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M8 und Farbprofile..


mherde

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Ich habe folgende Frage zur M8 und Farbmanagement:

Da ich nur im DNG Format fotografiere, kann ich auch nicht zwischen sRGB, ECI RGB und Adobe RGB wählen. Das geht offenbar nur, wenn ich auch JPGs aufnehme.

Wie ist das dann im Capture One Konverter? Ich will die Bilder entweder als Tiff oder manchmal auch als JPG konvertieren. Aber auf jeden Fall sollen die verarbeiteten Bilder im sRGB Farbraum sein! In deb C1 Einstellungen habe ich angeklickt " Kameraprofil einbetten". Ist das ein sRGB Profil?

Bin gerade etwas verwirrt..

Vielen Dank für die Hilfe!

Michael

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Wenn ich nicht völlig daneben liege, ist doch bei Aufnahmen in RAW/DNG irgendein Farbraum ohne jeden Belang, da ein solcher Farbraum erst durch den RAW-Konverter zugewiesen werden kann.

 

Die Kamera selber besitzt keinen Farbraum, sondern liefert in RAW/DNG zunächst nur Hell-Dunkel-Signale ihres Sensors. Erst die Software ordnet den Signalen (bei JPEG in der Kamera, bei RAW erst im Konverter) eine Farbe zu.

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So habe ich das auch verstanden. Aber was bedeutet dann im Raw Konverter (C1) bei Zielprofil die Einstellung: Kameraprofil einbetten???

Aus der Exif-Datei der konvertierten Bilder kann ich auch nicht erkennen, um welches Profil es sich nun handelt. Da steht nur RGB...

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In C1 sollte unter "Einstellungen", "Farbmanagement" in der Rubrik "Camera" das Kamera-Profil für die M8 ausgewählt werden. Auch eine Kamera hat ein Profil, darin sind gewissermaßen die Besonderheiten des Modells abgelegt.

 

In der Verarbeitung und beim anschließenden Speichern sollte allerdings unbedingt ein geräteunabhängiger Farbraum eingestellt werden. Das passiert bei C1 aber nicht über Einstellungen; da kann man alles so belassen, wie im ersten Absatz beschrieben.

 

Im Arbeitsfenster in der Ansicht "Process-Tools" ist der Arbeitsfarbraum in dem die Datei gespeichert werden soll auszuwählen (Zahrad-Symbol anklicken). Hier wird auch das Zielformat eingestellt, z. B. TIFF.

 

VG, Jens

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Ich habe folgende Frage zur M8 und Farbmanagement:

Da ich nur im DNG Format fotografiere, kann ich auch nicht zwischen sRGB, ECI RGB und Adobe RGB wählen. Das geht offenbar nur, wenn ich auch JPGs aufnehme.

Wie ist das dann im Capture One Konverter? Ich will die Bilder entweder als Tiff oder manchmal auch als JPG konvertieren. Aber auf jeden Fall sollen die verarbeiteten Bilder im sRGB Farbraum sein! In deb C1 Einstellungen habe ich angeklickt " Kameraprofil einbetten". Ist das ein sRGB Profil?

Bin gerade etwas verwirrt..

Vielen Dank für die Hilfe!

Michael

 

Michael,

 

 

RBG-Profile und Dateiformen haben nichts miteinenander zu tun. Eine Jpeg kann den Farbraum ECI-RBG, sRbG oder AdobeRBG haben und das gilt grundsätzlich für alle Bilddatei-Arten.

 

Wenn Du mit der M8 unter DNG fotografierst, ist noch kein Farbraum zugeordnet. Das passiert im RAW Konverter. Bei Capture One gibt's unter dem Menu 'Farbmanagement' (wenigstens bei -pro) folgende Einstellmöglichkeiten:

 

Kameraprodukt: z.B. M8 (wird von CaptureOne sebständig erkannt)

 

Kameraprofil: M8 generic, das ist das in C1 hinterlegte Profil für die M8.

