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Buch-Tipps und Workshop-Tipps zu Bildkomposition?


jpk

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Nimm zum Einstieg den Klassiker: Harald Mante: Mante – Das Foto

 

Er erläutert auf 200 Seiten die formalen Frage der Bildgestaltung und überträgt dazu die Lehren von Paul Klee, Wassily Kandinsky und Johannes Itten auf die Fotografie. Auf dem Buchmarkt ist mir kein Titel bekannt, der das Thema so fundiert angeht.

 

Wenn Du Dich auf eine Art von Publikumsbeschimpfung einlassen möchtest, kannst du im zweiten Schritt gut zur Großen Fotolehre von Andreas Feiniger greifen. Hier findest seine Abrechnung mit dem Testtafel-Knipser, und Du wirst mit der Frage konfrontiert, warum Du eigentlich fotografierst. Obwohl an diesem Buch die digitale Fotografie spurlos vorbeigelaufen ist, ist der eher philosophische zweite Teil als Anfrage an die Amateur-Fotografie immer noch bedenkenswert.

 

In die Gruppe der weiterführenden Bücher fällt dann Stephen Shore mit Das Wesen der Fotografie

 

und auch John Szarkowski mit The Photographer's Eye.

 

Die letztgenannten Titel setzen allerdings das formale Bildverständnis voraus.

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Ich fotografiere analog und digital, vor allem in SW. Wer hat eine gute Literatur Empfehlung zum Thema Bildkomposition?

Meiner Meinung nach lernt man etwas zum Thema Bildkomposition am besten durch das Besuchen von Ausstellungen und Betrachten von Aufnahmen in Bildbänden bekannter Fotografen. Bücher über Formlehre und Bildgestaltung sind nicht unwichtig. Das "gewisse Etwas" hingehen, was eine wirklich gute Fotografie ausmacht und weit über das Formale einer Bildkomposition hinausgeht, können sie nicht vermitteln. Gute Erfahrungen habe ich auch mit Workshops gemacht, bei welchen ganz praktisch Fragen zur Bildgestaltung anhand eigener und Aufnahmen anderer Workshopteilnehmer bearbeitet wurden (z.B. hier).

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Es gibt in diesem Bereich keine Regeln, und wenn, dann nur als Folge von der Praxis, vom Bildermachen.

 

Anders ausgedrückt: man darf alles, alles ist gestattet, nichts ist apriori weder falsch noch richtig.

 

Es ist bemerkenswert, dass die Bücher, die die Bildkomposition behandeln, immer auf Beispielen basieren.

 

ZB die Gestaltpsychologen haben versucht, zu allgemeingültigen Prinzipien zu gelangen.

 

Die Frage ist aber im Grunde: werde ich diese Regeln auch gebrauchen? Meine Meinung ist: eigentlich nicht!

 

Fotografieren ist was man machen soll, um einen guten Sinn für die Komposition zu befördern.

 

Edward Weston schrieb: "composition is the strongest way of seeing".

 

Zeichnen ist auch eine sehr schöne Übung für das Sehenlernen (sagt man es so auf Deutsch?).

 

Betty Edwards hat 2 sehr interessante Bücher (Titel ist aprox: "drawing on the right side of the brain"). Ich habe beide auf spanisch, meine Sprache, gelesen. Ich glaube bei Rowohlt sind sie auf Deutsch erhältlich.

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Du hast schon recht. Aber gerade am Anfang ist es gut, wenn man bestimmte Fakten kennt. Wie kann ich den Blick des Betrachters lenken? Wie kann ich Spannung oder Ruhe in ein bild bringen? Was macht eine Komposition ausgewogen?

 

Das sind ein paar Beispiele für "Regeln" die man kennen sollte. Anwenden muss man das nicht unbedingt, aber es hilft einem dabei genau das Auszudrücken, was man möchte. Einige können das ganze sicher auch komplett intuitiv machen, bei den meisten hilft es jedoch dabei ihren Eigenen Weg finden zu können.

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Es gibt in diesem Bereich keine Regeln . . .

Das ist richtig, aber beispielsweise Harald Mante's Bildgestaltung (ist aktuell in 'Das Foto' aufgegangen) empfand ich damals als sehr hilfreich bei der Bildanalyse von Fotos und Gemälden. Das Wort 'Regel' erscheint bei ihm im Text bezeichnenderweise auch nicht.

 

Bildkomposition fand und findet nicht im luftleeren Raum statt, sondern wird bei uns seit mehr als 2000 Jahren tradiert und an Kunstschulen auch geleert. Viele studierte Fotografen wissen darum, und sie wissen auch mehr, als in den Hobby-Foren so diskutiert wird. Es steht jedem frei, sich da hineinzulesen: Die Schriften von W. Kandinsky, W. Benjamin, S. Sontag, R. Barthes, S. Krakauer und R. Arnheim, um nur einige zu nennen, sind da auch solche Grundlagen. Aber das ist nach meinem Gefühl erst der dritte Schritt nach den formalen Grundlagen und der Betrachtung fremder Arbeiten.

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apropos workshop - die Leica Akademie bietet da doch direkt was zum Thema an. manche empfinden diese als relativ teuer, aber man bekommt ja auch einen Gutschein im Wert von max 150€, wenn Du zB Dein nächstes Objektiv kaufst :D

 

aber auch ernsthaft: in finde die WS gelungen

 

Grüße

 

Dieter

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... In die Gruppe der weiterführenden Bücher fällt dann Stephen Shore mit Das Wesen der Fotografie und auch John Szarkowski mit The Photographer's Eye. Die letztgenannten Titel setzen allerdings das formale Bildverständnis voraus.

Ja, Shores Buch ist stark. Hochkonzentriert und ohne jegliche Redundanz leitet Shore seine Leser mit wenigen und klaren Worten sowie starken Bildern an, zu verstehen, was Sehen und Gestalten heissen kann. Wer Bücher ohne "Beigemüse" und "blabla" mag und bereit ist, sich von Shore an der Hand nehmen und durch sein Konzept führen zu lassen, für den kann dieses Buch eine kleine (oder grosse) Offenbarung sein.

 

 

 

fotolux.ch

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