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Belichtungsmessung M246 bei hohem Motivkontrast (Zone III Prinzip umgekehrt)


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Hallo Leute,

 

nach etwa 6000 M246 Aufnahmen habe ich mir eine Belichtungsmethode für Motive mit hohem Kontrastumfang erarbeitet, die ich hier mal zur Diskussion stellen möchte, auch weil mich interessiert, wie andere MM user damit umgehen.

 

Nach einigen Versuchen habe ich festgestellt, dass beim Arbeiten mit der Belichtungsautomatik doch zu oft die Lichter ausfressen.

 

Ich benutze häufig einen Sekonic L 758 DR und habe diesen mit der M246 und dem Sekonic Target II kalibriert. Daher weiss ich von der Sekonic Software, dass meine Kamera ausgehend von Mittelgrau die Schatten bis -4,4 LV und die Lichter bis + 2,4 LV (JPG aus der Kamera,Kontrast normal ) wiedergibt.

 

An meinem Belichtungsmesser habe ich den ISO 2 Knopf auf + 2LV eingestellt. Nun messe ich meistens die hellste Stelle im Bild (nicht immer einfach zu finden) mit dem Spot an, addiere 2LV (Drücken von ISO 2) und habe mein Messergebnis. In fast allen Fällen habe ich damit fast perfekte Ergebnisse bekommen.

 

Übersetzt in das Zonensystem würde ich entgegengesetzt zum Negativ-Prozess (bildwichtige Schatten Zone III) die bildwichtigen Lichter mit Zone VII  belegen. Das gilt m.E. nur für Motive mit hohem Kontrastumfang.

 

 Eure Meinung dazu interessiert mich brennend.

 

LG Theodor

 

 

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Ich denke, dass dieses Verfahren sehr vernünftig ist, vorausgesetzt, Du findest tatsächlich die hellste Stelle und diese ist nicht viel kleiner als der Messwinkel des Spot-Messers. Warum stellst Du Knopf 2 auf +2LV und nicht auf +2.5 oder +2.4?

 

Allenfalls liesse sich das Ganze noch etwas einfacher eichen. Nimm eine uniform graue oder weisse Fläche mit unterschiedlichen Belichtungen auf. Ein Graukeil müsste auch gehen. (Oder ist das Sekonic Target ein Graukeil?) Dann siehst Du im Bild gleich, ab wann die Lichter ausfressen. Miss die gleiche Wand an der ausgefressenen Stelle mit deinem Belichtungsmesser.

 

Wie empfindlich ist das, wenn die hellsten Stellen nicht weiss sondern farbig sind?

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Ich bin auch noch dabei mir einen Workflow zu erarbeiten. Analog habe ich meistens auf Negativ gearbeitet und dabei auf die Schatten belichtet. Nun belichte ich auf die Lichter.

Dabei nutze ich den integrierten Belichtungsmesser und die Über- Unterbelichtungswarnung. Falls ich überbelichte Lichter angezeigt bekomme gehe ich mit der Belichtung solange runter bis die Warnung (fast) weg ist. Zum Glück kann man aus den Schatten noch viel rausholen. Falls die Kamera den Kontrast nicht mehr bewältigt hilft ja ohnehin nur noch HDR.

Ich habe die Kamera so eingestellt, dass ich die Aufnahme angezeigt bekomme, solange ich den Auslöser gedrückt halte. So kann ich in einer neuen Beleuchtungssituation schnell überprüfen ob die Belichtung stimmt ohne extra Play aufzurufen.
Mehr als mit der Belichtung hadere ich aber mit der Farbtonwertumsetzung. Hautton kommt für meinen Geschmack zu dunkel. Leider kann man das ja nur bei der Aufnahme ändern. Muss mal ein paar Filter durchprobieren. Wenn ich dann mit der 240 parallel arbeiten will heisst es dann aber ständig: Filter rauf, Filter runter.



Ein MM mit TRI-X Sensibilisierung; das wärs;-)

 
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Ich denke, dass dieses Verfahren sehr vernünftig ist, vorausgesetzt, Du findest tatsächlich die hellste Stelle und diese ist nicht viel kleiner als der Messwinkel des Spot-Messers. Warum stellst Du Knopf 2 auf +2LV und nicht auf +2.5 oder +2.4?

