Leica CLDie Leica Camera AG stellt heute mit der Leica CL eine neue spiegellose Systemkamera mit APS-C Sensor vor. Das Innenleben aus Prozessor und Sensor ist weitgehend identisch mit der Leica TL2, aber das Design und die Bedienung orientieren sich an klassischen Leica Werten. Ein weiterer entscheidender Unterschied zum Schwestermodell ist der elektronische EyeRes-Sucher mit 2,36 MP Auflösung.

Die Leica CL wird nur in schwarz angeboten, sie kommt noch im November für 2.490 € (UVP) in den Handel.

Die Leica CL auf einen Blick

  • 24 MP CMOS Sensor und Maestro II-Bildprozessor
  • Elektronischer Sucher (2,36 MP) mit 0,74x Vergrößerung
  • Elektronischer Verschluss bis 1/25.000 sek (bis 1/8.000 mechanisch)
  • Kontrast AF mit 49 Messfeldern
  • Empfindlichkeit ISO 100 bis ISO 50.000
  • Serienbilder bis ca. 10 B/s
  • 4k Video mit 30 fps, Full HD 60 fps
  • WiFi / Remote-Funktion via App
  • UHS II kompatibel

Leica CL Produktbilder

Leica CL Design

Die Größe der Leica CL entspricht ungefähr den Abmessungen der Leica TL2, die Leica Q mit Vollformatsensor ist etwas höher. Lediglich der runde Suchereinblick ragt etwas aus der Silhouette.

Leica CL Vergleich frontal mit Leica TL2 / Leica Q

Der Blick von oben zeigt die Verwandtschaft zur Leica Q mit ähnlicher Anordnung des Suchers, der beiden Wählräder und des Auslösers. Hinzu kommt das Schulterdisplay mit den wichtigsten Belichtungsdaten, das auch von der Leica SL bekannt ist.

Leica CL Vergleich von oben mit Leica TL2 / Leica Q

Vor allem die Rückansicht der Leica CL zeigt die Unterschiede zum Schwestermodell Leica TL2, das ein deutlich größeres Display und keinerlei Tasten hat, da sie fast vollständig auf Touch-Bedienung setzt. Die Leica CL hat dagegen das klassische Layout aus 3“ Display mit links angeordneten Tasten und Kreuzwippe auf der rechten Seite.

Leica CL Vergleich Rückseite mit Leica TL2 / Leica Q

Bedienung

Die Tasten links neben Display haben gewohnte Funktionalitäten:

  • PLAY wechselt zwischen Aufnahme- und Wiedergabemodus
  • FN gibt einen Schnellzugriff auf Menüfunktionen
  • MENU ruft das Kameramenü auf

Die Bedienung über das Touchdisplay ist auch möglich, auch wenn dies nicht im Fokus steht wie bei der Leica TL2: U.a. lässt sich durch Wischen zwischen Foto- und Video-Modus sowie zwischen Aufnahme und Wiedergabe wechseln.

Zentrale Rolle beim Fotografieren haben die beiden Einstellräder auf der Oberseite der Leica CL, die jeweils eine Einstelltaste haben.

Die Funktion der beiden Einstellräder richtet sich nach den dem Aufnahmemodus, abhängig von diesem verändern sie Blende, Belichtungszeit, Belichtungskorrektur oder Programm-Shift.

Durch kurzen Druck auf eine der Tasten bekommen die Räder eine neue Funktion: Das linke verändert den Aufnahmemodus, das rechte die ISO-Empfindlichkeit. Die Belegung des rechten Rades lässt sich durch einen langen Druck auf die Taste ändern.

Das „Leica APS-C System“

Anscheinend hat sich Leica noch nicht festgelegt, ob und wie das Kamerasystem mit L-Bajonett und APS-C-Sensor genannt werden soll – und wie stark die Verwandtschaft zur Leica SL mit gleichem Bajonett aber größerem Sensor betont werden soll.

Egal wie es heißen wird: Mit der Leica TL2 und Leica CL hat das System zwei Kameras mit ähnlichen Leistungswerten aber deutlich verschiedenem Design, Bedienkonzept und Zielgruppe. Die Leica TL2 und ihre Vorgängerinnen sind modern gestaltet und wenden sich mit der zentralen Touchbedienung an eine jüngere Zielgruppe, die über Smartphones sozialisiert ist.

Leica CL / Leica TL Familie

Die neue Leica CL spricht – ähnlich wie die erfoglreiche Leica Q – Kunden an, die moderne Technik in klassischem Design wollen, die sich intuitiv über haptische Bedienelemente steuern lässt.

