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Delir


sinope73
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Kein einziger von uns verurteilt doch Menschen, denen es möglicherweise so ergeht. Die Diskussion dreht sich vielmehr darum, dass manche (so wie ich) ihnen den vollen Schutz (vor Ablichtung/Präsentation) geben wollen, andere (die Mehrzahl hier) eine solche "Ungleichbehandlung" jedoch ablehnen. Sie meinen, man können das ruhig knipsen und zeigen.

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Guest Commander

Was macht Dich glauben,dass die Mehrzahl hier der Meinung ist, Mühselig und Beladene ohne Scheu ablichten zu wollen,oder selbiges bei anderen toleriert.

 

Die Mehrzahl beteiligt sich vielleicht einfach nur nicht an diese Diskussion ,dass muß man aber nicht als Zustimmung für diese Tun deuten.

 

Uwe

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Kein einziger von uns verurteilt doch Menschen, denen es möglicherweise so ergeht. Die Diskussion dreht sich vielmehr darum, dass manche (so wie ich) ihnen den vollen Schutz (vor Ablichtung/Präsentation) geben wollen, andere (die Mehrzahl hier) eine solche "Ungleichbehandlung" jedoch ablehnen. Sie meinen, man können das ruhig knipsen und zeigen.

Woran machst Du in diesem Thread eine „Mehrzahl“ fest, die sagt, man könne „das ruhig knipsen und zeigen“?

 

 

In diesem Thread ging es doch sehr wenig um das Bild, das mir im übrigen in keiner Weise zusagt. Der Titel ist da noch das wenigste.

Edited by Guest
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Tatsächlich finde ich das Foto wirr, ich weiß nicht, was es wirklich zeigt. Eine Abstraktion eines „Deliriums“ dürfte dann wohl den Trunkenen selbst kaum zeigen, weswegen ich gleich alles nicht verstehe. Außer Fotograf und Fotografierter hätten zusammen gesoffen und sind gleich stramm.

 

Wie auch immer: Mir taugt es nicht, das Foto.

Edited by Guest
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das Bild sagt mir nichts, habe aber mit der Veröffentlichung kein Problem weil niemand und nichts erkennbar ist.

 

Umgekehrt vermisse ich oft kritische Anmerkungen bei Bildern, die Menschen zeigen, welche wegen ihres "andersseins" bzw. ihrer äusseren Erscheinung nicht in den Raster der "Normalität" passen. Ich meine damit nicht vorrangig Bettler und Betrunkene.

 

Nachdem ich mich auch eher der Gruppe der Mitfühlenden und Nachsichtigen zugehörig fühle, wurden derartige Bilder meinerseits nie kommentiert und ich werde das (wahrscheinlich) auch in Zukunft nicht tun. 

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Die Diskussion dreht sich vielmehr darum, dass manche (so wie ich) ihnen den vollen Schutz (vor Ablichtung/Präsentation) geben wollen, andere (die Mehrzahl hier) eine solche "Ungleichbehandlung" jedoch ablehnen. Sie meinen, man können das ruhig knipsen und zeigen.

 

 

stell dir vor Markus , ich habe nichts gegen solche bilder,

fotografiert habe solche/ähnliche Situationen auch schon.

 

einige finden die bilder gut ,weil sie darin ne Geschichte ,

ne aussage oder was auch immer sehen,

....ander schütteln den kopf darüber oder drohen mit dem anwalt

 

das recht am eigenen bild hast du nicht erfunden.

wie auch, ich glaube nicht das du jedesmal nachfragst ob das bild

das du geschossen hast auch genehm ist.

nun ziehst du aber ne grenze, bis dahin und nicht weiter.

 

natürlich kann so ein bild funktionieren, aussage haben, aufrütteln,....

hier empfinde ich das bild als nicht gelungen, nur darum hätte ich es nicht gezeigt.

 

lambda.

Edited by lambda
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1. Wäre das Bild ein graphisches Blatt (Zeichnung, Litho o.ä.) und hätte es der Künstler "Delir" genannt - wäre wohl kaum eine Erregungsbereitschaft beim Betrachter vorhanden. Ikonographisch wäre das für einen aufgeklärten Kunstbetrachter doch eher kein Aufreger. Da hat man sich schon an anderes gewöhnt. Ein Phantasieprodukt eben, im stillen Kämmerlein bestenfalls aus einer diffusen Erinnerung auf Papier gebracht.

 

2. Anders als der Graphiker wird der Photograph hingegen zunächst einmal nicht zu Unrecht in eine persönliche räumliche und vor allem zeitliche Nähe zu dem abgebildeten Geschehen gerückt, das auch noch grundsätzlich für authentisch gehalten wird. Und damit ist er nicht nur zufälliger Ablichter sondern muß sich auch als Adressat für ethisches und gesetzestreues Handeln bewähren.

