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Anwendung von Netzmittel


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17 replies to this topic

#1 B. Lichter

B. Lichter

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Posted 08 January 2013 - 20:21

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Da unser sehr kalkhaltiges Wasser üble Flecken auf den Negativstreifen hinterlässt, will ich es jetzt mit einem Netzmittel versuchen.

Wie wird das Netzmittel eingesetzt?
Wird es dem Wässerungsbad einfach zugesetzt oder im Anschluss daran noch einmal gesondert angewendet?

#2 dynix

dynix

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Posted 08 January 2013 - 22:15

Ich verwende Netzmittel seit meinem neulichen Analog-Revival genauso wie in den vielen Jahren vor meiner DuKa-Pause:

Eine tiefere Schale mit destilliertem Wasser und ungefähr 1+400 Mirasol. Spule aus der Dose, auseinanderdrehen und die Filmrolle vorsichtig in die Schale kippen, sodass der gerollte Film quasi im Bad steht (:rolleyes:) und ca. 1 Minute oder auch weniger drin baden lassen. Dann raus aus dem Bad und Film aufhängen. Ich persönlich streife nicht ab. Weder mit den Fingern und schon gar nicht mit einer Filmzange...
Genauso gut kann man am Filmende die Filmklammer schon mal befestigen und den Film durch die Schale ziehen. Geht genauso.

Es gibt Leute, die geben das Netzmittel direkt in die Dose. Mache ich nicht, denn ich hab Angst vor Schaumentwicklung beim nächsten Entwickeln. Das passiert aber wohl nicht, wenn man die Dose gründlichst(!) reinigt. Ich will es aber darauf einfach nicht ankommen lassen, denn die Schalen-Methode bedeutet für mich keinerlei Aufwand und ist sicher.

So habe ich es in jungen Jahren gelernt, viele Jahre gemacht und noch nie Probleme mit Flecken gehabt (19 dH).

Ich hoffe, ich konnte meine Methode verständlich vorstellen...
Viele Grüße!
Alexander

"Erfahrung heißt gar nichts. Man kann seine Sache auch 35 Jahre schlecht machen." (Kurt Tucholsky)

#3 Guest_MikeN_*

Guest_MikeN_*
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Posted 08 January 2013 - 22:39

1 Tropfen ins Wasser, das war's :)

#4 JoRa

JoRa

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Posted 08 January 2013 - 22:41

Ich verwende Netzmittel seit meinem neulichen Analog-Revival genauso wie in den vielen Jahren vor meiner DuKa-Pause:

Eine tiefere Schale mit destilliertem Wasser und ungefähr 1+400 Mirasol. Spule aus der Dose, auseinanderdrehen und die Filmrolle vorsichtig in die Schale kippen, sodass der gerollte Film quasi im Bad steht (:rolleyes:) und ca. 1 Minute oder auch weniger drin baden lassen. Dann raus aus dem Bad und Film aufhängen. Ich persönlich streife nicht ab. Weder mit den Fingern und schon gar nicht mit einer Filmzange...
Genauso gut kann man am Filmende die Filmklammer schon mal befestigen und den Film durch die Schale ziehen. Geht genauso.

Es gibt Leute, die geben das Netzmittel direkt in die Dose. Mache ich nicht, denn ich hab Angst vor Schaumentwicklung beim nächsten Entwickeln. Das passiert aber wohl nicht, wenn man die Dose gründlichst(!) reinigt. Ich will es aber darauf einfach nicht ankommen lassen, denn die Schalen-Methode bedeutet für mich keinerlei Aufwand und ist sicher.

So habe ich es in jungen Jahren gelernt, viele Jahre gemacht und noch nie Probleme mit Flecken gehabt (19 dH).

Ich hoffe, ich konnte meine Methode verständlich vorstellen...


Exakt so wird ein Netzmittel angewandt!

2 ml auf 1 l reichen völlig aus! Die Waschzettelangabe spricht von 5 ml auf 1l, aber das ist hoffnungslos überdosiert!

Sinnvollerweise wird das Netzmittel mit Aqua dest. angesetzt. Die Schale oder Dose, in der der Film dann nach der Schlusswässerung für ca. eine Minute gebadet wird, muss sauber sein (letztlich ist es das Schlussbad!).

Ich versenke den Film noch auf der Entwicklerspule ins Netzmittel-Bad, drehe hernach die Spulenteile auseinander und hänge den Film auf. Spulen müssen danach unter fließendem Wasser gründlich gereinigt werden (sonst besteht die Gefahr der Schaumbildung beim nächsten Filmentwickeln.).

Beste Grüße,

Johannes

#5 Kurt Perlak

Kurt Perlak

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Posted 09 January 2013 - 10:09

Ich hab mir das Netzmittel in eine kleine Apothekerflasche mit Tropfaufsatz umgefüllt. Damit lässt es sich sehr gut dosieren. Gebadet wird der Film bei mir ca. 1 min. in der offenen Entwicklerdose (noch in der Spule). Dazu verwende ich demineralisiertes Wasser um Kalkflecken zu vermeiden.