Gemeinsam haben die beiden Kameras das Objektivsystem aus jetzt sieben originären APS-C-Objektiven plus der Leica SL Vollformatoptiken.

Fazit: Wird die Leica CL ein Erfolg?

Das Leica T/TL System hat bislang bei Leicas Kernzielgruppe nicht richtig verfangen, im Gegensatz zur Leica Q, die klassische Leica Werte mit aktueller Technik vereint. Die Qualität der Leica TL-Objektive wird einhellig gelobt, aber mit der ungewohnten Bedienung und dem dauerpolierten Monoblock-Design wurden viele Leica Fans nicht wirklich warm.

Ich glaube, dass die Leica CL dagegen ein echter Erfolg wird:

  • Die Objektivpalette ist schon rund und wächst kontinuierlich weiter.
  • Design und Bedienung bedienen sich bei Leica SL, Leica M und vor allem bei der beliebten Leica Q.
  • Bildergebnisse und Erfahrungsberichte der ersten Kameratester sind äußerst positiv und enden oft in einem Kaufwunsch.

Die Leica CL hat das Potential gleich mehrere Wünsche zu erfüllen, die im Leica Forum immer wieder geäußert werden:

  • Leica Q mit Wechseloptik
  • Kompakte Version der Leica SL oder
  • Leica TL2 mit elektronischem Sucher

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Technische Daten Leica CL

Kamera-Typ: Digitale APS-C System-Kamera
Objektiv-Anschluss: Leica L-Bajonett mit Kontaktleiste für Kommunikation zwischen Objektiv und Kamera
Verwendbare Objektive: Objektive mit Leica L-Bajonett, Leica M- und R-Objektive mittels Leica M-, bzw. R-Adapter L
Sensor: CMOS-Sensor, Größe APS-C (23,6 x 15,7 mm) mit 24,96/24,24 Mio. Pixeln (total/effektiv), Format-Seitenverhältnis 3:2
Foto-Dateiformate/Kompressionsraten: Optional: DNG, JPG oder DNG + JPG
Video-Aufnahmeformat: MP4
Video-Auflösung/Bildfolgerate: Optional: 3840 x 2160 p (4K) 30 B/s, 1920 x 1080 p (FHD) 60 B/s, 1920 x 1080 p (FHD) 30 B/s oder 1280 x 720 p (HD) 30 B/s
Video-Aufnahmedauer: In Abhängigkeit der Umgebungs- und Kamera-Temperatur sind Videoaufnahmen bis zu einer Maximallänge von 29 min. möglich. Die maximale Dateigröße beträgt 4 GB. Übersteigt die Aufnahme diese Größe, wird die Fortsetzung automatisch in einer weiteren Datei gespeichert.
Speichermedien: SD-/SDHC-/SDXC-Speicherkarten, UHSII-Standard wird unterstützt
ISO-Bereich: Automatisch, ISO 100 bis ISO 50000 durch das Objektiv (TTL), bei Arbeitsblende
Weißabgleich: Automatisch, Voreinstellungen für Tageslicht, bewölkt, Halogenbeleuchtung, Schatten, Blitz, zwei Speicherplätze für manuelle Messung, manuelle Farbtemperatur-Einstellung
Autofokus-System: Kontrastbasiert
Autofokus-Messmethoden: 1-Punkt, Mehrfeld, Spot, Gesichtserkennung, Touch AF-Funktionen
Belichtungs-Betriebsarten: Programmautomatik, Zeitautomatik, Blendenautomatik , manuelle Einstellung, Motivprogramme: Vollautomatisch, Sport, Portrait, Landschaft, Nachtportrait, Schnee/Strand, Feuerwerk, Kerzenlicht, Sonnenuntergang, Digiscoping
Motiv Programme: Vollautomatisch, Sport, Portrait, Landschaft, Nachtportrait, Schnee/Strand, Feuerwerk, Kerzenlicht, Sonnenuntergang, Digiskopie, Miniatur, Panorama, HDR
Belichtungs-Messmethoden: Mehrfeld, mittenbetont, Spot
Belichtungskorrekturen: +/-3 EV in 1⁄3 EV-Stufen
Automatische Belichtungsreihen: Drei Aufnahmen in Abstufungen bis +/- 3 EV, einstellbar in 1⁄3 EV-Stufen
Verschlusszeiten-Bereich: 30 s bis 1⁄25000 s (bis 1⁄8000 s mit mechanischem, darüber mit elektronischem Verschluss)
Serienaufnahmen: maximal ca. 10 B/s mit mechanischem Verschluss, maximal ca. 10 B/s mit elektronischem Verschluss, max. ca. 33 Aufnahmen (DNG+JPG) und max. ca.140 Aufnahmen (nur JPG) bei gleichbleibender Aufnahmefrequenz, danach abhängig von den Eigenschaften der Speicherkarte
Blitz-Betriebsarten: Mit aufgesetztem, systemkompatiblen Blitzgerät einstellbar
Blitz-Belichtungskorrekturen: +/-3 EV in 1⁄3 EV-Stufen
Blitz-Synchronzeit: 1⁄180 s
Selbstauslöser: Vorlaufzeit wahlweise 2 oder 12 s
Monitor: 3” TFT LCD, 1.04 MP, Touch und Gesten Bedienung möglich
Elektronischer Sucher: Auflösung: 1024×768 Pixel (2,36 MP), Vergrößerung 0,74fach, Seitenverhältnis: 4:3, Austrittspupillenlage: 20mm, Einstellbar +/- 4 Dioptr., mit Augensensor für automatische Umschaltung zwischen Sucher und Monitor
Top-Display: Auflösung: 128 x 58 Pixel
WLAN: Erfüllt Norm IEEE 802.11b/g/n (Standard-WLAN-Protokoll), Kanal 1-11, Verschlüsselungsmethode: WiFi-kompatible WPA™/WPA2™
Stromversorgung: Leica BP-DC12 Lithium-Ionen-Akku, Nennspannung 7,2 V (7,2 V D.C.), Kapazität 1200 mAh, (nach CIPA-Standard): ca. 220 Aufnahmen, Ladezeit (nach Tiefentladung): ca. 140 min, Hersteller: Panasonic Energy (Wuxi) Co., Ltd. hergestellt in China
Ladegerät: Leica BC-DC12 Eingang: Wechselspannung 100–240 V, 50/60 Hz, automatisch umschaltend, Ausgang: Gleichspannung 8,4 V; 0,65 A Hersteller: Shin Tech Engineering Ltd. hergestellt in China
Gehäuse: Deckkappe und Bodendeckel Aluminium gefräst und eloxiert, Vorder- und Rückschale des Gehäuses: Magnesium
Zubehörschuh: ISO Zubehörschuh mit Leica Blitz-Schnittstelle
Stativgewinde: A 1⁄4 DIN 4503 (1⁄4“)
Gehäuse-Maße (BxHxT): 131 x 78 x 45 mm
Gewicht: Ca. 403 g/353 g (mit/ohne Akku)
Lieferumfang: Kameragehäuse, Bajonettdeckel, Tragriemen, Zubehörschuh-Abdeckung, Akku (Leica BP-DC12), Ladegerat (Leica BC-DC12), Netzkabel (EU, US, lokales Netzkabel)
Software: Leica CL App (Fernsteuer- und Bilder-Übertragungs Funktion, kostenloser Download im Apple™ App-Store™ / Google™ PlayStore™)

