leica_m-a_silver_frontNach 14 Jahren stellt die Leica Camera AG mit der Leica M-A wieder eine analoge Messsucher-Kamera vor. Mechanisch entspricht die Leica M-A der immer noch angebotenen Leica MP, allerdings verzichtet sie sogar auf eine Belichtungsmessung und kommt so komplett ohne Elektronik und Batterien aus. Die Sucher-Vergrößerung des Messsuchers beträgt 0,72x.

Ganz neu ist die Kamera nicht – in der Leica M Edition 100, anlässlich der Einweihung des neuen Leica Firmensitzes, war schon eine Edelstahl-Variante der Leica M-A enthalten. Die Leica M-A kommt in schwarz oder silbern verchromt im Oktober 2014 für 3.850 € auf den Markt.

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Leica M-A in silber und schwarz mit verschiedenen Gravuren

Die Farbvarianten der Leica M-A kommen mit unterschiedlichen Gravuren: Die silbern verchromte Variante trägen eine Gravur auf der Oberseite der Kamera, die schwarze Leica M-A findet sich nur eine dezente Gravur auf dem Blitzschuh. Beide Varianten verzichten auf den roten Leica Punkt.

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Leica Monochrom Gerüchte aufgeklärt!

Im Vorfeld der photokina gab es Gerüchte über eine neue Leica M Monochrom – vielleicht basierten sie auf der Leica M-A, die im Auslieferzustand rein monochrom arbeitet: Mitgeliefert wird ein Kodak Tri-X400 Schwarzweiß Film 😉

Um anderen Gerüchten direkt vorzubeugen: Die Leica M-A ersetzt keine der anderen noch produzierten Leica Analogkameras – sowohl Leica M7 als auch MP werden weiter produziert.

Hier die Bilder der neuen Kamera, die technischen Daten und die komplette Pressemitteilung:

Technische Daten Leica M-A (Typ 127)

Kamera-Typ Leica M-A (Typ 127) Kompakte Kleinbild-Messsucher-Systemkamera mit mechanisch gesteuertem Verschluss
Objektiv-Anschluss Leica M-Bajonett
Objektivsystem Leica M-Objektive von 16–135mm
Belichtungssteuerung Manuelle Einstellung von Verschlusszeit und Blende nach Angabe eines externen Belichtungsmessers oder Schätzung
Blitz-Belichtungssteuerung
Blitzgeräte-Anschluss Über Zubehörschuh mit Mittenkontakt
Synchronisation Auf den 1. Verschlussvorhang
Blitz-Belichtungssteuerung Durch Computersteuerung des Blitzgeräts, oder durch Leitzahlrechnung und manuelle Einstellung der erforderlichen Blende
Sucher
Sucherprinzip Großer, heller Leuchtrahmen-Messsucher mit automatischem Parallaxen-Ausgleich
Okular Abgestimmt auf -0,5 dptr.; Korrektionslinsen von –3 bis +3 dptr. erhältlich
Bildfeldbegrenzung Durch Einspiegelung von jeweils zwei Leuchtrahmen: Für 28 und 90 mm, oder für 35 und 135 mm, oder für 50 und 75 mm; automatische Einspiegelung bei Einriegeln des Objektivs
Bildfeldwähler Ermöglicht es, die Leuchtrahmen-(Paare) jederzeit manuell einzuspiegeln (z.B. zwecks Ausschnitts-Vergleichen)
Parallaxen-Ausgleich Der horizontale und vertikale Versatz zwischen Sucher- und Objektiv-Achse wird entsprechend der jeweiligen Entfernungseinstellung automatisch ausgeglichen
Übereinstimmung von Sucher- und Filmbild Leuchtrahmengröße entspricht bei der für jede Brennweite kürzesten Einstell-Entfernung einer Bildgröße von ca. 23 x 35mm; bei Unendlich-Einstellung wird, je nach Brennweite, ca. 9% (28mm) bis 23% (135mm) mehr vom Film erfasst, als der jeweilige Leuchtrahmen zeigt
Vergrößerung (Bei allen Objektiven) 0,72-fach
Großbasis-Entfernungsmesser Schnitt- und Mischbild-Entfernungsmesser in der Mitte des Sucherbildes als helles Feld abgesetzt
Effektive Messbasis 49,9 mm (mechanische Messbasis 69,25 mm x Sucher-Vergrößerung 0,72x)
Verschluss und Auslösung
Verschluss Gummituch-Schlitzverschluss mit horizontalem Ablauf; extrem geräuscharm; mechanisch gesteuert
Verschlusszeiten Von 1s bis 1/1000s in ganzen Stufen, B für Langzeit-Aufnahmen beliebiger Dauer
Auslöser Genormtes Gewinde für Drahtausloser integriert
Filmtransport
Einlegen Manuelles Filmeinlegen nach Entfernen des Bodendeckels und Aufklappen der Rückwand
Transport vorwärts Manuell mit Schnellschalthebel oder Leicavit M, oder motorisch durch Leica Motor-M, Leica Winder-M, Leica Winder M4-P, oder Leica Winder M4-2 (ab Fabr. Nr. 10 350)
Rückwicklung Manuell mit ausziehbarem Rückspulknopf, nach Umlegen des R-Hebels auf der Kamera-Frontseite
Bildzählwerk Auf Kamera-Oberseite; automatische Rückstellung nach Abnehmen des Bodendeckels
Kameragehäuse
Material Geschlossenes Ganzmetall-Gehäuse mit aufklappbarer Rückwand; Deckkappe und Bodendeckel aus verchromtem Messing
Stativgewinde A 1/4, DIN 4503 (1/4“)
Rückwand/-ausstattung Merkscheibe für Filmempfindlichkeit
Maße (Länge x Tiefe x Höhe, in mm) ca. 138 x 38 x 77
Gewicht ca. 578 g
Lieferumfang Gehäuse-Bajonettdeckel, Tragriemen

