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Authentizität vs. empfundene Wirklichkeit


SilentShutter
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Wir sprechen hier primär über Kameras, Objektive und andere technische Parameter

was bei einem Fotoforum wohl auch nicht anders zu erwarten ist.

 

Authentizität und die Diskrepanz zwischen der Abbildung und dem bei der Aufnahme

"empfundenen" Wirklichkeit wird kaum besprochen.

Nachbearbeitung wird oft mit Manipulation gleichgesetzt, auch wenn die Bandbreite

vom einfachen Ausflecken bis zur Montage und Verfremdung gehen kann.

 

Mich würde an diesem Beispiel interessieren wo bei Euch die Grenze verläuft

und in wie weit Ihr Bilder nachbearbeitet um die "Abbildung" zu erlangen

welche Ihr beim Betätigen des Auslösers empfunden habt ?

 

Für mich ist das ein Prozess der mehere Arbeitsschritte beinhalten kann

und wo auch mehrere Ergebnisse/Variationen gleichberechtigt nebeneinander

bestehen dürfen - wie ist das bei Euch ?

 

Für das Ausgangsbild habe ich das Model direkt vom Schminkspiegel weg

an ein raumgroßes Fenster gestellt und fotografiert.

 

 

Das Resultat war mir nicht aussagekräftig genug bzw. nicht die Person

die ich im Sucher "wirklich" gesehen habe.

 

 

Diese Version kommt der "Vision" am nächsten.

 

Wie geht Ihr vor ? Wie weit greift Ihr in das Ursprungsbild ein ?

Gerne würde ich das auchan Hand Eurer Bildbeispiele diskutieren !

Edited by SilentShutter
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Wir sprechen hier primär über Kameras, Objektive und andere technische Parameter

was bei einem Fotoforum wohl auch nicht anders zu erwarten ist.

 

Authentizität und die Diskrepanz zwischen der Abbildung und dem bei der Aufnahme

"empfundenen" Wirklichkeit wird kaum besprochen.

Nachbearbeitung wird oft mit Manipulation gleichgesetzt, auch wenn die Bandbreite

vom einfachen Ausflecken bis zur Montage und Verfremdung gehen kann.

 

Mich würde an diesem Beispiel interessieren wo bei Euch die Grenze verläuft

und in wie weit Ihr Bilder nachbearbeitet um die "Abbildung" zu erlangen

welche Ihr beim Betätigen des Auslösers empfunden habt ?

 

Für mich ist das ein Prozess der mehere Arbeitsschritte beinhalten kann

und wo auch mehrere Ergebnisse/Variationen gleichberechtigt nebeneinander

bestehen dürfen - wie ist das bei Euch ?

 

Für das Ausgangsbild habe ich das Model direkt vom Schminkspiegel weg

an ein raumgroßes Fenster gestellt und fotografiert.

 

 

Das Resultat war mir nicht aussagekräftig genug bzw. nicht die Person

die ich im Sucher "wirklich" gesehen habe.

 

 

Diese Version kommt der "Vision" am nächsten.

 

Wie geht Ihr vor ? Wie weit greift Ihr in das Ursprungsbild ein ?

Gerne würde ich das auchan Hand Eurer Bildbeispiele diskutieren !

 

können dies andere, die die person nicht gesehen haben, überhaupt beurteilen. ich für meinen teil kann das nicht.  

wäre das zweite foto das erste, da ginge es schon los, oder?

Edited by kmhb
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Das erste Bild ist unbearbeitet und das zweite Bild habe ich meiner "Vorstellung"

entsprechend verändert so wie ich es empfunden habe. Soweit das Beispiel.

 

Die Frage oder Grund des Treads ist in wie weit Ihr in Eure "Fotografie" eingreift.

Nicht mehr oder weniger ? 

