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Der einizige Zuwachs, den ich mit unkomprimierten DNGs verzeichnen konnte, betraf den Verbrauch des Speicherplatzes und die Langsamkeit der Speicher- und Verarbeitungsgeschwindigkeit.

 

Es ist wohl noch von niemandem ein qualitativer Unterschied bei den Bildern aus komprimierten oder unkomprimierten DNGs festgestellt worden. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass man den Vergleich nur am Monitor vorgenommen und es noch nie mit einem Ausdruck versucht hat...

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Zu Zeiten der neu herausgekommenen M8 wurde viel über die "völlig unkritische" und qualitativ absolut "neutrale" Komprimierung diskutiert. Zum Schluss kam dann doch raus, dass unter kritischer Betrachtung in den Lichtern Verluste zu verzeichnen und feststellbar sein sollen. Die Komprimierung ist halt dem langsamen Prozessor und dem Speicherplatz geschuldet. Und bestimmt wurden an Stellen, die uns nicht so bewußt sind noch größere Kompromisse nötig um eine einigermaßen "runde" Kamera auf den Tisch zu bekommen.

Dass auf die Komprimierung bei der M9 verzichtet werden kann, zeigt doch auch, dass es sich u.U. lohnt. Und ich denke dabei nicht nur an das "gute Gefühl" bei unkomprimiert.

Letztlich wird bei der neuen M und ihrem leistungsstärkeren Rechner kaum noch jemand über Probleme beim Handling der unkomprimierten files reden. Geschwindigkeit wird dann (hoffentlich) kein Thema mehr sein. Ich klage durchaus über die Langsamkeit der M9 aber für mich muss es schon unkomprimiert sein, das zählt schwerer ...

 

Michael

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Ich habe den Verdacht, daß die DNG-Kompression (also die verlustbehaftete von Leica, nicht die verlustlose von Adobe) etwas Schärfe in den Schattendetails kostet. In den Lichtern hingegen sollte es keine merklichen Verluste geben.

 

Seit Monaten will ich diesem Verdacht einmal mit ein paar Versuchsreihen nachsteigen, komme aber einfach nicht dazu ... :o

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Zu Zeiten der neu herausgekommenen M8 wurde viel über die "völlig unkritische" und qualitativ absolut "neutrale" Komprimierung diskutiert. Zum Schluss kam dann doch raus, dass unter kritischer Betrachtung in den Lichtern Verluste zu verzeichnen und feststellbar sein sollen.

Das müsste dann völlig an mir vorbeigegangen sein. Nein, tatsächlich ist es in all den Jahren niemandem gelungen, einen merklichen Nachteil der Komprimierung zu demonstrieren.

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Ich finde jetzt auf die Schnelle die entsprechende Ausgabe der LFI nicht in der über die Vor- und Nachteile der Kompression diskutiert wurde. Ich kann mich aber noch an Bildmaterial erinnern in dem versucht wurde die "kaum merkbaren" Unterschiede in den Lichtern aufzuzeigen, was naturgemäß im Druck nicht so deutlich wurde.

Auf jeden Fall ist der zugrundeliegende unlineare Komprimierungs-Algorhytmus, der aus den 14bit Signalinformation der M8 8bit DNG macht nicht absolut verlustfrei in den Lichtern. Dafür fasst er bei den Schatten nicht so kräftig zu. Aber durchaus verständlich: lieber Verluste in den Spitzenlichtern als in den Schatten. Diese Philosophie macht Sinn. Aber wem erzähl ich das?! ;)

 

Ungeachtet dieser Sachlage gilt aber zu beachten, dass niemand der Konkurrenz nach dem Erscheinen der M8 plötzlich mit wehenden Fahnen aus dem 16bit-Lager ins 8bit-Lager gewechselt ist. Weil jetzt jemand die absolut verlustfreie Komprimierung erfunden hat. Und dazu kommt, dass die M9 nun plötzlich und völlig unerwartet (?!) auch 'unkomprimiert' anbietet, was sie doch recht langsam macht. Nur weil das ein paar Forenten so haben wollten?! Bei all den Nachteilen? Und ich möchte wetten, dass die neue M auch 'unkomprimiert' kann. Warum wohl?!

 

Damit wir uns nicht falsch verstehen: Die 8bit DNG's der M8 stellen kein schlechtes Ergebnis fotografischer Bildbearbeitung in der Kamera dar.

 

Michael

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Ich finde jetzt auf die Schnelle die entsprechende Ausgabe der LFI nicht in der über die Vor- und Nachteile der Kompression diskutiert wurde.

Nicht nötig; ich weiß noch, was ich damals geschrieben hatte. Seitdem habe ich jeden, der Zweifel hatte, aufgefordert, mir ein Problem mit komprimierten Daten zu zeigen. Da kam nie etwas.

 

Auf jeden Fall ist der zugrundeliegende unlineare Komprimierungs-Algorhytmus, der aus den 14bit Signalinformation der M8 8bit DNG macht nicht absolut verlustfrei in den Lichtern.

Natürlich nicht; es ist ja ein verlustbehaftetes Verfahren. Und man verliert nicht nur in den Lichtern Informationen, sondern überall – wenn auch nicht überall gleich viel. Aber der entscheidende Punkt ist ja: Man sieht es nicht.

 

Und dazu kommt, dass die M9 nun plötzlich und völlig unerwartet (?!) auch 'unkomprimiert' anbietet, was sie doch recht langsam macht.

