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Fokussierung des Apo-Telyt-M 135 mm


Guest Eclat Blanc
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Guest Eclat Blanc

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Ich überlege mir die Anschaffung eines Apo-Telyt-M 135 mm als längster Brennweite des M-Systems. Meine Frage an die Besitzer dieses Objektivs: Wie kommt Ihr mit dem Scharfstellen zurecht? Ich habe mir nämlich ein Exemplar ausgeliehen, um es an meiner M 240 auszuprobieren und hatte bei den meisten Aufnahmen den Eindruck einer Fehlfokussierung.

 

Vielen Dank für Euere Antworten.

Edited by Eclat Blanc
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Mit einer Sucherlupe 1,4 dürfte man an der 240 keine Probleme damit haben. Mit der M10 und der höheren Suchervergrößerung ist man da schon besser dran. Ich habe das 135er an der M9 (ohne Sucherlupe) benutzt und da gab's schon den einen oder anderen Fehlfokus. Obendrein kann man natürlich bei der 240 LiveView verwenden.

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Wenn dir die Brennweite gefällt: kaufen. 

 

Und wenn es dann nicht funktioniert, dann bei Leica justieren lassen auf deine Kamera. Meist liegt es nämlich daran Bei längeren Brennweiten merkt man das halt schneller wegen der geringeren Tiefenschärfe (hatte ich beim 90-er Apo; nach der Justage alles super 

 ). 
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Wenn einem mit dem Apo-Telyt scharfe Aufnahmen gelingen, ist es ein grandioses Objektiv. Punkt.

 

Die Praxis verhindert aber in vielen Fällen, dass dieses "wenn"  eintritt.

 

  1. Man kann ja mal die von Leica veröffentlichten Schärfetiefentabellen für das Apo-Telyt anschauen und stellt fest, dass die Schärfentiefe bei Offenblende (also den "mäßigen" 1:3,4) viel, viel geringer ist als bei einem 1:0,95 Noctilux mit Offenblende. Um die oben genannten "grandiosen" Ergebnisse zu erzielen, reicht es aber nicht aus, sich nur innerhalb der errechneten Schärfentiefe-Zone zu bewegen, sondern die Fokussierung muss auf den Punkt sein.
  2. Man kann das ausprobieren: Kamera mit Objektiv auf Stativ und einen klar erkennbaren Punkt in ca. 20m Entfernung fokussieren. Dann ganz minimale Veränderungen der Fokus-Einstellung, so wenig wie es haptisch überhaupt möglich ist. Sieht man diese Veränderungen der Fokussierung im Messsucher - sieht man sie auf dem Bild? In meinen Versuchen kann ich drei solche minimalen Veränderungen vornehmen, bevor ich  im Messsucherfeld eine Veränderung erkenne. Auf den Bildern erkenne ich aber jede einzelne Veränderung sehr deutlich. Mit der Sucherlupe ist es vielleicht etwas weniger, aber die Diskrepanz zwischen Erkennbarkeit im Sucher und den Ergebnissen besteht auch dann noch. Mit dem etwas größeren M10-Sucher und ihrer etwas größeren Messbasis, besteht diese Diskrepanz ebenfalls. Die bisherigen Sucherlupen sind für den Sucher der M10 nur mit umständlichem Adapter zu verwenden.
  3. Gibt es einen Grund warum Leica - auch im Handbuch zu M10 - lügen sollte, wenn sie schreiben, dass das Objektiv nur eingeschränkt verwendbar sei  und man mindestens die Verwendung von Blende 1:5,6 empfiehlt?
  4. Gibt es einen Grund, warum die Vergleiche zwischen der Präzision von Messsuchern und Spiegelreflexsuchern, die u.a. Osterloh von Jahrzehnten veröffentlicht hat, und auf die sich Leica heute noch bezieht, zu dem Ergebnis kommen, dass die Vorteile des Messsuchers bei ca. 90mm Brennweite enden und bei längeren Brennweiten der Spiegelreflexsucher eindeutig im Vorteil ist?
  5. Gibt es einen Grund warum Leica allein  für 135mm nur ein Objektiv anbietet, das seit mehr als 20 Jahren auf dem Markt ist, für alle anderen Brennweiten aber mindestens 2 und häufig 3, und Zeiss und Voigtländer gar keins mit M-Anschluss?   
  6. Lösung EVF: Verwendet man hingegen den elektronischen Zusatzsucher, ändert sich ganz entscheidend etwas: Die minimale Schärfentiefe und der extrem hohe Kontrast des Objektivs unterstützen die Fokus-Peaking-Funktion viel besser als bei Objektiven mit längerer Brennweite. Man schafft es plötzlich, auf den Punkt zu fokussieren - und siehe da, es gibt die gewünschten Ergebnisse ... wenn..
  7. ...denn die Verwacklung nicht dazwischen kommt. Die macht sich bei der Brennweite - und dem überragenden Auflösungsvermögen des Objektivs - viel, viel stärker bemerkbar als bei größerem Bildausschnitt und/oder geringerem Mikrontrast. Herr Karbe soll mal über das 1:4/280mm für die R gesagt haben, dass man es erst richtig nutzen könne, wenn man es einmauert. Das gilt eigentlich auch für das 1:3,4/135mm Apo-Telyt-M. Hier kann Auto-Iso mit Beschränkung der längsten Belichtungszeit auf die 4-fache Brennweite oder eben auch ein Stativ helfen. 

 

Also: wenn man auf Enttäuschungen vorbereitet ist, kann man es auch ohne EVF mit dem Objektiv versuchen. Jedenfalls besser ist es mit EVF. Aber auch dann bleibt das Objektiv eine empfindliche Diva.

