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Old May 8th, 2008, 04:56 PM   #41 (permalink)
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kein wunder, dass es mit deutschland bergab geht. ein paar fans diskutieren über ihr hobbyi, schon kommt der deutsche bedenkenträger und meckert rum.
harryzet is offline   Reply With Quote
Old May 8th, 2008, 10:42 PM   #42 (permalink)
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Mann, Mann, Mann,

Neulich fragte mich meine Frau, ob es hier auch Frauen im Forum gibt?

Grüße

Möbi
Möbi is offline   Reply With Quote
Old May 9th, 2008, 01:04 AM   #43 (permalink)
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Originally Posted by ErichF View Post
So lange diese Hirnrissigkeit sich im esotherischen Bereich mit "Familienstellen" oder "Urschrei" oder "Rebirthing" austobte, konnten sich die Jesuslatschenjünger in ihren eigenen Kreisen bewegen und haben uns nicht weiter belästigt.

Aber nicht nur mit dem Akustik-Voodoo, sondern auch mit "Atomstromfilter" und "Genfood-Sensor" tobt sich diese Szene mittlerweile im technisch-elektronischen Bereich aus, Hauptzielrichtung unterforderte, "kursgebildete" "Betroffene" aus dem Öffentlichen Dienst (hoffentlich bin ich jetzt nicht zu Vielen auf die Zehen getreten), die ihr Bett in 10°-Schritten drehen, damit sie möglichst in ihrem Schlafzimmer quer zu einer eingebildeten Wasserader stehen.
Da leben wir in einem Land, das Anfang des vorigen Jahrhunderts die Hälfte der Physik- und Chemie-Nobelpreisträger stellte und sind auf dem Sturzflug unter die Durchschnittsintelligenz und dem Prokopf-Einkommen nach unten mittlerweile bei den Nachzüglern in Europa angekommen, und viele aus dem neuerdings beklagten "Mittelstand" frönen solcher Zeit- und Geldverschwendung. Klar, wenn bei der vor einiger Zeit im Focus abgebildeten Anlage eine 1/4 Million in den Keller stellt, fehlt das Budget für weiteres. Ein einziger Akustik-Kanal der Anlage deckt die Aufzuchtskosten für ein Kind.

Meinetwegen, wenn sich einer aus Hobby solch eine Kiste selbst zusammenbaut und das hörbare Krächzen als Röhrensound interpretiert, er hatte seinen Spaß und positiven Erfolg schon alleine beim Löten, wie unser amerikanischer Freund, der seine total zerlegte M8 wieder zusammenkriegte und zum Laufen brachte. Oder wie unser Freund Ronald seinen Käfer auf Hochglanz bringt, obwohl diese Benzinbomben mit Aufprallzünder schon in den 70ern den Ruf der "Mankiller" hatten, mit fast 30.000 Verkehrstoten pro Jahr bei 1/10 der Autos von heute.

Übrigens, Martin, ich bin nächste Woche wieder "unten", ich rufe oder maile Dich noch an.

Gruß
Erich

..einerseits muß ich dir Recht geben, aber anderseits auch nicht....mit dem Hören verhält es sich, wie mit dem Sehen!....den Meisten fehlt es am Können!... ...der wird den Unterschied auch nicht wahrnehmen... ..

Das hat aber nichts mit den "Voodoo" Produkten zu tun, die leider immer wieder auch von "Fachzeitschriften" für gut verkauft werden.....

Grüße,

Jan
telewatt is offline   Reply With Quote
Old May 9th, 2008, 12:22 PM   #44 (permalink)
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Originally Posted by telewatt View Post
..einerseits muß ich dir Recht geben, aber anderseits auch nicht....mit dem Hören verhält es sich, wie mit dem Sehen!....den Meisten fehlt es am Können!... ...der wird den Unterschied auch nicht wahrnehmen... ..

Das hat aber nichts mit den "Voodoo" Produkten zu tun, die leider immer wieder auch von "Fachzeitschriften" für gut verkauft werden.....