Bei eigenen grundsätzlichen Farbbereichs-Änderungen kann man hier auch unterschiedliche Kameraprofile für die M8 hinterlegen und nach Bedarf anwenden

 

Ziel (Arbeitsfarbraum): An dieser Stelle legst Du fest, mit welchem Farbraum die verabeitete Datei bestückt wird. Wenn Du mit ECI-RBG z.B. in PS weiterarbeiten willst, dann muß da ECI-RBG ausgewählt werden. Das ECI Profil dazu ist normalerweise nicht auf Deinem PC, das gibt's unter European Color Initiative (ECI) |::| english version und dort unter Downloads. Das Profil wird dann in Windows-Systemordner kopiert, in dem alle Farbprofile abgelegt sind

 

Ziel (Internet): normalerweise wird hier sRBG ausgewählt

 

Proofprofil: hier wählt man das Drucker/Papierprofil aus, mit dem Du normalerweise druckst, also entweder ein durch den Druckertreiber für's Papier hinterlegtes oder ein eigenes durch die Drucker/Papierprofilierung

 

Monitorprofil: Entweder das durch Windows eingestellte oder besser: das Profil, das bei der Bildschirmkalibrierung erzeugt worden ist.

 

Das alles sind die Grundeinstellungen. Bei der Ausgabe werden dann diese Einstellungen unter 'Farbmanagement-Workflow' entsprechend zugeordnet

 

Convert to Destination: hat Bezug zu dem Arbeitsfarbraum, den Du oben unter Ziel (Arbeitsfarbraum) eingestellt hast. Also z.B. ECI-RBG, AdobeRBG.......

Das ist der 'Normalfall' für die Verarbeitung und Ausgabe!

 

Embed Camera Profile: gibt nur dann Sinn, wenn Du Dich bei der Ausgabe noch nicht auf einen Farbraum geeinigt hast und erst in der weiteren Berabeitung (z.B. in PS) die Bilddatei in einen bestimmten Farbraum konvertieren willst

 

Convert to Generic Grayscale: erzeugt eine Graustufenausgabe, die Farbinfo ist futsch

 

Convert to Web-Destination: zieht das oben festgelegte Profil (sRBG)

 

Convert to Proof-Destination: holt sich das Drucker/Papier-Profil

 

 

Alles ein bisschen viel, aber wenn man mit RAW/DNG arbeitet muß man schon sehr pingelig darauf achten, daß das Farbmanagement für den gesamten Workflow ausgerichtet ist und jeden Schritt dabei gut verstehen.

 

Ferdl

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Das kann doch nicht so schwierig sein!! Ich habe diese Einstellmöglichkeiten in C1 (LE!!) leider nicht! In Photoshop klappt es.

Ich habe einen Mac und die C1 Version 3.7.6.

Wenn ich in den Einstellungen auf Farbmanagement gehe, steht dort unter dem Punkt Kamera: Leica M8 Darunter Leica M8 generic als verwendetes Profil

 

Wenn ich nun Auf Destination gehe, habe ich nur die folgenden Möglichkeiten:

Rendering intent: Default (oder z.B. perceptual..)

Rendering Quality: Default (oder normal....)

 

Wenn ich im normalen Programmfenster auf das Zahnrad klicke, habe ich die Möglichkeit sRGB als Ziel einzustellen.

Ist das dann richtig?

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Die Einstellungen im Dialog "Einstellungen" sind o.k.: unter "Camera" M8 und M8 generic, bei "Destination" jeweils Default. Wenn du deine Zieldateien im Farbraum sRGB haben möchtest, ist auch die Einstellung unter "Process-Tools" richtig. Normalerweise liegst du mit diesen Vorgaben ganz gut.

 

Für eine umfangreichere Weiterbearbeitung oder langfristige Archivierung können auch größere Arbeitsfarbräume (z. B. AdobeRGB, ECI-RGB) und eine Speicherung im 16-Bit-Format sinnvoll sein. Da ich nicht weiss, wie intensiv du dich bisher schon mit EBV beschäftigt hast, steige ich hier aber nicht tiefer ein.

 

Wenn du deine RAW-Bilder mittels "Digitale Bilder" überträgst, musst du keine Profileinbettung vorwählen. RAW-Dateien haben keine eingebetten Farbraumprofile. Bei JPG sollte die M8 das Profil selbst einbetten, so dass es software-seitig ebenfalls nicht notwendig ist.