Edited by UliWer
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Die besten Ergebnisse erziele ich mit dem APO Telyt 135 mm in Verbindung mit der Leica SL. Mit meiner M 240 funktioniert es mit EVF ganz gut, aber mit Messsucher und Lupe 1,4 x ist es schon eine Herausforderung scharfe Bilder zu erhalten. Mir fällt allerdings auf, dass das Objektiv relativ streulichtanfällig ist, trotz ausgezogener Gegenlichtblende. Mein APO Elmarit R 180 mm besitzt dagegen so gut wie keine Streulichtempfindlichkeit und es fällt mir leichter es an der SL scharfzustellen, wenn die Belichtungszeit kurz genug ist erhalte ich noch brillantere Bilder wie mit dem 135 er Objektiv.

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Die besten Ergebnisse erziele ich mit dem APO Telyt 135 mm in Verbindung mit der Leica SL. Mit meiner M 240 funktioniert es mit EVF ganz gut, aber mit Messsucher und Lupe 1,4 x ist es schon eine Herausforderung scharfe Bilder zu erhalten. Mir fällt allerdings auf, dass das Objektiv relativ streulichtanfällig ist, trotz ausgezogener Gegenlichtblende. Mein APO Elmarit R 180 mm besitzt dagegen so gut wie keine Streulichtempfindlichkeit und es fällt mir leichter es an der SL scharfzustellen, wenn die Belichtungszeit kurz genug ist erhalte ich noch brillantere Bilder wie mit dem 135 er Objektiv.

 

 

Der Schneckengang bei der R Variante ist auch viel länger als bei der M Variante. An der SL lassen sich grundsätzlich die R-Linsen besser manuell scharf stellen als die M-Linsen. Auch ohne Peaking und Vergrößerung 

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Ich nehme beim APO Telyt 135mm grundsätzlich den elektronischen Sucher und habe somit wenige Probleme. Mit dem Messsucher ist mir bei diesem Objektiv der "Ausschuss" zu hoch. Neben der M verwende ich dieses Objektiv noch an der Oly als "großes" Teleobjektiv. Hier hat man den Vorteil des Bildstabilisators und überhaupt keine Problem. Ansonsten bin ich ein Fan von diesem Objektiv. Es ist neben dem 35er mein Lieblingsobjektiv.

 

Grüße

Henning

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Guest Eclat Blanc

Vielen Dank für die hilfreichen Ratschläge. Nun neige ich dazu, dem Objektiv nochmals eine Chance zu geben. Vielleicht muß ich auch länger damit üben und/oder die Kamera nachjustieren lassen.

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  • 1 month later...

Ich hab's getan, ich habe mir das Objektiv gekauft! 

Hier eine meiner ersten Aufnahmen damit:

 

L1006233.jpg

 

Glückwunsch, Du wirst es nicht bereuen

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Ich hab's getan, ich habe mir das Objektiv gekauft! 

Hier eine meiner ersten Aufnahmen damit:

 

L1006233.jpg

Ja, viel Vergnügen.... eine neue Linse kann ja richtig Lust machen mal einiges auszuprobieren.

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Hier ein Schnappschuß bei Offenblende (Gesamt und 100% Crop), Abstand ca. 2,5 mtr, allerdings nicht mit der M sondern mit der SL gemacht.

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Als Alternative böte sich das auch sehr gute Teleelmarit 135 f4 an. Es kostet fast nichts (ca. 300€), bietet sehr gute optische Leistung und hat das klassische 39er Filtergewinde.

Gruß Gregor

 

Hatte ich damals auch an der M3 und M6 (mit Magnifier 1,4)

Die Genauigkeit der Fokusierung war für mich damals aber nicht zufriedenstellend,

Digital ist das Heute wesentlich einfacher.

Das 135er finde ich weiterhin Klasse - kompakt, unauffällig, knackscharf mit Freistellungspotential !

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Guest Eclat Blanc

Und? Wie klappt's mit dem Fokussieren...? 

 

Vielen Dank für Dein Interesse. Auf Deine Frage komme ich erst heute, weil ich ich warten wollte, bis ich ein wenig mit dem Objektiv herumgespielt hatte.

 

Erstaunlich gut gelingt mir die Scharfstellung über den optischen Sucher im näheren und mittleren Bereich. Nicht ganz zufrieden bin ich mit den Ergebnissen, in denen das Objektiv auf unendlich gestellt war, was nur  schwer zu verstehen ist, weil hier die Scharfstellung am einfachsten sein sollte. Ich muß das Objektiv insoweit beobachten, und notfalls den Service bemühen.

 

Dort, wo der Fokus liegt, bildet die Linse großartig scharf ab, ebensoviele Freude macht mir das Bokeh.

Edited by Eclat Blanc
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Vielen Dank für Dein Interesse. Auf Deine Frage komme ich erst heute, weil ich ich warten wollte, bis ich ein wenig mit dem Objektiv herumgespielt hatte.

 

Erstaunlich gut gelingt mir die Scharfstellung über den optischen Sucher im näheren und mittleren Bereich. Nicht ganz zufrieden bin ich mit den Ergebnissen, in denen das Objektiv auf unendlich gestellt war, was nur  schwer zu verstehen ist, weil hier die Scharfstellung am einfachsten sein sollte. Ich muß das Objektiv insoweit beobachten, und notfalls den Service bemühen.

 

Dort, wo der Fokus liegt, bildet die Linse großartig scharf ab, ebensoviele Freude macht mir das Bokeh.

 

Das mit unendlich ist so, da das Objektiv unendlich kurz vor dem Anschlag hat.

 

(M9, 3,4/135 @ 4,0)

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