Grüße,

Jan
Gut, Jan, dann will ich Dir hier antworten, weil es wieder einigermaßen zivil zugeht; ich wollte keinesfalls die Hobbies von irgendjemanden angreifen, wenn er seinen Spaß damit hat, auch wenn sich so manche Aussagen von Hobbyisten über Dinge meines Fachgebietes für mich schon mal so anhören wie "Weltklasse-Dampfmaschine".

Neben den in der Audio-Technik benötigten passiven Filterschaltungen, bei denen wegen der irrsinnigen Toleranzforderungen die engtolerierten, aber mit sehr geringem "Kapazitäts-Volumen-Verhältnis" versehenen "Styroflex-Konsensatoren" eingesetzt werden, war damals speziell in meinem Fachgebiet mehr als 15 Jahre das Hauptproblem das Potentiometer (Poti) der Sensor-linearen Sollwertvorgabe gewesen, bis man endlich mit anreihbaren BNC-Schaltern ein Eingabemedium für Sollwertvorgaben fand, das den immer höheren Genauigkeitsanforderungen genügte, die dann von den immer besser und billiger werdenden prozessorgesteuerten Digital-Analog-Wandlern abgelöst wurden.
Vor allem die Kompensation der durchweg nichtlinearen Geber (für Temperaturen, Druck, Schall, egal was...) war jahrzehntelang eine unserer, speziell meiner Hauptaufgaben, incl. der Kontakte zu einer Unzahl von speziellen Poti-Herstellern.

Ganz so nebenbei, das allerbeste Poti-Signal wird dramatisch verschlechtert, wenn der "Schleiferstrom" mehr als ein paar Prozent des Speisestromes übersteigt. Nicht einhaltbare "Rückwirkungsfreiheit" war eines der Hauptprobleme bis Ende der 70er Jahre, bis immer bessere und zuverlässigere analoge "Integrierte Schaltungen" und entsprechende Converter-Schaltungen (A-D bzw. D-A-Converter) auf dem Markt waren.

Wenn jetzt in der Phono-Technik wieder auf die passiven Lösungen zurückgegangen wird, vielleicht ist der Grund die schwierigere Nachbaubarkeit, keinesfalls ist es das menschliche Ohr. Es gibt kein schlechteres Frequenzmeßgerät als den Gehörsinn, auch wenn er das sog. "absolute Gehör" zu haben vorgibt.

Nochmal: wer sich die Arbeit macht, selbst einen Vorverstärker oder Leistungsstufe, mit oder ohne Röhren, aufbaut oder repariert, und das Ding gibt einstellbare Töne von sich, Respekt dafür, auch vom Fachmann.
Ich habe übrigens als einer der ersten in München in 1964 eine Hochspannungs-Kondensator-Zündung mit SCR in meinem Wagen eingebaut und gefahren, selbst erstellt in der Hofmannstr. 51. Als Münchener weißt Du, wer das war.

Also, bastelt nach Herzenslust in der Elektronik rum, so wie ich meine Kameras benutze, jedem zu seinem Spaß, aber glaubt nicht jeden Unfug, den die "High-End-Händler" den ahnungslosen Kunden zu horrenden Preisen auf's Auge drücken.

Gruß
Erich

Last edited by ErichF : May 9th, 2008 at 12:24 PM.
ErichF is offline   Reply With Quote
Old May 9th, 2008, 04:41 PM   #45 (permalink)
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Originally Posted by ErichF View Post


Neben den in der Audio-Technik benötigten passiven Filterschaltungen, bei denen wegen der irrsinnigen Toleranzforderungen die engtolerierten, aber mit sehr geringem "Kapazitäts-Volumen-Verhältnis" versehenen "Styroflex-Konsensatoren" eingesetzt werden, war damals speziell in meinem Fachgebiet mehr als 15 Jahre das Hauptproblem das Potentiometer (Poti) der Sensor-linearen Sollwertvorgabe gewesen, bis man endlich mit anreihbaren BNC-Schaltern ein Eingabemedium für Sollwertvorgaben fand, das den immer höheren Genauigkeitsanforderungen genügte, die dann von den immer besser und billiger werdenden prozessorgesteuerten Digital-Analog-Wandlern abgelöst wurden.
Vor allem die Kompensation der durchweg nichtlinearen Geber (für Temperaturen, Druck, Schall, egal was...) war jahrzehntelang eine unserer, speziell meiner Hauptaufgaben, incl. der Kontakte zu einer Unzahl von speziellen Poti-Herstellern.