 

VG, Jens

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Nochmal@Jens-Flachmann:

Erstmal vielen Dank für die Hilfe...jetzt klappt es ganz gut.

Zwei Fragen hätte ich noch: Ist die grundsätzliche Vorgehensweise ( DNG aufnehmen, in C1 bearbeiten, nach JPG konvertieren nur für iPhoto oder zum ausbelichten in kleinen Größen und dann die DNG Daten z.B. auf CD archivieren) ok?

 

Ich bin kein Profi und eigentlich wollte ich mit der M8 vorwiegend JPGs machen, aber leider klappt das mit dem Weissabgleich im Moment ja nicht wirklich...und das Bearbeiten in C1 macht mir sogar Spass!

 

Und: Gibt es einen Unterschied zwischen dem sRGB-Profil und dem sRGB61966.2-1 Profil? Falls ja, wo bekommt man das zweite her?

 

Vielen Dank für die Mühe!

Michael

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Hallo Michael,

 

die Dokumentation von C1LE ist wirklich nicht sehr ergiebig. Ich hatte auch schon die gleiche Frage wie Du. Jens hat die Antwort ja schon gegeben - einen Screenshot dazu findest Du weiter unten.

 

Ich nehme DNG+JPG parallel auf. Die JPGs in der niedrigsten Auflösung - 1 Megapixel - und niedrigster Kompression. DNGs werden immer in mit der vollen Auflösung aufgenommen. Die JPG Dateien sind dann rund 300kb groß und lassen sich gut und schnell sichten. In iPhoto läßt sich damit auch ein Fotoarchiv aufbauen und da der automatische Weißabgleich ja nicht immer daneben liegt, hat man auch schnell mal ein Bild für 'ne Email parat. Die DNGs sichere ich auf einer externen Festplatte und per DVD und benenne sie nicht um, damit ich anhand des Dateinamens die Dateien für die Weiterverarbeitung gut wiederfinden kann.

 

Gruß,

Tim

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Ist die grundsätzliche Vorgehensweise ( DNG aufnehmen, in C1 bearbeiten, nach JPG konvertieren nur für iPhoto oder zum ausbelichten in kleinen Größen und dann die DNG Daten z.B. auf CD archivieren) ok?

 

Auf jeden Fall solltest du die DNG-Dateien behalten. Ich mache es genau so, wie von Tim beschrieben. Die DNGs werden auf Festplatte und auf CD bzw. DVD gesichert, wobei ich nur sehr hochwertige Rohlinge von Hi-Space benutze. JPG mache ich nur für Bildbestellungen (selten) und für Fotobücher per iPhoto. Ich lege allerdings die "guten" Bilder zusätzlich als TIFF-Dateien mit 16-Bit-Farbtiefe auf Festplatte ab. Externe Festplatten mit hoher Kapazität sind hier empfehlenswert.

 

Umbenennen ist sicher auch sehr sinnvoll. Dazu benutze ich Adobe Bridge (bekommt man zusammen mit PS) oder Renamer4Mac (Renamer4Mac - Description).

 

Und: Gibt es einen Unterschied zwischen dem sRGB-Profil und dem sRGB61966.2-1 Profil? Falls ja, wo bekommt man das zweite her?l

 

Beide Profile sind identisch. Es kommt immer mal wieder vor, dass an sich gleiche Profile leicht variierende Namen haben. Dein Mac bringt z. B. AdobeRGB, AppelRGB, sRGB und einige andere von Haus aus mit. Wenn du nun z. B. Photoshop installierst, landen Adobe RGB und sRGB nochmal, mit etwas anderem Namen im Verzeichnis Library/ ColorSync/ Profiles. Wenn du dann weitere EBV-Software aufspielst evtl. weitere neue und auch weitere "alte" Profile. Bei Nikon gibt es z. B. Nikon-sRGB, Nikon-AdobeRGB usw. Alles alter Wein in neuen Schläuchen ...

 

VG, Jens

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