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Upgrade auf M240 oder M9 erneuern? Bitte um Rat...

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Hallo Forum,

 

ich habe kürzlich meine M9 nach So… nein, nach Wetzlar! eingeschickt, mit einem offensichtlich zerstörten Sensor. Auf den Bildern waren deutliche Kratzer zu sehen, beim Abblenden schärfer als offen. Ich bin davon ausgegangen, dass ich mich beim (vorsichtigen) Reinigen mittels Sensor Swabs schlicht zu blöd angestellt habe und den Sensor verkratzt habe. Anstatt eines satt vierstelligen KVAs kam jedoch nur die Nachricht zurück, der Sensor werde auf Kulanz getauscht. Möglicherweise lag also noch ein anderes Problem vor - ich weiß es wirklich nicht, aber ich war mehr als überrascht.

 

Aufgrund der erwarteten langen Reparaturzeit von 8 Wochen wurde mir alternativ ein Upgrade auf eine M240 angeboten, zu einem durchaus attraktiven (Auf)Preis. Da ich trotz mehr-als-Vollzeitjob auf akademischer Basis nicht unbedingt im Bargeld schwimme und eine Familie zu ernähren habe, überlege ich jetzt schon seit etlichen Tagen, was ich tun soll. Zunächst muss ich die M mal persönlich in die Finger bekommen, einen Ausflug in die große Stadt werde ich wohl nächste Woche in den Terminplan einbauen können. An der M9 wäre halt hübsch, dass Sie mit neuem Sensor zurückkäme, kalibriert, gereinigt und auf meine Objektive abgestimmt, quasi wie neu. Der Verschluss hat auch erst 5.000 Auslösungen hinter sich.

 

Mich würden die Meinungen der Umsteiger von der M9 auf die M interessieren, ob sich ihr Umstieg subjektiv gelohnt hat.

 

Wenn ich den derzeitigen Restwert meiner M9 mit kaputtem Sensor betrachte, ist der Aufpreis auf die neue M gemessen an der UVP ein Schnäppchen, aber in absoluten Zahlen halt doch kein Pappenstiel. Dies gilt um so mehr, als ich zahlreiche der neuen Features bislang nicht vermisst habe:

 

- Den schlimmen M9-Screen habe ich nur zur Iso-Verstellung verwendet und gelegentlich mal einen Blick aufs Histogramm riskiert.

- Mehr als einen M9-Akku am Tag habe ich noch nicht leerbekommen.

- Liveview ist zwar nett zur Vermeidung von Parallaxe und für die akkurate Ausrichtung, aber ich könnte wohl auch ohne.

- Video an einer M brauche und möchte ich nicht. Das Knöpfchen würde ich sofort deaktivieren.

 

Aber das Entscheidende ist doch: Wie steht es mit der Bildqualität? Ist der Umstieg auf den CMOSIS-Sensor ein solcher Quantensprung, dass man dafür soviel Aufpreis auf den Tisch legt, dass man anderswo eine komplette Vollformat-DSLR mit Glas davor bekomme? Oder sind die Unterschiede eher marginaler Natur? Ich würde sicherlich nicht dauerhaft mit ISO 3200 herumlaufen, aber die Option zu haben, finde ich beispielsweise bei meiner X100 schon ganz nett.

 

Butter bei die Fische? Oder lieber die M9 behalten und auf die nächste Generation warten, hoffentlich mit Bildfeldwählhebel, ohne Video und von mir aus auch ohne LCD? ;-) Ich bin für jeden kreativen Vorschlag dankbar.

 

Viele Grüße,

 

Henning

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... umso mehr, als ich zahlreiche der neuen Features bislang nicht vermißt habe:

 

- Den schlimmen M9-Bildschirm habe ich nur zur ISO-Verstellung verwendet und gelegentlich mal einen Blick aufs Histogramm riskiert.

- Mehr als einen M9-Akku am Tag habe ich noch nicht leerbekommen.

- Live-View ist zwar nett zur Vermeidung von Parallaxe und für die akkurate Ausrichtung, aber ich könnte wohl auch ohne.

- Video an einer M brauche und möchte ich nicht. Das Knöpfchen würde ich sofort deaktivieren.

