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DirkB17

Klare Worte - Bildkritik zum Mitmachen

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Inspiriert durch den Thread "Über die Kritik an Bildern..." möchte ich diesen Thread hier eröffnen.

 

Mein Wunsch ist es, eine ehrliche, offene Kritik für die hier eingestellten Bilder zu erhalten. Kein reines "Danke", kein einfaches Ignorieren, sondern gerne eine ehrliche, offene Stellungnahme, die bestenfalls auch ein WEIL enthält. Danke für die Mühe.

 

Ich freue mich auf viele Bilder.

 

Dirk

Edited by DirkB

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Hallo Dirk!

Dieser Thread verspricht sehr interessant zu werden! Ich mache sehr gerne mit, sowohl mit eigenen Bildern als auch Kritiken.

 

Zu Deinem Bild: Das Bild zeigt ein sehr interessantes Motiv. Es überlagern sich viele Strukturen, die zum längeren Betrachten einladen. Die "Lichtbalken" führen das Auge zum dominierenden Bildteil.

Was aus meiner Sicht anders gemacht werden könnte, wäre den Kontrast geringfügig anzuheben. Außerdem ist mir der linke Bildteil etwas zu leer. Ob hier ein Beschnitt von ca. 15 - 20 % links helfen könnte?

Ich bin schon auf die Meinungen von Dir und den anderen Forenten gespannt!

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...dann fange ich mal an

Ein schöner Anfang! Hartmut hat bereits angesprochen, was mir auch als erstes auffiel: das Bild könnte mehr Kontrast vertragen.

Die schräg verlaufende Fuge zwischen den Bodenplatten ist sehr markant, links davon passiert im Bild relativ wenig, rechts viel. Trotzdem gehört diese Bodenfuge im Bild an die "richtige" Stelle ... schwierige Sache, insbesondere, wenn am Ende nicht irgendein Exotenformat herauskommen soll. Falls Beschnitt überhaupt eine Option ist, lässt sich das vielleicht mit einer Kombination aus Bilddrehung nach links und Beschnitt in den Griff bekommen.

Eine weitere (vermutlich bessere) Option wäre die partielle Nachbearbeitung der linken oberen Bildecke. Würden hier die mitteldunklen Grautöne deutlich abgesenkt und die mittelhellen Grautöne leicht angehoben, entstünde ein Gegengewicht zur Bildecke rechts unten. Zudem käme mehr Struktur und Kontrast in die linke Bildhälfte.

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Für XOONS wäre jetzt

ein embedded CS Modul fein, mir grad Kurve, abwedeln, aufhellen…

 

Träummodus aus.

 

Ich fasse mich zum Bild kurz.

 

Hab schon bessere Abstraktionen von Dir im Umsonstiges Teil gesehen eins ist mir besonders in Erinnerung, scheint aber ein Ding von Dir zu sein, auch dies gefällt mir.

Weil es nichts sein will und locker gemacht wirkt.

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Guest Wolfgang Sch

Das Foto ist ein typisches Beispiel für ein Bild, welches sich nur nach dem persönlichen Geschmack ansprechen last. Für mich ist es ein unstrukturiertes, nichts aussagendes Durcheinander für das man dem Fotografen vielleicht einen Kunstanspruch (informelle Kunst) zugestehen kann, der sich jedoch nicht bewerten lässt. Für solche Bilder sind Komposition, Ordnung und Motiv zweitrangig. Würde ich es aufhängen? Ich sicher nicht, andere schon.

 

EIne formale Besprechung lässt sich meistens nur für Bilder mit einem konkreten, zielgerichten Inhalt durchführen. Motiv und Ziel bedürfen gewissen Grundregeln um ihren Charakter optimal einem Betrachter nahe zubringen, und bei aller Indivitalität gibt es biologisch und kulturelle Gemeinsamkeiten, die uns Menschen als Betrachter verbinden. Wäre das nicht der Fall, dann würden zum Beispiel optische Täuschungen nicht funktionieren und die Erkenntnisse der Neurologie im Bezug auf die Wahrnehmung und die der Wahrnehmungspsychologie ließen sich nicht statistisch bestätigen.

