durchs Fenster anvisiert). Der Grund für das Gespräch mit Claudio Fabio war der Einbau einer neuen Selenzelle in eine von Herrn Paepke frisch gewartete Rolleiflex 3,5F. Herr Paepke hatte solche Zellen nicht mehr. Claudio Fabio schilderte mir wie "kränkelnde" Selenzellen reagieren und ich hatte mit der Contarex im Harz Erfahrungen gesammelt: Bei schlechtem Licht wie geschildert, bei normalem Licht einwandfreie Ergebnisse. Bei der Schilderung des Schweizers war sofort mein Gedanke, genauso ist es mit der Contarex.

Jetzt die Messung: Contarex Blende zwischen 5,6 und 8, kurz vor 8 und 1/250-stel Sekunde bei 21 DIN. Parallelmessung mit Lunasix3 und Televorsatz bei 15 Grad messe ich bei derselben Einstellung 1/3-ttel über Blende 8 in Richtung Blende 11.

Das ist aber jetzt bei normalem Wetter und nicht eher in der Dunkelheit.

Danke an Wolfgang - meine Reaktion darauf ist jetzt halt Messung mit dem Handbeli.

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vor 2 Stunden schrieb AndreasG:

Wenn der Belichtungsmesser zu hohe Werte anzeigt, dann wird der Film zunächst unterbelichtet und nach der Umkehr ist das Dia überbelichtet, irgendwas passt da für mich nicht zusammen?

Für mich auch nicht, denn ein unterbelichteter Dia-Film liefert auch unterbelichtete Dias. 

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vor 3 Stunden schrieb Rollfilmnutzer20:

Nach meiner Erfahrung ... sind Selenzellen auch bei bloßer Lagerung irgendwann "hinüber".

Mein Gossen Bisix (der erste, von Anfang der 70er Jahre) zeigt, trotz seltenem Gebrauch, immer noch korrekt an.

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Guest
vor 21 Minuten schrieb Andreas_Kreuz:

Mein Gossen Bisix (der erste, von Anfang der 70er Jahre) zeigt, trotz seltenem Gebrauch, immer noch korrekt an.

Wir waren im Harz bei den Köhlern (Holzkohle wird ja zu allen möglichen Filterzwecken gebraucht/Wasserwerke etc.) und es war ziemlich düster. Ich erwartete ca. Blende 5,6 und gemessen wurde Blende 11. Nach dem Entwickeln sah ich das was ich befürchtet hatte. Aber nur wenns düster war. Und so wurde es von Claudio Fabio geschildert. Egal....

Wolfgang beschrieb das Problem - Zeiss warb immer mit den Selenbelichtungsmessern, daß die Zelle so reagiere wie das Auge des Menschen und "man Erfahrung mit der Herstellung habe".

Weil ich aber nicht weiß, in welchem Zustand 60 Jahre alte Selenbelichtungsmesser sind (Mikrorisse in der Beschichtung) nehm ich zum Messen den CDS-Beli Lunasix 3. Auch hier wird geunkt (...."auch CDS- Zellen gehen kaputt"....). Ich hab mittlerweile drei (Zugaben zu Ebay-Käufen) und habe 2 Gossen Adapter für Batterien. Kein Problem.

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Posted (edited)

Servus miteinander,

Selenzellen haben einen Träger (aus Glas) des aufgebrachten Selenmaterials und eine darauf aufgebrachte Glasscheibe. Dazwischen wird evakuiert um das Selenmaterial an der Oxidation mit dem Luftsauerstoff zu hindern. Selenzellen sterben in der Regel durch langsames Eindringen von Umgebungsluft und der daraus folgenden Oxidation des lichtempfindlichen Materials. Sie können bei guter Abdichtung und Erhalt des Vakuums allerdings auch ewig halten.

Eigentlich ist nix zu machen. In billigen Taschenrechnern die mit Solarstrom funktionieren, findet sich manchmal Ersatz. Abgleich des Belis muß bei Austausch allerdings komplett neu gemacht werden.

