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vhfreund

Sekonic L-758 DR vs. Gossen Starlite II

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Ich besitze den Sekonic L-758 DR und das „ Exposure Target II“. Zuvor habe ich jahrelang den Sekonik L-558 besessen. Vorweg, ich bin mit Sekonik sehr zufrieden. Der Gossen hatte mich wegen des Zonensystems interessiert. Nachdem ich das Internet verzweifelt nach Meinungen zu dem Gossen durchforstet habe, habe ich mir kurzerhand einen gekauft. Die im Internet kursierenden Vergleiche sind doch eher dürftig. Von dem Gossen wird jedenfalls behauptet, er sei nicht hochwertig verarbeitet und kompliziert zu bedienen, jedenfalls sei die Bedienungsanleitung kaum zu versehen.

 

Dies vorangestellt möchte ich meinen persönlichen Vergleich der beiden Geräte mit euch teilen. Vielleicht ist ja der Eine oder Andere daran interessiert.

 

Beide Belichtungsmesser können Lichtmessung mit der Lumisphäre, Dauerlichtmessung und Blitzbelichtungsmessung, Cord und Noncord sowie Spotbelichtungsmessung.

 

Der Sekonic hat einen Funkauslöser, der problemlos mit PocketWizzards zusammenspielt.

Der Funkauslöser fehlt beim Gossen

 

Der Gossen hat einen 5 Grad Spot und einen 1 Grad Spot, der Sekonik hat hingegen nur einen Meßwinkel von 1 Grad.

 

Beim Sekonik werden die Meßergebnissse auch im Sucher angezeigt, das fehlt beim Gossen, dafür ist der Sucher beim Gossen klarer und heller.

 

Der Gossen nimmt AAA Batterien, der Sekonic CRA 123.

 

Der Gossen ist flacher, handlicher und hat weniger Knöpfe.

 

Der Sekonik hat einen USB Anschluß und ist mit der Software und dem Target auf die effektive Empfindlichkeit der verwendenten Kamera kalibrierbar, wobei dann auch der maximal beherrschbare Kontrastumfang des Kamerasensors im Display angezeigt wird. Ichhabe festgestellt, dass die Kalibrierung erforderlich ist, um den Sekonik sinnvoll mit einer Digitalkamera wie beispielsweise der M 246 verwenden zu können. Diese Funktionen fehlen beim Gossen gänzlich.

 

Der Sekonik hat eine Midtone Funktion, mit welcher nach Mehrfachmessung von hellsten und dunkelsten bildwichtigen Funktionen der Mittelton ermittelt und so verschoben werden kann, dass keine Lichter und/oder Schatten beschnitten werden. Die diesbezügliche Beschreibung in der Bedienungsanleitung ist kryptisch ! Das fehlt dem Gossen.

 

Beide Belichtungsmesser sind laut Aussage des Herstellers auf 18% Grau kalibriert. Ich habe des Sekonik mit dem Target auf meine M246 kalibriert. Die Default Einstellung des Sekonik ist eine Blende unterbelichtet, und zwar sowohl bei der Leica als auch bei meinen Nikons!

 

Der Sekonik hat zwei Messzellen, eine für Lichtmessung und eine für den Spot, Belichtungskorrekturwerte müssen für beite getrennt eingegeben und zurückgesetzt werden, sehr fehlerträchtig!!

 

Überraschung, der Gossen liefert ohne weiteres mit der M246 einen perfekt belichteten Graukeil (ich habe den Graukeil des Sekonik Target verwendet) Ob eine „Kalibrierung „ auf den Sensor der Kamera sinnvoll und notwendig ist erscheint mir im Nachhinein fragwürdig.

 

Der Gossen hat eine Zonensystem Funktion, die sich mir in 10 min vollständig erschlossen hat. Die entsprechende Anzeige liefert eine einfache Information über den Motivkontrast.Das Display ist übersichtlicher als beim Sekonik, der Gossen hat weniger „Bells and Whistles“, ist aber meines Erachtens einfacher zu bedienen und hat eine einfache, aufgeräumte und intuitiv ablesbare Anzeige. Besonders hat mir die Funktion der Meßwertspeichertaste gefallen, für jeden weiteren Meßwert wird der Durchschnitt neu berechnet und angezeigt, der Speicher wird mit jedem Drücken der Meßtaste gelöscht. Beim Sekonik muss jeder Meßwert einzeln aus dem Speicher gelöscht werden, werden nicht alle Werte gelöscht ist die nächste Messung ein Intergraler Wert. Sehr fehlerträchtig!

 

Der Gossen hat noch Fotometrie und Cine Funktionen, auf die ich aber nicht eingehe.

Mein Fazit, der Gossen ist einfacher zu bedienen und weniger anfällig für Fehlbedienung. Die zusätzlichen Gimmiks sind nicht unbedingt notwendig. Für die Landschaftsfotografie hat der Gossen die Nase vorn.

 

Bei der Blitzbelichtungsmessung im Studio hat nach meiner Meinung der Sekonic die Nase vorn. Für meine Zwecke (Leica M-A und Leica M 246) gefällt mir der Gossen besser!

Edited by vhfreund

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Ich habe einen Sekonic L-358 - früher hatte ich einen Gossen (leider habe ich ihn irgendwo liegen gelassen).

Ich möchte eine Belichtungsmesser mit dem ich Spotmessung machen könnte und überlege, den Sekonic zu verkaufen und dafür eventuell einen Gossen Starlite zu kaufen. 

Gebraucht wäre der Starlite 1 interessant. Hat den jemand ?

 

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Am 23.4.2019 um 21:30 schrieb leitna:

Ich habe einen Sekonic L-358 - früher hatte ich einen Gossen (leider habe ich ihn irgendwo liegen gelassen).

Ich möchte eine Belichtungsmesser mit dem ich Spotmessung machen könnte und überlege, den Sekonic zu verkaufen und dafür eventuell einen Gossen Starlite zu kaufen. 

Gebraucht wäre der Starlite 1 interessant. Hat den jemand ?

 

Nach einiger Zeit des intensiven Gebrauchs kann ich jetzt konstatieren, dass Gossen ein echtes Qualitätsproblem hat !

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vor 1 Stunde schrieb vhfreund:

Nach einiger Zeit des intensiven Gebrauchs kann ich jetzt konstatieren, dass Gossen ein echtes Qualitätsproblem hat !

danke - mittlerweile ich habe ich schon ein vollkommen anderes Gerät gekauft, nämlich einen MInolta Spotmeter (und den Sekonic  behalte mich mir)

 

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Am 27.4.2019 um 15:05 schrieb vhfreund:

Nach einiger Zeit des intensiven Gebrauchs kann ich jetzt konstatieren, dass Gossen ein echtes Qualitätsproblem hat !

das sich wie äußert?

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Am 12.5.2019 um 20:49 schrieb tom0511:

das sich wie äußert?

Gummiring vom Okular verloren. Abdeckung des Okulars verloren. Ring zur Umstellung zwischen 1 Grad, 5 Grad und Lichtmessung fest. Und schließlich hat sich die Kalotte gelöst und die Kugeln der Führung hüpften auf dem Tisch herum (alles innerhalb der ersten zwei Jahre). Das Beste, der Typ bei Gregor Reparier oder wie das heißt meinte zu dem festsitzenden Ring der Kalotte, da sei eigentlich keine Einstellmöglichkeit vorgesehen, ob ich dieBedienungsanleitung richtig gelesen habe. Da ist mir der Kragen geplatzt.... 

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