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Review von Sean Reid zur M240


Zenny

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Nun gibt es auch den ersten Teil einer Testserie zur M240 von Sean Reid auf Welcome to ReidReviews. Den Zugang zu seinen Tests und Artikeln kann man für $ 32,95/Jahr erwerben, was ich für einen sehr guten Preis für die gebotene Qualität halte.

 

Was die reine Bildqualität der M240 betrifft, so lese ich das Ergebnis seines Studiovergleichstest mit der M9 und der MM unter dem Strich so:

 

- Beim Vergleich der völlig unbearbeiteten DNG's erscheinen die M9-Bilder im Vergleich zur M240 bei niedrigen ISO-Werten klar ansprechender: Sie sind lebendiger und plastischer.

 

- Aber: Wenn man die M240 Files auf die selbe Pixelanzahl wie die der M9 herunter rechnet, ergibt sich eine sehr interessante Veränderung: Die Files der M240 gewinnen enorm und sind auch in der ganzen Anmutung so gut wie nicht von denen der M9 zu unterscheiden. Sean Reid hat dies bei allen Testfotos gemacht: Immer 1. M9 normal 2. M240 normal und 3. M240 herunter gerechnet

 

- Bei den SW-Tests kommt die MM zu den Tests hinzu. Hier kommt die M240 sehr nah an die MM heran, erreicht sie jedoch nicht ganz. Das Herunterrechnen bringt hier nicht so viel, wie bei den Farbfotos.

 

Bei höheren ISO-Werten hat die M240 einen klaren Vorsprung zur M9.

 

Hieraus ergeben sich für mich folgende Fragen und / Thesen:

 

- Ist es also so, dass die beste Bildquallität der M240 erst in der Nachbearbeitung erzielt werden kann, und zwar unter Verzicht auf den Auflösungsvorsprung zur M9?

 

- Und ist die dadurch erreichbare Qualität bestenfalls die der der M9 ebenbürtig, aber an der Stelle auch kein weiterer Fortschritt?

 

- Kann das "Herunter rechnen" nicht auch eine feste Option in der Firmware werden? So im Sinne einer Option: "M9-Look"?

 

- Ist es realistisch, dass Leica bis zur endgültigen Veröffentlichung noch daran arbeitet, und wir eine M240 erleben dürfen, die die bei niedrigen ISO-Zahlen mindestens die selbe Bildqualität wie die M9 erzielt, aber mit der vollen Auflösung, die der Sensor bereitstellen kann?

 

 

Ich freue mich über Eure Einschätzungen.

 

Grüße von

 

Zenny

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Hieraus ergeben sich für mich folgende Fragen und / Thesen:

 

- Ist es also so, dass die beste Bildquallität der M240 erst in der Nachbearbeitung erzielt werden kann, und zwar unter Verzicht auf den Auflösungsvorsprung zur M9?

 

- Und ist die dadurch erreichbare Qualität bestenfalls die der der M9 ebenbürtig, aber an der Stelle auch kein weiterer Fortschritt?

 

- Kann das "Herunter rechnen" nicht auch eine feste Option in der Firmware werden? So im Sinne einer Option: "M9-Look"?

 

- Ist es realistisch, dass Leica bis zur endgültigen Veröffentlichung noch daran arbeitet, und wir eine M240 erleben dürfen, die die bei niedrigen ISO-Zahlen mindestens die selbe Bildqualität wie die M9 erzielt, aber mit der vollen Auflösung, die der Sensor bereitstellen kann?

 

 

Ich glaube, Du verstehst das Problem vielleicht nicht ganz. Es ist kein "herunterrechnen" der M-Dateien erforderlich, um sie "so gut" wie die M9-Dateien zu machen.

 

Das Problem ist rein datenverarbeitender Natur und hat damit zu tun, dass die M9 18 (also 5212 Pixel Kantenlänge) Megapixel, die M jedoch 24,3 Megapixel (also 5976 Pixel Kantenlänge) Auflösung hat. Da die beiden Sensoren aber flächenmäßig gleich sind (24x36 Millimeter), müssen die lichtempfindlichen Pixel der M dichter beieinander stehen, als bei der M9.