 

Allenfalls liesse sich das Ganze noch etwas einfacher eichen. Nimm eine uniform graue oder weisse Fläche mit unterschiedlichen Belichtungen auf. Ein Graukeil müsste auch gehen. (Oder ist das Sekonic Target ein Graukeil?) Dann siehst Du im Bild gleich, ab wann die Lichter ausfressen. Miss die gleiche Wand an der ausgefressenen Stelle mit deinem Belichtungsmesser.

 

Wie empfindlich ist das, wenn die hellsten Stellen nicht weiss sondern farbig sind?

 

Ja, das Target ist ein Graukeil:http://www.bhphotovideo.com/images/images500x500/Sekonic_401_757_Exposure_Profile_Target_II_583159.jpg

 

Mit + 2,5 habe ich probiert, aber die Spitzlichter fressen damit immer noch teilweise aus.  Der Spot hat einen Messwinkel von 1 Grad. Ich gehe davon aus das auch dann liegt, dass ich nicht immer die hellste Stelle erwischt habe. Ich habe festgestellt, dass von weissen Flächen direkt reflektiertes Licht ganz schön hell sein kann! Die MM ist diesbezüglich extrem intolerant.

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Ich bin auch noch dabei mir einen Workflow zu erarbeiten. Analog habe ich meistens auf Negativ gearbeitet und dabei auf die Schatten belichtet. Nun belichte ich auf die Lichter.

Dabei nutze ich den integrierten Belichtungsmesser und die Über- Unterbelichtungswarnung. Falls ich überbelichte Lichter angezeigt bekomme gehe ich mit der Belichtung solange runter bis die Warnung (fast) weg ist. Zum Glück kann man aus den Schatten noch viel rausholen. Falls die Kamera den Kontrast nicht mehr bewältigt hilft ja ohnehin nur noch HDR.

I

 

Das wäre mir zu viel Probieren ! Ich habe festgestellt, dass ein Mal vorher Messen schneller als drei Probeschüsse ist.

 

 

Ich habe noch eine M9 P, benutze aber Farbe und SW nicht mehr parallel, weil  das für mich ein Kreativitätskiller ist. Entweder Farbe oder SW, darauf muss ich mich mental einstellen können. Hab mal einen Urlaub gemischt fotografiert, da ist weder in Farne noch in SW was ordentliches rausgekommen :=)

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Ich habe leider keine Monochrom und deshalb meine Frage: Wenn ich mit dem Spot-Belichtungsmesser beispielsweise für die Farbe "Rot" Zone VII ermittle und für die Farbe "Blau" in einem anderen Teil meines Motivs ebenfalls Zone VII: erhalte ich dann den gleichen Grauwert? Oder liefert mir die Monochrom für verschiedene Farben unterschiedliche Grenzen zur Zeichnungslosigkeit?

 

Mir ist schon klar, dass das auch ein Mess-"Problem" beim Belichtungsmesser sein kann.

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Ich habe leider keine Monochrom und deshalb meine Frage: Wenn ich mit dem Spot-Belichtungsmesser beispielsweise für die Farbe "Rot" Zone VII ermittle und für die Farbe "Blau" in einem anderen Teil meines Motivs ebenfalls Zone VII: erhalte ich dann den gleichen Grauwert? Oder liefert mir die Monochrom für verschiedene Farben unterschiedliche Grenzen zur Zeichnungslosigkeit?

 

Mir ist schon klar, dass das auch ein Mess-"Problem" beim Belichtungsmesser sein kann.

 

Keine Ahnung ob das hilfreich ist. Hier mal die Grauwertumsetzung der MM 246:

 

Grüße

 

Frank

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...... und dem Sekonic Target II kalibriert. Daher weiss ich von der Sekonic Software, dass meine Kamera ausgehend von Mittelgrau die Schatten bis -4,4 LV und die Lichter bis + 2,4 LV (JPG aus der Kamera,Kontrast normal ) wiedergibt.......