 

Neue Kamera erweitert das Leica APS-C System

Die Leica CL vereint innovative Technologien, hohen Bedienkomfort und ein ikonisches, kompaktes Design in perfekter Balance.

Wetzlar, 21. November 2017. Die Leica Camera AG erweitert das Produktportfolio ihres APS-C Systems um eine neue Kamera, die innovative Technologien, hohen Bedienkomfort und ein ikonisches Design vereint: die Leica CL. Ihre ausgewogene Balance zwischen modernster Technik, mechanischer Präzision und kompakter Bauweise macht sie zu einem idealen Begleiter im Alltag – insbesondere für spontane und diskrete Aufnahmen.

Im Leica APS-C System stehen damit mit der Leica CL und der Leica TL2 zwei Kameramodelle made in Germany zur Verfügung, die technisch gleichwertig sind, aber in puncto Design und Bedienung unterschiedliche Konzepte verfolgen: die ganz im Zeichen der Leica Tradition stehende, ikonische Leica CL und die futuristisch anmutende Leica TL2. Zusammen mit dem umfangreichen TL-Objektiv-Portfolio bilden sie ein System, mit dem eine besondere Art der Fotografie erlebbar ist.

Zu den herausragenden Features der Leica CL gehört ihr elektronischer Sucher, der über die von Leica speziell für diese Kamera entwickelte EyeRes-Technologie verfügt. Mit einer nicht wahrnehmbaren Reaktionszeit und einer Auflösung von 2,36 Millionen Pixeln bietet der EyeRes®-Sucher ein beeindruckendes Seherlebnis und zahlreiche Vorteile: Das fertige Bild ist bereits vor dem Auslösen im Sucher zu sehen. Anwender haben somit die optimale Kontrolle über die Bildgestaltung.