„Nun plötzlich“, also seit dreieinhalb Jahren. Aber auch viele M9-Besitzer speichern lieber komprimiert, weil das bei der M9 noch genauso gut wie bei der M8 funktioniert und die höhere Speichergeschwindigkeit angesichts der gegenüber der M8 größeren Datenmenge ein noch wichtigeres Kriterium ist. Wer mag, kann unkomprimiert speichern, aber einen triftigen Grund dafür gibt es nicht. Sieh es als Placebo an.

 

Anders sieht es nur bei der M Monochrom aus; die muss leider unkomprimert speichern.

 

Und ich möchte wetten, dass die neue M auch 'unkomprimiert' kann.

Nicht nur das: Sie kann auch verlustfrei komprimieren. Weil der Maestro-Prozessor das im Gegensatz zum Prozessor der M8 und M9 hinreichend schnell schafft. Warum überhaupt noch eine unkomprimierte Speicherung angeboten wird? Keine Ahnung.

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Nicht nötig; ich weiß noch, was ich damals geschrieben hatte.

 

Darauf hatte ich insgeheim gehofft ... ;)

 

Natürlich nicht; es ist ja ein verlustbehaftetes Verfahren. Und man verliert nicht nur in den Lichtern Informationen, sondern überall – wenn auch nicht überall gleich viel. ....

 

Danke - das stellt einiges klarer.

 

Aber der entscheidende Punkt ist ja: Man sieht es nicht..

 

Auch das mag vordergründig richtig sein. Ich denke auch, dass bei vielen die "zittrige Hand" (und da zähl ich mich auch dazu) viele Unzulänglichkeiten des optischen und mechanischen - und natürlich auch des elektrischen Systems überdeckt.

 

Andererseits sollten sich all jene, die schnell bereit sind Kompromisse zu machen - wo man eigentlich (Stand der Technik) gar keine machen muss - fragen, ob denn auf der anderen Seite die Jagt nach technisch-optischen Superlativen dazu passt.

 

 

Michael

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Nicht nur gefühlt. Ist aber nicht zu ändern. Damit hat man sich eben zu arrangieren. Ich kann mir keine bessere SW-Kamera selber backen - und auch nirgendwoanders kaufen.

 

Man könnte hinter den langen Speicherzeiten Absicht wittern: Muss eben ein zweites, bei Kälte besser noch ein drittes Wechselset zum Weiterknipsen her...:D

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Vielleicht gibt es irgendwann eine Diskussion wie zu Audio-Dateien. Da wird auch die These vertreten, dass man bei verlusthaft komprimierten Datein mit 320kbps keinen Unterschied zu sog. hochauflösenden verlustfreien Dateiformaten hören könne, während andere einen massiven Unterschied behaupten.

 

Die Diskussion lebt von der Tatsache, dass man einen Höreindruck nicht aufzeichnen und damit auch nicht vermitteln kann; deshalb kann jeder alles behaupten, weil er sicher sein darf, dass der Gegenbeweis nie geführt wird.

 

Bei Fotografie ist das anders. Wenn sich die Komprimierung bemerkbar macht, müsste man das sehen können und eine Vielzahl von Betrachtern wäre in der Lage, sich darüber zu verständigen, ob und was sie sehen. Mir ist nicht Sichtbares dazu bekannt, was allein noch nichts heißt, weil ich nicht alles gesehen habe, was es gibt. Bei sehr vielen Betrachtern steigt aber die Wahrscheinlichkeit erheblich an, dass einer von ihnen doch mal etwas gesehen hat - trotzdem Fehlanzeige.

 

Dann bleibt allerdings noch die inzwischen beliebter werdende These: ja auf irgendwelchen Monitoren sei der Unterschied nicht sichtbar, aber auf dem hochwertigen Ausdruck schon. Die These lebt - fast schon wie im Bereich der Hörerlebnisse - davon, dass jeder der sie aufstellt, nicht damit rechnen muss, irgendein anderer würde auf die hochwertigen Ausdrucke schauen.

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Beim Vergleich mit dem Audiobereich gibt es noch einen wichtigen Unterschied: Dass wir von der verlustbehafteten Komprimierung nichts bemerken, hat vor allem ganz objektive Gründe. Das Rauschen der Sensordaten erzeugt eine Art Dithering, das eine Tontrennung aufgrund der vergröberten digitalen Daten wirksam verhindert. Durch das Rauschen werden Tonwertdifferenzierungen sichtbar, die feiner sind, als sie die reduzierte Tonwertskala eigentlich darstellen kann, wofür man allerdings den Preis einer verringerten Ortsauflösung zahlen muss – wir können genauer angeben, wie hell ein Detail ist, aber wir können nicht mehr so genau sagen, wo es liegt. Daran würden die unkomprimierten 14 Bit aber auch nichts ändern. Umgekehrt macht es deshalb nun auch Sinn, die Rohdaten der neuen M verlustfrei zu komprimieren, denn hier ist das Rauschen deutlich geringer.

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Verstehe ich richtig, dass die neue M ein anderes - nämlich verlustfreies - Komprimierungsverfahren verwendet als die M8/9?

Ja, so ist es. Deshalb haben die komprimierten DNG-Dateien der M auch nicht immer dieselbe Größe; durchweg sind sie etwas größer, als sie es bei einer verlustbehafteten Kompression nach dem Verfahren der M8 und M9 wären (21 bis 33 Megabyte habe ich beobachtet).

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