Danach hänge ich den Film über der Badewanne auf und giesse das Netzmittel-Wasser aus der Dose über beide Seiten des Films. So wird nochmal alles abgespült und das Wasser läuft schön gleichmässig ab ohne Tropfen zu bilden. Abstreifen ist da nicht mehr notwendig. Nach dem Abspülen am besten den Raum verlassen und die Luftzirkulation möglichst reduzieren (Fenster und Türen schliessen). Also nicht unbedingt die Handtücher ausschütteln ;-)

Nach einer Stunde schaue ich zum ersten mal vorsichtig nach ob der Film Trocken ist. Das erkenne ich auf einen Blick daran ob der Film noch gewölbt ist. Die Dose und die Spulen werden einfach unter fliessendem Wasser abgespült. Schaumprobleme hatte ich nie.

LG, Kurt

#6 kalle

kalle

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Posted 09 January 2013 - 11:22

Ich hab mir das Netzmittel in eine kleine Apothekerflasche mit Tropfaufsatz umgefüllt. Damit lässt es sich sehr gut dosieren. Gebadet wird der Film bei mir ca. 1 min. in der offenen Entwicklerdose (noch in der Spule). Dazu verwende ich demineralisiertes Wasser um Kalkflecken zu vermeiden.

Danach hänge ich den Film über der Badewanne auf und giesse das Netzmittel-Wasser aus der Dose über beide Seiten des Films. So wird nochmal alles abgespült und das Wasser läuft schön gleichmässig ab ohne Tropfen zu bilden. Abstreifen ist da nicht mehr notwendig. Nach dem Abspülen am besten den Raum verlassen und die Luftzirkulation möglichst reduzieren (Fenster und Türen schliessen). Also nicht unbedingt die Handtücher ausschütteln ;-)

Nach einer Stunde schaue ich zum ersten mal vorsichtig nach ob der Film Trocken ist. Das erkenne ich auf einen Blick daran ob der Film noch gewölbt ist. Die Dose und die Spulen werden einfach unter fliessendem Wasser abgespült. Schaumprobleme hatte ich nie.

LG, Kurt


Exakt so mache ich es auch!
Gruß, Kalle

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Ich habe schon (fast) alles fotografiert - aber noch längst nicht mit jeder meiner Kameras!

Blog: Meine Schraubleica-Geschichte

#7 Sketch

Sketch

    Hauskater

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Posted 09 January 2013 - 11:34

Da unser sehr kalkhaltiges Wasser üble Flecken auf den Negativstreifen hinterlässt, will ich es jetzt mit einem Netzmittel versuchen.

Wie wird das Netzmittel eingesetzt?
Wird es dem Wässerungsbad einfach zugesetzt oder im Anschluss daran noch einmal gesondert angewendet?


Vollkommen überflüssig das Netzmittel.
Letzte Wässerung die Dose mit ger. Wasser füllen, Film aufhängen und wie von mir schon öfter beschrieben, mit Zewa abstreifen.
Eine halbe Stunde später ist der Film fleckenfrei trocken.

#8 B. Lichter

B. Lichter

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Posted 09 January 2013 - 12:56

Ich danke Euch!

#9 arno_nyhm

arno_nyhm

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Posted 09 January 2013 - 21:41

Netzmittel oder nicht, diese Diskussion ist wohl ungefähr so alt wie die mit dem UV-Filter.

Fakt ist aber, dass man hartnäckigen Kalkflecken nur durch Schlusswässerung in gereinigtem Wasser (gemeinhin als destilliertes Wasser bezeichnet) beikommt. Wer etwas anderes behauptet, hat einfach das Glück, dass bei ihm zu Hause weniger Kalk im Wasser ist als bei uns (mein Wasserkocher muss nach jedem Gebrauch entkalkt werden- einfach durch abreiben mit einem Stückchen Stahlwolle). ob man dem wasser dann noch netzmittel beifügt, macht am Ende kaum einen Unterschied. ich nehm welches.

dosierung mach ich frei nach schnautze. Klarspüler aus dem Geschirrspüler geht auch- man darf nur nicht zu viel nehmen.

#10 joeswe

joeswe

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Posted 09 January 2013 - 23:10

Vollkommen überflüssig das Netzmittel.
Letzte Wässerung die Dose mit ger. Wasser füllen, Film aufhängen und wie von mir schon öfter beschrieben, mit Zewa abstreifen.


