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1. Die fotografische Kamera ist dem menschlichen Auge nachgebildet.

Sie hat die selbe Funktion wie das Auge und die selben Mängel.

 

Aus:

Croy

1943 - Bild-Lehrbuch der Fotografie.

 

 

Diese wohl noch bestehende Erkenntnis sollte künftige Qualitätsdebatten auf einen geringeren Stellenwert setzen. ;)

 

smiley-channel.de_killroy001.gif

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Guest chris_h

1. Die fotografische Kamera ist dem menschlichen Auge nachgebildet.

Sie hat die selbe Funktion wie das Auge und die selben Mängel.

 

 

 

Aber nur, wenn ich die magenta-rote Brille aufsetz' ... :cool:

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Nicht alles, was in lesenswerten Büchern steht, ist richtig, wie das

hervorgehobene Zitat hinreichned erweist. Das Auge sieht in den

Randbereichen sehr unscharf, aber sobald wir hinblicken, akkommodiert

es schneller, als wir merken. Und das Auge gleicht einen viel größeren

Kontrastumfang als Film und selbst der Sensor sofort aus, so daß im

Hellen und Dunklen Zeichnung ist, sobald wir eben hinschauen. Und dann

bleibt ein Bild ein Bild, auf das wir schauen, begrenzt mit Rändern -

wohin wir aber sonst das Auge richten, sehen wir keine Ränder;

schließlich «sehen» wir räumlich, was ein Bild immer nur nachbilden

kann - um den Preis z.B. rechter Winkel...

 

Nein, nein, das Photographieren ist eine höchst artifizielle

Angelegenheit. Daß es das natürliche Sehen immitiere, ist Illusion.

 

Aber dem Aussagetenor ist zuzustimmen: Eine jede Vollkommenheit ist

Balance unter gegebenen Möglichkeiten; menschliches Tun kann weitere

Bedingungen der Vollkommenheit entdecken, oft durch Mißlichkeiten und

Fehler belehrt. Es ist menschlich zu irren, und es ist menschlich,

sich zu beraten, um Wünsche und ihren Preis zu gewichten.

 

Freundlichst

str.

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Hallo,

 

noch eine kleine Anmerkung (kann's mir nicht verkneifen, sorry):

 

Die Optik in unseren Köpfen ist wirklich mies und muss sich zum Teil schon anstrengen, mit dem Handy-Plastik mit zuhalten.

 

... aber die Bildverarbeitung dahinter, die ist wirklich genial.

Das ist die eigentliche Messlatte!

 

Auf jeden Fall aber sehen wir die Welt nicht wie sie ist, sondern wie sie unser Hirn uns vorgaukelt.

 

Grüße

Torsten

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Guest ingobohn

Lies mal "Sehen und Photographieren. Von der Ästhetik zum Bild" aus dem Springer-Verlag von Marlene Schnelle-Schneyder. Da wirst Du Deinen groß und fett geschriebenen ersten Satz ziemlich schnell über Bord werfen (müssen).

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Auf jeden Fall aber sehen wir die Welt nicht wie sie ist, sondern wie sie unser Hirn uns vorgaukelt.

 

Wenn das wirklich so wäre, also wenn wir nicht Realitäten sehen würden, dann wären wir längst ausgestorben; unfähig, mit der Welt um uns in der richtigen Weise zu kommunizieren.

 

Nein, das Gehirn interpretiert genau die richtige Umwelt aus den s...mäßigen Daten, die ihm das Auge liefert.

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Wenn das wirklich so wäre, also wenn wir nicht Realitäten sehen würden, dann wären wir längst ausgestorben; unfähig, mit der Welt um uns in der richtigen Weise zu kommunizieren.

 

Nein, das Gehirn interpretiert genau die richtige Umwelt aus den s...mäßigen Daten, die ihm das Auge liefert.

 

Einspruch. Das wir und andere Lebewesen noch nicht ausgestorben sind, liegt einzig und alleine daran, dass wir mit unseren Sinnesorganen die Welt so abbilden/erkennen dass wir damit klarkommen - zumindest in der Vergabgenheit :) . Mehr nicht, denn mehr wäre überflüssig und wenig ökonomisch. Und die Natur/Evolution investiert genau so viel wie nötig und kein Fitzelchen mehr.

 

Mitnichten kann man deshalb daraus schliessen, dass die Welt so ist, wie wir sie sehen/fühlen/erdenken.

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Guest leicageek
Wenn das wirklich so wäre, also wenn wir nicht Realitäten sehen würden, dann wären wir längst ausgestorben; unfähig, mit der Welt um uns in der richtigen Weise zu kommunizieren.

 

Nein, das Gehirn interpretiert genau die richtige Umwelt aus den s...mäßigen Daten, die ihm das Auge liefert.

 

 

 

"das Gehirn interpretiert"

 

und das macht es meist sehr gut, aber nicht immer. Zum Beispiel bei wenig Licht, sehen viele Menschen Dinge, die nicht wirklich zu sehen sind, weil das Gehirn dauerhaft bei seiner Mustererkennung versucht bekanntes wiederzufinden.