 

Obwohl ich kaum eindeutig erkennen kann was auf dem Bild los ist (es ist für mich ein Quodlibet von Bildinhalten, das sehr im geistigen Auge des Betrachters entsteht) und wie es zustandegekommen ist, könnte man auf aufgrund der Titelei auch auf die Idee kommen, daß hier vielleicht eine hilflose Person ohne Einwilligung abgebildet und gezeigt sein könnte, die kaum in der Lage gewesen sein dürfte, vor dem Beginn eines Komasaufens noch einen model-release-Vertrag zu unterzeichnen. Who knows. Wer aber das beachtliche photographische Können von Sinope auch nur ein wenig kennt, darf auch vermuten, dass ihm zuweilen auch eher regiehaft gestaltete Szenerien nicht fremd sind.

 

Lieber Sinope, ich glaube es lag in Deiner Absicht zu irritieren. Dann wirst auch mit dem Diskussionsverlauf leben müssen und ich bin sicher das kannst Du auch. Bei mir bist Du jedenfalls über jeden Zweifel erhaben und mußt nichts hinzufügen. "Kein Grund zur Veranlassung."

 

Eine neue Bildsprache? Mehr Provokation? Wer weiß....Nichts muß - vieles kann...

 

 

 

 

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Ach machmaphoto, schön Mal wieder was von Dir zu lesen (über ein seltenes und fast verstecktes 'gefällt mir' hinaus)!

 

Deine Einschätzung über mich als Fotografen beschämt mich, dennoch kann ich mich der Freude darüber nicht erwehren, zumal ich um Deine Kenntnisse ein wenig weiß.

 

Dank & sehr freundliche Grüße von sinope

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  • 2 weeks later...

ein Bild ist ein Bild ist ein Bild ist ein Bild.

Manchmal sieht man was gegenständlich, manchmal nicht.

Letzteres korrespondiert oft am stärksten mit inneren Bildern des Betrachters.

So gesehen, ist der hiesige Faden der beste Nachweis für diese These.

 

Aber leider beschreibt das Bild und der Titel nur das "Delir" des Autofokus, der wie besoffen schwankend zwischen verschiedenen Haltepunkten hin und her irrlichtert. Der Fotograf, sinope, auf der Suche nach weiteren Durchdringungen war dorob so genervt, dass er sich für diesen Bildtitel entschied.

 

Es dürfte ihn selbst in höchstem Maße überascht haben, dass er damit 'Durchdringungen' der ganz anderen Art geschafffen hat.

Ich bin beeindruckt von der Wirkung. Das vermag nur wahre Kunst.

 

… die Chips sind übrigens alle …

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Hallo Manfred, schön, mal wieder was von Dir zu lesen. Deine Bilder fehlen hier.

 

Deinem Kommentar kann ich nur ein stückweit folgen, der erste Satz hätte vermutlich hingereicht.

 

(Ich muss mal wieder Gertrude Stein lesen…

).

 

Freundliche Grüße von sinope

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hallo sinope, danke für die Rose ;-)

ich habe im Moment keinen Draht zum Fotografieren. Ich hoffe, der kommt irgndwann mal wieder.

 

für dich hätte der erste Satz wohl gereicht -

für mich hingegen war nach der Lektüre der mitunter schwer verdaulichen Lektüre diese Fadens hier das Bedürfnis zum freien Assoziieren einfach zu stark -

quasi als Katharsis, nicht als ernst gemeinte Deutung.  

Fast hätte ich gegleubt, herzensberger wäre wieder da (aber den kennen eh' nur die ganz alten Forenten hier)

 

herzlichen Gruß

manfred

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Wie sehr ich solche Konversation schätze, wird mir erst klar, wenn sie stattfindet, wie hier eben. Mehrere sinnvolle Sätze, die Bezug zueinander haben und nicht einfach Meinung und Gegenmeinung aneinander reihen, empfinde ich als Wohltat.

 

Selbst Deine 'vagabundierenden Gedanken' in #97, sind mir als Reflex und im Gegensatz zu Vorausgegangenem, sympathisch und angenehm. 

 

Solch ein kleiner Dialog ist für mich wie ein Geschenk.

 

(Im übrigen ist die Tätigkeit des Fotografierens kein Zweck in sich, sondern eher ein Medium, manchmal -im Idealfall- eine Art von Antidot zu angeblichen Gesetzen, die unbedingt eingehalten werden müssen. Wird dieses "Gegengift" für eine zeitlang nicht benötigt, kann dies ein gutes Zeichen sein…)

 

Ich grüße ebenso zurück

sinope

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Guest
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