Live-View ist vor allem nett zur Verwendung adaptierter Nicht-M-Objektive. Ich zum Beispiel habe einen ganzen Stall voll Minolta-Rokkore, für die es keine native Digitalkamera gibt. Ähnliches gilt für Leute, die z. B. Canon-FD-, Leica-R- oder Olympus-OM-Zuiko-Objektive in das digitale Zeitalter herüberretten wollen.

 

Darüber hinaus ist Live-View bzw. der elektronische Aufstecksucher ein äußerst angenehmer und bequemer Ersatz für all die Aufsteck-Spiegelsucher, die man für alle Objektive unter 28 mm bräuchte.

 

Wenn beides für dich kein Thema ist, dann ist die M (Typ 240) zwar nicht gänzlich sinnlos, aber ... sagen wir, nur begrenzt sinnvoll. Immerhin bleiben immer noch Vorteile wie der schnellere und leisere Verschlußablauf, die schnellere Datenverarbeitung, die schnellere Bildfolge, der präzisere Meßsucher, die längere Akkulaufzeit, die höheren ISO-Werte, die Kompatibilität mit dem SDXC-Standard und die (allerdings kostspielige) Möglichkeit, einen GPS-Empfänger nachzurüsten. Ich kann aber nachvollziehen, daß viele (oder alle) dieser Punkte für viele Anwender weniger wichtig oder unwichtig sein mögen – besonders, wenn das Budget knapp ist.

 

 

Aber das Entscheidende ist doch: Wie steht es mit der Bildqualität?

Wenn du das für das entscheidende hältst, dann vergiß die M (Typ 240). Sie ist zwar rein technisch gesehen besser, aber – nur um eine unbedeutende Kleinigkeit (außer bei hohen ISO-Werten). Bloße Bildqualität allein ist also absolut kein Grund, für einen Umstieg von der M9 viel Geld auf den Tisch zu legen, wenn dir die sonstigen Unterschiede unwichtig sind.

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Ich kenne beide Kameras gut. Die M240 ist in allen Belangen besser, die M9 dennoch klasse. Eigentlich ist damit alles klar: Schmerzt die Kohle, dann einfach bei der M9 bleiben und das kleine Teufelchen auf der Schulter ausnocken. Wir das Geld nicht so dringend benötitigt, einfach auf die M240 umsteigen und nicht weiter nachdenken.

 

Schöne Grüße

Volker

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Henning -

 

Ich habe die M9 durch eine M ersetzt, so bald ich das konnte.

 

In meiner Wertvorstellung waren dies die wichtigsten Punkte:

- Live View und Focus Peaking vor allem mit dem Aufstecksucher (nochmals Mehrkosten), hauptsächlich für längere Brennweiten oder Innenaufahmen bei wenig Licht oder Architektur wegen der Parallaxe. Ich hatte mir diese Fähigkeiten vorher mit einer Sony NEX erprobt und für nützlich befunden.

- Schnelles Display mit vernünftiger Bildqualität für die Fälle, wenn ich das Bild kontrollieren wollte (vielleicht eines aus 5 oder so).

- Weniger lauter Verschluss.

 

Die höhere Auflösung des Sensors ist mir noch heute egal. Die höhere Empfindlichkeit schätze ich dann und wann, sie war aber für den Tausch nicht Ausschlag gebend. Den Vorschauhebel habe ich noch nicht ein mal vermisst. Video habe ich ein- oder zweimal verwendet, weil's eingebaut ist. Das war "noch nett" aber für mich nicht nützlich.

 

Ich hätte den Tausch nicht gemacht, wenn mich meine Frau nicht bei diesem Anlass darauf aufmerksam gemacht hätte, dass ich das Geld nicht ins Grab mitnehmen kann. Aber ich geniesse den Unterschied schon.

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Nachdem du dargelegt hast was dir wichtig ist, würdest du ein Upgrade höchstwahrscheinlich bereuen. Kauf dir lieber ein schönes Glas.

 

Und nicht vergessen: M9 bis ISO640 dann unterbelichten und im RAW Konverter anpassen. Wirkt Wunder ohne Banding.

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, der präzisere Meßsucher,

 

Darf ich da noch mal nachfragen: Was ist am Meßsucher der 240 präziser? Kann ich da einfacher fokussieren?

Danke für eine Rückmeldung.

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Darf ich da noch mal nachfragen: Was ist am Meßsucher der 240 präziser? Kann ich da einfacher fokussieren?

Danke für eine Rückmeldung.