 

Es gab mal eine Quarks & Co-Folge, da wurde schön gezeigt, was wir wirklich sehen und hören und was unser Gehirn daraus macht und was wir alles in der Regel falsch wahrnehmen. Fazit: Es ist ein Wunder, das wir so gut funktionieren, bei der schlechten sensorischen Aufnahme, die wir Menschen haben. Auge und Ohr sind eigentlich eine Katastrophe. In nichts sind unsere Wahrnehmungsorgane wirklich gut. Vielleicht hat sich deshalb unser Gehirn so gut im Rahmen der Evolution entwickelt (für die Kreatis: hat Gott es so gut gemacht), es muss halt mit dem Mist den es geliefert bekommt etwas anfangen.

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"das Gehirn interpretiert"

 

und das macht es meist sehr gut, aber nicht immer. Zum Beispiel bei wenig Licht, sehen viele Menschen Dinge, die nicht wirklich zu sehen sind, weil das Gehirn dauerhaft bei seiner Mustererkennung versucht bekanntes wiederzufinden.

 

Es gab mal eine Quarks & Co-Folge, da wurde schön gezeigt, was wir wirklich sehen und hören und was unser Gehirn daraus macht und was wir alles in der Regel falsch wahrnehmen. Fazit: Es ist ein Wunder, das wir so gut funktionieren, bei der schlechten sensorischen Aufnahme, die wir Menschen haben. Auge und Ohr sind eigentlich eine Katastrophe. In nichts sind unsere Wahrnehmungsorgane wirklich gut. Vielleicht hat sich deshalb unser Gehirn so gut im Rahmen der Evolution entwickelt (für die Kreatis: hat Gott es so gut gemacht), es muss halt mit dem Mist den es geliefert bekommt etwas anfangen.

 

immerhin trostvoll, dass es (dokufilm- ) autoren gibt, die die unvollkommenheit unserer aller wahrnehmung bei all der unvollkommenheit auch ihrer sinne vollkommen wahrnehmen um sie dann in die unvollkommenheit unserer wahrnehmung zu transformieren, auf dass auch wir vollkommen die unvollkommenheit unserer wahrnehmung wahrnehmen können .

 

liebe grüsse hg

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Hallo nochmal,

 

für die Interessierten seien doch noch zwei kleine Anmerkungen erlaubt.

allen anderen, die mit Astro wenig am Hut haben: Sorry, einfach überlesen.

 

[...]

und das macht es meist sehr gut, aber nicht immer. Zum Beispiel bei wenig Licht, sehen viele Menschen Dinge, die nicht wirklich zu sehen sind, weil das Gehirn dauerhaft bei seiner Mustererkennung versucht bekanntes wiederzufinden.

... genau deswegen haben bzw. "sehen" wir z. B. auch Sternbilder. Bei der Interpretation der legendären Himmelsscheibe von Nebra spielt genau dieser Aspekt ebenfalls eine wichtige Rolle.

In der Praxis wird nachts indirekt geguckt, also knapp daneben, um die empfindlicheren Stäbchen anzusprechen. Dabei ertappe ich mich auch immer wieder, am Okular etwas sehen zu wollen, nur weil ich das Profi-Foto des Objekts kenne ...

 

Es gab mal eine Quarks & Co-Folge, da wurde schön gezeigt, was wir wirklich sehen und hören und was unser Gehirn daraus macht und was wir alles in der Regel falsch wahrnehmen. Fazit: Es ist ein Wunder, das wir so gut funktionieren, bei der schlechten sensorischen Aufnahme, die wir Menschen haben. Auge und Ohr sind eigentlich eine Katastrophe. In nichts sind unsere Wahrnehmungsorgane wirklich gut. Vielleicht hat sich deshalb unser Gehirn so gut im Rahmen der Evolution entwickelt (für die Kreatis: hat Gott es so gut gemacht), es muss halt mit dem Mist den es geliefert bekommt etwas anfangen.

... auf die Sendung wollte ich eben auch verweisen, aber daheim haben ja alle Buben Klicker ;) ;) ;)

 

Bzgl. Evolution noch eine Anmerkung: Unsere farbsehenden Zäpfchen haben auf der Netzhaut exakt den Abstand, der der Auflösung unseres Auges beim Maximum der von der Sonne ausgestrahlten Wellenlängen entspricht. Kurz: Mehr Zäpfchen wären sinnlos.

Daher geht man auch davon aus, dass das Spektrum der Sonne (und damit auch deren Temperatur und damit auch deren Größe) seit sehr langer Zeit konstant ist.

 

Die Sonne schrumpft zur Zeit. Wie stark, darüber gibt es mehrere Modelle.

Unter anderem zur Messung genau dieser Änderung des Sonnendurchmessers treibt es mich immer wieder auf der Jagd nach dem Mondschatten in Gebiete, wo das Equipment etwas extremeren Bedingen standhalten muss.

Und wenn ich schon einmalige Motive vor der Linse habe, dann möchte ich nicht durch die Technik behindert werden.

 

.. wodurch ich nicht zuletzt auch beim roten Punkt gelandet bin. Der Kreis schliesst sich ;)

 

In diesem Sinne viele Grüße

 

Torsten

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