 

Betrachtet man nun also bei beiden Dateien denselben Ausschnitt, sieht man bei der größeren Datei eine höhere Auflösungsfrequenz als bei der kleineren Datei. Das verfälscht den Bildeindruck bei der Darstellung auf dem Monitor. Das eigentlich höher auflösende Foto erscheint flauer, kontrast- und detailärmer.

 

Um das auszugleichen hat Reid die Pixelgrößen der beiden Dateien angeglichen.

 

Ich hoffe, ich habe das halbwegs korrekt dargestellt, einer der zahlreichen hier anwesenden Ingenieure möge das bitte gegebenenfalls korrigieren.

 

Ich schätze mal dieses Vergleichsproblem zwischen M9 und neuer M wird uns in Zukunft noch in unzähligen Diskussionen hier im Forum begegnen.

 

Mike

Edited by Royal_Corona
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....

 

Was die reine Bildqualität der M240 betrifft, so lese ich das Ergebnis seines Studiovergleichstest mit der M9 und der MM unter dem Strich so:

 

- Beim Vergleich der völlig unbearbeiteten DNG's erscheinen die M9-Bilder im Vergleich zur M240 bei niedrigen ISO-Werten klar ansprechender: Sie sind lebendiger und plastischer.

 

...

 

Na ja, wenn man sich auf Reid's Test bezieht, rate ich zunächst einmal dazu, das wieder zu geben, was Reid selbst hierzu sagt:

 

"When I first compared the M9 an M files it seemed to me that the M files seemed just a little bit softer. Leica and I discussed this and then looked at the M files that had been down-sampled to match the dimensions of ther M9 files. Jesko Oeynhausen made the follwing observation:

" Because of the smaller pixel pitch of the new M, we look into a higher MTF-frequency of the lens and there the contrast is lower by nature. But if you resize so as to look at the same spatial frequency, the sense of detailis the same."

 

Essentially I think he is right. In fact there are passages in which I see more detail in the re-sized M file than in the M9 file. But the key thing is that I don't think we loose anything, in terms of descriptive ability, in the move from the M9 to the M...."

 

Wenn ich mir selbst die jeweiligen Beispiele anschaue, komme ich nur zu dem Ergebnis, dass die Unterschiede extrem subtil sind. Reid's Flash-Darstellung, die nur einen kleinen Teil des Bildschrims einnimmt, so dass man gezwungen ist, rauf und runter zu scrollen, um den Vergleich vorzunehmen, ist hier nicht besonders hilfreich. Ich will auch nicht die Sorgfalt bei Reid's Vorgehen in Frage stellen, aber dass feststellbare Unterschiede ganz schlicht auf minimalste Abweichungen in der Fokussierung zurückzuführen sind (die Ausschnitte sind nicht deckungsgleich) kann ich nicht ausschließen.

 

Ebenso fällt mir auf, dass die Unterschiede zwischen der M9, der M und der Monochrom extrem klein sind. Hier könnte man teilweise meinen - Reid schreibt das auch - dass die Ergebnisse der M9 und der M in der Schwarzweiß-Umwandlung einen höheren Kontrast aufweisen als die der Monochrom. Er meint dann aber, dass sich bei genauerem Hinsehen der Kontast vom Bild der Monchrom als der höchste herausstellt. Ich selbst kann das nicht feststellen, sondern erkenne Unterschiede in den Grauabstufungen - ganz subjektiv zum Vorteil der M - aber keine substantiellen Unterschiede im Kontrast.

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Hallo Mike,

 

Vielen Dank für Deine schnelle Erläuterung.

Das war mir nicht klar.

Heißt das denn letztlich, dass tatsächlich der Bildeindruck der "runter gerechneten" Bilder der späteren Realität im Ausdruck näher kommt? Dann könnte man ja, zumindest auf der Basis von Reids Tests, mit Freude feststellen, dass Leica es geschafft hat, das die Files der 240 so aussehen, wie die der M9, aber mit allen weiteren Vorteilen, die der Umstieg auf den neuen Sensor bringen wird?

 

Gruß

 

Markus

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Heißt das denn letztlich, dass tatsächlich der Bildeindruck der "runter gerechneten" Bilder der späteren Realität im Ausdruck näher kommt? Dann könnte man ja, zumindest auf der Basis von Reids Tests, mit Freude feststellen, dass Leica es geschafft hat, das die Files der 240 so aussehen, wie die der M9, aber mit allen weiteren Vorteilen, die der Umstieg auf den neuen Sensor bringen wird?