Ganz so nebenbei, das allerbeste Poti-Signal wird dramatisch verschlechtert, wenn der "Schleiferstrom" mehr als ein paar Prozent des Speisestromes übersteigt. Nicht einhaltbare "Rückwirkungsfreiheit" war eines der Hauptprobleme bis Ende der 70er Jahre, bis immer bessere und zuverlässigere analoge "Integrierte Schaltungen" und entsprechende Converter-Schaltungen (A-D bzw. D-A-Converter) auf dem Markt waren.

Wenn jetzt in der Phono-Technik wieder auf die passiven Lösungen zurückgegangen wird, vielleicht ist der Grund die schwierigere Nachbaubarkeit, keinesfalls ist es das menschliche Ohr. Es gibt kein schlechteres Frequenzmeßgerät als den Gehörsinn, auch wenn er das sog. "absolute Gehör" zu haben vorgibt.

Nochmal: wer sich die Arbeit macht, selbst einen Vorverstärker oder Leistungsstufe, mit oder ohne Röhren, aufbaut oder repariert, und das Ding gibt einstellbare Töne von sich, Respekt dafür, auch vom Fachmann.
Ich habe übrigens als einer der ersten in München in 1964 eine Hochspannungs-Kondensator-Zündung mit SCR in meinem Wagen eingebaut und gefahren, selbst erstellt in der Hofmannstr. 51. Als Münchener weißt Du, wer das war.

Also, bastelt nach Herzenslust in der Elektronik rum, so wie ich meine Kameras benutze, jedem zu seinem Spaß, aber glaubt nicht jeden Unfug, den die "High-End-Händler" den ahnungslosen Kunden zu horrenden Preisen auf's Auge drücken.

Gruß
Erich
Die besten Potis arbeiten nicht mit "Schleifern" sondern mit Einzelwiderständen, die geschaltet werden, da ist die Abweichung gleich null, da auch keine Kohlewiderstände verwendet werden, sondern selektierte Metallfilmwiderstände.
Einfach nur "basteln" bringt nichts, etwas Ahnung sollte man schon haben. Die Schaltung selber habe ich auch nie verändert, die waren in der Rundfunktechnik sehr hochwertig.

Grüße,

Jan
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Old May 9th, 2008, 05:41 PM   #46 (permalink)
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Originally Posted by telewatt View Post
Die besten Potis arbeiten nicht mit "Schleifern" sondern mit Einzelwiderständen, die geschaltet werden, da ist die Abweichung gleich null, da auch keine Kohlewiderstände verwendet werden, sondern selektierte Metallfilmwiderstände.
Einfach nur "basteln" bringt nichts, etwas Ahnung sollte man schon haben. Die Schaltung selber habe ich auch nie verändert, die waren in der Rundfunktechnik sehr hochwertig.

Grüße,

Jan
Jan, ich weiß schon, das ist die BNC-Technik, mit Ein-Dekaden-Schaltern aufgebaut oder mehrstufig in Drehschaltern. Letztere Technik (18-stufig) haben wir Anfang 1980 in Anlagen eingebaut (Chlor-Alkali-Elektrolysen), die seit dieser Zeit rund um die Uhr arbeiten.

Bei langlebigen Industrie-Anlagen hat man diese Technik sehr früh eingesetzt, im Konsumenten.-Bereich begnügte man sich aus Preisgründen mit Kohleschicht-Potis, die natürlich ein erhebliches Rauschen erzeugen, das der nachfolgende Verstärker als hörbares Störsignal mit verstärkt. Übrigens sind im industriellen bereich fast nur sog. "Draht"-Potis eingesetzt worden, oft genug als 10-Gang-Wendelpoti, wenn Lineritäten im Promille-Bereich erforderlich waren.
Was ist meine sind die früheren Belastungsschaltungen der Potis, die eine zusätzliche Nichtlinearität der Einstell-Drehwinkels vom elektrischen "Schleifer"-Signal bedeutete. Erst bei den mittlerweile als "Tankstellen-OpAmp" bezeichneten Operationsverstärkern, die mit ihren extrem hohen Eingangswiderständen einwandfreie Linearität des Ausgangssignals ergaben, war dieses Problem gelöst.