Vollkommen überflüssig, das Abstreifen mit Zewa. :D

Ich verwende für das Schlussbad in einer flachen Schüssel demineralisiertes Wasser und Netzmittel nach Waschzettel, dann werden die Negative einfach zum Trocknen in einem sauberen und einigermaßen staubfreien Raum (Badezimmer) aufgehängt. Kein Abstreifen. Trockenzeit bei dieser Methode ca. 3 Stunden. Probleme mit Staub oder Flecken habe ich keine. Richtig perfekt wird es, seit ich Kodak Photo-flo als Netzmittel benutze. Das Zeug ist ächt gut. Früher habe ich mir noch die Mühe gemacht, das Bad kurz auszuwischen, heute achte ich nur darauf, dass im Winter ein feuchter Lappen auf dem (lamellierten) Heizkörper liegt. Der verhindert, dass trockene/staubhaltige Luft durch den Raum zirkuliert.

#11 Sketch

Sketch

    Hauskater

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Posted 10 January 2013 - 08:02

Vollkommen überflüssig, das Abstreifen mit Zewa. :D


Meiner Meinung nach nicht.

Ich möchte verhindern das

  • Rückstände vom Wasser und auch vom Netzmittel auf dem Film bleiben
  • Der Film länger als nötig irgendwo hängt
  • Das der Film Kratzer abbekommt weil er, außer zum Aufhängen, aus der Spule genommen wird.
In jedem Raum, auch wenn ein Heizkörper durch ein Tuch abgedeckt wird, schwirrt einem Menge Staub umher
und warum soll ein Film dort 3 Stunden hängen wenn er nach einer knappen halben Stunde trocken und ohne Staub in der Tüte sein kann?

Rückmeldungen zum Laborkurs

#12 Kurt Perlak

Kurt Perlak

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Posted 10 January 2013 - 12:23

Hi Rolf,

verwendest Du das Zewa im trockenen Zustand? Ich hatte bisher noch keinen Erfolg mit dieser Technik. Der Film sah dann im Scan ziemlich übel aus.

LG, Kurt

Edited by Kurt Perlak, 10 January 2013 - 12:45.


#13 Stuessi

Stuessi

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Posted 10 January 2013 - 13:15

Hallo,

ich habe eine Literflasche aqua dem. mit einem Tropfen Netzmittel (Haltbarkeit länger als 1 Jahr) . Nach Wässerung wird daraus die Entwicklerdose (mit Filmspirale + Schwämmchen) gefüllt und anschließend nach ca. 1 min alles wieder in die Flasche zurückgefüllt. Nun die Filmspule mit Film abschleudern. Dann wird der aufgehängte Film vorsichtig auf der Schichtseite 1x mit dem nassem kleinen Viskoseschwamm und die Rückseite mit eine gefalteten (sauberen) Leinentaschentuch abgestreift.
Dose + Filmspule kurz abspülen, Tropfen abschleudern und mit Geschirrhandtuch trocknen.

Gruß,
Stuessi

Edited by Stuessi, 10 January 2013 - 13:19.


#14 Sketch

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    Hauskater

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Posted 10 January 2013 - 15:26

Hi Rolf,

verwendest Du das Zewa im trockenen Zustand? Ich hatte bisher noch keinen Erfolg mit dieser Technik. Der Film sah dann im Scan ziemlich übel aus.

LG, Kurt


Ja Kurt, trocken.
Das Papier soll ja die restliche Flüssigkeit so weit wie möglich aufnehmen.

Einfach eine Lage abreißen, zu einer "Wurst" rollen, einmal knicken und den hängenden Film von oben nach unten einmal abziehen.
Wobei man das Papier rechts und links vom Film festhält und nicht auf den Film drückt.

Ich habe in 50 Jahren alles mögliche probiert, Zewa wisch und weg ist übrig geblieben.
Salatschleudern in verschiedenen Ausführungen, Lederläppchen, Schwämme, Jobo Abzieher, Netzmittel etc. sind alle im Müll gelandet.
  • Kurt Perlak and said thank you to this

#15 becker

becker

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Posted 10 January 2013 - 15:49

Ja Kurt, trocken.
Das Papier soll ja die restliche Flüssigkeit so weit wie möglich aufnehmen.

Einfach eine Lage abreißen, zu einer "Wurst" rollen, einmal knicken und den hängenden Film von oben nach unten einmal abziehen.
Wobei man das Papier rechts und links vom Film festhält und nicht auf den Film drückt.

Ich habe in 50 Jahren alles mögliche probiert, Zewa wisch und weg ist übrig geblieben.
Salatschleudern in verschiedenen Ausführungen, Lederläppchen, Schwämme, Jobo Abzieher, Netzmittel etc. sind alle im Müll gelandet.


Der "Trick" schafft was....
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Das einzige was einem hier gestellt wird ist der Wecker


www.tischlerbecker.de

#16 Guest_zeze_*

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Posted 12 January 2013 - 17:19

Belebt das Dunkelkammer-Forum doch mit solchen Fragen.

:(

#17 Kurt Perlak

Kurt Perlak

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Posted 12 January 2013 - 17:50

Danke für den Hinweis! Ich wusste gar nicht, dass es eines gibt. ;-)

#18 Guest_zeze_*

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Posted 13 January 2013 - 11:46

Ganz unten in der Übersicht, quasi im Keller.

:D




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