 

 

 

LG Theodor

 

 

Interessant, hast Du auch bei anderen Kameras/Objektiven die (sündhaft teure) Target 2 Karte (758) wie auch das Sekonic Verfahren dazu ausprobiert? 

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Interessant, hast Du auch bei anderen Kameras/Objektiven die (sündhaft teure) Target 2 Karte (758) wie auch das Sekonic Verfahren dazu ausprobiert?

Ja das habe ich, das Target ist jeden Cent wert ! Sicherlich kann man seinen Beli auch anders einstellen, aber das ist eine ziemliche Fummelei (Fotoshop, Graukarte, Mittelwert bei 128,128,128)

 

Ich habe meine Nikons und die M9 mit dem Target verhackstückt. Da kam bei Tageslicht zuerst Mist bei raus, dann habe ich es mit dem Dauerlicht zweier Sofaboxen probiert. Auf den Handbelichtungsmesser muss man sich blind verlassen können, denn das Histogramm oder gar das Monitorbild sind häufig irreführend. Der Handbelichtungsmesser muss mir das Gefühl vermitteln, dass ich nicht auf dem Monitor überprüfen muss! Sonst kann ich den zuHause lassen.

 

LG Theodor

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Ich habe leider keine Monochrom und deshalb meine Frage: Wenn ich mit dem Spot-Belichtungsmesser beispielsweise für die Farbe "Rot" Zone VII ermittle und für die Farbe "Blau" in einem anderen Teil meines Motivs ebenfalls Zone VII: erhalte ich dann den gleichen Grauwert? Oder liefert mir die Monochrom für verschiedene Farben unterschiedliche Grenzen zur Zeichnungslosigkeit?

 

Mir ist schon klar, dass das auch ein Mess-"Problem" beim Belichtungsmesser sein kann.

Interessante Frage, ich würde sagen, dass das nicht eindimensional ist, sondern auch von der Farbsättigung abhängt. Wenn ich mich aber für die hellste Stelle im Bild entscheide, habe ich diese Überlegung ja schon eliminiert oder?

 

LG Theodor

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....Wenn ich mich aber für die hellste Stelle im Bild entscheide, habe ich diese Überlegung ja schon eliminiert oder? ...

Und wie willst Du die erkennen, wenn es um die farbbereinigte Helligkeit geht, die nur der Sensor so sieht?

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Und wie willst Du die erkennen, wenn es um die farbbereinigte Helligkeit geht, die nur der Sensor so sieht?

Naja, erkennen kann ich das wohl nicht. Aber ist das wichtig wenn es nur um die maximale Luminanz geht ??

 

Übrigens, in meiner letzten Antwort meinte ich natürlich nicht Sofaboxen sondern Softboxen :=)

 

LG Theodor

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In der Negativfotografie bin ich an der vermeintlich richtigen Beli-Methode schier verzweifelt, denn auch der nachfolgende Positivprozess behielt seine Eigenarten. Als langjähriger Dia-Fotograf waren grdls die Lichter richtungsweisend mit der leidlichen Auswirkung, dass die Schatten zuliefen. - Der Einsatz eines Hand-Beli ist zwar vorbildlich, aber im Einsatz mE zu mühevoll. Nur im klinischen Studio findet man homogene Verhältnisse vor, die diesen Einsatz rechtfertigen. Im Straßeneinsatz im digitalen Zeitalter wird nur mit dem kamerainternen Beli auf die Lichter gemessen, die Schatten sind meistens Sache der Postproduktion [emoji6]

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das sehe ich nicht so! Ich finde den Einsatz eines Hanbelichtungsmessers in vielerlei Hinsicht hilfreich. Erstens bin ich bei meiner analogen M darauf angewiesen, weil die einfach keinen internen Beli hat, zweitens ist die MM sehr viel intoleranter gegen Fehlbelichtung.  Bis ich mich auch mit internem Belichtungsmesser da ran getastet habe, bin ich mit dem Handbelichtungsmesser schneller! 