Diese Professionelle und Industrietechnik haben in den 90ern die High-End-Leute auch für den Konsumenten-Bereich entdeckt und mit entsprechenden Preisen ihr Produkt als das bis dahin einmalige Nonplusultra verkauft.

Trotzdem glaube ich, wenn sich ein seriöser Bastler mit den entsprechenden Grundschaltungen vertraut macht, kann er mit gar nicht so teuren Industrie-Bauteilen eine Präzission und Zuverlässigkeit seiner Anlagen hinbekommen, die einen winzigen Bruchteil der käuflichen Kisten kosten, aber genauso gut sind. Spezeille Meßgeräte zum Einstellen lassen sich für kurze Zeit mieten, oder ein befreundetes Unternehmen hilft mal leihweise aus.
Also, mal ran, vi3elleicht zunächst an eine Reparatur, dann ein qualitatives "Upgrade" und zum Schluß die selbstgebaute Superanlage.

Gruß
Erich
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Old May 9th, 2008, 07:59 PM   #47 (permalink)
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Originally Posted by findwolfhard View Post

Sehr schade, nach dem "Cello"-Erfolg, aber da steckte ja im Prinzip Tom Colangelo dahinter!
(Viola Audio labs heute!)
Der kürzlich verstorbene Tom Colangelo zeichnete auch für alle Verstärker mit
der Bezeichnung ML verantwortlich. ML1 und ML2 waren noch überarbeitete
Designs von John Curl, ab ML 3 waren es reine Colangelo-Designs.
Die ML3 läuft bei mir seit über 20 Jahren zur vollsten Zufriedenheit.
Nach der Übernahme durch den Harman-Konzern wurden die Nr-Geräte von
Kevin Burke entwickelt, leider nicht zu deren Vorteil.
Nachdem Mark Levinson mitte der 80er seine Firma samt Namen
verkaufen musste gründete er mit Tom Colangelo Cello, durfte aber
lange nicht offiziell in Erscheinung treten da er keine Rechnte an seinem
Namen mehr hatte. Heute verscherbelt Harman den Namen sogar für
Handysoundsysteme an LG!

PS: Interessante Parallelen, Verdier und Antares stehen auch bei mir.
__________________
Leitz heißt Präzision. Weltweit.
Arkadin is online now   Reply With Quote
Old May 9th, 2008, 09:13 PM   #48 (permalink)
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Originally Posted by tolled View Post
Frage an die geerdeten High-Ender: was ist der größte verkaufbare Esoterik-Schwachsinn, der euch in dieser Szene jemals begegnet ist?
Ziemlich eindeutig die berüchtigten Simba-Chips. Obwohl Ingo Hansen
auch so einiges schräge im Sortiment hat.
__________________
Leitz heißt Präzision. Weltweit.
Arkadin is online now   Reply With Quote
Old May 10th, 2008, 01:14 AM   #49 (permalink)
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Originally Posted by ErichF View Post

Trotzdem glaube ich, wenn sich ein seriöser Bastler mit den entsprechenden Grundschaltungen vertraut macht, kann er mit gar nicht so teuren Industrie-Bauteilen eine Präzission und Zuverlässigkeit seiner Anlagen hinbekommen, die einen winzigen Bruchteil der käuflichen Kisten kosten, aber genauso gut sind. Spezeille Meßgeräte zum Einstellen lassen sich für kurze Zeit mieten, oder ein befreundetes Unternehmen hilft mal leihweise aus.
Also, mal ran, vi3elleicht zunächst an eine Reparatur, dann ein qualitatives "Upgrade" und zum Schluß die selbstgebaute Superanlage.

Gruß
Erich
ja, Das ist richtig, die Bauteile in top Qualität, die ich in meinen Telewatt eingebaut habe, und ich meine alle Teile neu (er war 3 mal in Reparatur und keiner konnte den Fehler wirklich finden, hat mich zur total Überarbeitung gebracht), aber natürlich nach dem original Plan, hat mich etwa 120 EUR gekostet..und viel Schweiß in Büchern, wie Schaltungen arbeiten... ...aber ich habe viel gelernt und es hat Spaß gemacht.... ..