 

So in etwa würde ich das auch sehen.

 

Der neue Sensor bringt also vor allem bessere Lichtempfindlichkeit - wie viel, darüber werden sicher noch viele Exegesen geschrieben werden - und bessere Skalierbarkeit im Print.

 

Mike

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Hat sich Herr Seid dazu geäußert?

 

Er heißt Reid und ja, er hat sich dazu geäußert, sogar umfangreiche Vergleichsfotos gemacht. Aus Respekt, Urheberrechtsgründen und auf ausdrückliche Bitten seinerseits hin, sollte man sich zur Information schlicht das Abo auf seiner Seite holen: http://www.reidreviews.com

 

Mike

Edited by Royal_Corona
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Reid's Flash-Darstellung, die nur einen kleinen Teil des Bildschrims einnimmt, so dass man gezwungen ist, rauf und runter zu scrollen, um den Vergleich vorzunehmen, ist hier nicht besonders hilfreich.

 

Seit einem Jahr oder so kann man auf seiner Webseite einen größeren Bildschirmausschnitt einstellen (die 4 Rechtecke rechts vom Text).

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was heißt denn im obigen Zusammenhang "runterrechnen" auf M9 Files und wie geht das ?

 

Man bringt eben das M-Bild von 5976 Pixel auf 5212, nimmt dann aber denselben Ausschnitt wie beim M9-Bild, dann vergleicht man im Prinzip dieselbe Pixeldichte. Dass das nur eine Krücke ist, ist klar, aber anders macht ein Vergleich einfach noch weniger Sinn.

 

Das ist übrigens auch kein Leica-spezifisches Problem, sondern betrifft alle Vergleiche von Kameras mit unterschiedlicher Auflösung. Mit dem selben zugrundeliegenden Fehler wurden auch schon Bilder der Sony RX-1 für "schlechter" als die einer M9 befunden. Solche Vergleiche von 100% Ansichten in LR machen nur herzlich wenig Sinn. Da ist Sean Reids Herangehensweise schon sinnvoller.

 

Mike

Edited by Royal_Corona
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Das Herunterskalieren funktioniert auch deshalb so gut, weil in Bildern von Kameras mit Farbfiltern im Bayer-Muster immer noch Luft ist – die Bilder haben mehr Pixel, als für deren effektive Auflösung zwingend nötig wäre. Wenn man solche Bilder moderat herunterskaliert, bleibt die effektive Auflösung daher fast ungeschmälert erhalten – ein qualitativ hochwertiges Skalierungsverfahren wie Lanczos3 vorausgesetzt.

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Man bringt eben das M-Bild von 5976 Pixel auf 5212, nimmt dann aber denselben Ausschnitt wie beim M9-Bild, dann vergleicht man im Prinzip dieselbe Pixeldichte. Dass das nur eine Krücke ist, ist klar, aber anders macht ein Vergleich einfach noch weniger Sinn.

Mike

 

 

Ok, ich gebe meine Wissenslücke in dieser Frage gern zu - also: Wie "bringe" ich denn in LR eine RX-1 RAW-Datei (6000x4000) auf die Pixeldichte einer M9 (5212x3468)?

Wäre für eine Schritt-für-Schritt-Anleitung (kann gar nicht elementar genug sein) sehr dankbar!

 

panoreserve

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neulich im musikladen:

 

käufer kauft stradivari und ist sich aber unschlüssig welche saiten er dazu nehmen soll. er fragt den verkäufer mit was für saiten david garett spielt, da er auch mal den hummelflug so schnell spielen wolle......

 

nachtrag: warum wohl schneiden hier im web so viele kameras soo gut ab? bei sovielen "vergleichsbildern"? richtig- weil die dateien eben schön zusammendestilliert (heruntergerechnet) wurden.

Edited by feuervogel69
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wo´s doch in den dunklen logen und grüften kein licht gibt, ist so ein bildschirm doch was feines...

 

vielleicht solltest du nochmal die pixeldichte deines astralkörpers überprüfen, mir scheint, da läufts grad etwas aus. (oder wie kommt man ausgerechnet hier plötzlich auf lufungelittene themen??)

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