 

Nach Kriterien besprechen lassen sich deshalb eher Aufnahmen aus den klassischen Bereichen wie Portrait, Architektur, Landschaft, Natur u.s.w., aber ein mieses verschwommes und falsch belichtetes Babybild bleibt immer noch ein gutes Bild, wenn es das eigene Baby ist.

Edited by Wolfgang Sch

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Danke für Euer ausführliches Feedback. Das war für mich mehr und hilfreicher als erwartet. Toll! Jetzt freue ich mich auf die Bilder anderer Forenten.

 

Bin gespannt, wie der Thread sich nach dem gelungenen Start hier noch entwickeln wird.

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O.K., dann werde ich mal weitermachen.

Das unten stehende Bild entstand während einer Vernissage mit einer D-Lux 5. Der Künstler stand außerhalb der Deckenscheinwerfer, weshalb das Gesicht unmodelliert im Schatten liegt. Das Bild ist durch die leichte Bewegungsunschärfe und die Grenzen des Technik auch nicht besonders scharf.

Aber darum geht es mir bei der folgenden Bildkritik nicht. Die mittlere Bilderrahmen hinter dem Künstler geht mit seiner oberen Leiste auf Augenhöhe quer durch den Kopf. Meine Frage an die Forenten: Ist dies ein eher positives Kriterium, weil so der Blick des Betrachters durch die Linienführung auf das Gesicht gelenkt wird? Oder ist dies eher ein negatives Kriterium, weil es aussieht, als wenn der Kopf von der Bildleiste durchspießt ist?

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Ich denke, die Frage nach der Rahmenleiste stellt sich hier nicht wirklich. So, wie Du das Bild präsentierst, sieht es für mich eher danach aus, dass der Künstler im Weg steht, weil man das Bild hinter ihm gar nicht und ihn nicht richtig sieht.

 

Wenn Du darauf bestehst: den Verlauf der Rahmenleiste finde ich jedenfalls ungünstig, weil sie irgendwie hinter dem Kopf liegt und nicht in einer für mich klar erkennbaren Beziehung zu Gesicht oder Kopf. Aber das ist nicht die grösste Störung im Bild.

 

Wenn Du die Farbe wegmachst und die Gradation des Bilds änderst, sollte zumindest noch ein passabler Schnappschuss für deine Erinnerung heraus kommen. So unscharf ist er übrigens gar nicht und der Künstler hat einen "intensiven Blick", wenn man ihn richtig sieht.

 

Die Bilder hängen schief und der Künstler steht zu nahe der Bildmitte. Aber das hast Du nicht gefragt.

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Guest Her Berger

Die Rahmenleiste hinter dem Künstler stört mich nicht, weil der Hell/Dunkel-Kontrast groß genug ist um Vorder- und Hintergrund voneinander zu trennen.

 

Die Unschärfe des Künstlers stört michauch nicht sehr, aber von der Komposition finde ich das Bild sehr langweilig.

 

Es fehlt mir deutlich die Sichtbarmachung der Leidenschaft des Künstlers. Die Rahmenleiste und die Bilder im Hintergrund sind wesentlich prominenter, aber furchtbar mittig, als das Hilflos-Wirkende-Herumgezuppel der Hände des Künstlers.

 

Ein grosser Schritt zur Seite, leicht in die Knie gehen und bei der PP etwas mehr Kontrast ins Bild, dann wäre aus dem Bild ein Bild geworden und das Rahmenleistenproblem hätte sich in Luft aufgelöst.

