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M42 und SL (hier: Voigtländer Apo Lanthar Makro 125mm f2.5)


BlackDoc
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Hallo,

 

was mich bei solchen Beiträgen immer wundert ist die Tatsache, dass fest und steif behauptet wird, digital gehe nur vernünftig mit den modernsten Optiken die für 100 Megapixel oder so ausgelegt sind. Möglichst die Kamera dann noch die Kamera aufs Stativ und dieses in Beton gegossen.

 

Und dann sehe ich solche Bilder, die mit älteren Objektiven gemacht wurden. Und Du zeigst hier Bilder, die bis auf wenige Ausnahmen, nicht eben in normalen Lichtsituationen gemacht wurden.

 

Ähnliches kenne ich u.a. aus dem Nikon-System, wo eine D800 ohne weiteres mit älteren manuellen AI und AI-S Nikkoren zusammenspielt. Da wundert man sich schon, warum es heißt, immer nur das neuste und das auch noch möglichst voluminös.

 

Nachdenklich!

 

Gruß

Thomas

Edited by thowi
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Das APO Lanthar 125mm f/2.5 ist nun gerade ein Beispiel für ein altes, aber von seinen Abbildungsleistungen und seinem Bokeh her hervorragendes Objektiv - aber leider wird es nicht mehr produziert. Die neuen APO Lanthare (65mm und 110mm) scheinen aber ähnlich überragend zu sein.

 

In der Tat kann man auch mit Vintage-Objektiven wunderbare Bilder machen. Vielleicht sogar schönere. Die negativen Auswirkungen z.B. von Asphären auf das Bokeh (Zwiebelringe) sind ja bekannt, so dass auch neuere Portraitobjektive wie das Loxia 85mm inzwischen wieder ohne Asphären gebaut werden. Viele schätzen den alten Leica-Look, z.B. von einem 50mm Summicron IV oder natürlich den alten Noctilux 1,0. Auch ich bin ein großer Freund von alten Optiken.

 

Auf der anderen Seite sind moderne Objektive schon deutlich besser korrigiert. Es wäre unsinnig, das zu leugnen. Auch wenn ein schneller AF erforderlich ist, kommt man um moderne Objektive kaum herum. 

 

So haben sicher die M und die SL beide ihre Daseinsberechtigung nebeneinander.

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Hallo,

 

... Auf der anderen Seite sind moderne Objektive schon deutlich besser korrigiert. Es wäre unsinnig, das zu leugnen. ...

 

 

vielleicht etwas ketzerisch möchte hier fragen: Sicher? Hinsichtlich der Korrektur gibt es sicherlich Gurken, aber fällt das noch großartig auf, möchte man es sehen oder gibt sich damit zufrieden weil es in die Zeit und somit "state of the art" ist? Wenn ich mir viele moderne Optiken, u.a. auch das aktuelle Leica 24-90 zur SL anschaue, wird vieles der Kameraelektronik überlassen. Finde ich persönlich traurig, da eben diese Optik finanziell sehr kräftig zu Buche schlägt. 

 

Sicherlich bin ich hier für einige von gestern und Kritiker möchten gerne behaupten, dass die Optik wohl kaum an alten Kameras verwendet wird. Ich möchte jedoch trotzdem behaupten, dass es für eine Optik, die ein kleines Vermögen kostet, durchaus möglich sein sollte, dass diese nahezu auskorrigiert ist. Besonders dann, wenn Leica mit optischen Höchstleistungen wirbt. Ich möchte weiterhin behaupten, dass das Geschrei noch vor einigen Jahren hoch gewesen wäre. Hierzu kann man noch heute viele Meinungen zum Vario Elmar R 1:3,5-4,5/ 28-70mm nachlesen, wo man sich über diesen Sigma-Ableger die Nase rümpft. 

 

Ich möchte auch nicht verleugnen das meine ollen R Scherben keine Fehler haben, aber sie lassen sich ruhigen Gewissens auf Film, als auch an Digital, hervorragend nutzen. Eine tolle Eigenschaft. 

 

Das soll nun nicht heißen, dass ich das 24-90 schlecht reden möchte. Im Gegenteil sogar. Nur wundere ich mich einmal mehr etwas.

 

 

... Auch wenn ein schneller AF erforderlich ist, kommt man um moderne Objektive kaum herum. ...

 

Nun ja, wenn es um Objektive mit AF und dessen Entwicklung seit 1985 geht, dann ja. 

 

Gruß

Thomas

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Ich mag sowohl die neuen SL Objektive als auch "die alten Scherben".... so grundsätzlich schwebt mir ein 180mm R Telelyt im Kopfe rum....aber vorerst mache ich mal weiter mit einer windschnittigen Version des Hauskaninchens, dokumentiert mit der SL und dem 125mm Apo Lanthar...

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Formal OT ( und das im eigenen Thread......) auch das 180mm APo Lanthar von Voigtländer ist ein nettes Glas.... ich hab dieses Glas als PK Mount adaptiert an der SL.

Ein klares Plus: Klein handlich und haptisch wie das 125mm ein Handschmeichler. Kleiner Nachteil: Naheinstellgrenze 1,2m... aber bei 180mm BW fast zu verschmerzen.

--> ein Bild BSP (ISO 800 F4.0 (meint max Offenblende) bei 1/125 aus der Hand

 

 

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Hallo,

 

 

 

vielleicht etwas ketzerisch möchte hier fragen: Sicher? Hinsichtlich der Korrektur gibt es sicherlich Gurken, aber fällt das noch großartig auf, möchte man es sehen oder gibt sich damit zufrieden weil es in die Zeit und somit "state of the art" ist? Wenn ich mir viele moderne Optiken, u.a. auch das aktuelle Leica 24-90 zur SL anschaue, wird vieles der Kameraelektronik überlassen. Finde ich persönlich traurig, da eben diese Optik finanziell sehr kräftig zu Buche schlägt. 

