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Jan Böttcher

Historische Händler(schilder)

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soetwas gab/gibt es doch sicher auch für Leitz/Leica, oder?

 

 

Auf vielen älteren Leitz-Schachteln klebte so ein Händler-Schildchen wie eine kleine Visitenkarte.

Da die Klebekraft über Jahrzehnte nachgelassen haben dürfte, sind viele bereits abgefallen.

 

1. Klebeschildchen auf einer SOMKY-Schachtel:

 

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Drei Schildchen hab ich auch noch:

 

1. Apdoo:

 

 

2. BOOWU:

 

 

3. BOOWU-M:

 

 

(M240, Visoflex III, Balgen II; Tele-Elmar 135 mm)

 

Gruß

Thomas

Edited by thomas_schertel

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....das Foto lösch' ich dann mal lieber wieder

 

Gruß,

Rossi

 

 

Google maps:  "Wir konnten ....-Straße, Leipzig nicht finden."

 

Aber es wird Hilfe angeboten: Vor der Umbenennung Zeitzer Straße und Südstraße, seit 1945 Karl-Liebknecht-Straße

Edited by Andreas_Kreuz

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Neulich bei einem Freund gesehen:

...

 

Jan, ich finde, dass das ein sehr schönes Thema ist und werde meinen Fundus nach weiteren Belegen durchforsten!

 

PS.: Dieser Faden hat mich dazu veranlasst, Näheres über den Werdegang des längst erloschenen "Fotoladens" Anton Kaffai, Limburg herauszufinden.

 

Zur Erinnerung:

.

 

Wenn es im Rahmen dieses Threads möglich und erwünscht ist, kann ich meine Rechercheergebnisse (mit Belegen) hier posten!

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Es freut mich sehr wenn Euch das Thema zusagt, und über rege Beteiligung freue ich mich erst recht.

 

Wenn die Beteiligung über ein nacktes Foto eines Schildchens hinausgeht, dann halte ich das für "Substanz", und wenn sich dann noch jemand an den Laden, das Personal oder eine Begebenheit erinnert, warum nicht?

 

Zu den Hamburger Läden kann ich beisteuern, daß Feldmann "vor meiner Zeit" war (A.H.-Platz heute "Rathausmarkt" vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Rathausmarkt_%28Hamburg%29 ), Kunze habe ich noch erlebt (und da so manchen Kram gekauft), einer der langjährigen Verkäufer dort (Bernd Nasner) hat dann das "Photohaus Colonnaden" (zuerst.in der Fehlandstraße, in den Räumen des ehemaligen "Laden für Linkshänder", nun um die Ecke "Große Theaterstraße") eröffnet und eine der Verkäuferinnen "mitgenommen".

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Kurios und beschämend, wie viele Straßen, Plätze und Scheisshäuser nach diesem verkrachten Anstreicher benannt wurden, Gottseidank Geschichte.

Hier in Bad Schwalbach bedurfte es seinerzeit einiger Überredung den amerikanischen Besatzern die Herkunft der "Adolphstraße" mit den Nassauer Herzögen zu erklären.

Ich geh' mal suchen ob ich auch was geklebtes beitragen kann, bis dahin würde ich mich über historisches von Euch sehr freuen!

Thomas

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Allen Ernstes habe ich keine alten Händlerschildchen gefunden, seltsam... Muss ich im Laufe der Jahre abgeknibbelt haben.

Wer sich seiner handwerklichen Arbeit aber nicht schämen musste, der klebte auch schon mal das Werkstattbapperl in die F2.

 

 

Apropos abknibbeln:

 

wann haben die Japaner eigentlich diese "passed" Bapperl aufgehört zu kleben?

Die "Japan Camera Industry Association" klebte auf jedes ihrer Produkte so ein ovales gülden Ding. Das war immer das erste, was ich bei Neukauf wegmachte.....

Die einzige Kamera, die ich "mit" auftun konnte, hatte ich wohl übersehen

 

Gruß

Thomas

Edited by duckrider

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... Wenn die Beteiligung über ein nacktes Foto eines Schildchens hinausgeht, dann halte ich das für "Substanz", und wenn sich dann noch jemand an den Laden, das Personal oder eine Begebenheit erinnert, warum nicht?...

 

 

Habe inzwischen einige Informationen über den Händler meiner Ernemann-"Faltplattenbox" zusammengetragen:

 

In einer Annonce im Limburger Anzeiger gibt Anton Kaffai „einem geehrten Publikum Limburg’s und der Umgebung zur gefälligen Kenntnisnahme“, dass er „mit dem Heutigen“ (gemeint ist der 5. März 1908) ein „Chemikalien- und Drogengeschäft“ unter dem Namen ‘Drogerie Sanitas’ in der Hospitalstraße 1b eröffnet.

 

Limburger Anzeiger (LA), 5.3.1908

 

Kaffai empfiehlt sich "in allen einschlagenden Arikeln bestens".

Ob zu diesem Zeitpunkt schon Fotoapparate zu den Artikeln gehörten, geht aus der Anzeige leider nicht hervor, doch dürfte er Chemikalien zur Herstellung von "Fotochemie" in seinem Drogengeschäft" geführt gehabt haben, aus denen sich der Kundige seine Rezepturen zusammen brauen konnte.

 

--- wird fortgesetzt! ---

 

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...


"Ob zu diesem Zeitpunkt (1908, bei Geschäftseröffnung) schon Fotoapparate zu den Artikeln (von Anton Kaffai) gehörten, geht aus der Anzeige leider nicht hervor,


doch..."


Die „Heinrich Ernemann AG für Camerafabrikation in Dresden“ bestand von 1889-1926. 1926 fusionierten die Ernemann–Werke mit der Optische Anstalt C. P. Goerz, der ICA und der Contessa-Nettel zur Zeiss Ikon.


Mein „Ernemann“-Fotoapparat dürfte daher vorher produziert und von Kaffai mit seinem Händlerschild versehen worden sein. Ich habe sie auf 1920 datiert, da es die erste Kamera meines im Jahre 1911 geborenen Vaters war. Er hat sie meines Wissens zu seiner Kommunion um 1920 geschenkt bekommen.


 


Anlässlich einer Geschäftsverlegung um „Zwei Häuser weiter“ schaltet Kaffai im Juli 1937 folgende Anzeige im Nassauer Bote, einer örtlichen Tageszeitung:


 



Nassauer Bote (NB), 21.7.1937


 


Daraus geht jetzt eindeutig hervor, dass Kaffai sich nun deutlich als Fotohändler zu erkennen gibt!


 


--- wird fortgesetzt! ---


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...

 

Das 50. Geschäftsjubiläum der Drogerie Anton Kaffai wird im Jahre 1958 bekannt gegeben:

 

Nassauer Bote (NB), 10.1.1958

 

 

 

Doch schon 1959, ein Jahr später, meldet die "Firma Kaffai, Anton" ihr Gewerbe ab:

 

Gewerbekartei, Stadtarchiv Limburg II/1732, Datum der Gewerbeabmeldung

 

Falls Anton Kaffai zu dieser Zeit überhaupt noch lebte, wird er sich nach immerhin 51 Jahren als Geschäftsmann in den wohlverdienten Ruhestand begeben haben.

 

Die dortige Drogerie wurde unter dem Familiennamen Kexel weitergeführt. Meines Wissens bestand deren Sortiment aber zumindest später nur noch aus reinen Drogerieartikeln. Seit ein paar Jahren ist auch die Drogerie Kexel erloschen. An ihrer Stelle existiert heute allerdings eine Apotheke gleichen Namens.

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