 

Ich glaube, es ist der grössere Kontrast, und ich gebe 01af Recht, dass diese Verbesserung die M sehr attraktiv macht. Ich kann mit mit der M das 135mm Elmarit scharf stellen; mit der M9 konnte ich das nur selten.

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Die M9 hatte einen gewissen Charme. Die Farbdarstellung war meiner Meinung nach natürlicher. Hätte ich genügend Geld, hätte ich mir die M9 zur M behalten. Da ich aber auch gerne mit dem 21er + mit dem 65er Makro fotografiere, ist die Vorschau an der M (auch ohne Sucher) schon ein gewaltiger Fortschritt.

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...- Live View und Focus Peaking ...

...Vorschauhebel habe ich noch nicht ein mal vermisst....

 

Für's Liven und ca. 50kg Altglas habe ich mir eine Sony A7r geholt.

 

Der Bildwahlhebel gehört für mich unabdingbar zur einer M Leica dazu.

 

Insgesamt ist die M9 puristischer, die M240 moderner. Leica ist Emotion, weniger Verstand, ersteres passt zu mir, letzteres hat mir schon immer gefehlt.

 

Soll der Sucher tatsächlich besser als bei der M9 sein? (sorry, durch "pop" schon beantwortet)

 

Für Aufklärung danbar

Thomas

 

p.s.:

was machen die in Wetzlar mit den eingetauschten Altgehäusen? Etwa das, was in der Anleitung direkt nach dem Inhaltsverzeichnis auf Seite 6 geschrieben steht?

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Ich glaube, es ist der grössere Kontrast, und ich gebe 01af Recht, dass diese Verbesserung die M sehr attraktiv macht. Ich kann mit mit der M das 135mm Elmarit scharf stellen; mit der M9 konnte ich das nur selten.

 

 

Danke.

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p.s.:

was machen die in Wetzlar mit den eingetauschten Altgehäusen? Etwa das, was in der Anleitung direkt nach dem Inhaltsverzeichnis auf Seite 6 geschrieben steht?

 

 

DAS habe ich mich in der Tat auch schon gefragt.

 

Was den Sucher betrifft: Messbasis, Suchervergrößerung (Verkleinerung…) und dergleichen sind aber doch unverändert geblieben, richtig? Mir ist jedenfalls auch schon aufgefallen, dass der Meßsucher in meiner M9 weniger gut zu fokussieren ist als der in der M7, irgendwie streulichtanfälliger. Vielleicht in dieser Hinsicht verbessert bei der M?

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Vor der Upgrade-(Frage?/Falle?) stand ich in diesem Sommer ebenfalls. Da ich meine M9 selbst in Wetzlar eingeliefert hatte, bat ich um eine Stunde Bedenkzeit und eine M(240). Den besseren Kontrast des Suchers kann ich bestätigen - an den Motiven, wo ich mit M7 und M9 massive Fokusprobleme hatte (diffuses Blattwerk, kleine Ästchen - kurz alle sich kleinräumig wiederholenden Muster) hat mir das aber auch nicht geholfen. Hier war allerdings der Live-View ideal zur Problemlösung.

 

Ich habe mich mit der Entscheidung schwer getan. Zum einen habe ich mir als elektronische Kamera schon eine Lumix GX7 zugelegt und die M9 eigens wegen ihrer analog-analogen Eigenschaften und Beschränkungen gekauft. Auf der anderen Seite hatte ich auch die Sorge, wie lang der ausgetauschte Sensor der M9 haltbar wäre. Zusätzlich blitzte noch ein Gedanke an die Monochrom dazwischen ...

 

Nothing lasts forever - Ich selbst schon mal gar nicht!

 

Die M9 hat mich glücklich gemacht, genau so wie die M7, weil sie eben innerhalb ihrer Grenzen so war. Der Bildfeld-Wahlhebel war ihre einzige Spielerei. Den Monitor habe ich nur zur Einstellung genutzt, das Menü zur Speicherkarten-Formatierung. Genau deshalb habe ich sie mir ja gekauft und genau so wollte ich sie haben! Und genau so werde ich sie weiter benutzen, bis sie auseinander fällt! Sie ist ein Anachronismus . Und genau das macht sie so liebenswert.