 

(Aber hätte, hätte… hätte meine Omma Eier, wäre sie mein Oppa)

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Der Hintergrund meiner Einstellung des Bilds ist ein Disput während eines Portraitworkshops. Der Workshop wurde von einem erfahrenen Profifotografen geleitet und er meinte, dass die Linienführung durch den Kopf oder den Oberkörper z. B. in der Modefotografie bewusst angewendet werden würde. Und tatsächlich, Bildstrecken in Modemagazinen zeigen dies recht häufig. Ich persönlich finde es unglücklich, wenn Linien durch den Kopf gehen. Deswegen ist das von mir eingestellte Bild von der Vernissage an sich kein so gutes Bild. Ich sähe es lieber, wenn die Linien den Kopf einrahmen würden. Aber das kann man auch anders sehen. Bei den Workshopteilnehmern waren die Ansichten durchmischt. Mich würden noch weitere zustimmende oder ablehnende Meinungen, möglichst mit Begründung, interessieren.

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...

 

Wäre das Gesicht etwas markanter abgebildet, lenkten die vier kleinen Lichtreflexe auf dem linken Bild rechts oben vielleicht weniger ab.

Man könnte sie wegstempeln oder zumindest abmildern und so den anderen Reflexen auf Bild und Passepartout angleichen.

( - Manchmal wären Antireflexglas oder eine glaslose Rahmung für beleuchtete Bilder in Ausstellungen die schönere Präsentation. - )

 

Hatten die Bilder diesen Sepiaton bzw. war das Kunstlicht so warmtönig?

Das kann man sicher durch den Weißabgleich etwas anpassen oder das Foto durch Umwandlung in schwarz-weiß neutralisieren.

Edited by mnutzer

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Die Lichtverhältnisse hätten eine Blitz brauchen können oder analog einen längere Zeit

Digital ist der Dynamikumfang unbewältigt.

Ich finde das Bild technisch und inhaltlich, nicht fertig.

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Hi,

hier ist so viel im Argen, dass es mir mit Schreiben schon nicht mehr sinnvoll erscheint.

Ich würde im Normalfall dazu gar nicht schreiben.

Aber hier hat der Autor darum gebeten, daher gerne per Draht.

 

Gruß

Horst

 

PS

unter "Fotoausstellung in Wetzlar" habe ich ein Bild unter ähnlichen

Bedingungen eingestellt. Lange noch nicht Optimal, aber es zeigt

die Richtung in die es gehen könnte.....

Edited by poseidon

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Danke für die vielen ehrlichen und konstruktiven Antworten. Wie gesagt, es ging mir bei dem Bild lediglich um die Linie durch den Kopf.

Ich möchte dann hier die Diskussion um mein Vernissagebild beenden und den Staffelstab an die nächste Bildkritik weiterreichen. Ich hoffe, es folgen noch viele weitere Bilddiskussionen!

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Guest ausgeknipst

Im Gegensatz zu Herrn Bergers Vorschlag würde ich nicht von noch weiter von unten fotografieren, sondern auf Augenhöhe!

Ein wenig zur Seite, ein paar Schritte zurück finde ich ebenfalls gut. Denn von drei Bildern wird eines komplett

verdeckt, eines ist abgeschnitten. Man könnte es so arrangieren, dass die Person zwischen Bild 2 + 3 in Position gelangt.

Was die Augenlinie angeht, wäre es am idealsten so, dass der obere Bild- (nicht Rahmen-)rand entweder mit den

Augenbrauen oder den Backenknochen auf einer Linie ist. Nicht direkt die Augen.

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Schlaflose Nächte laden ja zu komischen Dingen ein - wenn es okay ist, hätte ich gerne ein paar konstruktive Worte zu meinem Literaten gehört/gelesen. Es ist übrigens eine der ersten Aufnahmen, die ich überhaupt je mit einem Messsuchersystem gemacht habe... Hier mit der Monochrom + Apo-Summicron-M 75mm f/2 ASPH.

 

Writer 4 von qnze auf Flickr

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Moin qnze!

 

Herzlich willkommen im Forum.

Das interessante Bild zeigt einen konzentriert arbeitenden Menschen am PC. Notizzettel und die Flasche Mineralwasser verstärken den Eindruck. Die Hand am Kinn und die Abschottung von der Außenwelt (geschlossener Vorhang) verdeutlicht das konzentrierte Nachdenken. Das Bild erzählt eine schöne Geschichte.