Gruß aus Stuttgart

Tom

Edited by M3Tom
Rechtschreibung

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Posted (edited)
vor 1 Stunde schrieb M3Tom:

Servus miteinander,

Selenzellen haben einen Träger (aus Glas) des aufgebrachten Selenmaterials und eine darauf aufgebrachte Glasscheibe. Dazwischen wird evakuiert um das Selenmaterial an der Oxidation mit dem Luftsauerstoff zu hindern. Selenzellen sterben in der Regel durch langsames Eindringen von Umgebungsluft und der daraus folgenden Oxidation des lichtempfindlichen Materials. Sie können bei guter Abdichtung und Erhalt des Vakuums allerdings auch ewig halten.

Eigentlich ist nix zu machen. In billigen Taschenrechnern die mit Solarstrom funktionieren, findet sich manchmal Ersatz. Abgleich des Belis muß bei Austausch allerdings komplett neu gemacht werden.

Gruß aus Stuttgart

Tom

Lieber Tom,

das kann so nicht ganz richtig oder zumindest nicht vollständig sein, weil zu einem Element im Sinne eines Gleichstromerzeugers immer zwei leitende Pole gehören. Glas kommt da nicht so richtig in Frage. Im Falle eines Selen-Elements mit der Selenschicht als Minuspol gehört dazu eine Eisenschicht als Pluspol - wobei es unterschiedliche Arten der Ausführung geben mag, aber das Eisen ist meines Wissens zwingend notwendig. Bei den Selenelementen die ich besitze, darunter ein paar nagelneue Zellen für den Sekonic 398 Studio, ist nirgends Glas als Substrat verwendet. Im Gegenteil sind die Sekonic Elemente sicher aus Metall. Die Anschlussdrähte sind sichtbar angelötet und die Selenschicht ebenso sichtbar aufgetragen.

Übrigens sollte sich die beschriebene Ähnlichkeit mit der Empfindlichkeit des menschlichen Auges weniger auf die Lichtempfindlichkeit beziehen als auf die spektrale Empfindlichkeit. Viele der späteren Belichtungsmesser in Reflexkameras waren ausgesprochen rotempfindlich, auch noch in den 1980er Jahren. D.h. mit strengem Rotfilter oder auch schon kräftigen Orangefiltern vor dem Objektiv wurden zu kurze Belichtungszeiten suggeriert, die SchwarzWeiß-Filme folglich unterbelichtet. Das wurde mit intern vorgesetzten Filtern zu korrigieren versucht, war aber bei den Selenbelichtungsmessern so nicht nötig. Dafür waren sie vergleichsweise unempfindlich, groß und langsam.

Freundliche Grüße vom

Wolfgang

Edited by wpo

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Guest
vor 6 Stunden schrieb harryzet:

wenn die sonne lacht, nimm 1000 und acht bei 400 asa

Weil wir gerade von Belichtungsmessern reden (völlig egal ob Selen, CDS-, Silizium oder sonstwas). Viele kennen die Situation: Belichtung messen und die Sonne vrerschwindet hinter einer Wolke, neu messen und Kamera zücken und die Sonne kommt hinter der Wolke hervor......

Der Diafotograf kann ein Lied davon singen, während der Farbnegativfilm-Mann nur müde lächelt.

Ich hatte einen Bekannten der Kameras reparierte und auf Börsen war und kurz vor seinem Tod mir die Bolex H8 DS-8 auf Vordermann brachte (gehärteter Greifer, neue Lager etc.). Er filmte mit der Bolex H16, akzeptierte nur Kodachrome und maß ständig die Perforation aus (Bildstand). In den Dingen war er pingelig aber eines fiel mir auf. Er war maßlos stolz auf Anhieb die richtige Blende zu wissen und benutzte nie einen Beli. Er war Gleitschirmflieger und band sich die schwere H16 um und filmte aus der Luft mit der 16mm Kamera. Und benutzte keinen Beli....

Für mich selber muß ich sagen, beim Thema Mensch gegen Maschine ziehe ich den Kürzeren.

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vor 53 Minuten schrieb Rollfilmnutzer20:

Er war maßlos stolz auf Anhieb die richtige Blende zu wissen und benutzte nie einen Beli. ....

Für mich selber muß ich sagen, beim Thema Mensch gegen Maschine ziehe ich den Kürzeren.

Übung macht den Meister - wer viel fotografiert und jeweils auf die Belichtungswerte schaut, kann ein Gefühl dafür bekommen, wann welche Belichtungszeit + Blende erforderlich ist.

 

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Wenn ich Zeit habe, schätze ich die Belichtung, bevor ich auf die Anzeige schaue. Und ich merke, dass ich besser werde.

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