Der hochauflösende APS-C 24MP Sensor der Leica CL sorgt in Kombination mit dem Prozessor der Maestro II Serie und dem schnellen Autofokus mit 49 Messpunkten für maximale Bildqualität in allen Aufnahmesituationen. Dabei überzeugt die CL nicht nur im Bereich Foto, sondern auch mit ihren Videofunktionen und Aufnahmen mit einer Auflösung von bis zu 4K bei 30 Bildern in der Sekunde.

Die Leica CL ist mit einem integrierten Wi-Fi-Modul ausgestattet. Bilder und Videos können kabellos auf Smartphones, Tablets oder Computer übertragen und per Leica CL App für iOS oder Android schnell und einfach in den sozialen Netzwerken oder via E-Mail geteilt werden. Darüber hinaus lässt sich über die Remote-Funktion der App die Mobile Device als externer Sucher oder für die Änderungen der Bildparameter verwenden – beispielsweise bei Aufnahmen mit Selbstauslöser oder außergewöhnlichen Perspektiven.

Die Leica CL führt das ikonische Leica Design mit seiner unverwechselbaren Schlichtheit in die Kompaktklasse der Systemkameras ein. Dezent in der Ausführung, ist die kompakte Kamera der ideale Begleiter und mit ihrer benutzerfreundlichen Bedienung ein intuitives Werkzeug. Alle wesentlichen Bedienelemente finden sich auf der Kamera-Oberseite. Neben dem elektronischen Sucher stehen hier zwei Einstellräder für Blende, Verschlusszeit, ISO-Wert und Belichtungskorrektur zur Verfügung. Alles ist so positioniert, dass die Kamera beim Fotografieren nicht mehr vom Auge genommen werden muss. Ein zusätzliches Top-Display informiert sofort über alle relevanten Werte. Zusammen mit dem perfekt definierten Auslösepunkt haben Anwender bei jeder Aufnahme mit der CL die absolute Bildkontrolle.

Für die Leica CL ist ein umfangreiches Angebot an TL-Objektiven verfügbar. Die Objektive bieten höchste Abbildungsleistungen und sind verantwortlich für die außergewöhnliche Bildqualität des Leica APS-C Systems. Kompakt, lichtstark und mit Brennweiten von 17 bis 200 mm bietet das Portfolio unendliche Möglichkeiten kreativer Anwendungen. Mit ihrem schlichten Design passen die drei Vario-Objektive – Super-Vario-Elmar-TL 1:3,5–4,5/11–23 ASPH., Vario-Elmar-TL 1:3,5–5,6/18–56 ASPH. und APO-Vario-Elmar-TL 1:3,5–4,5/55–135 ASPH. – und vier Festbrennweiten Elmarit-TL 1:2,8/18 ASPH., Summicron-TL 1:2/23 ASPH., Summilux-TL 1:1,4/35 ASPH. und das APO-Macro-Elmarit-TL 1:2,8/60 ASPH. nicht nur technisch, sondern auch optisch perfekt zur Leica CL.

Alle Leica TL-Objektive wurden von den Optik-Spezialisten in Wetzlar entwickelt und bieten die von Leica bekannte, hohe Abbildungsleistung. Die Verbindung von optischem und technischem Know-How unter Verwendung hochwertiger Materialien sorgt hierbei für eine konstante Qualität und Zuverlässigkeit im Einsatz.

Neben den TL-Objektiven lassen sich durch das gemeinsame L-Bajonett auch die SL-Objektive ohne Adapter an der CL und der TL2 verwenden. Für die Nutzung der Leica M- und R-Objektive sind entsprechende Adapter verfügbar.

Ein umfangreiches Sortiment an Zubehör und Accessoires rundet das Angebot im APS C-System ab.

Die schwarze Ausführung der Leica CL ist ab Ende November für eine unverbindliche Preisempfehlung von 2490 Euro erhältlich.

 

About The Author

Andreas ist Fotoingenieur, lebt in Bonn und betreibt neben dem Leica Forum auch das Systemkamera Forum und das Fuji X Forum

3 Comments

  1. […] Leica CL – Auf einen Blick Leica CL Review Leica CL Forum Leica CL Diskussion Leica CL Facebook Gruppe […]

  2. „Ihre ausgewogene Balance zwischen modernster Technik, mechanischer Präzision und kompakter Bauweise macht sie zu einem idealen Begleiter im Alltag – insbesondere für spontane und diskrete Aufnahmen.“

    Nein, macht sie nicht — weil man das von einer Systemkamera, die im Jahr 2017 ohne Bildstabilisierung herausgegeben wird, einfach nicht mehr sagen kann. Ich benutze Leica R und M, Film und digital. Es fängt an, mir weh zu tun.

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