Mechanik pur: LEICA M-A

Das Präzisionswerkzeug für Liebhaber der entschleunigten Fotografie

Die Leica Camera AG, Wetzlar, stellt als einer von wenigen Herstellern bis heute neben digitalen auch analoge Leica M Kameramodelle her. Dabei greift das Unternehmen auf eine jahrzehntelange Erfahrung bei der Fertigung feinmechanischer Präzisionswerkzeuge zurück. 60 Jahre nachdem die erste Messsucherkamera, die Leica M3, das Leica Werk verließ und die Fotografie maßgeblich verändert hat, erscheint im Jubiläumsjahr ein neues, analoges Kameramodell: Die Leica M-A .

Als rein mechanisch arbeitende Messsuchersystemkamera steht die Leica M-A für eine Rückbesinnung auf die Fotografie in ihrer ursprünglichsten Form. Ausgestattet ohne Monitor, Belichtungsmesser oder Batterie eröffnet sie Fotografen ganz neue kreative Freiräume. Denn reduziert auf die wesentlichen Kamerafunktionen kann sich der Anwender mit der M-A ganz auf das Motiv, die wesentlichen Parameter der Bildgestaltung wie Brennweite, Blende und Belichtungszeit und den entscheidenden Moment der Aufnahme konzentrieren.

Vom Einstellrad für die Belichtungszeit über die Blendeneinstellung am Objektiv bis hin zum charakteristischen Messsucher für die Entfernungseinstellung – die Leica M-A basiert in ihrer technischen Ausstattung im Wesentlichen auf dem aktuellen analogen Leica MP Modell. Dabei sind alle Funktionen auf absolute Robustheit und Langlebigkeit ausgerichtet und finden in einem aus hochwertigen Materialien und in aufwändiger Handarbeit gefertigten Gehäuse aus Metall Platz. So hält die Leica M-A als besonders wertbeständiges Produkt zuverlässig allen Herausforderungen stand.

Ebenso zeitlos wie die feinmechanischen Funktionsprinzipien im Inneren der Leica M-A ist auch ihr Äußeres. So wurde auf den roten Leica Punkt verzichtet, um die klassische Schlichtheit des Designs zu unterstreichen. Das Seitenprofil der M-A fällt deutlich schmaler aus als das der digitalen M-Modelle.

Die Kamera ist in zwei verschiedenen Ausführungen lieferbar: Die silbern verchromte Variante führt mit ihrem klassischen Look die Designtradition aus 60 Jahren Leica M-Kameras fort. In der schwarz verchromten Ausführung erinnert die M-A an den Stil der M Monochrom und setzt neue Maßstäbe in Sachen Unauffälligkeit und Diskretion. Während die silbern verchromte M-A mit einer Gravur auf der Oberseite der Kamera ihre Herkunft ausweist, entdeckt man an ihrem durchgängig in mattem Schwarz gehaltenen Schwestermodell den Leica Schriftzug auf dem Blitzschuh erst bei genauerem Hinsehen.

Im Lieferumfang der Leica M-A ist der S/W Film Kodak TRI-X 400 enthalten, der in diesem Jahr ebenfalls sein 60. Jubiläum feiert. Seit seiner Markteinführung im Jahr 1954 gilt er als Klassiker in der Kunst- und Reportagefotografie und wird aufgrund seines unverwechselbaren Looks mit exzellenter Schärfe und Grauwertübertragung, einem extrem hohen Belichtungsspielraum und sehr guter Schattenzeichnung geschätzt.

Die Leica M-A ist ab Oktober 2014 für eine unverbindliche Preisempfehlung von 3850 Euro im Leica Fotofachhandel erhältlich.

About The Author

Andreas ist Fotoingenieur, lebt in Bonn und betreibt neben dem Leica Forum auch das Systemkamera Forum und das Fuji X Forum

1 Comment

  1. Das soll wohl ein Witz sein, oder??? Ich liebe analog und überhaupt alte Kameras, aber DAS finde ich denn doch etwas arg untertrieben! Verschlußzeiten “ von 1s bis 1/1000s in ganzen Stufen“ und ohne Belichtungsmesser??? Und das Ganze dann für fast 4000 Euro??? *Kopfschüttel*

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