 

Sicherlich bin ich hier für einige von gestern und Kritiker möchten gerne behaupten, dass die Optik wohl kaum an alten Kameras verwendet wird. Ich möchte jedoch trotzdem behaupten, dass es für eine Optik, die ein kleines Vermögen kostet, durchaus möglich sein sollte, dass diese nahezu auskorrigiert ist. Besonders dann, wenn Leica mit optischen Höchstleistungen wirbt. Ich möchte weiterhin behaupten, dass das Geschrei noch vor einigen Jahren hoch gewesen wäre. Hierzu kann man noch heute viele Meinungen zum Vario Elmar R 1:3,5-4,5/ 28-70mm nachlesen, wo man sich über diesen Sigma-Ableger die Nase rümpft. 

 

Ich möchte auch nicht verleugnen das meine ollen R Scherben keine Fehler haben, aber sie lassen sich ruhigen Gewissens auf Film, als auch an Digital, hervorragend nutzen. Eine tolle Eigenschaft. 

 

Das soll nun nicht heißen, dass ich das 24-90 schlecht reden möchte. Im Gegenteil sogar. Nur wundere ich mich einmal mehr etwas.

 

 

 

Nun ja, wenn es um Objektive mit AF und dessen Entwicklung seit 1985 geht, dann ja. 

 

Gruß

Thomas

 

 

Nicht nur im Mittelformat, sondern auch im KB-Format werden heute sehr hohe, z.T. auch überzogene Anforderungen gestellt, z.B. bei Werbung für Mode oder Automobil.

 

Ich persönlich finde es auch bedauerlich, dass einige Korrekturen inzwischen nicht mehr optisch, sondern digital erfolgen - vor allem deswegen, weil man dann potentiell Objektive nicht mehr uneingeschränkt an den nächsten Kameragenerationen oder an anderen Kameratypen verwenden kann. Zum Glück achtet Leica darauf, z.B. bei M-Objektiven an der SL. Das ist für viele sicher sehr wichtig, auch für mich persönlich.

 

Auf der anderen Seite entlastet die Software-Korrektur etwas das Objektivdesign. Man kann dann bestimmte Randbedingungen etwas lockerer nehmen, z.B. die Korrekturen für Verzeichnung und (leider) CA (letzteres ist vor allem bei Zeiss zu sehen). Eine komplexe Moustache-Verzeichnung bei Weitwinkeln ist nicht ganz so einfach, aber Tonnen- oder Kissen-Verzeichnung sind leicht zu korrigieren. Bei der Leica Q z.B. verzeichnet das - fest verbaute - Summilux sehr ordentlich, was aber durch das Objektivprofil gut korrigiert wird. Dadurch kann das Objektiv relativ kompakt und leicht gehalten werden.

 

Und das ist der Punkt: Das Leica M-System ist so kompakt und portabel wie kein anderes. Und gleichzeitig sind die Objektive sehr gut korrigiert, wenn auch lange nicht perfekt (nicht nur die Summiluxe, selbst das APO Summicron 50mm weist bei Offenblende etwas CA auf). Auch ist die Schärfe der M-Objektive nicht auf dem Niveau der SL-Objektive. Dennoch stellen die M-Objektive eine perfekte, bisher von anderen Herstellern kaum erreichte Balance zwischen Portabilität, Lichtstärke und Abbildungsleistung dar.

 

Die SL-Objektive sind optisch noch besser korrigiert, auch wenn die Software noch nachhilft. Bei lichtstarken Objektiven geht das zu Lasten von Größe und Gewicht (Summilux-SL 50mm), bei den neuen Summicrons (etwas) zu Lasten der Lichtstärke. Dennoch sind die neuen Summicrons sicher der richtige Weg und wunderschöne Objektive. Das Summilux-SL verzeichnet übrigens meines Wissens unerwartet stark und zeigt auch sichtbare CA (ohne Objektivprofil), aber am Ende zählt das fertige Bild.

 

"No compromise" Objektive wie die Zeiss Otus-Familie - übrigens ohne Autofokus - sind aufgrund ihrer Größe und ihres Gewichts für viele prohibitiv. Im Studio ist das sicher anders. Dort ist aber auch ausreichend Beleuchtung vorhanden, so dass Lichtstärke nicht zwingend ist, und häufig wird Mittelformat verwendet.

 

Letztendlich muß also jeder den richtigen Kompromiß für seine Bedürnisse und seine Anwendungen finden. Das kompakte und leichte, lichtstarke, perfekt korrigiert Objektiv gibt es leider noch nicht - there is no free lunch.

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Ich finde die Backround Infos immer wieder hoch interessant, aktuell hab ich ein Trioplan "zur Ansicht" geliehen bekommen, sowas denke ich muss man mögen... ich persönlich scheine dann doch eher der Typ für die Lanthare zu sein.....

Bilder vom Vortage..

1)

 

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  • 1 month later...
  • 1 month later...

und Grün vor sehr dunklem Grün (nur Tiefen runter gezogen in LR)

 

Ich freue mich immer wieder über die mich ansprechenden Bildergebnisse dieser Optik

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  • 2 months later...

Weiß jemand, wann das neue APO Lanthar 110mm f/2.5 für Sony E mount nun auf den Markt kommt? Es ist schon länger angekündigt worden und wird bei den großen Händlern auch schon gelistet, aber mit dem Vermerk "derzeit nicht verfügbar" oder "längere Lieferzeit". Auf der offiziellen deutschen Homepage von Voigtländer findet man es noch nicht, auf der japanischen von Cosina schon.

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