 

Jede elektroniche Kamera ist eigentlich ein Wegwerf-Artikel, ein Sensorträger, der hinten an einem Objektiv befestigt wird. Wertverlust und Verwaltung schlagen gleich nach dem Kauf zu. Obsoleszenz und der Kundenwunsch nach dem Neuesten und Besten reichen sich die Hände.

 

Die M9 ist wie mein Volvo 480, der vor zwei Jahren nach einem langen Leben verschrottet wurde - kein richtiger Oldtimer, kein Vitrinenstück, sondern ein Gebrauchsgegenstand mit Charakter. Das ist weder rein rational, noch rein emotional zu begründen - sondern irgendwo dazwischen.

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Was ist am Meßsucher der M (Typ 240) präziser? Kann ich da einfacher fokussieren?

Ja, genau. Der Unterschied ist subtil, aber spürbar.

 

In den sechzig Jahren seit der Einführung der Leica M3 ist der Meßsucher im Prinzip unverändert, im Detail aber mehrfach umkonstruiert worden. Ob zwischen den Suchern der M9 und der M (Typ 240) ebenfalls irgend etwas außer der Rahmenbeleuchtung verändert wurde oder "nur" die Fertigungstoleranzen verschärft worden sind, weiß ich nicht. Auf jeden Fall ist ein Unterschied da; die Fokussierung ist um eine Spur genauer.

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Wenn Du qualitativ gute Prints > A3 machen willst, ist die M zu bevorzugen. Ein weiter, meines Erachtens relevanter Unterschied zur M9 liegt darin, dass die M gegen Spritzwasser und Staub besser geschützt ist. Und solltest Du viel ab Stativ fotografieren, dann ist der Fall eh klar: M! Das Stativgewinde ist mit dem Body der M fest verbunden (und nicht nur mit dem Bodendeckel wie bei der M9). Die M sitzt bei schwereren Objektiven sehr viel stabiler auf dem Stativ als die M9.

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Sei mir nicht bös, aber die M Kameras sind keine Stativkameras!

Nein, sind sie nicht. Man kann sie nach Gebrauch vom Stativ abnehmen.

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Als ich vor ein paar Wochen CS in Wetzlar besuchte (um den Messsucher justieren zu lassen), wurde einen Fehler bei meinem M9-Sensor entdeckt, wurde „Sensorablösung“ genannt (Was ist mit den M9-Sensoren los??). Ich hatte Flecken auf dem Sensor früher gesehen, die ich mithilfe normaler Reinigung nicht entfernen könnte. Kostenlos wurde mir entweder ein neuer Sensor angeboten, oder eine neue M als Austausch, zu einem attraktiven Preis, was ich wirklich großzügig fand (eine fünf Jahre alte Kamera!)! Weil eine Kamera die nächsten Tage wirklich vonnöten war, wählte ich eine neue M zu erwerben, die alte M9 wurde verschrottet werden – so Frau MacPherson. Ich schätze den Umtausch sehr, die bessere Empfindlichkeit ist wirklich gut, jetzt kann ich ISO 3200 benutzen, ich finde auch, dass der Messsucher besser ist, ohne das erklären zu können. Die lange (2-3 Sekunden) Startzeit nervt mich jedoch, die M9 war viel schneller…könnte diese Komplikation mit einer neuen künftigen Firmware verbessert werden?

Grüße

/Anders

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Die lange (2 - 3 Sekunden) Startzeit nervt mich jedoch, die M9 war viel schneller … könnte diese Komplikation mit einer neuen künftigen Firmware verbessert werden?

Richtig – das ist einer der wenigen Nachteile der M (Typ 240) gegenüber der M9. Angeblich sieht die Kamera irgend etwas furchtbar wichtiges beim Start auf der Speicherkarte nach, was einfach ein paar Momente dauert. Sicher könnte der Kamera diese Unart mit einer neuen Firmware ausgetrieben werden ... fragt sich nur, ob die Leica-Götter Einsicht zeigen und bereit sind, die Klagen der Sterblichen zu erhören. Auf der Photokina hatte ich diesen Eindruck nicht

 

Die Startzeit läßt sich ein wenig reduzieren, wenn man eine wirklich schnelle SDXC-Karte verwendet, z. B. SanDisk SDXC Extreme Pro. Die hat dann aber mindestens 64 GB, weil jede kleinere Karte vom Typ SDHC wäre, und kostet entsprechend. Und selbst dann ist die Startzeit immer noch bei weitem nicht so kurz wie bei der M9.

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