Verbesserungsfähiger Hauptknackpunkt dieses Bilds ist für mich, dass die Lampe einen Teil des Gesichts verdeckt und im Bild ziemlich dominant ist. Eine Aufnahmeposition wenige Zentimeter weiter links wäre vielleicht günstiger gewesen.

Belichtungsmäßig finde ich das Gesicht etwas zu dunkel. Dein Bild aus einem anderen Thread http://www.l-camera-forum.com/leica-forum/menschen/273673-am-arbeitsplatz-darf-gern-fortgesetzt-werden-18.html ,Post #344 ist da sehr viel besser belichtet.

Ich bin schon auf die anderen Meinungen gespannt.

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Guest ausgeknipst

In Verbindung mit der Information, dass es sich um die Aufnahme eines Literaten (bei der Arbeit) handelt,

finde ich das Foto gut getroffen. Die Bilder "Writer 1 - 3" auf flickr fallen dagegen klar ab. Das trinkende Foto

würde ich sogar unter sehr unvorteilhaft einordnen.

 

Ein intimer fotografischer Blick kann ruhig ein paar Dinge haben, die im Weg stehen, und hinter die man

blicken muss. Also stören mich die Lampe oder der Bildschirm gerade nicht. Der Moment der Aufnahme,

der Blick des Portraitierten ist viel entscheidender, und der ist gut getroffen. Man kann sich sagen,

"aha, so sieht der aus, wenn er denkt und schreibt". Intimissimo.

 

Das Foto kann ruhig dunkel sein. Vielleicht würde es etwas mehr Schein aus der Reflexion des Bildschirms

vertragen. Über "Lichter | Weiß | Helle Mitteltöne" wäre das in Lightroom gut zu bewältigen.

 

Gar nicht einverstanden bin ich mit dem geglättet wirkenden Endergebnis der Monochrom-Datei. Das Foto wurde

doch sicher mit höherer ISO-Zahl aufgenommen? Diese Körnung bitte immer in den Dateien belassen und jegliche

Korrektur über die Rauschreduzierung vermeiden! Das ist ja gerade die Stärke der Monochrom, dass sie

gewissermaßen Analoganmutung ermöglicht. Am liebsten hätte ich dieses Foto mit einem Delta 3200 geknipst,

das hätte dann wunderschönes Korn. Insofern ist es durchaus hilfreich, nicht alle Karten auf die MM zu setzen,

sondern parallel auch analog zu knipsen. Man sieht seine Dateien danach ganz anders. Denn das Vorbild

einer jeden MM-Ausarbeitung sollte doch immer das perfekte Analogbild sein! So sehe ich das zumindest.

 

Und Gratulation noch zur tollen Kamera! Ich freue mich auf Deine weiteren Fotos.

 

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Danke an euch für das kritische Drüberschauen. Ich finde die Lampe tatsächlich auch nicht störend - obwohl ich beim nächsten Mal auch noch ein Motiv versuchen würde, ohne dass ihm die Lampe im Gesicht hängt.

 

Was die Körnung angeht: das Bild ist mit ISO 320 aus der Monochrom gekommen. Ich habe lediglich die Belichtung etwas nachgeführt, Tiefen und Lichter nach Lichteindruck korrigiert und etwas nachgeschärft. Habe hierzu auch nochmal ein Bildschirmfoto aus Lightroom angehängt. Deine Meinung bezüglich des Analogeindrucks der Monochrom-Bilder teile ich ebenfalls, auch wenn es ewig her ist, dass ich einen S/W-Film belichtet und entwickelt habe.

 

Gerne hätte ich die ISO auf 1600 oder etwas höher - hier muss ich die Monochrom noch kennenlernen - gestellt, aber ich hatte die Leih-Kamera erst ein paar Stunden, und die ISO-Einstellung von 320 ließ sich nicht verändern - zumindest nicht, ohne die Kamera vorher zurückzusetzen

 

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