 

Richtig ist, dass viele Fotografen mit einem Handbelichtungsmesser nicht umgehen können und deshalb nicht zu wiederholbaren Ergebnissen kommen. Für ich ist auch oder gerade im Digitalzeitalter ein Handbelichtungsmesser unentbehrlich. Klar kann man in der Nachbearbeitung noch einiges machen, die Fummelei kostet aber Zeit. Mir macht es Freude, wenn ich fast nicht nachbearbeiten muss.

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Bei kontrastreichen Motiven belichte ich auf die Lichter und mache eine Belichtungsreihe.

Die Stärke der Digitaltechnik ist eine praktisch grenzenlose Aufnahmekapazität.

Bin kein Profi insofern habe ich dann Zeit am Rechner zu spielen.

Es ist aber beeindruckend was Ihr alles so könnt!

Gruß

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Versuch mal folgende Adresse fuer

 

Ich habe leider keine Monochrom und deshalb meine Frage: Wenn ich mit dem Spot-Belichtungsmesser beispielsweise für die Farbe "Rot" Zone VII ermittle und für die Farbe "Blau" in einem anderen Teil meines Motivs ebenfalls Zone VII: erhalte ich dann den gleichen Grauwert? Oder liefert mir die Monochrom für verschiedene Farben unterschiedliche Grenzen zur Zeichnungslosigkeit?

 

Mir ist schon klar, dass das auch ein Mess-"Problem" beim Belichtungsmesser sein kann.

In Prinzip ja, Zone V ist Zone V. Anders ist es wenn man in Farbe fotografieren will und trotzdem nicht auf das Zonensystem verzichten will.

Schaue mal diese Seite an: http://m5.i.pbase.com/o6/07/12807/1/82263895.k7NLo8MX.ColorChartZoneSystem2.jpg, da sind die wichtigste Korrekturen angegeben.

Gruesse,

Jean

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  • 4 months later...
Guest mapi65

Hallo @vhfreund,

 

 

... Ich finde den Einsatz eines Hanbelichtungsmessers in vielerlei Hinsicht hilfreich. ... zweitens ist die MM sehr viel intoleranter gegen Fehlbelichtung.  Bis ich mich auch mit internem Belichtungsmesser da ran getastet habe, bin ich mit dem Handbelichtungsmesser schneller! 

 

 

 

Nach einer Nacht drüber schlafen und durchdenken der hier dargestellten Lösungsansätze interessiert mich Dein Vorgehen etwas genauer. Verstehe ich Dich richtig, das Du jede Szene, also auch z. B. Street, vorher mit dem Handbelichtungsmesser ausmisst oder nutzt Du dieses eher bei Stativarbeiten. Immerhin hat der Handbelichtungsmesser ja auch seine Größe.

 

Bisweilen gehe ich so vor, dass ich bestimmte Stellen einer Szene mit der mittenbetonten Messung anmesse, deren Zone per Zonensystem vorgegeben ist und korrigiere dann über die Belichtungskorrektur meiner M direkt nach. In der Regel sitzt dann auch die Belichtung relativ gut, bedarf jedoch intensiver Übung um die Zonen entsprechend zuweisen zu können. Jedoch ist mir dieser Ansatz gerade für Aufnahmen, wo ich mir eine genaue Ausmessung der Szene wünsche (Landschaftsaufnahme oder Nachtaufnahme mit künstlichen Lichter, beide vom Stativ), doch etwas zu unpräzise. Dies insbesondere vor dem Hintergrund eines möglichst gut ausgelichtetem DNG als Grundlage für die anschliessende EBV bis hin zur Masterdatei zur Druckausgabe oder weiterem.

 

Hier wünsche ich mir einen doch eleganteren "Workaround". Bisher habe ich mich jedoch gescheut, hier einen Handbelichtungsmesser anzuschaffen. Jedoch muss ich auch zugeben, dass der Ansatz nach Anselm mit dem Zonensystem, angepasst auf die digitale Fotografie (Belichtung auf die Lichter) mir sehr zusagt. Zumal ich hier auch gezielt bei der Aufnahme Szenenausschnitte definierte Zonen zuweisen kann. Ziel dabei ist wie bereits beschrieben ein möglichst sauber erarbeitetes DNG (Belichtung, Ausrichtung, etc.).

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