Grüße,

Jan
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Old May 10th, 2008, 04:26 AM   #50 (permalink)
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und was sehen wir hier noch?
dass man sogar mit einer Leica gute Produktfotos hinbekommt
(duckundweg)
__________________
…wenn ich nicht konzentriert fotografiere, sehen meine Bilder aus wie geknipst…
man:men is offline   Reply With Quote
Old May 10th, 2008, 04:56 AM   #51 (permalink)
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Originally Posted by Arkadin View Post
Der kürzlich verstorbene Tom Colangelo zeichnete auch für alle Verstärker mit
der Bezeichnung ML verantwortlich. ML1 und ML2 waren noch überarbeitete
Designs von John Curl, ab ML 3 waren es reine Colangelo-Designs.
Die ML3 läuft bei mir seit über 20 Jahren zur vollsten Zufriedenheit.
Nach der Übernahme durch den Harman-Konzern wurden die Nr-Geräte von
Kevin Burke entwickelt, leider nicht zu deren Vorteil.
Nachdem Mark Levinson mitte der 80er seine Firma samt Namen
verkaufen musste gründete er mit Tom Colangelo Cello, durfte aber
lange nicht offiziell in Erscheinung treten da er keine Rechnte an seinem
Namen mehr hatte. Heute verscherbelt Harman den Namen sogar für
Handysoundsysteme an LG!

PS: Interessante Parallelen, Verdier und Antares stehen auch bei mir.
Noch eine interessante Parallele: nicht nur Mark Levinson verscherbelte die Rechte am eigenen Namen, auch Sydney Harman tat es, zumindest die an seinem ursprünglich mal amerikanischen Produkt Harman/Kardon, und zwar an seinen OEM Lieferanten Shin shin shirasuna corporation
in Taipeh. Nur waren die Harman Int. Leute clever und finanziell stabil genug, ihren ehemals ei-
genen Namen als Händler des früheren Zulieferers weiter zu vermarkten und den smarten
Professor Ottala ( der, dessen Name für die TIM-less Schaltungen stand, bevor Werbeleute die "Hochstromtechnik" entdeckten) zur Aufwertung des ramponierten eigenen Renommes einzu-
spannen; durchaus zum gegenseitigen Nutzen, wie Ottalas weitere Industreikarriere zeigt! Und
warum sollten ausgerechnet die, bei denen schon der ehemals eigene Name buchstäblich
Handelsware ist, Skrupel beim Umgang mit ihren Zweit- und Drittlables wie AKG; REVOX oder eben auch Levinson haben? Heißen nicht billige Autoradios heute Sherwood, mit ein paar
verkupferten Blechabschirmungen aufgepeppter Philips Kram Marantz, und - schlimmer noch -
solange Panasonic dafür zahlt, manch wundersame Preßlinse "Leica" ?

Die vielfach zum Ausdruck gebrachte Häme über Auswüchse einer sich geradezu parareligiös
gebärdenden Branche sollte nicht den Blick dafür trüben, daß als deren Katalysatoren real
existierende Gurus und andere Paradiesvögel unerläßlich sind. Mark Levinson ist ganz sicher
der Erste unter ihnen, Dieter Burmester vermutlich der geschäftlich Erfolgreichste, Ingo Hansen
womöglich der Lustigste, vielleicht mit Joop van den Hul um die Wette!

Leid tun mir allerdings die Leute, die mit wirklich seriöser Entwicklungsarbeit erst die Bühne
für solche Figuren geschaffen haben, etwa John Curl oder einige ehrwürdige ältere Herren
aus Japan, deren Namen niemand kennt, genauso ihre jüngeren Kollegen bei Sony, die sich
mit manch kurios anmutender - wissenschaftlich durchaus haltbarer - Beobachtung nicht an
die Öffentlichkeit trauten, weil sie wussten, was Ihnen da von seiten etwa einiger LeicaForenten
wohl "blühen" würde.

Und so werden wir wohl damit leben müssen, daß immer wieder mal ein Kind mit dem Bad
ausgeschüttet werden wird, leider!
Leicapaul is offline   Reply With Quote
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