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Aufgrund meines persönlichen Stils (und vielleicht auch meiner Weltanschauung) tendiere ich dazu, die Dinge möglichst genau so wiederzugeben, wie sie "aussehen". Ich habe das Wort in Anführungszeichen gesetzt, weil es oft schwierig ist, die eigene Wahrnehmung von der Wirklichkeit zu unterscheiden. Das geht so weit, dass ich Objektive aussuche, die von vielen hier als "charakterlos" bezeichnet werden, weil sie eben mit keinem eigenen "Look" in Verbindung gebracht werden. Ich halte das auch mit der Musikanlage und vor allem den Lautsprechern so. 

 

Gelegentlich suche ich gezielt eine Darstellung, die von der "Wirklichkeit" abweicht, und dann setze ich mir keine Grenzen.

 

Bei der mehr bearbeiteten Version des hier vorliegenden Bilds bezweifle ich sehr, dass das Modell wirklich so ausgesehen hat. Jedenfalls sieht die weniger bearbeitete Version viel "natürlicher", also "wirklicher", aus, auch wenn ich glaube, dass die Tonwerte auch dort nicht sehr realitätsnah wiedergegeben sind.

 

Die Vision wäre in diesem Fall eher eine Vorstellung, wie das Bild wirken soll, als eine Anstrengung, die optische Wirkung der Vorlage möglichst getreu zu wiederzugeben. Beides ist natürlich "legitim", aber das Ergebnis wird einen selbst auch mehr überzeugen, wenn man sich vorher klar macht, welches man will.

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Interessantes Thema!

 

Die zweite Version ist nach meinem Dafürhalten eine Idealisierung der abgebildeten Person, die sich an einem konventionellem Schönheitsideal orientiert. D. h. das zweite Bild soll besser aussehen als das erste und sieht auch besser aus.

Ob dies im Sinne des Erschaffers liegt, hängt von seiner Intention ab.

 

Gruß Gregor

Edited by kunzhobel
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Natürlich ist auch das erste Bild bearbeitet, insofern es die Dame nur in Grautönen wiedergibt. Ein stärkerer Eingriff ist kaum denkbar.

 

"Authentizität und die Diskrepanz zwischen der Abbildung und dem bei der Aufnahme

"empfundenen" Wirklichkeit wird kaum besprochen."

 

 Besprechen kann das eh nur der Autor, und das nur, wenn er sprachlich außerodentlich gübt ist. Der Betrachter kann, auch das ist für die meisten sehr schwierig, nur seinen Eindruck, lediglich seine eigene Empfindung wiedergeben. Ich habe viel Erfahrung in der intensiven Bildbesprechung (wir haben hier im Revier einen Club, in dem das geübt wird) und weiß, wie schwer sich die meisten damit tun, eigene Empfindungen auszudrücken und diese auch noch auf ihre Auslöser zurückzuführen.

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Die Umsetzung von Farbe in Grautönen ist ein Thema für sich.

 

Primär ging es mir mehr um die Itensität mit der Ihr Eure Bildideen umsetzt.

Das Portrait war nur ein Beispiel dafür, dashalb habe ich den Tread auch hier plaziert

könnte aber auch in "Street" mit Beispielen von "lambda´s" Reportagebilder stattfinden.

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Guest Commander

Da wird an den Reglern gedreht bis es passt, oft wird alles wieder zurückgedreht und nur leicht nachgeschärft.

 

Die einzige Grenze die ich mir setzte wäre eine Montage.

 

Fotografie fängt bei einer Idee an und endet erst im Labor( PC).

 

Für mich soll Fotografie den Eindruck des Fotografen wiedergeben, nicht die Realität.

 

Uwe

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Wir sprechen hier primär über Kameras, Objektive und andere technische Parameter

was bei einem Fotoforum wohl auch nicht anders zu erwarten ist.

 

Authentizität und die Diskrepanz zwischen der Abbildung und dem bei der Aufnahme

"empfundenen" Wirklichkeit wird kaum besprochen.

Nachbearbeitung wird oft mit Manipulation gleichgesetzt, auch wenn die Bandbreite

vom einfachen Ausflecken bis zur Montage und Verfremdung gehen kann.

 

Mich würde an diesem Beispiel interessieren wo bei Euch die Grenze verläuft

und in wie weit Ihr Bilder nachbearbeitet um die "Abbildung" zu erlangen

welche Ihr beim Betätigen des Auslösers empfunden habt ?

 

Für mich ist das ein Prozess der mehere Arbeitsschritte beinhalten kann

und wo auch mehrere Ergebnisse/Variationen gleichberechtigt nebeneinander

bestehen dürfen - wie ist das bei Euch ?

 

Für das Ausgangsbild habe ich das Model direkt vom Schminkspiegel weg

an ein raumgroßes Fenster gestellt und fotografiert.

 

 

Das Resultat war mir nicht aussagekräftig genug bzw. nicht die Person

die ich im Sucher "wirklich" gesehen habe.

 

 

für mich durchaus aussagekräftig und viel lebendiger

 

 

 

 

 

 

 

 

Diese Version kommt der "Vision" am nächsten.

 

Wie geht Ihr vor ? Wie weit greift Ihr in das Ursprungsbild ein ?

Gerne würde ich das auchan Hand Eurer Bildbeispiele diskutieren !

Edited by Suuumm55
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Immer was geht und dem " Werk " gut tut, keine Regel. Aber ich würde raten Bilder kleiner einzustellen, wirkt erstens meistens vorteilhaft und ich bin sicher nicht der Einzige der an einem 13 ' Schirm glotzt, gerade bei Portraits finde ich es angenehmer nicht schon vom Format erschlagen zu werde / angesprungen zu werden und dann noch scrollen zu dürfen.

 

Wir sind hier ja nicht im wirklichen Leben wo ich die Distanzen mal eben anpasse. Eben nicht nur die EBV sondern die Hardware bedenken. 

Edited by becker
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Ich mache mir es einfach: Die erste Version, finde ich, ist die natürlichere, ich denke das weniger geschönte Bild.

Die zweite Version ist mir eindeutig zu "schön gemacht".

Mich stört auch ( nicht nur in diesem Fall) dass die großen Bilder mit jeder direkten Stellungnahme neu aufgerufen werden, wofür der Autor nichts kann.
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Guest Eclat Blanc

Wie ich anderer Stelle schon geschrieben habe, sind für mich fototechnische Manipulationen erlaubt, wenn sie das Foto der fotografierten Person/dem Objekt näherbringen. Obwohl ich die abgebildete Frau nicht kenne, bin ich mir sicher, daß das zweite Foto ihr mehr entspricht. Nach meiner Philosophie ist es daher das richtigere.

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Guest Eclat Blanc

Eitel wie wir sind. würde uns selbst wohl auch das "geschönte" Bild von uns selbst, besser gefallen (nach einem Kontrollblick in meinen Spiegel

)

„Willst Du Dir den Tag versaun, mußt Du in den Spiegel schaun", heißt es.

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Wie ich anderer Stelle schon geschrieben habe, sind für mich fototechnische Manipulationen erlaubt, wenn sie das Foto der fotografierten Person/dem Objekt näherbringen. Obwohl ich die abgebildete Frau nicht kenne, bin ich mir sicher, daß das zweite Foto ihr mehr entspricht. Nach meiner Philosophie ist es daher das richtigere.

 

Danke ich sehe das ebenso. 

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Der Titel dieses Postings suggeriert einen Widerspruch zwischen "Authenzität" und "empfundener Wirklichkeit",

den es nach meiner Meinung gar nicht gibt, wenn man sich fragt, was der Einzelne als authentisch ansieht.

 

Möglicherweise habe ich mich nur etwas dämlich ausgedrückt,

man könnte auch sagen was die Kamera abbildet und welches

Bild ich "im Kopf" hatte als ich den Auslöser drückte. 

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